Weiß nicht, ich hatte immer Hunde die gerne provoziert und gestänkert haben, die Mobben lustig fanden und die Zähne als gute Problemlösungsstrategie angesehen haben. Als Arschlochhund hätte ich sie nicht bezeichnet, ist mir viel zu moralisierend. Und auch solche Hunde können sozial sein.
Beiträge von Vriff
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So viel Angst ist es inzwischen nicht mehr. Ich würde sie auch nicht als klassischen Angsthund bezeichnen.
So vom Grundtyp her ist das ein echt nervenstarker Hund und beeindruckend Stressresilent. Aber in der Welpenzeit Nichts kennengelernt und Nichts bedeutet wirklich Nichts. Finde ich schlimmer als schlechte Erfahrungen. Und noch dazu dann eben vom Typ her echt misstrauisch. Von sich aus würde sie nie was Neues ausprobieren. Man muss sie da zu ihrem Glück zwingen und tunlichst darauf achten, dass es eine gute Erfahrung wird, sonst hat man verloren.
Wenn ich da an das erste Mal Sandboden betreten denke. Der Hund macht zwei Schritte, steht hinten noch auf Asphalt und schaut völlig entsetzt ihre Vorderpfoten an. Dieses Gefühl das Boden weich ist und irgendwas zwischen den Pfoten durchquillt verstörend. Und so war das mit Allem. Gleicher Hund heute geht völlig selbstverständlich über jede Art von Boden, wirklich jede Art, wenn es rutschig wird, wird sie langsamer und schaut, dass sie ihre Gräten sortiert kriegt. Völlig selbstverständlich, das normalste der Welt. Würde heute niemand mehr glauben, das alles außer glatter Beton ohne jegliche Naht für sie mal ein Problem war.
Und man macht Fehler. Alles was ich ihr schönzureden wollte ist verbrannt. Wenn ich etwas zu viel Beachtung schenke muss es schlimm sein, sonst würde ich es nicht tun. Es gab eine Phase da hat sie keine Kekse von mir genommen, weil Kekse gibt es immer, wenn ich was Schwieriges von ihr verlange. Da durfte ich ganz schön lange einfach so in harmlosen Situationen füttern, bis die Verknüpfung Kekse = was Schlimmes passiert wieder aufgelöst war.
Man muss immer was Neues lernen, gehört zum neuen Hund dazu. Nur man weiß meistens vorher nicht, was es ist.
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Hübsch ist sie geworden.
Betteln ist hier schwer erwünscht und Alternativverhalten Nr. 1. Wer frisst hat keine Angst und wer bettelt kann keinen Unfug machen.
Ihre schlimmste Dreistigkeit bestand aus in den Keksbeutel springen, als direkt vor ihr ein Auerhahn aufgeflogen ist. Ganz ehrlich, ich war froh drum. Auch wenn ich sonst Wert auf einen My Höflichkeit lege und es eigentlich keine Selbstbedienung gibt
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Spannende Frage, spontan könnte ich sie überhaupt nicht beantwortet.
Ich bin ich und das bleibe ich auch als Hundehalter, da gibt es für mich keinen Unterschied zu meiner sonstigen Persönlichkeit.
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Nö. Das gilt nur für Lebendfütterung.
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Für Katzen auch nicht?
Gibt so Nassfutterexperimente alle paar Jahre und die Preise sind astronomisch.
Wir reden da von Futterkosten von ca. 450€ im Monat für eine Durchschnittskatze. Und dann ist es noch nicht mal irgendwie Bio oder sonstwas zertifiziert.
Trockenfutter wäre mir keins bekannt.
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Naja, man fotografiert immer das besondere Ereignis

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Wir haben bisher nur einen Welpen so richtig, richtig echt getroffen. Macht sie Lehrbuchmäßig. Wenn es nur um Sozialverhalten gehen würde, könnte hier jederzeit ein Hund, egal ob Welpe oder Senior einziehen.
Ihr hochsoziales Wesen gehört übrigens zu den wenigen Problemen die wir haben und für die es keine wirkliche Lösung gibt. Seitdem der Ersthund nicht mehr lebt, merkt man deutlich, dass ihr was fehlt. Mit der städtischen Hallosager Kultur kann sie Nichts anfangen und wenn es danach gehen würde, wäre sie unverträglich. Und Hundefreunde habe ich kaum und es ist echt aufwändig dafür zu Sorgen, dass sie ausreichend Kontakte hat.
Jahrelang hatte ich Sitterhunde und jetzt wo man sie mal gebrauchen könnte, nix.
Mir wäre was trainierbares oder vermeidbares lieber. Auf jeden Fall ist die Umstellung für mich groß, sonst haben sich meine Hunde im Bereich ignorant bis unverträglich bewegt. Mir war nie bewusst, dass ich das eigentlich ganz gut fand.
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Jetzt mal was ganz Simples, was willst du füttern um den Zinkbedarf des Hundes ohne Zusätze zu decken?
Was spricht gegen ein "Abfallprodukt" wenn es jede Menge guter Eigenschaften besitzt? Im Gegenteil gerade das wäre für mich ein echtes Proargument. Alles verwerten, der Fleischbedarf von Haustieren ist irre genug.
Wo ist das Problem an Kohlenhydraten insbesondere Kartoffeln?
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Perfekt ist für mich keine Charaktereigenschaft. Aber eine perfekte Beziehung, doch hatte ich. Natürlich beim ersten Hund. Der Fall war tief und hart, weil logischerweise war ich auch der perfekte Hundehalter und das eindeutig mein Werk. Läuft unter Jugendsünden, aber tatsächlich hätte ich so einen Hund gerne jederzeit wieder. Und die Sorge, wo passt es beim nächsten Hund nicht, hemmt mich bei jedem neuen Hund. Obwohl mich eigentlich ziemlich wenige Eigenschaften echt einschränken und stören bzw. es hier absolut nicht zu händeln wäre.
Mit mögen hat das ziemlich wenig zu tun, dass ist unabhängig von der Passung.
Ansonsten bin ich ein Vertreter der Theorie, die Summe aller positiven und negativen Eigenschaften ist null. Der Eine bewegt sich mehr in der Mitte, der Andere in den Extremen. Beides hat seine Vorzüge.