Beiträge von Vriff

    Kann das nicht an einer Zahl festmachen, dass kommt auf so viele Faktoren an, da gibt es für mich keine feste Grenze.

    Aber so ganz prinzipiell mag ich Gruppenhaltung. Weil ich so gerne die Interaktion beobachte, weil ich es faszinierend finde, wie gut sich unterschiedliche Charaktere ergänzen und aufeinander einstellen, weil ich Leben im Haus mag, weil dann immer einer da ist, der gerade auf die selben Dinge Lust hat wie ich, usw.

    Die Realität: lange Zeit Einzelhund + Dauersittinghunde, die mitunter auch mal mehrere Monate am Stück hier gelebt haben und aktuell zwei Eigene. Und das finde ich ehrlicherweise tiefenentspannt. Ist aber sicher von den Hunden abhängig.

    Der Senior ist der lustigste Charmeur auf Erden und wenn man ihn lieb fragt lässt er auch Unangenehmes mit sich machen. Hat aber ein echtes Thema mit fixiert werden, da hilft nur Maulkorb und durch.

    Der Babyhund findet es aus Prinzip kacke. Fremde Menschen die ihre Individualdistanz unterschreiten gehen gar nicht, da ist sie auch nachtragend. Aber da greift Erziehung, sie lässt es mit sich machen, weil sie weiß, dass sie muss.

    Zusammengefasst, die sind inzwischen beide gut und unproblematisch behandelbar. Für den Senior schaue ich halt, dass ich jemanden erwische der Lust auf Hund tüddeln hat, aber wenn nicht :ka: ist 5 Minuten doof und er dann auch schon wieder lustig. Die Freuden der Demenz, früher war er da auch nachtragender.

    Unangenehme Frage aber was macht ihr bei nem Magen Darm Infekt (kein Erbrechen, nur Durchfall und Magenkrämpfe) beim Menschen? Mich hat es vorgestern erwischt und es wird nicht besser. Ich hab Hunger aber egal was ich esse, das Klo ist mein bester Freund. Was esst und trinkt ihr in so einem Fall? Stilles Wasser bekomme ich nicht runter.

    Nach Gelüsten, weil mir allein beim Gedanken an Schonkost übel wird und irgendwas, dass ich im Zweifelsfall mehrere Jahre nicht essen möchte.

    Mein Geschmack ist recht nachtragend, wenn ich mich einmal davon übergeben musste.

    Manchmal Brühe (die mag ich aber aktuell aus Gründen nicht mehr), meistens Hamburger, schön mit Weißmehlbrötchen ohne Gemüse und extra viel Mayo oder Salamibrot (esse ich sonst nie, aber in Krankheit und Not) :ka:

    Trinken Tee, den vermisse ich nicht, wenn er nachher nicht mehr schmeckt. Dafür sind diese unsäglichen Bürogeschenke endlich mal gut.

    Bei Migräneübelkeit müssen es Nudeln mit Käsesauce und extra Käse sein. Das darauffolgende Fresskoma heilt.

    Kurz, ich vertraue da meinem Körper.

    Tatsächlich habe ich immer irgendwas auf das ich achte. Bei mir schleichen sich aber auch immer wieder die selben Fehler ein und ich rotiere da so fröhlich vor mich hin.

    Das muss ja nichts Großes oder Schlimmes sein. Aber beim spazieren gehen wird an jeder Straßenüberquerung geschaut, ob das Pony neben und nicht in mir steht. Wenn wir auf einer Wiese stehen entscheide ich, wann und ob das Pony grasen darf. Beim nächsten Mal achte ich dann mal wieder darauf, ob das Pony wirklich prompt antrabt, wenn ich loslaufe oder ob der Strick nicht doch länger wird und sie drei Schritte später losschlurft.

    Was ich nie versuche ist auf alles auf einmal zu achten. Genauso wie sich Fehler einschleichen, festigen sich gute Gewohnheiten und irgendwann muss man nicht mehr darauf achten. Ich lebe ganz gut mit dem, immer nur eine Sache auf einmal, Prinzip.

    Vielleicht bin ich aber auch nur so entspannt, weil wir nur noch spazieren gehen. Das aber im städtischem Umfeld, da muss Manches halt funktionieren und das Pony neigt zum hysterischen panzern und ich zu sehr nachsichtigem, macht sie es jetzt nicht, dann später bestimmt.

    Alles einzeln sind das überhaupt keine Gründe gegen einen Hund. Aber alles zusammen macht es das Ganze zum Problem. Jetzt suchst du nämlich nicht mehr irgendeinen Hund, sondern den Einen der zu dir und deinem Leben passt.

    Das ist ganz normal, das geht jedem so. Nur auch wenn du dir dessen nicht bewusst bist, sind das bei dir ganz schön hohe Anforderungen an einen Hund. Je höher die Anforderungen, desto weniger Hunde kommen in Frage.

    Überhaupt nicht schlimm, nur sollte man sich dessen bewusst sein, damit offen umgehen und das bei der Suche berücksichtigen.

    Und das fängt schon bei so ganz profanen Kleinigkeiten an wie dem Garten. Kein Hund braucht einen Garten oder besser so gut wie kein Hund, das stimmt. Aber für einen neuen Hund, der in der Stadt bei einem Hundeanfänger wäre ein Garten eine große Hilfe. Weil kein Hund der das gemeine deutsche Gassi gehen nicht kennt wird sich sofort im Stadtpark lösen. Genausowenig wie kein Hundeanfänger bei den ersten Spaziergängen seinem neuen Hund genug Stütze sein wird, um diese Startklippe zu umschiffen.

    Das ist nicht schlimm, wirklich nicht. Aber damit sind nahezu alle Auslandshunde schon mal raus und damit ein Großteil der Tierschutzhunde.

    Das war jetzt ein Punkt auf der Liste, der die Suche erschwert, aber deine Liste ist lang.

    Jetzt wäre der Moment sich Gedanken darüber zu machen, was der Hund bei Einzug schon mitbringen muss und wie du dir das spätere Leben mit Hund vorstellst. Wenn das geklärt ist, kann man nochmal auf Hundesuche gehen. Ich bin mir sicher, die Resonanzen auf deine Gesuche werden deutlich positiver ausfallen als bisher.

    Anfangs habe ich mir total den Kopf gemacht, was da schief läuft. Unsicherer Auslandshund und dann Rückschritte :shocked:

    Aber nachdem es auch wirklich jedes Mal nach wenigen Tagen wieder auf dem Stand von vorher war oder sogar besser, bin ich da inzwischen entspannt.

    Wenn ich ganz ehrlich bin, muss ich mich ja auch immer erstmal wieder an diese Menschendichte, den Geräuschpegel und diese Flut an Reizen gewöhnen.

    Wie schön. Das freut mich so für euch. Ein neuer junger Hund ist immer auch ein bisschen Hoffnung auf. Um so schöner, wenn sich die Wünsche erfüllen, man merkt, man wird ein Team und man hat damals die richtige Entscheidung getroffen.

    Und ich habe das Gefühl er ist seit wir zurück sind bissl unsicher.

    Das ist bei uns aber auch immer so. Ich nenne das immer den Zivilisationsschock. Drei Tage schlafen lassen und dann hat sich das Thema auch schon wieder erledigt.

    Wir leben halt mitten in der Stadt und im Urlaub bevorzuge ich doch eher die Einöde.