Beiträge von Vriff

    Mein Ziel ist es immer, dass ich mehr lobe als Strafe und mehr lache, als fluche/weine.

    Training bzw. Probleme habt ihr doch im Alltag genug. Das du dir den Sport nicht mit einem schlechten Aufbau versauen willst, kann ich verstehen. Dann macht ihr halt was Anderes.

    Hier gibt es hirnlose Zoomies im Garten mit anspringen, rempeln und auf dem Boden kullern. Wir können draußen aktuell nicht, Menschen beißen und so :pfeif: da steckt ein ganz anderer Druck, an muss klappen dahinter. Dafür gibt es alle 1,5-5 Meter einen Keks. Weil sie so unfassbar brav an der Leine geht.

    Ich frage mich immer, wie wahrscheinlich ist es, dass es für immer so bleibt und selbst wenn, wie schlimm fände ich es.

    Anfangs habe ich sie bei Besuch auf den Arm in die fremde Wohnung getrogen, von jedem abgeschirmt und bin nie selbst aufgestanden. Das ist 4 Wochen her und schon kann sie auf dem Boden in der Ecke liegen und ich sitze vor ihr :mrgreen-dance: Fremde findet sie immer noch kacke, und wenn man sie ließe würde sie die auch aus ihrer eigenen Wohnung komplimentieren. Ist aber nicht das, was ich normalerweise erzähle und auch nicht das, wie sie wahrgenommen wird. Aber Junghund entspannt während um sie herum was los ist :hurra: ich hätte auch kein Thema damit gehabt sie für immer auf dem Arm zu haben, aber Besuche müssen in dem Fall halt sein.

    (Das entspannte habe ich gekauft, dass ist nicht mein Verdienst, da muss sich niemand schlecht fühlen.)

    Ganz viel ist doch auch Interpretation der Lage und ich habe mir ganz fest vorgenommen so ein grenzdebilder Hundehalter zu werden, der immer Herzchen in den Augen hat, wenn er seinen Hund anschaut. Die benehmen sich nicht besser, wenn man sich schämt.

    Ebay Kleinanzeigen.

    Auch dem Nachbarn kann man nur vor den Kopf gucken und bei Bekannten von Bekannten sehe ich keinen Unterschied mehr zu Fremden.

    Und Aufpassen, dass man vor lauter, wir wollen das Beste für den Hund, potentielle Interessenten nicht vergrault. Wer vernünftig ist, hat Auswahl und setzt irgendwann eine Grenze, ab der es übergriffig wird.

    Kann ich verstehen. Einen Hund den ich nicht in mein Leben integrieren kann und um den ich rumplanen muss würde mich auch maximal stressen.

    Vielleicht hilft dir eine nüchterne Bestandsaufnahme. Was muss sein, was wäre schön? Was macht er gut, was macht er schlecht? Und dann überlegen, wie kann ich es managen.

    Beim jungen Hund hat man immer den Anspruch, dass er das lernen soll, dass man trainieren muss. Stimmt auch, geht aber nicht immer.

    Ehrlicherweise besteht ein Großteil meines Hundehalterlebens aus Kompromissen für alle. Mal bleibt der Hund im Auto, mal nehme ich ihn auf den Arm, mal verfrachte ich ihn zum Senior in den Radanhänger, weil ich gerade keine Zeit oder Nerven habe um zu trainieren oder die Situation noch zu viel wäre. Wird trotzdem besser und ich empfinde Management nicht als schummeln, sondern als nervenschonende Alternative, bei der der Alltag auch mit nicht ganz kompatiblen Hund möglich ist.

    Dadurch schaffe ich Kapazitäten um Probleme gezielt anzugehen und dann machen die Fortschritte auch Spaß.

    Und spätestens wenn man das ÖPNV Ticket zahlt, ist parken billiger.

    Ja, OPNV muss günstiger/kostenlos werden, Schienenverkehr ausgebaut, Bahndienstreise anders bezahlt usw - ABER was mich an solchen Aussagen nervt:

    Die sind meist Milchmädchenrechnungen. Oft wird nur Sprit vs. Fahrkarte berechnet, aber der Kauf, Unterhalt, TÜV, Fensterreiniger, Navi, Sitzbezüge uvm. fällt unter den Tisch.

    Erst komplett aufgerechnet macht ein direkter Vergleich Sinn. Und bis diese Summe erreicht ist, könnten viele Haushalte ganz schön lange Öffis fahren.

    Definitiv. Das Problem an der Sache, man muss auch genau so rechnen. ÖPNV lohnt erst, wenn man komplett auf ein Auto verzichtet.

    Und ich und ganz viele Menschen wollen das nicht. Aber ich glaube, es wäre schon viel geholfen, wenn man auf einige Fahrten mit dem Auto zu Gunsten anderer Verkehrsmittel verzichten würde. Gibt ja neben dem ÖPNV auch noch das Rad, Mitfahrgelegenheiten, die eigenen Füße oder geschickte Tourplanung.

    Und da ist es einfach nicht hilfreich, wenn alles Andere möglichst unattraktiv gestaltet wird.

    Und ja, dann rechne ich auch nur die reinen Nutzungskosten, weil ist sowieso da. Mache ich beim Fahrrad aber auch nicht anders, da stört es nur Keinen.

    Mir geht's aber auch nicht nur um besseren ÖPNV. Gibt mehr Möglichkeiten den MIV zu reduzieren, ganz ohne Lebensqualitätseinschränkungen.

    Ich bin kein Fan von Bauchgefühl, aber von authentisch sein. Es ist ganz egal welcher Erziehungsphilosophie ich folge oder was der Hund am Ende können soll, aber ich muss dahinter stehen und davon überzeugt sein.

    Klare Regeln an denen man sich orientieren kann, kann ich persönlich nur aufstellen, wenn sie mir wichtig sind, ich davon überzeugt bin und mein Herz dran hängt. Ansonsten werden das alles nur halbgare Versuche und inkonsequent bin ich noch dazu.

    Stalken ist da ein schönes Beispiel. Ich habe eine recht hohe Individualdistanz und finde an mir rumkletten maximal unangenehm. Hat hier noch nie ein Hund länger als 2 Tage gemacht und ich würde behaupten, dass habe ich nie bewusst trainiert. Ist aber nur die halbe Wahrheit, ich würde eher sagen, gehört zu den Dingen die ich von Anfang an im Keim ersticke und ggf. Alternativen aufzeige. Und sollte das jemals nicht klappen, wäre der Leidensdruck so hoch, dass ich mir sofort Hilfe suchen würde.

    Auf der anderen Seite gibt es viele, viele Dinge die ich ganz schön fände wenn man sie nicht tut. Meine Finger beim Kekse füttern heile lassen, mir beim aus der Tür gehen nicht auf den Fuß treten, und noch mehr. Da lebe ich einen fröhlichen Zyklus aus, es nervt, ich trainiere, ich ignoriere, es nervt, ich trainiere, ich ignoriere, ...

    Nissan Almera 3 Türer. 2 Menschen, 1 Aussie, 1 Dogge und ein 1 Schaf.

    Ich konnte mit den Knien lenken, aber beim Tetris hat das Auto gewonnen. Alternativ passte da auch ein komplettes IKEA Schlafzimmer rein und erstaunlicherweise konnte eine Person und zwei Hunde sogar darin schlafen.

    Nur der Benzinverbrauch war übel, Interessierte nur niemanden untermotorisierte Kleinwagen sind immer die Guten.