Beiträge von Phonhaus

    Hi,

    hier noch eine Stimme dafür, dass Du das alles erstmal sacken lässt und wieder zu Dir selbst findest. Und die Bitte in die Runde, jetzt Gegenreaktionen auch einfach mal ruhen zu lassen.

    Falls Du zum Rechtlichen noch Fragen hast, kannst Du mir gerne ne PN schicken :smile:

    Wenn Du ohnehin noch ein wenig abwartest: Ende Dezember hat das BMAS einen Referentenentwurf für ein Teilhabestärkungsgesetz vorgelegt. Die großen betroffenen Verbände hatten bis zum 08.01.2021 Zeit, dazu Stellung zu nehmen. Seit dem 03.02.2021 liegt das Gesetz als Regierungsentwurf vor.

    In diesem Referentenentwurf ist u. A. eine Zutrittsregelung für Assistenzhunde und Beteiligung bei der Finanzierung vorgesehen. Den Entwurf findest Du hier, die relevanten Passagen auf den Seiten 26 - 30:

    BMAS - Gesetzesentwurf der Bundesregierung

    Bis der Regierungsentwurf ratifiziert wird und entsprechende Verordnungen da auch tatsächlich Butter bei die Fische packen, wird es sicher noch einige Zeit dauern. So lange ist halt noch nicht konkret, wer mit welchem Krankheitsbild in Frage kommt, wie die zertifizierte Ausbildung genau aussieht, welche Zentren für die Ausbildung zugelassen sind ...

    Über Organisationen wie z. B. das „Forum selbstbestimmte Assistenz behinderter Menschen“ kannst Du Dich da sicher auf dem Laufenden halten. Ggf. auch in krankheitsspezifischen Selbsthilfegruppen - hast Du da eine?

    Hi nochmal :smile:

    Mein früherer Trainer hat mal gesagt: „Hunde werden nicht wegen Sauberkeitserziehung stubenrein, sondern trotzdem.“

    Und das trifft es ganz gut. Je mehr Druck Du aufbaust, desto weniger kann der Hund draußen entspannen.

    Probiere es einfach immer wieder an der gleichen Stelle und entspanne Dich - und hab Zewa im Vorratsschrank :smile: Irgendwann „platzt“ der Knoten schon.

    Dass er jetzt aufgekratzt und drüber ist kann gut sein. Wenn er sowas nicht kennt, dann war das heute viel zu verarbeiten.

    Heute für mich Resteverwertung von gestern - aus dem übrigen Valesse ein Pseudoschnitzelbrötchen. Und die Reste vom Fenchel-Kartoffel Auflauf. Zum Nachtisch Popcorn.

    Mann hatte Spaghetti mit deutscher 50er Jahre Bolognese bei Muttern.

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    Mit dem normalen Halti kann man viel falsch machen, was den Hund noch zusätzlich frustriert. Ich würde es prinzipiell erstmal gar nicht benutzen :smile: Und wenn kein Weg daran vorbeigeht, es wirklich von einem Trainer anleiten lassen.

    Mit der Leine führst Du den Hund. Sie ist mehr als nur ein Mittel, den Hund am Losbrettern zu hindern. Deshalb sollte die Leine nicht zum Instrument werden, dem Hund Frust oder Schmerzen zu bereiten. Beim „Führen lernen“, um was es bei Euch jetzt ja geht, steht Euch das Halti eher im Weg. Deshalb sollte es so sachgerecht wie möglich eingesetzt werden.

    Hi,

    wo lässt Du den Kleinen denn warten? Ist da viel los Drumherum, was ihn fordert und ablenkt? Wie lange ist er denn jetzt bei Euch?

    Geduld, Geduld. Bei unserer Bulgarin - die war zwischen 2 und 4 - hats drei Monate gedauert bis zu den ersten Ansätzen von Stubenreinheit und 6, bis sie es verlässlich war. Sie hat es vorher nicht gekannt, es war hier auch nicht ihr „Zuhause“, Stress schlägt auf die Blase, draußen wars noch fürchterlicher als Drinnen und beobachtet werden beim Geschäftchen war doof.

    Mit mehr Wohlfühlen und Sicherheit und Vertrautheit mit den Ritualen hier kam die Stubenreinheit automatisch.

    Wenn Du die Möglichkeit hast: Schnapp Dir Hund, Buch und wetterfeste Sitzgelegenheit, fahre auf eine abgelegene Wiese und vertrödel da die Zeit, wie von Tröti geraten.

    Och, das man sich mal spontan in einen Gedanken (oder vielleicht auch ein paar Welpenbilder) verliebt und eine Frage in die Welt rausschießt, bevor man alles genau durchdacht hat, dass passiert auch deutlich älteren Menschen. Gerade wenns ums Thema Hund geht. Wenn ich dran denke, bei wie vielen Tierheimhunden ich zu Beginn meiner Zeit im Tierschutz mehrere Stunden überzeugt war, mein Herz würde brechen, wenn ich sie nicht alle mit nach Hause nehmen kann ...

    Die TE hat doch angemerkt, dass sie dazu mit ihrem Therapeuten dazu im Austausch steht. Und das sie ein Ausbildungszentrum ins Auge gefasst hat. Da wird schon beraten werden, wann ein guter Zeitpunkt da ist.

    Also, bei einigen Beiträgen hier musste ich schon echt trocken schlucken ...

    Hallo Carina11

    Erstmal danke dafür, dass Du nachfragst. Du hast, glaube ich, gerade keine so besonders gute Zeit erwischt für die Gedanken, die Dich umtreiben. In mehrfacher Hinsicht.

    Gesellschaftlich und politisch ist das Thema Assistenzhunde, also auch Begleithunde für PTBS, gerade etwas im Schwebezustand (sieht man vom Blindenführhund ab, der in der Hilfsmittelverordnung, meine ich mich zu erinnern, berücksichtigt ist). Da gibts einige Debatten mit Bezug auf das AGG und auch eine Aufforderung zur Vorlage eines Gesetzesentwurfs. Üblicherweise (es ist aber nicht ausgeschlossen) übernehmen die Krankenkassen die Kosten für diese Hunde nicht. Und es gibt einige private Anbieter am Markt, die ausbilden, aber keine in dem Sinn offizielle „Zulassung“. Und das dreht sich etwas im Kreis.

    Gleichzeitig sind Anbieter von Dienstleistungen, z. B. auch und der Lebensmittelbranche, gehalten, barrierefreie Teilhabe zu ermöglichen, und können in diesem Zusammenhang einem Hund Zutritt gestatten. Aber auch das ist nicht eindeutig geregelt, aktuell gibts da also keine Rechtssicherheit. Mein Rat hier wäre:

    Sprich mit Deinem behandelnden Arzt und Deinem Therapeuten und reiche mit deren Unterstützung die Bitte um Kostenübernahme für einen ausgebildeten Assistenzhund bei der Krankenkasse ein. Ggf. kann Dich auch das Ausbildungszentrum unterstützen, das Du ins Auge gefasst hast. Mit einem bereits ausgebildetem Hund könntest Du einige der Klippen umschiffen. Die Chance ist realistisch betrachtet verschwindend gering. Aber ich würde es trotzdem probieren, alleine auch schon deshalb, weil Du Dich damit unweigerlich mit vielen wichtigen Punkten zum Führen eines Assistenzhunds auseinander setzt.

    Nach einer Ablehnung stehst Du vor der gleichen Entscheidung wie jetzt. Aber mit viel mehr Hintergrundwissen. Auch mit einer Einschätzung, ob es wirklich ein Therapiehund sein muss. Und ob jetzt der richtige Zeitpunkt ust.

    Zu Deiner aktuellen Wohnsituation: Dazu ist schon viel gesagt worden. Den Hund in eine Atmosphäre zu bringen, in der er dauerhaft abgelehnt wird: Das ist dem Tier gegenüber nicht fair. Auch nicht vor dem Hintergrund „wenn er erstmal da ist, dann werden sie ihn schon akzeptieren ...“

    Ich habe ein wenig das Gefühl, dass Dir etwas mehr Autonomie in Deiner Wohnsituation schon recht wäre. Doch der Hund sollte meiner subjektiven Meinung nach nicht das Mittel oder der Anstoß sein, mit dem Du Dir die verschaffst. Sondern Du solltest Dir gemeinsam mit Deiner Familie ein Konzept erarbeiten, wie Du Deine Lebenssituation mit Hund gestaltest. Und ja - darauf macht zum Beispiel auch das Ausbildungszentrum aufmerksam, das Du ins Auge gefasst hast - mit einem sicheren Plan für Zeiten, in denen Du für die Hundebetreuung ausfällst.

    Da kann Dir aber wahrscheinlich auch Dein Therapeut weiterhelfen, ggf. kann er eine Sitzung mit Deiner Familie zusammen dafür gestalten? Und hab die Finanzierung mit im Kopf, die von Dir angestrebte Ausbildung ist teuer.

    Was das Thema „Welpen und übergriffige Menschen“ angeht: Ich kenne das zwar nur von der Ausbildung von Blindenführhunden. Aber da wurde das Hund/Halter Gespann bei seinen ersten „Gehversuchen“ vom Trainer begleitet. Der durchaus auch mal ein paar sehr deutliche Worte gesagt hat, wenn jemand gemeint hat, Hund und Halter während der Ausbildung belästigen zu müssen. Hier immDorf hat sich das recht schnell rumgesprochen und es war Ruhe :pfeif: Aber das ist natürlich stark vom Umfeld abhängig.

    Gleiches gilt auch für die angesprochenen Bedenken zum Wohl des Hunds. Das wird gei einer Ausbildung definitiv Thema sein und der Hundeführer ist da nicht allein.


    Bist Du denn tatsächlich von den Beiträgen hier so entmutigt, dass Du den Gedanken für Dich aufgegeben hast? Dazu brauchst Du gar nichts schreiben, horch da nur einfach mal in Dich hinein und nimm das auch mit zu Deinem Therapeuten. Oder zu Freunden und Familie - Denen, die Dir den Rücken stärken. Denn in irgend einer Form durchsetzen musst Du Dich mit Hund. Ihm gegenüber, mit ihm gemeinsam anderen gegenüber und für ihn gegenüber Anderen. Von Deiner speziellen Situation ganz unabhängig. Das muss jeder Hundehalter :smile:

    Ich wünsche Dir von Herzen alles Gute bei Deinen Wegen und würde mich freuen, wenn Du uns auf dem Laufenden hältst.