Warum sollten Hüter da ein Problem mit haben? Sensibel und wesensschwach sind zwei unterschiedliche Dinge.
4/5 Hütitütis waren hier schussfest und bei Nr. 5 weiß ich es nur nicht, 3/5 neigten zu "eingebildeten" Ängsten bei langer Zwangspause, waren aber sonst komplett unauffällig, der Hütimix tat sich schwer mit komischen Böden ist aber problemfrei drüber und hat sich nur unwohl gefühlt.
Da sehe ich mehr Probleme in der Stressresilienz, dem Hang zu Zwangsverhalten. Reizoffenheit gut und schön, sicher auch für die Arbeit nötig, aber für mich braucht es da einen Hund der sich in gewissen Umfang selbst regulieren kann. Ein Hund der bei zu viel, sofort neurotisch wird, taugt auch nicht für den Realeinsatz und dauerhaftes unter Strom stehen ist ungesund.
Aber das was ich unter einem Wesenstest verstehe, sollte jeder Hütehund auf der linken Pobacke absitzen 
Man darf Dinge gruselig finden, man sollte sich nur nicht hirnlos reinsteigern. Man darf sich erschrecken, man muss sich danach nur wieder fangen, ohne direkt traumatisiert zu sein. Man muss keine Fremden mögen, man sollte sie nur nicht ohne Vorwarnung und ohne Alternative fressen. Man darf von zu vielen Eindrücken auf einmal überfordert sein, man sollte nur irgendwelche gesunden Strategien zeigen, damit umzugehen, Usw.
Und weil ich sowas schon bei jedem Arbeitshund erwarte, erwarte ich von einem Begleithund eben mehr. Weil das eben der Begleithundjob ist. Ich empfinde den übrigens als durchaus härter, weil 24/7, bedeutend universeller, schlechter trainier- und ausbildbar.
Das heißt nicht, das jeder Hund alles Können muss, das man jeden Hund überall mitnehmen muss oder das man Nichts üben kann und darf. Aber beim Jagdhund ist es vollkommen normal gute Anlagen zu verlangen und beim Begleithund plötzlich egal. Also dem Hundetyp der mehr Trainingsfehler verzeihen soll, der im Zweifelsfall ohne Anleitung ein gesellschaftskonformes Verhalten zeigen soll, finde ich unfair.