Beiträge von Vriff

    Das hat man bei Pferden ja früher auch noch viel häufiger gemacht, sie geschlachtet, wenn man sie nicht mehr benötigte oder sie unbrauchbar wurden. Auch das ist heute viel schwieriger, weil Pferde mittlerweile meist Nicht-Schlachtpferde sind

    Japp und ehrlicherweise sehe ich die Entwicklung sehr kritisch, das treibt mitunter unschöne Blüten.

    Dabei halte ich aus Überzeugung Weidedekoration. Aber auch ich habe besser geschlafen mit Schlachtpferd. So schräg es klingt, es ist beruhigend, wenn man weiß in finanzieller Not kann man den chronisch Kranken schlachten und muss ihn nicht in ungewisse Zukunft abgeben. Am Ende noch lügend, weil ehrlich wäre ich meine alte Dame nicht mal als Beisteller losgeworden und ich hätte sie gern zurück.

    Vielleicht bin ich da auch bei ein bisschen Mut und Menschenkenntnis. Pech haben kann man immer, aber ich persönlich habe offiziell 0 HomeOffice und die Realität sind so ungefähr 98%. Genauso die Auslegung unserer Gleitzeitumsetzung.

    Mein schrecklichster Arbeitgeber hatte einen sehr detaillierten Vertrag und im Alltag blieb da wenig von über.

    Hier ist wirklich rosarot :herzen1: aber nach Jahren mit Knalltüte habe ich mir das auch einfach verdient.

    Wir kommen gerade vom Wochenendtrip wieder. Mal eben in ein fremdes Rudel geworfen, wandern, SUP und spontane Reitbegleithundausbildung mit Bravour gemeistert und jetzt der zweite Tag HomeOffice hintereinander während sie schläft. Doch das darf man als Streberhund feiern.

    Sogar in der Fremde alleine bleiben, ist ja bei uns das größte Thema, ging. Ihre größte Macke ist, dass sie auf ihr Bett besteht. Schleppt man mit und gut ist.

    Das sie Fremde doof findet und vor Kindern Angst hat :ka: ich mag auch keine Fremden und Kinder sind kein Teil meines Lebens, nicht mal im entfernten Bekanntenkreis.

    Die Wacherei finde ich praktisch. Der Hund ist immer ausgelastet und zufrieden und das ganz ohne mein zu tun. Ich kann was mit ihr machen, ich muss aber nicht.

    Resourcenschweinchen ist sie, so ist sie halt.

    Woanders wären das aber Dinge die wirklich schwierig werden könnten und an denen man ganz dringend arbeiten sollte.

    • Ganz viel Wechselkleidung. Der echte Campervorteil. Nicht mehr müffeln, keine Kompromisse, kein waschen unterwegs. Man kann nie zu viel Kleidung haben.
    • Mehr Schuhe. Nie wieder Schwitzefüße, weil man sich für die wasserfesten Schuhe entschieden hat und es doch sonnig war. Nie wieder eklig kalte, nasse Schuhe, weil man sie draußen vergessen hat. Und Sandalen für den Abend. Und schicke Schuhe zum Essen gehen. Und sicherheitshalber noch ein, zwei Paar Wanderschuhe. Und Badeschuhe. Und überhaupt Schuhe sind wichtig.
    • Neben dem obligatorischen Kopfkissen, noch mehr Kopfkissen und richtige Bettwäsche.
    • E-Book-Reader.
    • Wasser in Glasflaschen.
    • Anständige Messer und eine Schere. Luxus muss sein.
    • Klebeband, Pressbendel und Hängematte.
    • Moskitonetz!!!

    Wenn ich das so lese, frage ich mich, wie ich Trekkingurlaube überlebt habe.

    Und ich bin froh, über Leute die mir bei Problemen helfen. Man wird Betriebsblind, man übersieht Dinge und ganz ehrlich, wenn ich etwas als Problem definiere, dann habe ich Leidensdruck und bin da vielleicht nicht mehr ganz so entspannt, wie ich sein sollte.

    Probleme müssen gelöst werden, sonst wären es keine Probleme. Dann wären es Dinge, die mein Hund noch nicht kann, Dinge bei denen ich weg schaue, weil ich zu faul zum trainieren bin oder Dinge die in unserem Leben egal sind.

    Hier war es alleine bleiben, dass schlechter statt besser wurde. Die Wunderheilung bestand darin dem Hund zu sagen, er möge sich doch beim alleine bleiben bitte hinlegen. So simpel, so einfach, so nett, aber ich kam alleine nicht drauf. Nach drei Tagen waren wir auf einem Stand der besser war, als alles von mir bis dahin erreichte. Aber ich hätte da auch alleine dran rumdoktorn können, aber auf Grund der Tatsache, dass es schlechter statt besser wurde bin ich nicht sicher, ob wir das Problem gelöst hätten und wenn überhaupt viel später.