Beiträge von Vriff

    Hatte danach ziemliche Rückenschmerzen und mein Tinnitus war wieder da. Hat hier zufällig schon mal was ähnliches erlebt?

    Ja tatsächlich. Es gibt da dieses eine Pferd. Wir können nicht miteinander. Warum, wieso, weshalb weiß niemand. Die unschöne andere Seite der Geschichte, er kolikt, wenn ich ihn rausbringe. Wir gehen uns weiträumig aus dem Weg.

    keine Ausdauer, kein Durchhalten weil man weiß wofür es ist und wo es hinführt.

    Was genau ist an warten gut? Und ich rede nicht von Tagen/ wenigen Wochen sondern von Monaten oder gar Jahren ohne konkreten Termin. Was passiert denn furchtbar Schlimmes, wenn man nicht wartet? Wo führt es denn hin?

    In meiner Welt übrigens Nichts.

    Vielleicht lebe ich in einer ganz eigenen Bubble, aber die glücklichsten Paare sind die naiven mit dem Herzen Aussucher.

    Da wird sich genau dieser Hund ausgesucht, der gut so ist, wie er ist und sich an genau die Bedürfnisse dieses Hundes angepasst. Man lernt halt, was man lernen muss und alle sind glücklich.

    Bei den Informierten gibt es viel mehr Drama, die Rassehundehalter verlieren den Blick auf das Individuum und schieben alles auf die Rasse. Wehe der Labrador möchte nicht apportieren, großes Problem. Und was man nicht alles muss, weil Rasse XY das genau so braucht.

    Die Tierschützer erwarten dafür Dankbarkeit und ewiges Glück ist doch gerettet!

    Beiden gemeinsam sind festgefahrene Vorstellungen davon, wie Hundehaltung ist und sein sollte. Da wird schon mal die Topfpflanze geklickert und erhitzte Flexileinendiskussionen geführt, bevor auch nur ein imaginärer Hund einzieht. Das kann nur stressig sein, mit Enttäuschungen einhergehen und zu den altbekannten Problemen führen.

    Ich sehe viele Missstände in der heutigen Hundehaltung, aber die Herkunft des Hundes ist für mich in den seltensten Fällen die Ursache.

    (Wer den 500€ Ebayhund mittelgroß, 2-5 Jahre alt, Hütehundartig findet, darf ihn zu mir schicken. Ich finde seit 2 Jahren keine Privatabgabe die auch nur halbwegs passt. Keine Ahnung wo die alle sein sollen.)

    Unterschiedliche Herangehensweisen :ka: genauso wie ich möchte, dass mein Hund ein gutes Leben führt, möchte ich, dass mein Hund mein Leben bereichert, deshalb habe ich ihn doch. Und die ganze Mühe bei der Auswahl mache ich mir, um es möglichst einfach zu haben (und weil ich glaube, dass es auch für den Hund schöner ist, wenn er so sein darf, wie er ist und nicht zu Tode trainiert wird.)

    Ich spiele dann mal die Gegenstimme, ich habe mich so viel informiert, dass ich mir inzwischen die guten alten Bauernhofmixe zurückwünsche. Es gibt keine Rasse bei der ich sage, die ist es und je mehr Züchter und Hintergründe ich kenne, desto mehr Leichen im Keller finden sich. Tierschutz das Selbe in grün, die obligatorischen großen, schwarzen Beißer, Listenhunde und der Rest Auslandsimporte.

    Auf mich wirkt die Hundewelt inzwischen absolut schräg. Da werden Anforderungen an den Hund gestellt, die nicht mal ein Roboter erfüllen kann. Der Hundehalter ist über alle Zweifel erhaben und nur er kann dieses krasse Tier händeln. Und von Seiten der Vermittler wird mehr erwartet als ich bei Hauskauf, Jobsuche und Datingportal zusammen angeben musste, während selbstverständlich Unsummen aufgerufen werden, die aber Nichts mit einem Kauf zu tun haben!!!

    Zu früher war alles besser gehört auch, ein Hund ist ein Hund und ich möchte auch genau das, nur einen Hund. Weder möchte ich der perfekte Hundehalter sein, noch die Welt retten. Sondern wirklich nur einen Hund.

    Inzwischen ist alles so verkopft und überperfektioniert und reglementiert, dass es mich nicht wundert, warum es Welpenblues, 3679. Hundeschulen und Probleme die eigentlich keine sind, gibt.

    Um mich mal in meinem Umfeld umzuschauen, Mann hat einen Hund. Der Bauer einen Hofhund, der Jäger einen Jagdhund, der Klauenpfleger einen kälbchengroßen Wuschel, ... alle lieben ihre Hunde, alle kümmern sich, aber von der df Hundehalterwelt sind die weit entfernt.

    Frauen leben Hund. Mal mehr als Hobby mit 20 Büchern, Hundeschule und Forum, mal mit 10 Schafen für den Hütehund, mal als Pflegestelle.

    Großer Hund, Versicherung + Friseur. Passt schon.

    Ich rechne die Sparrate für den Tierarzt nicht mehr pro Tier, sondern für alle. Bzw. aktuelle ist das Tierarztkonto "voll" und ich nutze das Geld anderweitig, dass kann sich jederzeit ändern.

    Und Auto wäre auch so ein Thema, wenn ich ganz ehrlich bin 90% meiner Fahrten sind tierbedingt und ganz eigentlich habe ich nur für den Hund ein eigenes Auto, weil ich das meines Partners nicht einsauen mag.

    In der Hoffnung, dass dieses Jahr nichts mehr kommt, habe ich mal alle Kosten von diesem Jahr zusammen gerechnet.

    Das waren für 2 Hunde und 2 Katzen für 2022 rund 6600€, also ca. 550€/ Monat. Und damit im Schnitt 50€/günstiger als die letzten beiden Jahre. Wenn man mal außen vorlässt, dass die Agila in diesem Jahr nochmal fast 10.000€ Tierarzt- und Physiokosten übernommen hat :tropf:

    Das wären sonst knapp 1400€/Monat gewesen :lepra:

    Hammer sowas...und was ein Glück hattest Du die KV für Deinen Hund.

    Allein die kostet ja schon 64 € im Monat, + Futter, + Zubehör, + Friseur, ich komm im Moment auf 300 € im Monat für Ida

    Für einen Hund! Die Rechnung oben sind für 2 Hunde und 2 Katzen.

    Hier ist der Hund weiterhin das Sparbrötchen:

    - 400€ Tierarztkosten

    - Futter muss ich schätzen keine 30€ im Monat

    - Steuer plus Haftpflicht 120€

    - 60€ Maulkorb, 40€ Hundemantel

    Macht 82€ im Monat für einen alten, mittelgroßen Hund. Normalerweise kaufe ich weniger Zubehör, dafür mehr Medikamente. Kekse habe ich mal mit Steuer und Versicherung gegengerechnet, weil ihm die seine Züchterin jedes Jahr schenkt.

    (Dafür geben wir ~250€ im Monat für Katzenfutter aus :ugly: :mute: sind aber auch 4+1 und zwei Allergiker, zwei Fressraupen und einer Krank.)

    Warum sollte nicht jeder einen Hund haben? Und noch viel wichtiger, wer sollte entscheiden wer einen Hund haben darf?

    Meistens ist das Problem ja nicht die Hundehaltung als Solches, sondern die Paarung Mensch-Hund ist unpassend. Und das kann man jetzt nun überhaupt nicht mehr mit einfachen Grundsätzen regeln.