Ich bin trotz eines Bastelflashs auch wieder etwas weitergekommen:
24. Lies ein Buch eines Autors, der bisher maximal zwei Bücher veröffentlicht hat
Nicholas Eames - „Könige der Finsternis“. Solide gut erzählte Fantasy. Das Thema ist nicht neu - abgehalfterter Söldnertrupp findet für eine rührende Queste wieder zusammen. Es gibt meiner Meinung nach bessere Bücher, die ich mit diesem Thema befassen. Aber es hat gut unterhalten.
25. Lies ein Buch, bei dem der Vorname des Autors länger ist als der Nachname
Slavoj Zizek- „Hegel im verdrahteten Gehirn“. Hmh. Ein sehr zahmes Buch des ehemaligen Enfant Terrible der Philosophie. Zizek bemüht wieder mal seine altvertrauten Epigonen Hegel, Lacan und Hitchcock, um Schlaglichter darauf zu werfen, was passieren würde, wenn menschliches Bewusstsein tatsächlich in die Singularität einginge. Dabei greift er auf alte Witze, Thesen und Gedankengänge zurück, die er selbst schon ungleich besser formuliert hat. Zu diesem Thema hätte ich lieber ein Buch von Baudrillard gelesen, würde dieser heute noch leben und schreiben.
26. Lies ein Buch, in dessen Welt du gerne einen Tag verbringen oder in dem du gerne mit einer Person tauschen würdest
H. G. Parry - „Die unglaubliche Flucht des Uriah Heep“. An dieser Stelle oute ich mich mal als kein Fan der „Tintenherz-Trilogie“. Den ersten Band fand ich noch ganz gelungen, danach wurds für mich langweilig. Deshalb war ich beim Thema des „Uriah Heep“ etwas skeptisch, kam aber wegen meiner Liebe sowohl zu Dickens, Romanen aus der Gaslight Epoche und der Band nicht dran vorbei. Außerdem spielt das Buch in Neuseeland, der einzige Ort, an den ich gerne auswandern würde. Und eine Welt, in der ich Sherlock Holmes kennenlernen dürfte -
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Es hat sich gelohnt. Man braucht aber die Liebe zu Dickens und dem viktorianischem England - und der Literaturwissenschaft - um dieses Buch nicht als zu weitschweifig zu empfinden. Ich habe jede Zeile genossen.
Weiter geht es kit dem Leserunden-Vorschlag, da habe ich mir „Schnee der auf Zedern fällt“ ausgeguckt.