Beiträge von Phonhaus

    Ich habs auch nicht „gegen mich“ aufgefasst :smile: Das sehe ich durchaus ähnlich.

    Nur ist es halt so, dass Du bei einem Marder etc. (üblicherweise) nicht damit zu rechnen brauchst, dass Du ein „geliebtes Familientier“ erschießt. Und - ob logisch oder nicht - es wird halt von den Meisten doch ein ideologischer Unterschied zwischen den üblichen „Sozialpartnertieren“, anderen domestizierten Tieren und Wildtieren gemacht. Ist so auch in Rechtssprechung und Gesellschaftsordnung verbaut.

    Dass das dann aber in solchen Fällen als „Problem“ auf Einzelne ausgelagert wird, die dann im Zweifelsfall auch den Mist um die Ohren geworfen bekommen, das nervt mich schon an. Jetzt mal ganz unabhängig davon, ob die Entscheidung der Jägerin klug und ihre (und die der anderen Beteiligten) gewählte Herangehensweise wertschätzend oder gekonnt war (habe mir das Video nicht angesehen).

    Rechtlich ist das sogar recht eindeutig: Für Fundtiere ist die Kommune zuständig. Kann man wie andere „Fundsachen“ auch dort abgeben. Der feine Unterschied, der gemacht wird, ist der zwischen „Fundtier (es ist davon auszugehen, dass das Tier einen Besitzer hat bzw. hatte und entlaufen ist oder ausgesetzt wurde)“ und „herrenlosem Tier“ (verwilderte Katze).

    Beim herrenlosen Tier ist die Kommune dann zuständig, wenn die Sicherung des Tiers in den Bereich „Aufrechterhaltung von öffentlicher Sicherheit und öffentlicher Ordnung“ fällt.

    Wenn der Tierschutz ohne kommunalen Auftrag in die Bresche springt, tut er das auf eigene finanzielle Verantwortung. Aber bei einem Tier, dass durch einen Jäger - der ja, soweit ich weiß, zumindestens teils einen öffentlichen Auftrag hat - darf sich die Kommune mMn nicht so aus der Verantwortung ziehen. Wie soll der Jäger beurteilen, ob es ein Fundtier oder ein herrenloses Tier ist :ka: Und ihm zuzumuten, ein gesichertes Tier nach der Feststellung „kein Chip“ irgendwie zu entsorgen, kann ja auch nicht Sinn der Sache sein.

    Kann mir jemand das mit der Fallenjagd - abgesehen davon, private und gewerbliche Grundstücke von „Schädlingen“ zu säubern - näher erklären? Wofür wird das eingesetzt und wer wäre da jeweils der Auftraggeber bzw. was für ein Interesse steht dahinter?

    Ich stolpere hier über Einiges. Zum Thema der Katzen: Für Fundtiere - und so würde ich in diesem Fall das in der Falle gefangene Tier werten - ist die Kommune zuständig. Bei herrenlosen Tieren gilt das zwar nicht grundsätzlich, aber auch, wenn sie öffentliche Sicherheit oder Ordnung gefährden. Und die Last zu beurteilen, ob es sich um ein Fundtier oder ein herrenloses Tier handelt, kann mMn nicht auf die Jäger ausgelagert werden - gerade um Fälle zu vermeiden, bei denen schon gesicherte Haustiere erschossen werden. Käme meine Kommune mir so, würde ich erstmal deftig eskalieren Sventje Wie viele Katzen sind das bei Euch denn so im Schnitt?

    Was mich beschäftigt: In dem Artikel bzw. einem der Kommentare stand, dass die verwendete Falle nicht legal ist. Stimmt das? Wenn ja, warum und für was wurde die eingesetzt?

    Edit: Ich würde halt immer auch überlegen: „Wofür brauche ich das?“ Ist das, was ich mur vom veränderten Verhalten für Hund und mich erhoffe, den Trainingsaufwand wert. Und welche Alternativen habe ich, um ans gewünschte Ziel zu kommen.

    Gehts bei Euch jetzt z. B. eher ums „Teamgefühl“, um die Gemeinsamkeit und um Entspannung. Oder gehts darum, dass er draußen wirklich eine Gefahr für sich, Dich und andere ist, weil er hoffnungslos ausrastet. Oder jagt er alles, was nicht bei 1 auf dem Baum ist und Du möchtest mit hm Ableinbarkeit üben ...

    „Außenfokussiert“ zu sein ist ja erstmal nur eine Eigenschaft. Bei seiner Herkunft und je nach Veranlagung möglicherweise auch eine grundlegende Eigenschaft. Die Frage ist: Welche Problemfelder bringt das für Euch mit sich, wie schwer sind die tolerabel bzw. wie hoch ist der Leidensdruck und was seid Ihr also bereit, in die Waagschale zu werfen, dass sich was ändert. Und wie viel Zeit ist dafür :smile: Was ist „muss“, was ist „hätte ich gerne“ und was ist realistisch.

    Und danach würde ich den Trainingsweg entscheiden.

    Ich finds gut, dass Du nochmal in Dich hineinhorchst. Den Anspruch, draußen die Aufmerksamkeit Deines Hunds unentwegt an Dich zu binden, also auch schnüffeln und erkunden nur nach Freigabe, finde ich schon sehr hoch. Unabhängig davon, ob meine Hunde das leisten könnten: Ich wollte das auch für mich selbst nicht, das wäre mir viel zu anstrengend.

    Es wäre natürlich optimal, wenn Ihr beim gemeinsamen Laufen „in Kontakt“ seid. Und wenn Dein Hund sich bei „Feindsicht“ bei Dir rückvergewissert, was zu tun soll. Aber ob der Weg dahin sein soll, dass der Hund über Futterentzug in ganz elementar spürbare Abhängigkeit gebracht wird und sein Grundbedürfnis nur bei „Wohlverhalten“ (sprich: Anpassung an Dich) gestillt wird, das würde ich nochmal klären. Ich denke, dass da im Trainingsansatz schon verschiedene Themen miteinander vermischt sind.

    Also doch eher „Schönfüttern“, wenn der Reiz auftritt? Das wäre ja nochmal was Anderes, als grundsätzlich zu Dir umorientieren. Dann verstehe ich aber nicht so ganz, dass Du dafür dann nach Trainerin das ganze Futter aufsparen sollst. Habt Ihr den ganzen Spaziergang über so viele Hundebegegnungen?

    Wenn er eh nicht soo futterorientiert ist, stelle ich mir das außerdem echt schwierig vor. Da gings dann vermutlich wirklich darum, dass er so viel Hunger hat, dass er darüber motivierbar ist. Durch Hunger wird aber auch die Grundspannung erhöht. Darüber würde ich daher für sowas nicht arbeiten, vom „moralischen“ Aspekt mal ganz abgesehen. Eher über Zeug, das er so richtig attraktiv findet. Hier zieht gebratene Kalbsleber. Eine befreundete Halterin hat Fleischwurst angebraten.

    AnnDeiner Stelle würde ich das nochmal genauer aufdröseln, ggf. auch im Gespräch mit der Trainerin, in welchen Situationen und bei welchen Reaktionen von ihm genau Du mit dem Futter bestätigen sollst. Und obs da um grundlegende Aufmerksamkeit geht oder um wirklich „kritische“ Situationen. Das hängt zwar miteinander zusammen, ich würd aber nicht beides gleichermaßen anpacken :smile:

    Die Trainerin kennt Dich und Deinen Hund, wir sehen Euch ja nicht. Das ist natürlich mit ins Kalkül zu ziehen. Aber ich bin auch zugegebenermaßen etwas skeptisch.

    Wenn ich mir so die Situation vergegenwärtige: Hund und Du lauft zusammen. Hund scannt Umgebung. Du scannst Hund, lenkst seine Aufmerksamkeit auf Dich, gibst Futter. Hund nimmt Futter. Jetzt kommts drauf an (wenn er was nimmt):

    Schiebt er genug Kohldampf oder ist motiviert genug, mit seiner Aufmerksamkeit bei Dir zu bleiben, gar zu betteln - und Du gibst weiter ... über den ganzen Weg hinweg?

    Schnappt er sich das Futter hastig und ist mit seiner Aufmerksamkeit sofort wieder im Draußen, Du lockst weiter, bestätigst Kontaktaufnahme ... über den ganzen Weg hinweg?

    In beiden Fällen wäre meine spontane Reaktion: „Was‘n Stress!“

    Unsere Straßenhündin ist auch extrem außenfokussiert, hat außerdem ein Lerndefizit und gravierende Ängste. Ich hab hier zwei Boni, die Du nicht hast: Eine extrem souveräne und gelassene Ersthündin, die sich von Außen gar nicht aus der Contenance bringen lässt und ich lebe sehr ruhig und ländlich. Das hilft der Madam sehr beim Entspannen. Und ansonsten erhält sie halt Sicherheit durch wohlgefüllte Näpfe (in letzter Zeit etwas zu wohl:ops:), Routine, warme sichere Rückzugsorte, kleine Aufgaben ... Wir haben schon ein leidliches Selbstbewusstsein aufgebaut.

    Trotzdem: Wenn mehr Leute draußen unterwegs sind, wenn es laut ist oder windet, dann ist sie Draußen auf Habacht. Und dann mache ich auch nicht viel mit ihr, außer eine gewisse „Grundansprechbarkeit“ abzufragen.

    Was ich noch nicht verstanden habe: Was ist Dein ganz genaues Ziel? Willst Du, das Samson entspannter wird? Trainierst Du Rückruf/Ableinbarkeit? Ist er phasenweise gar nicht ansprechbar und Du willst ihn im Grundsatz ansprechbar machen? Soll er entspannt/fröhlich schwänzelnd neben Dir her marschieren? ...

    @Edit: Ah, sorry, habe jetzt erst Deinen letzten Beitrag dazu gesehen.