Beiträge von Phonhaus

    Wie gesagt: Es steht jedem frei, selbst zu entscheiden, ob er einen entsprechenden Vertrag unterzeichnet oder nicht. Und natürlich darf man ein nicht funktionales Vertragswerk auch kritisieren. Keiner soll was unterschreiben müssen, mit dem er sich nicht wohl fühlt.

    Und man kann sich bewusst auch dafür entscheiden - und zwar nicht aus der unterstellten „Dankbarkeit, einen Hund haben zu dürfen“, sondern aus ganz eigenen Gründen.

    Was die nicht übergegangenen Rechte angeht. Nun, es ist tatsächlich nicht so, dass ich Futter, Unterkunft, Pflege etc. bezahle, aber jemand anders mit Lilly interagiert, sie streichelt, mit ihr läuft, Spaß hat und gemeinsam mit ihr neue Wege beschreitet. Das tue alles ich. Sprich: Ich erlebe alles mit ihr, was ich mit einem Hund erleben möchte und fühle mich somit keines einzigen Rechts beraubt.

    Das Einzige, was ich bzw. meine Familie in mittlerweile 39 Jahren Haltung von Tierschutztieren (von 3 verschiedenen Vereinen) abweichend zu „Kauftieren“ „mitgemacht“ haben (das klingt ja schon irgendwie, als müsste man dafür masochistisch veranlagt sein): Eine Vor- und zwei Nachkontrollen. Kann ich gut mit leben :smile:.

    Da ich das Konzept der erkauften Eigentümerschaft an einem Lebewesen emotional so gar nicht habe, gäbe es mir persönlich auch keinen Knick im Gefühl, wenn im Vertrag was stünde, dass wer Anderes der Eigentümer ist. Aber das muss wirklich jeder für sich selbst entscheiden.

    Zu Mittag Nudeln mit Käse-Spinatsauce, zum Abend Apfelpfannkuchen. Von ybeidem ist noch genug für morgen übrig.


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    Das ist bei mir auch der Fall :streichel:.. du bist auf keinen Fall allein und oft hilft es schon/ ist ein erster Schritt in Richtung Akzeptanz - z.B. anonym in einem Forum für Betroffene - darüber zu reden. Aber das weißt du sicher selbst schon :bussi:

    In einem Forum für Betroffene bin ich schon angemeldet.. aber irgendwie werde ich mit dem Forum nicht warm und hab dort entsprechend noch nie so richtig was geschrieben.

    Falls Du einfach mal was von der Seele schreiben möchtest: PN ist bei mir aktiv :smile:

    Ich bin glücklich, weil wir uns hier den größten Teil unseres Lebens einrichten konnten, wie es uns gefällt. Weil nach vielen verschiedenen belastenden Themen trotzdem ein Stand da ist, an dem wir sagen können: Es ist und war gut, wie es ist und gekommen ist. Was auch kommt, wir können damit umgehen. Weil wir es zusammen dahin geschafft haben, uns dabei immer weiter verbunden haben und trotzdem eigene Dickschädel geblieben sind. Weil wir jeden Tag was finden, über das wir zusammen lachen oder uns freuen können. Weil wir das Privileg eines ziemlich gesicherten Lebens haben. Weil wir unser Umfeld im Großen und Ganzen sehr mögen.

    Am 27.01. haben wir 30. Jahrestag. Die Hälfte dieser Zeit hat Ronja uns begleitet und es ist ein Geschenk, dass sie noch da ist.

    Und natürlich wegen dieser zwei Mistfliegen hier, die mir gerade schamlos einen erklecklichen Teil meines Apfelpfannkuchens abgebettelt haben:

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    Das stimmt natürlich, worauf ich aber vor allem hinaus will ist dieser Generalverdacht gegen Käufer - hat der in diesem Punkt irgendeinen realistischen Hintergrund?

    Zumal da die Logik fehlt: Wenn die Kastration schon am Herkunftsort unerläßlich ist, braucht man ja auch niemanden unter Verdacht zu stellen ,das Tier als "Gebärmaschine" zu missbrauchen, falls ihn kein Vertrag daran hindert?

    Und da würde ich schon anders herangehen. Es handelt sich nicht um einen „Generalverdacht“ - meiner Meinung nach. Sondern um eine vertragliche Rückversicherung.

    Das mit dem „Generalverdacht“ empfinde ich ja - jetzt nur mal als Beispiele - auch nicht, wenn ich bei Arbeitsantritt ein polizeiliches Führungszeugnis vorweisen muss, beim Kontoanbieter unterschreibe, dass ich meine Zugangsdaten nicht preisgebe bzw. der nicht dafür haften muss, wenn ich meine Zugangsdaten preisgegeben habe und bei Übereignung der Schlüssel fürs Pfarrheim unterzeichne, dass ich nicht nur für eigene Schäden hafte, sondern auch für die, die meine Gäste angerichtet haben. Es ist ne vertragliche Regelung, mit der die andere Seite ihre Interessen gegen etwaigen Missbrauch schützen möchtet. Nicht mehr, nicht weniger.

    Da das vermittelnde Tierheim auch keine Monopolstellung bei der Abgabe von Tieren hat, gibts auch keine rechtliche Verpflichtung, berechtigte Interessen und Risiken gegeneinander abzuwägen. Wer den Vertrag so nicht eingehen möchte, der tut es nicht, er hat ja keinen Zwang dazu.

    Zum realistischen Hintergrund: Ja, den gibt es. Aber meines Wissens nach gibts dazu keine aussagekräftigen Statistiken, weil es kein öffentliches Interesse daran gibt, das zu verfolgen (zum Entzug wegen tierschutzwidriger Haltung kann man sicher was finden. Aber nicht zur Herkunft der entzogenen Tiere). Und die Vereine nicht zentral organisiert sind.

    Also kannst Du mir das jetzt glauben oder nicht :ka: Wenn Du davon ausgehst, dass „der Tierschutz“ (den es nicht gibt) das aus Willkür oder Übertreibung tut, werde ich Dich nicht vom Gegenteil überzeugen können.

    Ich kann das mit den Kontrollen vorher und nachher durchaus verstehen, so ist es nicht. Hätten wir auch zugestimmt ohne weiteres.

    Mir ging es darum, dass die von mir kontaktierten Vereine Hunde in Not hierher holen und auf Pflegestelle vermitteln, was ich löblich und unterstützenswert finde, und dann möchte ich so einen Hund aufnehmen, und muss mich ausfragen lassen- okay, da geh ich noch mit. Fragen zum Hund und seiner Herkunft werden aber schon vage beantwortet, ich darf dem Verein die Aufwendungen erstatten (entsprechend Kaufpreis) und die laufenden Kosten übernehmen und dafür ein Überraschungsei aufnehmen, aber zu keinem Zeitpunkt gehört mir der Hund und ich muss ein Regelwerk einhalten, und bei Nichtbeachtung drohen saftige Strafen.

    Das muss man wirklich wollen, für mich ist das eher nichts.

    Und das finde ich völlig verständlich.

    Dafuer muss aber was im Fuehrungszeugnis stehen/das Vetamt muss Verstoesse in der Akte haben.

    Wie wenig Kommunikation zw. den zustaendigen Behoerden besteht, hat u.a. der Fall mit den 30+ toten Hunden gezeigt..

    Find ich es gut, wenn rumgefragt wird? Teils, teils. Es hat fuer mich in manchen Faellen gute Auswirkungen. Auf der anderen Seite geht es mir bzgl. Datenschutz zum Teil zu weit..

    Es ist zumindest bei Zuechtern meiner Rasse gar nicht so selten. Da heisst es 'hey, abc hat bei mir fuer einen Welpen angefragt. Er/sie kommt aus deiner Gegend, kennst du ihn/sie und kannst mir was ueber ihn/sie sagen?'.

    Und mir kann keiner erzaehlen, dass es bei TH/Orgas. nicht auch so ablaeuft. Zumindest teilweise..

    Nach meiner Erfahrung: Ich habs - war aber noch vor DSGVO - auch schon zweimal erlebt, als da ein ungutes Gefühl da war. Ging da auch um spezielle Rassen bzw. Problemlagen. In einem Fall wars aber klar kommuniziert. Im Anderen nicht. Fand ich nicht gut - einerseits. Andererseits hat das Ergebnis die Anfrage im Nachfang gerechtfertigt.

    Ja, über solche Dinge gehört gesprochen.

    Selbst habe ich die umgekehrte Erfahrung gemacht: Ich hab dem vermittelndem Tierheim bei Lilly sogar aktiv angeboten, dass sie gerne das Tierheim kontaktieren können, in dem ich jahrelang Gassigänger war. Das wurde aber höflich abgelehnt.

    terriers4me

    Ich rede nicht von Auslandstierschutz, um den gehts hier im Thread auch nicht, meine ich. Zum Auslandstierschutz habe ich nicht viel Berührungspunkte.

    Aber wenns passiert - um auf Deine Frage nach dem „wie oft“ zurück zu kommen - ist einhelliger Tenor „Sowas darf aber nicht passieren.“ Ne objektive „Risikoabwägung“ mit statistisch belastbaren Daten ist mir nicht bekannt. Das ist aber auch nicht Tierschutzanliegen.

    pardalisa

    Das ist bestimmt auch irgendwann mal gemacht worden. Und dann gibts Änderungen am Vertragsrecht. Am Tierschutzgesetz und den entsprechenden Verordnungen. An anderen einschlägigen Verordnungen wie z. B. der DSGVO. Geänderte Auflagen und Anforderungen vom Vetamt. Wünsche und Vorstellungen aus Mitgliederversammlungen und vom Vereinsvorstand. Wünsche und Anforderungen der Versicherungen. Einfach auch gesellschaftliche Änderungen und Wünsche der Interessenten. Und letztlich eigenen Erfahrungen, bei denen man dem weiteren Leid eines Geschöpfs, für das man ein Verantwortungsgefühl entwickelt hat, hilflos gegenübersteht.

    Bei eh knappen Kassen - im letzten Jahr noch mehr als ohnehin schon - und dem Fakt, dass nur recht wenige Interessenten explizit wegen des Vertrags zurücktreten - da fällt Formularkram oft hinten runter. Ist nicht gut so, aber menschlich.

    Mich störts auch nicht, wenn die Verträge inhaltlich kritisiert werden. Oder man sagt, dass man unter diesen Umständen das Tier nicht übernehmen möchte. Nur die damit gerne einhergehenden Beschimpfungen und charakterlichen Herabwürdigungen, die finde ich nicht schön. Weil - wie gesagt - da je nach Bedarf eben auch ein und dasselbe völlig entgegengesetzt gefordert und kritisiert wird.

    Das sind auch alles nur Menschen, keine finsteren Verschwörungsgesellen.

    Aber bitte ja, um sich im Vorfeld über die unliebsame Interessenten auszutauschen, die im Nachgang vielleicht tote Hunde in Plastiksäcken auf ihrem Grundstück verscharren oder in übereinander gestapelten Boxen in Kellern oder total versifften Wohnungen halten. Und das selbstverständlich auszuschließen. Oder die unkastrierte Tiere als Gebärmaschinen nutzen.

    austauschen mit wem? Das wäre je eher ein polizeiliches Führungszeugnis oder das Veterinäramt und nicht Verein xyzrosaherzchen

    Dann lese Dir mal die Kommentare in den Medien durch, wenn entsprechende Fälle bekannt werden und im Nachgang rauskommt, dass Derjenige von unterschiedlichen Vereinen Hunde bzw. Tiere bekommen hat. Das ist nicht auf meinem Mist gewachsen :ka:

    Das Problem dabei ist, dass viele aktive Tierschützer mittlerweile das Gefühl haben, sie machen es verkehrt, egal wie sie es machen. Weil halt je nach Sachlage zu streng, zu lasch, zu penibel und übergriffig, zu ungenau und am Bedürfnis vorbei ... vorgeworfen wird. Und ein Rechtfertigungsdruck besteht zu den Interessenten, den Vereinsmitgliedern und dem Vorstand und der tierliebenden Öffentlichkeit (damit den potenziellen Spendern, die die Tätigkeit letztlich zum größten Teil finanzieren), der Kommune, dem Vetamt, der Versicherung ... Und da hat jeder seine eigenen Vorstellungen und Wünsche, wie der Job zu gestalten ist. Und wenn man mit Methode A ein oaar mal kräftig auf die Nase gefallen ist, dann geht man halt zu Methode B über.

    Ich wäre heilfroh über einen strukturiert organisierten Tierschutz mit klar definierten Aufgaben, einheitlichen Kriterien und Verträgen und standardisiertem Vermittlungsprocedere und klaren kontrollierten Mindestanforderungen. Den haben wir aber nicht. Weil die öffentliche Hand das nicht finanziert.

    Ich finde es halt immer ein bisschen schwierig, was für verschiedene Anforderungen an den Tierschutz - eine Arbeit, die in weiten Teilen ehrenamtlich und privat finanziert geleistet wird - gestellt werden. Das Thema Vernetzung ist ein gutes Beispiel dafür:

    Bitte nicht, um sich über unliebsame Interessenten auszutauschen.

    Aber bitte ja, um sich im Vorfeld über die unliebsame Interessenten auszutauschen, die im Nachgang vielleicht tote Hunde in Plastiksäcken auf ihrem Grundstück verscharren oder in übereinander gestapelten Boxen in Kellern oder total versifften Wohnungen halten. Und das selbstverständlich auszuschließen. Oder die unkastrierte Tiere als Gebärmaschinen nutzen.

    Und bitte auch vernetzen, um bei Notfall-Privatabgaben möglichst schnell einen Platz für das abzugebende Tier bereit zu stellen, wenn man es selbst nicht unterbringen kann.

    Am Besten auch noch, um private Sachspenden intern weiterzuleiten, wenn man sie selbst nicht verwenden oder lagern kann - um den beleidigten (gerne sehr öffentlichen) Reaktionen zu entgehen, wenn man etwas ablehnt.

    Und natürlich, um kostensparend Aufgaben wie Vor- und Nachkontrollen und auszulagern, damit nicht Stunden Fahrtzeit von der eh schon knapp bemessenen Zeit für die Tierpflege abgeben.

    Ach ja: Vor- und Nachkontrolle möglichst gar nicht (diese Kontrollen sind übrigens teils sogar vom Amt vorgeschrieben), aber bitte Tiere immer nur ins für sie passende Umfeld vermitteln. Das wiederum aber möglichst fehlerfrei am Besten gleich im ersten Gespräch ermittelt wird. Und ja nicht auf die Weise „wir verkaufen den Hund obs nun passt oder nicht - und dem neuen Besitzer gehört er dann mit allen Vor- und Nachteilen.“

    Der Vermittlungsvertrag, den ein Verein hat, ist standardisiert auf alles ausgelegt, üblicherweise sind die Bestandteile darin Mustern entnommen. Wenige Vereine haben ihren eigenen Vertragsrechtler. Und der wird natürlich nicht individuell abgeändert, unter Umständen darf der Tierheimleiter das nicht mal, weil die Verantwortung beim geschäftsführenden Vorstand liegt.

    Und die DSGVO hat es da nun nicht einfacher gemacht, weil demnach über jeden potenziell denkbaren Datenaustausch informiert werden muss. Klar fasst man das im Eigeninteresse dann so weit wie möglich, um spätere Beanstandungen (die einen Verein die Existenz kosten könnten) auszuschließen. Und ebenso klar kennt nicht jeder Pfleger und Tiervermittler alle dabei mitgedachten Hintergründe.

    Das hat alles nichts mit Misstrauen gegenüber einer bestimmten Person zu tun, sondern mit dem Wunsch, im Notfall eben handlungsfähig zu sein. Und ist natürlich nicht immer gutgemacht. Oder veraltet. Weil für sowas halt auch nicht viel Geld ausgegeben wird.

    Es ist Jedermanns gutes Recht, sich darauf nicht einlassen zu wollen. Niemand muss ein Tier aus dem Tierschutz übernehmen, es steht jedem völlig frei zu sagen: Das will ich nicht unterzeichnen, ich gehe zum Züchter. Ist auch völlig verständlich.

    Aber die immer weiter gehende Spekulationen über finstere Motive, Machenschaften, Menschenfeindlichkeiten: Abgesehen davon, dass ich die mittlerweile recht ermüdend finde, decken die sich nun so gar nicht meiner mittlerweile 39jährigen Erfahrung mit Tierschutztieren und -vereinen. Obwohl es da - ganz klar - definitiv Auswüchse gibt und gab, die ich keinesfalls unterstützen oder schönreden möchte. Früher mehr als heute, meiner Meinung nach. Aber von Denen sind „ganz normale“ Tierhalter oder Interessenten. Und die haben wenig mit Vertragsklauseln zu tun.