Aufgewachsen mit einem bunten Sammelsurium an Hunden, alles außer Hütehunden, war für mich vollkommen klar, zum Leben gehört ein Hund.
wie intensiv ihr euch vor Kauf eures Hundes mit der Rasse (oder auch Mix) auseinander gesetzt habt.
Vorm ersten Hund absolut gar nicht. Ich wollte einen eigenen Hund, weil unsere Hunde alle so doof groß waren und ich nie was alleine mit ihnen machen durfte.
Und wir hatten Welpen am Stall und der Papa war mein Lieblingsstallhund, vollkommen logisch was einziehen sollte. Es zog ein, ein brauner Aussiemix, obwohl ich doch einen schwarzen Welpen wollte.
Und - würdet ihr euch wieder für die Rasse, oder beim Mischling daraus abgeleitet eine der beinhalteten Rassen, entscheiden?
Es zogen weitere, diesmal reinrassige Aussies ein. Natürlich jedes Mal braun, wer will schon einen schwarzen Hund.
Dann hat mein Leben sich verändert, Großstadt und so und ich war hundelos. Weil ich der festen Überzeugung war, in der Stadt kann man keinen Hund halten.
Es zog nur zur Pflege, ein Border Collie ein. Meine Hoffnungen auf schwarz wurden mal wieder enttäuscht, der ist, wie sollte es anders sein braun. Er ist anders, wobei ich da nicht immer sagen kann, was Rasse und was Individuum ist. Mir lagen meine kleinen Arschkrampenaussies mehr, aber menschenfreundlich ist ein echtes Plus in der Stadt.
Also inzwischen erwachsen und vernünftig ging die Hundesuche los. Aussies so wie ich sie mag passen gut zu mir, aber nicht in mein Leben. Zu viel Wach- und Schutztrieb stört mich zwar nicht, aber ich mag lieber mit und nicht gegen meinen Hund arbeiten.
Viel Recherche, viel Suche später, ist ein rumänischer Mix eingezogen, immer noch nicht schwarz, aber zur Abwechslung auch nicht braun, die natürlich schon erstaunlich viel Wacherei für ihr junges Alter mitbringt, dafür die sonstigen Kriterien erfüllt. Frag nochmal, wenn sie erwachsen ist.
Mir ist die Umstellung auf einen normalen Hund sehr schwer gefallen, die ist so anders und eigen. Lustigerweise bedeutend einfacher als all ihre Vorgänger, wenn man es so klassifizieren will.
Ob ich es nochmal tun würde, weiß ich nicht. Vielleicht zieht auch einfach wieder ein Aussie ein, vielleicht brauchte es nur zwei Hunde die mir gezeigt haben, dass man in der Stadt einen Hund halten kann und dass man in der Stadt einen Hund mit Ecken und Kanten halten kann. Vielleicht wird es auch "irgendwas". Persönlich finde ich ja Jagdhunde im Durchschnitt immer besonders gut in der Stadt aufgehoben, manchmal muss man den eigenen Horizont ja doch erweitern. Meine Familie würde es freuen, die mögen keine Hütehunde und haben das immer für meine Form der Rebellion gehalten.
Aber was ganz sicher ist, der Nächste wird jetzt wirklich schwarz!