Beiträge von Phonhaus


    Dass das auch unermessliches Leid bei unbescholtenen Haltern und ihren Hunden generieren würde, ist wohl unbestritten.

    Ja, genau das ist bei Einführung der Rasselisten ja passiert. Fiel damals in der Öffentlichkeit auf fruchtbaren Boden, weil man damit seinerzeit nicht nur Hundehaltung, sondern quasi auch ein „Milieu“ regulieren wollte, dem diese Hunde zugeordnet wurden. Die Durchführung war dann teils wirklich heftig. Insbesondere der Hamburger Tierschutzverein unter dem damaligen Vorsitzendem Poggendorf ist (nicht nur deshalb) heftig in die Kritik geraten, das war schon fast eine Dramaserie für sich. Sowas will und wünscht sich wirklich keine Hundefreund*in, die das damals etwas näher mitbekommen hatte, jemals wieder.

    Aber genau dieses Leid der unerwarteten Beschlagnahmung könnte halt schon Stand jetzt Bullyhalter in Bremen und praktisch betrachtet auch in Bayern treffen, wo der Pit Bull einem Haltungsverbot unterliegt. Und abhängig vom Bundesland eben auch die Halter, die etwaige Auflagen nicht erfüllen können.

    Abgesehen davon muss man sich halt auch fragen, warum diese Vorfahren hier gezüchteter Bullys bzw. „Zuchtauffrischungen“ trotz Importverbot von Pitbull/Amstaff-Mischungen nach Deutschland hierher gelangt sind. Wobei ich nicht glaube, dass auf dieser Basis etwas gegen die Nachkommen geltend gemacht werden kann.

    Hatte die Hoffnung auf was Bewährtes. Bin bei, alles ist super, immer ein bisschen skeptisch.

    Ich war ein Riesenfan davon, ist aber leider nicht vegan. Du kannst es wie Tofu nutzen, der Geschmack ist - wenns ein klassisches Fungipad ist - angenehm würzig und ganz mild pilzig, die Konsistenz ist wie etwas lockereres Tofu. Passt hervorragend als Hühnchenersatz für alle asiatischen kurzgebratenen Gerichte oder ins Curry oder aber auch als eine Art Geschnetzeltes in Rahm- oder Rahmersatzsauce. Als Einlage in Kürbis- oder Kartoffelsuppe und dem Mann habe ich es neulich als Einlage im Japchae verarbeitet.


    Ich hatte heute (und habe morgen, war ein wenig viel) gemischte Klöße mit Rotkraut und „Geschnetzeltem“ aus Taifun Bratfilets, Totentrompeten und Creme Vega, da hätte das Fungipad auch gut gepasst.

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    Limetti
    Da bin ich ganz mit Dir einer Meinung und ich verstehe auch nicht, wie man sich für teilweise Unsummen einen Hund zulegt, dessen Körperbau nach künftigen Schmerzen schreit. Mir ging es nur um das, wasDu geschrieben hast - dass das für Bully Halter in Bayern eben schon die Situation ist. Mir war nicht klar, dass Dein Beitrag sich scheinbar gar nicht konkret auf den Bully bezogen hat.

    Edit: Freesendeern

    Genau das ist einer der Punkte, die mir so sauer aufstoßen. Als das Thema vor einigen Jahren in Tierschutzrunden diskutiert wurde, gab es sogar eine Zucht mit großer Homepage in Bayern.

    Ja, ich finde es einfach in keinster Weise unterstützenswert, daß der Staat plötzlich entscheiden kann, diese Mischung/Rasse ist zu gefährlich, wir ziehen nun alle ein, verwahren sie oder bringen sie um.

    Du wohnst ja in Bayern. Da ist die Rechtslage bereits so, dass auch ein völlig unauffälliger American Bully jederzeit beschlagnahmt und eingezogen werden kann und die Vermittlung innerhalb Bayerns nicht mehr möglich ist.

    Es ist ein Unterschied, ob ein Hund eingezogen wird, der entgegen aktuell bestehender Gesetze trotzdem angeschafft wird - und dann eben eingezogen wird, oder ob Hunderassen bis zu einem Zeitpunkt erlaubt waren und dann plötzlich nicht mehr und DANN eingezogen werden, so wie es damals eben der Fall war. Und genau das finde ich entsetzlich.

    Im ersten Fall sind es die Besitzer selbst, die bewußt das Leid für ihren Hund in Kauf nehmen, weil sie sich bewußt für eine Rasse/Mix entscheiden, für die sie keine Halteerlaubnis bekommen werden. Und das, Phonhaus , ist ein gewaltiger Unterschied.

    Natürlich kann man wieder über die Listen diskutieren und ob es prinzipiell fair ist, daß nicht jeder seine Traumrasse halten kann, egal wie unfähig und egal, welches Potential der Hund mitbringt, und man bei manchen Rassen eben Auflagen hat oder es unmöglich ist, sie zu halten, aber wer sich in Bayern einen Amstaff besorgt, legal kann das gar nicht passieren, der ist selbst schuld, wenn der Hund beschlagnahmt wird.

    Ich vermute, wir reden hier aneinander vorbei oder missverstehen uns :???: Und nur sicherheitshalber: Ich bin auch kein Befürworter von massenhaften Beschlagnahmungen oder gar Tötungen.

    Der American Bully ist keine in Deutschland anerkannte Rasse. Er wird zwar schon seit einigen Jahren hier gezüchtet, aber ist nicht von der FCI anerkannt. Damit ist er nach rechtlicher Auslegung ein Mischling. Und anhand der mutmaßlich beteiligten Ausgangsrassen ein Mischling aus Rassen mit Haltungsverbot in Bayern. Damit gilt genau das auch für ihn, abhängig davon, wie das zuständige Amt begutachtet und dann auch anhand des Phänotyps entscheidet.

    Nichtsdestotrotz wurde der Bully in seinem verschiedenen Varianten bei „Einführung“ in den deutschen Markt und noch lange darüber hinaus u. A. damit beworben, dass er nicht auf irgendwelchen Rasselisten steht. Was wörtlich genommen auch stimmt, aber unterschlägt, dass er als Mischling sanktionierter Rassen gewertet werden kann und damit genau unter die gleichen Restriktionen fällt wie die sanktionierte Ausgangsrasse. Und das hat schon in einigen Fällen dann auch zu schmerzlichem Erwachen bei Besitzern geführt, weil das jeweilige Ordnungsamt auf sie zugekommen ist. Gab auch einige Gerichtsverfahren dazu, da war die Argumentation seitens der Behörden tatsächlich auch dahingehend, dass da gemäß Phänotyp gelistete Rassen beteiligt waren.

    Mit dem Ergebnis durften sich dann Tierheime herumschlagen, weshalb die „Züchter“ dieser Rasse und ihre Vermarktung da durchaus nicht beliebt sind. Mal ganz davon abgesehen, was da teilweise an einfach nur bedauernswerten Pelzwaranen zusammen“gezüchtet“ wurde.

    Wer aktuell also in Bayern einen American Bully hält im Glauben, dass er da eine „erlaubte Rasse“ hat - steht ja nicht auf der Liste - hat trotzdem das Risiko, dass ihm der Hund entzogen wird wegen vermutlich beteiligter Ausgangsrassen oder Phänotyp. Und das Risiko steigt natürlich, wenn diese „Rasse“ durch Vorfälle in öffentliche Diskussion gerät. Das meinte ich mit meinem Beitrag von gestern.

    Wollte man ihn jetzt „sauber“ sanktionieren, müsste er quasi erstmal als Rasse anerkannt werden, und dann entsprechend gelistet werden. Passiert das nicht, dann können eben trotzdem die jeweiligen Länderregelungen für die Herkunftsrassen gelten. Und wie strikt die angewendet werden, kann durchaus von öffentlicher Meinung abhängen.

    Da der Mann nur die Hälfte seines Marmorkuchens genießen konnte, bevor er ins Krankenhaus musste, habe ich gestern Abend nochmal einen Guglhupf gebacken: Diesmal heller Rührteig mit Schokostückchen. Und es gibt vegane Käse Tarte mit Vanillequarkersatz, Äpfeln, Kirschen und gemischter Obstkonserve:

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    Ja, ich finde es einfach in keinster Weise unterstützenswert, daß der Staat plötzlich entscheiden kann, diese Mischung/Rasse ist zu gefährlich, wir ziehen nun alle ein, verwahren sie oder bringen sie um. Und dann seh ich mir Chilly an (denn so eine Staatsmacht endet ja nicht automatisch bei dem "gewünschten" Ziel), stelle mir vor, daß die Polizei meine Türe aufbricht, meinen Hund mitnimmt und ich bin machtlos. So etwas kann man doch nicht unterstützen.

    Du wohnst ja in Bayern. Da ist die Rechtslage bereits so, dass auch ein völlig unauffälliger American Bully jederzeit beschlagnahmt und eingezogen werden kann und die Vermittlung innerhalb Bayerns nicht mehr möglich ist. Weil es sich nicht um eine anerkannte Rasse handelt und das zuständige Amt nach Phänotyp einen Amstaff/Pitbull-Mix unterstellen könnte, für den es ein Haltungsverbot gibt. Das Risiko trifft jeden in einem BL mit strikten Auflagen, der sich nicht hinreichend informiert bzw. sich auf Werbeversprechen verlassen hat - oder der bewusst Auflagen umgehen wollte.

    Und die Vermittlung dieser Hunde, wenn sie denn in Tierheimen gelandet sind, ist nicht einfach. Gerade wenn dann mit zunehmendem Alter die durch den Körperbau oder Sonderlackierung bedingten gesundheitlichen Probleme zuschlagen. Es ist schlicht zum Kotzen.

    Limetti

    Danke. Wie gesagt, ich habe es nur am Rande verfolgt. Dem Artikel entnehme ich, dass seinerzeit bei Einführung des Banns von einer Schätzung von 10.000,00 vorhandenen Hunden dieser Rasse ausgegangen wurde, es aber tatsächlich 50.000,00 gab? Das ist allerdings eine Hausnummer an Ungenauigkeit .

    Über Folgendes bin ich noch gestolpert: Some stakeholders suggested the unification of all dog control-related legislation in the UK into a single Act, coupled with a cultural shift in how dog control is viewed. The ASCbelieves this is worthy of consideration, particularly if it were to encompass the welfare of all animals. This includes companion animals other than service dogs, farmed and wild animals.

    Ich habe die Diskussion in Großbritannien nur am Rand verfolgt, aber meine, dass es da statistische Auswertungen gab, die auf eine überproportional erhöhte Gefährlichkeit hinweisen.

    Hier in Deutschland fehlt vernünftiges Zahlenmaterial. Wie auch für Staff, Pit und Co. Das soll kein Abschmettern sein, es ist einfach so, dass wegen unserer förderalen Struktur und uneinheitlichen Vorgehens seitens der Länder keine aussagekräftige Datenbasis vorhanden ist. Dazu kommt, dass es keine anerkannte Rasse American Bully XL oder American Bully Extreme gibt.

    Würde also aktuell etwas kommen, dann wäre das wie seinerzeit die Rasselisten mit der heißen Nadel gestrickt und bliebe mMn höchstwahrscheinlich in der Durchführung dann wieder an den kommunalen Ämtern hängen. Wie aktuell beim Qualzuchtthema. Halte ich persönlich auch nicht für wünschenswert. Aber angesichts dessen, wie aktuell Politik gemacht wird, nicht für unwahrscheinlich.

    Womit ich persönlich aber überhaupt kein Problem hätte, wäre es, wenn diese bedauernswerten Kreaturen mit ihren gezielt auf leiderzeugende Dysfunktionalität gezüchteten Körpern nicht mehr weiter gezüchtet werden dürfen. Warum auch immer :mute:.