Beiträge von Phonhaus

    Okay. Ich kenne jetzt natürlich den Shelter nicht, in dem Dein Hund war. Aber nachdem, was ich weiß, ist die Shelterfütterung doch sehr stressig für die Hunde, da nicht getrennt gefüttert wird, sondern in Massenabfertigung. Meine Hündin kam samt ihrer Schwester laut Tierschutz auch deshalb in ein deutsches Tierheim, weil sie im Shelter auf die Knochen abgemagert waren.

    Dein Hund steht draußen also an sich unentwegt unter Strom. Der Trainingsansatz ist: Du möchtest seine Aufmerksamkeit zu Dir umlenken und bei jedem Blickkontakt und jedem Zuwenden zu Dir bestätigen, habe ich das richtig verstanden?

    Was meinst Du mit „außenfokussiert“? Was genau trainierst Du mit dem ganzen Futter - Blickkontakt, Ansprechbarkeit, Tricks, Unterordnung ...? Ist das während der Spaziergänge oder in speziellen Trainingssituationen?

    Bei den ehemaligen Straßen- oder Shelterhunden muss man sich noch vergegenwärtigen, dass die es kennen, sich Fressbares bei Verfügbarkeit auch unter großem Stress zu schnappen und sich sofort zurück zu ziehen. Je nach Charakter und Vorprägung ist die fütternde Hand ein zusätzlicher Stressor.

    Ich arbeite auch gerne mit Bestätigung über Leckerchen. Das klappt mit unserer Ex-Straßenhündin super, wenn sie entspannt ist. Wenn sie selbst angespannt ist, beschäftigt mit Außenreizen oder verängstigt, dann erhöht Futtergabe die Stresslage eher. Bei Angst nimmt sie eh nichts, aber man merkts auch, wenn sie konzentriert ist.

    Gute Besserung an Benni und einen schönen Geburtstag für Nando.

    Hier sind wir in der Phase des Dauerschnarchens angelangt, gestern sogar mit offenen Augen. Jetzt nach dem Morgengassi liegt sie auch gerade wieder im Körbchen und schnarcht. So süß es sich auch anhört, etwas geräuschärmeres Schlafen wäre mir lieber.

    Ansonsten passt das Wetter nicht, hier ist es durchgängig nass, kalt und matschig. Unterbodensäuberung findet sie mittlerweile richtig kacke und stellt immer weiter die Kooperation dabei ein.

    Zum Mittag hatte der Mann Fasanenklein mit Reis und Salat, leider kein Foto, er war zu schnell. Für mich gabs überbackenen Toast mit Gemüsesalat als kombiniertes Frühstück/Mittagessen. Und ich freu mich schon aufs Abendessen.

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    Nach dem guten ersten Eindruck lässt mich „Der Wal und das Ende der Welt“ doch eher etwas verärgert zurück. Eine schön und lebhaft erzählte, süße Geschichte mit netten skurrilen Charakteren und einem liebenswerten Dorf. An der ein oder anderen Stelle etwas kitschig, aber das darf. Verärgert hat es mich an den Stellen - oder wegen der Stellen - die mehr als das sein wollen. Und damit meine ich nicht mal das Thema Pandemie, denn das die anders gekommen ist, als der Autor das vor ein paar Jahren geschätzt hat, das ist ihm nicht anzulasten. Auch uns hätte eine „Paukenschlag-Pandemie“ treffen können.

    Zur Kategorie 3 (Auge im Cover) ist mir spontan die „Illuminatus-Trilogie“ eingefallen. Da ich die aber schon gelesen habe und in der Challenge gerne Neues lesen möchte, habe ich mich auf die Suche gemacht. Es ist interessant, was man mit dem Schlagwort „Illuminaten“ alles findet :hust:

    Bin dann doch bei Robert Anton Wilson hängen geblieben und habe mir das Buch „Verschwörungstheorien“ gegönnt. Verspreche mir ein Lesevergnügen aus der noch gar nicht allzu lang zurückliegenden Zeit, als man sich noch unbefangen und mit geistigem Vergnügen mit diesem Thema beschäftigen durfte.

    Achtung: Ausführliche Kritik zu, „Wal“ mit Bezug auf das Ende im Spoiler:

    Kritik

    Ich war ja schon leicht stinkig, als das fleischgewordene (bzw. Buchstaben gewordene) Klischee der „Männerfresserin“ im gehobenen Hierarchiebereich des gehobenen Dienstleistungssektors aufgetaucht ist. Mit wem auch immer der Autor da seine postpubertäre Abrechnung gehalten hat ... Na denn.

    Auf die wahnwitzige unmoralische krebsartige Bösartigkeit der internationalen Finanzmärkte und ihre Fragilität (die nicht nur in der Logistik liegt) nur in ein paar Nebensätzen einzugehen finde ich unbefriedigend. Wenn man das Thema schon aufgreift, dann sollte es für mein Empfinden doch ein bisserl mehr als Stichworte und Schlagsätze enthalten. Das man das Thema auch gut auf sehr unterhaltsame und eher anspruchslose Weise aufbereiten kann, hat z. B. ein Film wie „The Big Short“ gezeigt. Neu oder überraschend war da nichts. Dass exponentielles Wachstum bei endlichen Ressourcen nicht funktionieren kann, um das zu wissen, brauchts keinen Datenanalysten, dazu langts, wenn man nicht durchgängig ab der 8. Mathe verpennt hat.

    Die allegorische Verbindung des siech liegenden Staatskolosses zum Wal - wenn ich auch die Einstiegsgeschichte sehr anrührend fand - und zu Hobbes bzw. dem biblischen Leviathan - auch das hat man schon weniger trivial gehört. Die Fragilität der Transportwege hat u. A. „Kollaps“, auf das im Buch Bezug genommen wird, bei Weitem besser behandelt.

    Dass die Lösung des Ganzen dann ist, dass das internationale Großkapital sein Herz, der Staat seinen Verstand und der analytische Träumer die Realität der Mitmenschlichkeit entdeckt - und die Hoffnung dann darin liegt, den Rechner einfach mit anderen Daten zu füttern - ach Gott, schön wärs ... seufz ...

    Und den Satz als Bestandteil des Hoffnungsschimmers zu präsentieren, dass es in Senegal bezirksweise über Monate hinweg keinen Strom gibt - und nichts zusammenbricht - das empfand ich angesichts des Einführungshintergrunds (Perversion der internationalen Finanzmärkte) als schallende zynische Ohrfeige :( : Schade. Leider hat diese ansonsten so schöne Geschichte mir mit Anlauf in einen intellektuellen wunden Punkt getreten.

    Fazit: Eine wunderbar erzählte Geschichte. Mit einer Metaebene, auf die hervorragend eine (böse) Kritik passt, die ich mal über Byung Chul Han gelesen habe - Autor des Zitats unbekannt: „Es ist viel Gutes und Neues darin. Aber das Neue ist nicht gut und das Gute ist nicht neu.“