Hi nochmal,
schön, dass Du noch da bist
. Ich möchte auch noch eine Stimme für „Wohnung erstmal behalten“ hierlassen. Überlege einfach Folgendes:
Dein Mann hat ein Haus, an dem er scheinbar auch hängt. Da kann er mit Hund bisher schalten und walten wie er mag und relaxen. Ohne groß Rücksicht auf irgendwas nehmen zu müssen.
Wenn Du jetzt zu ihm ziehst, dann ist das Schlag auf Fall vorbei. Das ist schon für zwei Menschen alleine nicht nur easy und eitel Sonnenschein, wie lieb sie sich auch haben
.
Und hier ist im Paket mit drin, dass nicht nur Raum für den geliebten Menschen geschaffen werden muss, sondern auch Raum dafür, zwei Hunde zu trennen - auch wenn sie unter Gehorsam lernen sollten, sich zu tolerieren - die Trennmöglichkeit muss da sein. Er muss mit seinem Hund trainieren und sich dem stellen, was er verpasst hat. Ist nie so ganz angenehm, wenn man das tun muss. Regeln und Rituale müssen eingeführt werden und penibel befolgt werden, wo vorher die Möglichkeit für ganz viel Laissez Faire war.
Du wirst das auch spüren, die Umstellung, die Anspannung. Bei Interessensaushandlungen - die müssen in jeder guten Beziehung sein - wirst Du all das mit berücksichtigen müssen und trotzdem Deine Interessen und die Deines Hunds gut vertreten. Auch nicht die allereinfachste Situation. Das ist alles nicht unmöglich, aber auch nicht der einfachste Start für den Weg zu gemeinsamen Tisch und Bett.
Ich würde definitiv erstmal die eigene Wohnung behalten und mit den Hunden arbeiten. Und zwar ernsthaft. So, als würdet Ihr schon zusammen wohnen, ohne es zu tun. Dann die Konzepte, die Ihr Euch überlegt habt, testen. Aber trotzdem mit der Möglichkeit, dass Du Dich einfach erstmal mit Hund zurückziehen kannst.
Ich drücke mal die Daumen. Aber packt das Training bitte gleich an, nicht erst, wenn Ihr keine Wahl mehr habt. Für Euch beide.