Beiträge von Phonhaus

    Rasseliebhaber gehen schneller und öfter zum TA als der Halter mit dem Appenzeller Mischling, von nebenan.

    Meinst du das man das so pauschal sagen kann? Ich habe jetzt den zweiten Mischling hier sitzen und der geht genauso zum Arzt wie sein Vorgänger, wenn er etwas hat oder mir was nicht ganz koscher vorkommt. :sweet:

    Hier dito. Ronja ist schon jung komplett geröntgt worden, damit wir etwaige Folgen der ungünstigen Proportionen abschätzen können, bekam ihre regelmäßigen Check Ups, schon recht früh regelmäßig geriatrische Blutbilder ... Wegen ihres aktuellen Gesundheitszustands ist das jetzt ausgesetzt.

    Lilly ist nicht geröntgt, war bei uns auch nie in Narkose, war aber war zum Durchchecken beim Physiotherapeuten und bekommt genauso ihre Check-Ups und regelmäßigen Untersuchungen wie Ronja.

    Ich höre diese Aussage trotzdem immer wieder.

    Wobei die Frage Gassi hier ja noch mit „Freilauf“ verbunden wurde.

    Wie gesagt, ich habs da gut. Ich laufe 200 - 300 Meter Dorfrand und dann bin ich in Wald oder Feld. Hier war für den Freilauf nur sichere Abrufbarkeit in allen Reizlagen, also auch von Fremdmensch, Fremdhund und Wild zu trainieren. Das war bei Lilly kein Thema, da mussten wir nur Selbstvertrauen und Vertrauen in uns und die Beziehung stärken und die Fähigkeit zum Regulieren von Panikattacken. Und sie an verschiedene Umweltreize gewöhnen. Da war ganz viel Wiederholung das Mittel der Wahl. Das war allerdings in den ersten Monaten alles andere als schnöde :hust: Sie hat kaum jagdliches Interesse.

    Bei Ronja hätten wir die verlässliche Abrufbarkeit ohne die Dummyarbeit nicht hinbekommen. Definitiv nicht mit Wiederholung, das fand sie nämlich langweilig und ätzend. Mit Dummyarbeit und intensiviertem Teamwork war es dann kein Thema mehr. Aber das war wirklich harte Arbeit, die hat mich mehr gefordert als unser“Problemhund“.

    Es ist schon verständlich - „Fairness“ ist ein menschlicher Grundwert und ein ganz tiefes Bedürfnis, das kann man nicht mal eben so mit rationalen Argumenten aushebeln :smile: Wenn der „Marktwert“ für Hunde anzieht - den machen ja nun die Konsumenten - dann kann man es niemandem verübeln, dass er sein „Produkt“ auch nicht unter Wert verkaufen möchte. Nicht aus Geldgier, sondern weil es einfach nicht fair ist, wenn man mit viel Liebe und Mühe ein „besseres Produkt“ erzeugt und aus Idealismus weniger dafür nimmt, als der „Fließbandproduzent“.

    Es wird halt schwierig dadurch, dass wir Hunde einerseits idealistisch nicht als Ware betrachten wollen, aber andererseits im Erwerb als Ware behandeln. Und da haben die Leute, die es mit Herzblut machen, leider das schwerere Spiel.

    Dann sehe ich echt nichts, was ernsthaft für das Vestibularsyndrom spricht. Klar, der Drehschwindel kann sehr unterschiedliche Auswirkungen haben. Aber das Vestibularsyndrom ist ja eher eine Diagnose, zu der man kommt, wenn entweder ganz viele Anzeichen dafür sprechen, oder alles Andere weitgehend ausgeschlossen wurde. Ich tippe auch auf Schmerzen.

    Für die Angsthundine hier ist Gassi gleichzeitig Freude und Arbeit, da muss gar nicht viel Anderes passieren. Aber ein klein wenig Übungen und Spielchen werden ins Gassi eingebaut, das gehört für mich dazu.

    Mit Ronja mussten wir seinerzeit Dummytraining zusätzlich zur Hundeschule machen, sonst wäre das „schnöde Gassi“ zum „ich hol mal schnell selbst Abendessen und es ist mir schnurz, was Du davon hältst“ geworden. Daraus ist im Lauf der Jahre schnödes Gassi geworden, aber ein paar Übungen zwischendrin mag sie auch noch machen. Nur gelegentlich, aber ganz verzichten wollen wir nicht.

    Hier heißt Gassi übrigens 95% der Zeit Freilauf in Feld und Wald, das ist ja auch nochmal je nach Lage unterschiedlich.

    Hi,

    nach meinem Kenntnisstand wird die Versicherung des anderen Halters auf jeden Fall die Tierarztkosten zumindest anteilig übernehmen (gibt auch kulantere Regelungen), den Rest sollte der andere Halter, wenn er einsichtig und anständig ist, aus eigener Tasche tragen. Verpflichtet ist er nicht.

    Für Aufwandsentschädigungen an Euch für berufliche Ausfälle bei Hundepflege sehe ich keine rechtliche Grundlage. Es wäre mir völlig neu, dass man da was geltend machen können würde. Hundehaltung ist ein Hobby und damit würden damit verbundene Verdienstausfälle mMn zum allgemeinen Lebensrisiko gehörig betrachtet werden.

    Auch Grundlagen für einen Anspruch auf Schmerzensgeld für das Tier sehe ich nicht. Vom Halter würde ich schon erwarten, dass er mal mit einer großen Packung Rinderohren für Hund und einer Schachte Pralinen für Mensch vorbeikommt, aber auch das wäre eine Anstandsfrage.

    LL0rd

    Mein Vorschlag an Dich wäre: Geh mal zum Tierarzt und lass gucken, wie die Ohren sind. Hier bei uns gehört das zum Standardablauf bei jedem Tierarztbesuch, da wird immer geguckt, egal was gemacht wird.

    Unsere Tierärztin hat uns explizit geraten, nicht zu reinigen, wenns nicht nötig ist, weil man damit den natürlichen Selbstreinigungsmechanismus sogar stören kann. Wie gesagt, bei Ohren, die nicht genug Luft bekommen, ist das was Anderes. Oder bei Hunden, die Probleme mit Allergien, Haut oder Verdauungssystem haben oder die grundsätzlich zu Entzündungen neigen. Oder bei Parasitenbefall z. B.

    Beim Spitzohr hier war in 15 Jahren keine einzige Ohrenreinigung fällig. Und ich guck da recht pingelig nach.

    Das „In alle Himmelsrichtungen“-Ohr wird ab und an mal an den Rändern mit Wattepad ausgewischt, mehr war auch nicht nötig.

    Bei gut durchlüfteten gesunden Ohren funktioniert die Reinigung von alleine. Ob das bei Hunden anders ist, die regelmäßig bis zu den Ohren im Erdreich stecken, weiß ich allerdings nicht.

    Das „Herholen“ von Auslandshunden ist halt, denke ich, gerade nicht so einfach, zumindest für die Vereine, die sich wirklich kümmern.

    Äh ne Pet transport fährt ganz normal... Die reiben sich gerade auch die Hände.

    Geht ja nicht um den Transport - siehe Text im Nachgang zu dem von Dir Zitiertem - sondern um Unterbringung und Vermittlung hier, speziell für kleinere Vereine.