Beiträge von Phonhaus

    Noch eine Stimme für: Kontaktiere Deine Versicherung und lass Dich rechtlich beraten. Die haben ja auch ein Interesse daran, eine erfolgreiche Klage gegen Dich zu vermeiden. Und verweise den anderen Halter an die Versicherung.

    Als Hundehalter hast Du für einen von Deinem Hund angerichteten Schaden eine verschuldensunabhängige Gefährdungshaftung. Dem wird entgegen gehalten, wie fahrlässig der andere Hundehalter gehandelt hat. Das kann vor Gericht tatsächlich anders ausgehen, als der „gesunde Menschenverstand“ erwarten lässt, aber dazu muss Dir ein Rechtsexperte Beratung liefern, das kann ein Forum nicht leisten.

    Aber rein aus persönlichen Erfahrungen heraus zu urteilen ist halt problematisch. Da könnte ich z. B. sagen, dass Ronja jeden uns bekannten Hund gleichen Alters überlebt hat. Und zwar mittlerweile seit über einem dreiviertel Jahr. Rasse VDH oder nicht, Qualzucht oder nicht, groß oder klein - ebenso wie Mischling. Und was sagt es aus? Nichts. Außer dass sie (glücklicherweise :smile:) noch lebt.

    dagmarjung hatte glaube ich mal eine Statistik zur Sterblichkeit gepostet, bei der Mischlinge leicht langlebiger waren. Aber da fängts ja auch schon an mit den Diskussionen, ob da nur VDH Hunde oder auch alle Vermehrerhunde zugerechnet wurden ... Und ob Qualzuchten und bekannt kurzlebige Rassen zugerechnet werden. Es ist einfach grundsätzlich ein ideologisches Thema, es gibt kaum objektiv aussagekräftiges statistisches Zahlenmaterial und letztlich entscheiden sich die meisten doch aus einer ganzen Reihe von Gründen für einen Hund, auch wenn er nicht einer der genetisch betrachtet gesündesten Rassen angehört. Oder eben keiner.

    Hmh. Ich würde das tatsächlich abwägen. Lilly würde ich tatsächlich nicht „nur fürs Röntgen“ in Narkose legen und beim Tierarzt aufwachen lassen. Da sähe ich die Kosten/Nutzen Relation nicht gegeben (und damit meine ich nicht das Finanzielle). Müsste sie in Narkose, würde vei der Gelegenheit gleich geröntgt.

    Dass man seinen Hund nicht unnötig in Narkose legen lassen will kann ich nachvollziehen. Es birgt trotz allem ja immer auch ein Risiko.

    Durch meine eigene Erfahrung gehe ich lieber dieses Risiko ein, als einen 6 jährigen Hund derart eingeschränkt zu sehen, obwohl mehr getan hätte werde können, wenn ich es früher gewusst hätte.

    So formen eben eigene Erlebnisse was einem selbst wichtiger ist. Dazu gibt es keine Wertung.

    Mir gehts gar nicht mal so sehr um das Narkoserisiko (mit den modernen Narkosen ist das ja echt sehr minimiert) - wobei das auch eine Rolle spielt - sondern darum, dass diese Situation für Lilly mit ihrem Deprivationsschaden vermutlich recht alptraumhaft wäre. Tierarzt kennt sie, aber da wach zu werden - keine Ahnung, wie sie das wegsteckt, wenns mal so weit ist :ka: Die ganze Kombi sagt mir da „Nein“. Aber ich fände statistische Untersuchungen dazu wirklich spannend.

    @solumn

    Ich kenne mich da zu wenig aus. Hat denn der Kurzhaarcollie rassebedingte Dispositionen? Oder gabs einen anderen spezifischen Grund? Oder würdest Du jeden Hund präventiv röntgen lassen?

    Bei Ronja haben wir halt gesagt, dass wir wegen der Kombi aus langem Rücken, schweren Körperbau und kurzen und leicht krummen Beinen gerne wüssten, ob wir auf was Bestimmtes achten müssen.

    Ich kenne etliche Rassehundehalter, die ihren Hund nicht haben röntgen lassen. Ist das echt Usus bei allen Rassen? Oder nur Denen mit bekannter Disposition bzw. Hunden, die in irgendeiner Art von Hundesport eingesetzt werden?

    Ich käme jetzt tatsächlich nicht auf die Idee, Lilly mit ihrem hochfunktionalem Körperbau und ohne das kleinste Zipperlein röntgen zu lassen, so lange ich sie nicht einer höheren sportlichen Belastungen aussetzen möchte :???:

    Und z. B. mein Sittergoldie ist nicht geröntgt, obwohl Disposition vorhanden. Und FCI. Statistische Erhebungen dazu würden mich tatsächlich mal interessieren.