Ich erlebe hier im Moment leider „nett“ ehrlich gesagt nicht als labbitypisch. Da hat sich nach meiner Wahrnehmung in den vergangenen 25 Jahren was verändert. Vom Interaktionspartner nicht erwünschtes bzw. uneingeladenes Bedrängen - was hier leider immer mehr Rassevertreter zeigen - ist mMn nicht nett. Und das weiß eigentlich auch ein Retriever. Aber ich treffe immer mehr davon, die da tatsächlich scheinbar gar nicht anders können. Wie agiert Eure Hündin denn mit Mensch und Hund, wenn Ihr sie lasst?
Das, was Du beschreibst, klingt für mich auch mehr nach Stress und Zwang als nach Freude. Der sich dann auf eine tatsächlich recht typische Art äußert. Und in dem Moment wäre es logisch, dass Ihr mit Schimpfen und Unruhe verbreiten nicht weiter kommt bei Ihr. Denn wenn Ihr den Stress bzw. inneren Konflikt verstärkt, dann sucht sie ja um so mehr einen Kanal.
Ich würde meine Ansprüche an Kontrolle erstmal verringern und die Distanzen vergrößern und so üben, dass es sicher klappt. Nicht so schnell die Herausforderungen steigern
. Und gleichzeitig daran arbeiten, den Fokus mehr auf Euch zu legen und Impulskontrolle spielerisch aufzubauen. Macht Ihr schon was an Beschäftigung mit ihr, was sie echt schärft ? In der Beschreibung, die Du gegeben hast, fehlt mir das, was Ihr zusammen macht, was Spaß und Teamwork ist, und wo sich der Hund auch mal auspowern kann. Da habt Ihr aber bestimmt was, oder? Womit könnt Ihr sie denn normal am Ehesten motivieren?