Beiträge von Phonhaus

    Ich hab gottseidank heute keinen Ohrwurm. Ich hasse Ohrwürmer. Ich höre auch relativ selten Musik (wenn mein Mann nicht da ist).

    Als ein an leichter Misophonie und Migräne leidender Mensch kann ein Ohrwurm für mich echt unangenehm werden. Kommt aber gsd. superselten vor, weil ich mittlerweile als probates Gegenmittel entdeckt habe: System of a Down oder Ensiferum. Rage hilft auch gut, aber bei Rage gibts die Gefahr der Ohrwurm-Ersetzung.

    Und wenn das nicht mehr hilft, stelle ich Chuck Mangiones „Children of Sanchez“ (in der langen Version) in Dauerschleife und lese in Oliver Sacks „Der einarmige Pianist“ nach, was mein Gehirn gerade für Blödsinn treibt. Das hat noch jeden Ohrwurm erschlagen :nicken:

    Wie gesagt, bei den Verträgen, die ich kenne, ist das explizit ausgeschlossen, dass man sein Geld zurück bekommt. Die sehen aber auch nicht vor, dass der Hund „einfach so“ wieder eingezogen wird. Sondern bei Verstoß gegen die Haltungsbedingungen.

    Das ist Jahre her (und "mitbekommen" ist auch nur das - mitbekommen... ob die Erzählungen so belastbar sind? Daher ja hier die Frage, passiert das wirklich?)

    Also bekommt man sein Geld dann im Normalfall zurück?

    Zur Frage, wie wahrscheinlich das beschriebene Szenario ist, ein paar Zahlen. Die sind allerdings auch schon älter: Zu meinen aktiven Zeiten bezahlte eine Kommune für einen von Amts wegen eingezogenen Hund oder einen Fundhund pi mal Daumen 200 Euro monatlich für Unterbringung und Versorgung. Konnte differieren, war Aushandlungssache.

    Nach damaligen Schätzungen des Deutschen Tierschutzbundes reichte das zur tatsächlichen Kostendeckung nicht aus.

    Heute sind Schutzgebühren meine ich so schwankend zwischen 250 und 400 Euro. Früher war das weniger. Auch individuelle Sache :smile: Wenn man dann noch den Zeit- und Arbeitsaufwand für den Entzug des Hunds (ja kein gängiger Geschäftsvorfall) rechnet, dann müsste der Hund binnen weniger Wochen neu vermittelt sein, dass sich das auch nur im Ansatz lohnen würde. Lohnen für die Vereinskasse wohlgemerkt (sollte es sich um einen e. V.) handeln. Denn Vereine dürfen keine Gewinne erwirtschaften, sondern müssen Einnahmen dem Satzungszweck zuführen. Vereinsvermögensaufbau z. B. für Renovierungs- und Neubaumaßnahmen ist in begrenztem Rahmen zulässig und wird überprüft.

    Bei der Buchprüfung gibt es vereinsintern mindestens 2 Kontrollen und es wird vom Finanzamt kontrolliert.

    Gegen Betrug ist natürlich niemand gefeit und es gibt Betrüger in der Branche. Wie in jeder anderen Spenden generierenden Branche. Aber als Massengeschäftsmodell eignet sich das bei vernünftiger Betrachtung überhaupt nicht.

    Mal ne andere Frage: Wenn ein Verein ein Tier wieder einzieht, erstatten die dann wenigstens den Kaufpreis?

    Es ist sicherlich die Ausnahme, aber ich habe auch schon Fälle mitbekommen, wo Tiere mehrfach/neu vermittelt wurden. Und dann wird jedesmal wieder kassiert?

    Steht im Vertrag, bei den Verträgen, die ich kenne, ist das ausgeschlossen.

    Wenn Du da mehrfach etwas direkt mitbekommen hast, würde ich das anzeigen bzw. dem/den Betroffenen zu einer Anzeige raten.

    Cashews haben an sich doch schon Protein, meine ich. Aber Tofu oder Pilze sind eine gute Idee, Rote Linsen kann ich mir da auch gut vorstellen, mache ich gerne mit Spinat und Kartoffeln. Oder Bällchen aus roten Linsen dazu. Oder einen Knobi- oder Minzdip aus veganem Quark oder Joghurt dazu gereicht.

    Eine andere Sache zu der Episode mit Deiner Schwester: Es ist gar nicht unüblich, dass an einem Hund andere Konflikte und Themen aufbrechen, die vorher schon unterschwellig da waren. Da kann vermutlich jeder Trainer, der mit Hund und Eheleuten trainiert, ein Lied von singen |)

    Das ist viel verlangt, aber: Versucht zu vermeiden, dass der Hund Zankapfel wird. Oder sich um ihn herum „Parteien“ und „Solidarisierungen“ bilden. Denn das gibt eine Dynamik, die Bowsers gegenwärtiges Verhalten begünstigt.

    Wenn Deine Schwester es nicht lernen kann, nicht ungefragt in Dein Zimmer zu kommen - kannst Du abschließen? Mut einem Schlüssel, der für Notfälle außen deponiert wird und einem, mit dem Du von Innen abschließen kannst? Eine verschlissene Tür bringt zwar eigene Risiken mit sich - die musst Du abwägen - aber es wäre eine Option.

    Ja, wie gesagt, das finde ich auch verständlich. Ich würde es niemals von Jemandem verlangen, da gegen sein eigenes Urteil zu handeln.

    Nur zum Thema „Vertrauen“ hab ich eine andere Meinung. Denn da machts für mich keinen Generalverdacht gegen mich, wenn eine weit gefasste Vorbehaltsklausel da drinnen steht. Das habe ich vertraglich in so vielen Lebensbereichen, ein paar Beispiele habe ich ja schon genannt (bei jeder Eula - liest die überhaupt irgendwer außer mir? - z. B. auch). Ich billige meinem Vertragspartner zu, sich bestmöglich gegen Eventualitäten zu sichern. Auch gegen solche, die mich nie betreffen werden.

    Das die Verträge teils schlampig sind: Ganz unbestritten. Würde mich nicht an der Übernahme eines Tiers hindern.

    Und sicher werden viele Fälle nicht bekannt. Ebenso sicher werden Fälle bekannt und weidlich emotional ausgeschlachtet, die sich hinterher bei Betrachtung aller Standpunkte als ganz anders herausgestellt haben. Das ist mir persönlich übrigens tatsächlich häufiger passiert |), damit habe ich direkte Erfahrungen.

    Eins der Risiken in einer Gesellschaft, dir von Außen anhand von medialen Berichten urteilt, ohne dass hinreichend objektive und unabhängige Quellen zur Verfügung stehen bzw. ausgewertet werden. Erleben wir ja gerade zu einem anderen Thema massenhaft. Hat in der Informationsbeschaffung sehr viele Vorteile. Liefert aber manchmal auch ein verzerrtes Bild.

    Und auch ich würde nicht jedes Tier von Jedem nehmen :smile: Ich würde auch nicht jedem Verein angehören bzw. setze ich much, sobald ich Mitglied bin, für rechtlich mögluchst einwandfreie und nutzerfreundluche Verträge ein.

    Sunti

    Zu 1: Das hat aber doch mit der Vermittlungspraxis nicht zu tun? :???: Ja, ich kenne den Fall: Der ist ja kräftig durchs mediale Dorf getrieben worden. Aber nur von einer Seite aus. Einseitige Geschichten kann ich hören und sie sehr bedauern, beurteilen und meine Handlungen danach ausrichten werde ich sie aus (meiner) langjährigen Lebenserfahrung aber erst, wenn ich zumindest auszugsweise auch die andere Seite kenne :smile:. Gerade bei Berichten in den sozialen Medien. Und als selbst „Vegetarierin“ habe ich schon am eigenen Leib so viele Versuche erlebt, mir quasi antimissionarisch was unterzujubeln, dass ich bei dem Thema durchaus vorsichtig bin.

    Und zu dem Fall 2 greift das im Endeffekt ebenso. Wenn ich die Geschichte auch wirklich bedaure, das kein gutes Licht auf den vermittelnden Verein wirft und ich dem Hund alles Gute wünsche: Eine einzelne Geschichte von nur einer Seite aus zweiter Hand (der Hund sollte explizit keiner Userin weggenommen werden. Aber so entstehen Meinungen). Das reicht mir persönlich ebenso wenig, jemanden zu verurteilen, wie es bei einem Gericht der Fall wäre :smile:

    Und nochmal völlig unbestritten, dass auch im Tierschutz - wie überall woanders auch - Leute arbeiten, die völlig von der Muffe gepufft sind. Und dass es mit Sicherheit auch begründete „Horrorgeschichten“ gibt. Wie ebenfalls überall woanders auch.

    Die gängige Praxis ist es meinem Erleben nach trotzdem nicht. Und wenn ich mur anschaue, wie viele Klagen ich dazu tatsächlich finde, scheint es auch insgesamt nicht gängige Praxis zu sein, dass vermittelnde Vereine einen vermittelten Hund willkürlich wieder einziehen.

    Und - jetzt wirklich aus Interesse - wie viele waren das? Oder wiegenau muss man sich das vorstelken, ist das irgendwie ein Raum km Web, auf den nur registrierte Tierschützer Zugriff haben? Wie und auf welchem Kanal sind die kursiert?

    Und hast Du das angezeigt bzw. Dich bei Kommune, Aufsicht oder VetAmt beschwert?