Vergleichen wir jetzt ernsthaft Profisportler im Rennen mit Rad fahren in der freien Wildbahn?
Der größte Feind des Radfahrers ist Wind. Aerodynamik ist alles. Im Pulk auf Rennrad über 30km/h kein Problem, aber definitiv Sport. Allein schon herausfordernd und für einen Großteil der Rennradfahrer nicht als Durchschnittsgeschwindigkeit zu schaffen.
Auf meinem Alltagsrad rolle ich bergab bei unter 10% Steigung also einem Großteil aller Straßen nicht schneller als ungefähr 40km/h. Ab dann bremst mich der Fahrtwind mehr als der Berg beschleunigt. Und das hat schon eine deutlich sportlichere = windschnittigere Sitzhaltung als ein Großteil der üblichen Räder die zumindest hier rumfahren.
Pflaster, wassergebundene Oberfläche, pannensichere Reifen, normale Kleidung statt Presswurst oder gar eine übliche Jacke, Gepäckträgertaschen bremst alles.
Niemand streitet ab, dass Räder schnell sein können. Unangenehm schnell. Aber über 50km/h sind möglich und trotzdem eher Ausnahme als Regel.
Die Bevorzugung des Rades nehme ich dafür überhaupt nicht wahr. Autos First, danach Fußgänger, aber nur so Alibimäßig, zum Beispiel vor Radfahrern, damit ja niemand auf die Idee kommt sich ernsthaft über parkende Autos auf Gehwegen, Drängelampeln, etc. zu beschweren und der Rest sind Lippenbekenntnisse.