Tatsächlich finde ich es auch spannend, wieviel ‚Angst‘ vor dem System-Missbrauch besteht, wie krass wir versuchen zu kontrollieren, dass da auch bloß niemand Armes(!) einen Krümel mehr abbekommt, als wir ihm zugestehen.
Dabei sind das solche Kleckerbeträge, gesellschaftlich gesehen.
Denn die Systemausnutzung der wirklich Reichen, die Steuerhinterziehungen und -fluchten, kosten den Staat soviel mehr. Aber die Durchschnittsbürger arbeiten sich daran ab, wenn die Wohnung eines Bürgergeld-Empfängers nen Quadratmeter zu viel hat, oder wenn einer im ALG I ein paar Tage zu viel zelten geht, das müssen wir mit riesigen Bürokratien kontrollieren und verhindern, darüber ärgert man sich so sehr, dass Leistungskürzungen gemacht werden bei Leuten, die sich eh schon am Minimum bewegen.
Wenn aber diese Leute dann in „Sozialwohnungen“ leben, wo der Schimmel aus der Wand kommt, vom Amt/vom Steuerbezahler bezahlt, dann ist das irgendwie gottgegeben, da können manche Wohnungsgesellschaften tun, was sie wollen.
Wei die Fehltritte der Reichen nicht wichtig genug sind, solange es Oma Jutta gibt, die dumm genug war, die Inflation der 2020er nicht vorherzusehen und den 11jährigen Pauli jetzt nicht an einen der zahllosen gut betuchten Interessenten weiterzugeben, die auf den akut erkrankten Hund nur warten.
Man muss sich doch ab und an mal fragen, auf wen oder was man wirklich wütend sein will.
PS: Ich finde auch, dass man sich Tiere nur anschaffen sollte, wenn man sie bezahlen kann. Aber wie gesagt - wer in Not gerät, verdient in einem Sozialstaat Hilfe.