Beiträge von Phonhaus

    fliegevogel

    Ich meine was Anderes. Ich könnte Dir jetzt Berichte zur forsa Umfrage aus 2017 verlinken - die Rohdaten habe ich leider zumindest auf Anhieb nicht zur Hand. Wenn aber eine vom BPI in Auftrag gegebene Studie - deren Ergebnisse logischerweise eher in Medien besprochen werden, die dem Ansatz zumindest nahestehen - aus Deiner Sicht nicht aussagekräftig, sondern interessengeleitet ist, dann brauche ich mir die Mühe nicht machen. Gleiches gilt für die Studien und Berichte, die Verbände der Krankenkassen in Auftrag gegeben haben, um die Zulassung von Homöopathie als Kassenleistung zu prüfen bzw. neu zu prüfen.

    Das Datenmaterial ist da und zumindest in der schon verarbeiteten Form sehr leicht zugänglich.

    Na ja, es gibt ja statistische Standardmethoden, mit denen Signifikanz festgestellt wird. Die Frage ist ja eigentlich nur, ob solche Methoden auf einen ausreichend großen Datensatz mit Vergleichsgruppen angewendet wurden. Ob das dann in den Medien besprochen wird oder nicht, ist ja für die Feststellung der Signifikanz egal. Viele einwandfreie Studien werden viel in den Medien besprochen.

    Ok, dann guck mal nach forsa Umfrage zur Homöopathie 2017. Es gibt auch was seitens der Krankenkassen 2020 in Auftrag gegeben, aber da müsste ich wühlen, da hab ich im Augenblick keine Zeit zu.

    fliegevogel

    Ich meine was Anderes. Ich könnte Dir jetzt Berichte zur forsa Umfrage aus 2017 verlinken - die Rohdaten habe ich leider zumindest auf Anhieb nicht zur Hand. Wenn aber eine vom BPI in Auftrag gegebene Studie - deren Ergebnisse logischerweise eher in Medien besprochen werden, die dem Ansatz zumindest nahestehen - aus Deiner Sicht nicht aussagekräftig, sondern interessengeleitet ist, dann brauche ich mir die Mühe nicht machen. Gleiches gilt für die Studien und Berichte, die Verbände der Krankenkassen in Auftrag gegeben haben, um die Zulassung von Homöopathie als Kassenleistung zu prüfen bzw. neu zu prüfen.

    Das Datenmaterial ist da und zumindest in der schon verarbeiteten Form sehr leicht zugänglich.

    Moosmutzel

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    Dann danke für die Klarstellung, dann habe ich Dich falsch verstanden, entschuldige bitte :smile:.

    Nicht festlegen mögen - hmh. Ich weiß, was Du meinst. Finde selbst zwar, das trifft es nicht ganz, aber ich kann es nachvollziehen. Ich mag es tatsächlich, die Perspektiven zu wechseln, aus denen heraus ich mir eine Sache anschaue und urteile lieber für mich selbst als für oder über Andere. Für mich selbst lautet das Urteil: Keine Homöopathie.

    Bei einer Sache bin ich mir recht sicher (ohne mich festlegen zu wollen :lol:) und wenn man so will, ist das ein grundsätzlicher Standpunkt von mir: Wenn man mit Menschen redet - auch wenns mit dem inneren Anliegen ist, dass sie zu ihrem eigenen oder meinetwegen auch gesellschaftlichem Wohl - ihren Standpunkt überdenken, dann muss man sie zuerst einmal vorbehaltlos ernst nehmen und dem zuhören, was sie berichten. Sonst trifft man sich in der Kommunikation nicht. Was nicht heißt, dass man die gleichen Schlüsse zieht oder sich die Erfahrungen selbst zueigen macht. Sie aber eben auch nicht von vorneherein negiert.

    In dem Sinn finde ich Deinen Austausch mit Deiner Bekannten auch super, er trifft einen wichtigen Punkt, denke ich.

    Moosmutzel

    Falls Du mich mit Schönfärberei meinst: Welche Schönfärberei meinst Du genau? Falls Du gelesen haben solltest, dass ich geschrieben habe, man könne sich auf die Wirkung des Placebo-Effekts verlassen: Habe ich nicht? Ebenso wenig habe ich behauptet, dass Homöopathie über den Placebo-Effekt hinaus wirkt. Das mit dem „beschissen werden“: Nun ja. Wie soll man das diskutieren? Das ist ein Standpunkt, von dem aus man schlecht eine Brücke zu einem Menschen findet, der von der heilsamen Wirkung überzeugt ist.

    Ganz nüchtern betrachtet, gibt es eine signifikante Anzahl von Menschen, die berichten, dass es ihnen nach der Einnahme homöopathischer Mittel besser geht. Das ist ein empirisches Faktum. Den man, gerade wenn man Wert auf Empirie legt, zumindest gut aushalten können sollte. Ohne ihn in eine „irrationale“ Ecke zu schieben, wie man diese Ecke auch nennt. Gerade diese Zuschreibung doch macht die Tür auf für die hier schon angesprochene Lagerbildung eines „ist egal, was Ihr erzählt, ich habe meine Erfahrungen. Ist doch egal, warum es wirkt, Hauptsache, es wirkt.“ Und der möglicherweise sehr unschönen und im krassen Fall auch Leid erzeugenden Extreme.

    dragonwog

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    Nochmal genauer, auch wenn ich davon ausgehe, dass wir da einfach auf keinen grünen Zweig kommen, weil wir über völlig verschiedene Dinge diskutieren: Hier hat ein neuer User gefragt, ob er seinen Hund dabei unterstützen kann, die Belastungen der Besitzer durch eine seit Längerem angespannte Lebenssituation weniger zu spiegeln. Das ist mein Standpunkt.

    Rein chemisch und physikalisch betrachtet muss man konstatieren, dass auch in gering potenzierten homöopathischen Medikamenten a. kein Wirkstoff nachweisbar ist und es b. je nach Präparat auch keinen naturwissenschaftlichen Beweis gibt, dass der Wirkstoff gegen das Störungsbild wirkt.

    Empirisch gibt es trotzdem das Phänomen, dass Menschen die Erfahrung gemacht haben, dass homöopathische Behandlung bei genau diesem Störungsbild gut anschlägt ( hier ist nicht die Rede von einem Kind mit Krebs oder einem Hund mit Leberentzündung). Aber: dieser Effekt - mann nenne es Placebo by Proxy - ist wiederum nicht so beliebig reproduzierbar und erklärbar, dass man dem Threadersteller versprechen kann, dass die Gabe eines homöopathischen Mittels die gewünschte Wirkung zeigt. Es aber auch nicht bindend ausschließen kann.

    Ebenso wenig - das war der zweite Teil meines Beitrags an der Diskussion auf die Frage von Caissa - kann man pauschal sagen, ob Homoöpathie nur bei leichten Erkrankungen einen Effekt hat.

    Du bist - auch in Deinen Blogbeiträgen - bei einer ganz anderen Debatte. Die ist definitiv auch wichtig und interessant, aber hier in diesem Thread führe ich diese Debatte nicht.

    Deinen Standpunkt dazu hast Du ja auch schon erklärt: „Principes obstat.“ Kann ich nachvollziehen. Aber zum Einen sehe ich das hier in diesem Thema weder als meinen Job an, noch bin ich ganz subjektiv und persönlich der Meinung, dass die Vehemenz, mit der manche Argumente vorgetragen werden, hilft, dieses Ziel zu erreichen.

    Und von der reinen Frage der Gefährlichkeit der in Deinem Eingangsbeitrag beschriebenen Mechanismen brauchst Du mich nicht überzeugen, da würdest Du offene Türen einrennen.