Beiträge von Phonhaus

    Kann mir hier vielleicht jemand Lyrik empfehlen? Ich liebeliebeliebe die Gedichte von Erich Fried - die sind so vollkommen in ihrer Schönheit, so berürend ganz ohne Pathos, treffen mich direkt ins Herz - ich lese seine Gedichte seit Jugendjahren und sie haben für mich nichts von ihrer Bedeutung und Aktualität verloren.

    Rose Ausländer mag ich teils auch noch gerne. Die typisch klassischen Lyriker geben mir ehrlich gesagt weniger...

    Können auch sehr gern englischsprachige Gedichte sein. Eine Freundin wird mir z.B. demnächst einen Gedichtband von Rupi Kaur leihen :smile:

    Deutschsprachige Empfehlungen hast Du ja schon. Englisch (allerdings alle Epochen): william Blake, John Keats, William Butler Yeats, John Donne, Robert Browning, John Milton, aus Amerika Robert Frost. Um mal Shakespeare nicht zu nennen. Poe hat auch Gedichte geschrieben.

    Es gibt eine App: „Englische Gedichte“, da kann man gut reinschnuppern.

    Französisch war jetzt nicht genannt, aber es gibt hervorragende deutsche Übersetzungen von Baudelaire :smile:

    Schwabbelbacke

    Richtig, ja, korrekter wäre es gewesen, davon zu sprechen, welche Grunderkrankung die Stummheit (als Begleiterkrankung) zur Folge hat. „Reine“ angeborene Stummheit ist wirklich sehr, sehr selten.

    Schon mal vielen Dank für die Antworten, an alle.

    Mir ging es eigentlich tatsächlich mehr darum, wie Kinder sprechen lernen. Das Sprache im Umfeld einen großer Faktor ist, ist klar. Deshalb hat es mich einfach interessiert, wie sich das auswirkt wenn da ein großer, ich nenne es mal Beeinflusser, fehlt.

    Kriegst ne PN :smile:

    Erstmal: Reizarm aufgewachsen (beim „Hinterhofvermehrer“) ist nicht unbedingt gleichbedeutend mit Deprivation. Deprivation ist ein dauerhafter Hirnschaden, der dadurch entsteht, dass der Hund in der Phase seines Lebens, in der die Fähigkeit zum Lernen und zum Generalisieren ausgebildet wird, kaum Eindrücke erhält. Ein Hund mit Deprivationsschaden hat nicht die Ressourcen, neue Eindrücke zügig zu verarbeiten, auch nicht in Umgebungen mit (relativ betrachtet) niedriger Reizlage.

    Im Eingangsbeitrag ist beschrieben, dass der Hund im Wald „klasse“ ist. Das sie nach einem ein- bis anderthalbstündigem Spaziergang nach einer Ruhepause noch imstande ist, mit verminderter Konzentration Such- und Apportierspielchen zu leisten. Dass sie schon viele Fortschritte gemacht hat (trotz mehrerer Trainer - also mit unterschiedlichen Trainingsansätzen), obwohl sie erst seit Oktober bei ihrem neuen (vierten) Besitzer ist. Das kann ein Hund mit Deprivationsschaden mMn schlicht nicht leisten. Jedenfalls keiner, den ich kenne, schon gar nicht nach mehrfachem Besitzerwechsel.

    Ich kenne allerdings mittlerweile einige Hunde dieser Rasse, die schlecht sozialisiert sowohl auf Umgebung als auch auf Artgenossen aufgewachsen sind - und dafür ist das beschriebene Verhalten sehr typisch. Staffs sind hochreaktiv veranlagt, stellenweise artgenossenunverträglich, mit ausgeprägtem Jagdtrieb und der ganzen Energie, Durchsetzungsfähigkeit und Kompromisslosigkeit eines Terriers. Für genau sowas wurden sie früher gezüchtet. Und gerade bei so manchen „Hinterhofzuchten“ ist das durchaus auch heute noch so gewünscht. Im Kombination mit mangelnder Sozialisation, Mangel an Impulskontrolle, Frustrationstoleranz und Nerven und ohne fest etablierte Führung kommt da ziemlich genau das bei raus, was hier beschrieben ist. Da brauchts Fingerspitzengefühl, Erfahrung und Können.

    Wissen kann man es natürlich nicht, ohne den Hund gesehen und eingeschätzt zu haben. Das sind also nur Vermutungen anhand der Beschreibung. Genau deshalb ist es aber umso wichtiger, dass sich jemand den Hund genau anschaut, der sich damit wirklich gut auskennt.

    Ich bin trotz eines Bastelflashs auch wieder etwas weitergekommen:

    24. Lies ein Buch eines Autors, der bisher maximal zwei Bücher veröffentlicht hat

    Nicholas Eames - „Könige der Finsternis“. Solide gut erzählte Fantasy. Das Thema ist nicht neu - abgehalfterter Söldnertrupp findet für eine rührende Queste wieder zusammen. Es gibt meiner Meinung nach bessere Bücher, die ich mit diesem Thema befassen. Aber es hat gut unterhalten.

    25. Lies ein Buch, bei dem der Vorname des Autors länger ist als der Nachname

    Slavoj Zizek- „Hegel im verdrahteten Gehirn“. Hmh. Ein sehr zahmes Buch des ehemaligen Enfant Terrible der Philosophie. Zizek bemüht wieder mal seine altvertrauten Epigonen Hegel, Lacan und Hitchcock, um Schlaglichter darauf zu werfen, was passieren würde, wenn menschliches Bewusstsein tatsächlich in die Singularität einginge. Dabei greift er auf alte Witze, Thesen und Gedankengänge zurück, die er selbst schon ungleich besser formuliert hat. Zu diesem Thema hätte ich lieber ein Buch von Baudrillard gelesen, würde dieser heute noch leben und schreiben.

    26. Lies ein Buch, in dessen Welt du gerne einen Tag verbringen oder in dem du gerne mit einer Person tauschen würdest

    H. G. Parry - „Die unglaubliche Flucht des Uriah Heep“. An dieser Stelle oute ich mich mal als kein Fan der „Tintenherz-Trilogie“. Den ersten Band fand ich noch ganz gelungen, danach wurds für mich langweilig. Deshalb war ich beim Thema des „Uriah Heep“ etwas skeptisch, kam aber wegen meiner Liebe sowohl zu Dickens, Romanen aus der Gaslight Epoche und der Band nicht dran vorbei. Außerdem spielt das Buch in Neuseeland, der einzige Ort, an den ich gerne auswandern würde. Und eine Welt, in der ich Sherlock Holmes kennenlernen dürfte - :herzen1:.

    Es hat sich gelohnt. Man braucht aber die Liebe zu Dickens und dem viktorianischem England - und der Literaturwissenschaft - um dieses Buch nicht als zu weitschweifig zu empfinden. Ich habe jede Zeile genossen.

    Weiter geht es kit dem Leserunden-Vorschlag, da habe ich mir „Schnee der auf Zedern fällt“ ausgeguckt.