Beiträge von Vriff

    Ich habe diesen Traum gelebt, ich war glücklich, bis ich in der Realität aufgewacht bin...

    Ich kann das wirklich nachvollziehen. Jeden einzelnen Punkt, gerade mit dem Abhängigkeiten.

    Hufschmied... :( :fluchen: :schweig: ich überlege gerade ernsthaft ob alle 6 Wochen Transporter mieten und zu meiner alten Schmiedin fahren nicht einfach die beste Option ist. Das war bisher die Einzige, die die Hufe vom Punktepony im Griff hatte. Traurige Bilanz irgendwie.

    Und trotzdem, ich hatte ja jetzt 9 Monate Pferdefrei -> min. 10kg zugenommen, genervt vom Hund gewesen, weil die ständig raus muss und was mich selbst erstaunt, jede Menge Stress. Ich schaffe es ohne Stall nicht Arbeit und Freizeit strikt zu trennen, mir fehlt da ganz viel Struktur. Ohne Stall gab es für mich morgens keinen zwingenden Grund aufzustehen, also trödelt man so rum. Ohne Stall gab es keinen zwingenden Grund, warum ich jetzt Pause machen muss, also arbeitet man durch. Ohne Stall gab es keinen sozial anerkannten Grund mehr für ein "Nein", also musste ich entweder kraftraubend diskutieren, warum ich Gefallen X nicht tue oder habe es viel zu oft widerwillig getan.

    Ich fand die Erkenntnis für mich übrigens gut. Vorher war es das schlechte Gewissen Hobby. Wenn ich bewege, nehme ich dem Pferd Draußenzeit weg. Also strikt durchgetaktet, nix trödeln, nix bummeln. Wenn ich nicht bewege, leidet das Tier unter Zivilisationszipperlein. Usw. fieser Teufelskreislauf.

    Mal unabhängig davon, ich bin Reiter durch und durch, von mir aus auch noch Bodenarbeit, dann aber bitte richtige Bodenarbeit und ich kann nur noch tüddeln. Finde ich doof und langweilig :pfeif: ich sehe es inzwischen als Auszeit für mich und nicht als, was mit dem Pferd machen. Und hoffe ich kann mir das erhalten. Ich glaube ja fast, mein Pferd hat sich mit Box und wirklich großen Koppeln Sommer wie Winter wohler gefühlt als im Offenstall stehen, wo das stehen wörtlich zu nehmen ist. Aber mir geht's damit besser und ich glaube ihr geht's damit auch nicht schlecht. Also machen wir jetzt das Beste draus.

    Seitdem meine Schimmelstute gestorben ist und ich mir derzeit ohne gutes Gewissen kein zweites Pferd leisten könnte, habe ich nebenberuflich studiert, war so oft im Urlaub wie in meinem ganzen Leben zusammen nicht, habe mich nahezu wöchentlich zu Ausflügen verabredet, mir einen Zweithund gekauft und das war auch alles wunderbar und ich hätte sofort, ohne irgendwas davon zu vermissen lieber ein neues Pferd gekauft :ops: bei dem Thema bin ich unverbesserlich :headbash:

    Ich interessiere mich für viele Dinge, man kann noch viel mehr mit mir unternehmen, aber Nichts davon fehlt mir, wenn ich es nicht habe :ka:

    Reiten dagegen schon und ich laufe täglich wehmütig an der Sattelkammer der Anderen vorbei.

    Erstmal zur Verfügung stellen und schauen was die Gefühle sagen?

    Ja ich habe schon mal verkauft. Ich bin da eindeutig Team, aus den Augen aus dem Sinn. Lieber keine Nachrichten als schlechte Nachrichten, ich könnte da nicht mit umgehen. Über 5 Ecken weiß ich, dass sie uralt geworden ist, 3 Fohlen hatte und die Kinder bespaßt hat.

    Das Punktepony wollte ich verkaufen, aber es haben sich nur Idioten gemeldet, habe es nicht übers Herz gebracht sie dahin zu geben. Ich glaube wenn ich das nicht versucht hätte und mich nochmal ganz bewusst für behalten entschieden hätte, würde ich heute mehr hadern.

    Die ehemalige Besitzerin vom Punktepony ist inzwischen eine Freundin. Sie freut sich über Nachrichten und Bilder. Sie war und ist aber auch noch nie so ein Kontrollfreak gewesen wie ich und konnte schon immer besser über Dinge hinwegsehen.

    Man muß eben umdenken. Ein Hund kann ganz nett erlernen, was er tun soll.

    Lernen ja, kein Thema. Aber um mal das Beispiel aus dem Artikel aufzunehmen, Hund hat gelernt, dass es lohnenswert ist auf dem Weg zu bleiben, so weit so gut.

    Bei jedem mir bekannten Hund gab es irgendwann mal Situation, dass er überlegt hat, ob man wirklich auf dem Weg bleibt oder nicht doch lieber...

    Anleinen ist keine Option. Hund zieht und kommt nicht ans Ziel = Frust, Verspannungen, usw. Ich füge aktiv etwas unangenehmes hinzu = positive Strafe = wollte ich ja nicht.

    Gibt nur ein Problem, ich strafe damit völlig unkontrolliert, weil außerhalb des Labors kommt das immer vor.

    Also was dann? Die perfekten Trainingsbedingungen gibt es in der Realität nicht, egal wie sorgfältig ich plane, also wird es zu so einer Situation kommen.

    Genau so wie ein Markerwort kann man auch einen Abbruch auftrainieren. Dann braucht es wegen so einem Pillepalle wie der nicht doch vom Weg Diskussion nur ein "Strafwort". Thema erledigt, entspannter Spaziergang für Mensch und Hund. Und eben man hat eine Grenze gesetzt. Grenze setzen heißt immer etwas gegen den Willen meines Gegenübers durchsetzen, sonst wäre es keine Grenze. Kein bis hierhin und nicht weiter sonst drohen Konsequenzen. Wenn mein Gegenüber das gar nicht möchte, brauche ich auch keine Grenze setzen, schöner für alle Beteiligten.

    Das man strukturiert trainiert, wehret den Anfängen statt Totaleskalation, usw. das gilt für alle, das hat Nichts mit aversiv zu tun.

    Um mal klar zu formulieren worüber wir hier reden. Blocken, Druck aufbauen, etc. ist das Erste an was man denkt bis hin zu Gewalt. Aber auch bei Strafen gilt, Strafe ist, was der Hund als Strafe empfindet. Mein Rüde wurde gestreichelt, mochte er draußen nicht. Drinnen übrigens gern gesehen. Gleiche Handlung, unterschiedlicher Kontext, andere Wirkung. Meine Hündin darf sich bei Unsicherheit immer gerne an mein Bein lehnen, als Rückenstärker beim Pöbeln, nope. Wobei man da jetzt diskutieren kann, ob ihr die Stütze wegnehmen nicht eher negative Strafe ist. Strafe auf jeden Fall.

    Wenn man sein eigenes Verhalten mal ehrlich analysiert straft jeder. Also warum nicht nutzen. Je mehr Werkzeuge ich habe, desto schneller und individueller kann ich mich meinem Hund die Welt erklären.

    Lustig, wenn ich, was wahrscheinlich nie passieren wird, so rein vernünftig ein Pferd kaufen würde, wäre es Warmblut, Wallach, 1,65cm, keine moderne Spinne (ich finde die ja wirklich schick), sondern einer mit Hufen und Gelenken, die den Namen verdienen und Leistungsohren.

    Alternativ einen Haflinger.

    Die Realität so ne spiddelige Vollblutstute, was Versautes, das lieb guckt oder einen Araber zum fahren. Also nicht das ich fahren könnte, aber ich bin nunmal zu groß gewachsen :lachtot:

    Für mich ist es absolut unvorstellbar einen Hund zu haben, der nicht freundlich ist. Ich stelle mir das so anstrengend vor.

    Gewöhnung. Ich hatte bisher genau einen Hund, der wirklich freundlich war. Super praktisch, wäre in meinem Leben sehr vernünftig, würde alles einfacher machen. Es gibt nur Proargumente.

    Rein emotional habe ich mir da echt schwer getan. Es war mir so fremd und auch wenn es nicht so war, diese Freundlichkeit fühlt sich für mich so unecht an, so unhündisch, so falsch. Unzählige Mal stand ich neben meinem Hund und habe mich gefragt, was stimmt nicht mit dir?

    Beim Nächsten habe ich es mir echt vorgenommen. Ich habe auch viele echt passende Hunde kennengelernt, aber bei Keinem hat das Herz ja gesagt, geworden ist es die Grantelelse :headbash:

    Wenn es um klassischen Hundesport geht wäre Meine auch raus. Stress, Ängste, .... Das wäre Training, knallhartes Training das ich kleinschrittig angehen müsste.

    Was von Anfang an super war: canineconditioningcoach.com

    Ich kann mich nicht für nutzloses Tricksen begeistern, aber wir brauchten was für die Seele. Man braucht es nicht im Alltag, es muss nicht funktionieren = kein Druck. Lernen lernen, Körpergefühl, strukturierte, schaffbare Aufgaben. War echt super. Anfangs keine 5 Minuten, aber viele Kekse und Erfolgserlebnisse.

    Und ja, Rad fahren. Musste ich ehrlicherweise nicht üben. Hat sie beim zweiten Mal schon gemacht als ob das die natürlichste Fortbewegung für einen Hund habe.

    Mir würde sie sonst um die Ohren fliegen. Immer mental eigentlich überlastet während man gleichzeitig körperlich total unterfordert ist. Noch dazu viel zu wenig freie Bewegung und Leine. Da mussten Alternativen her.

    Ich sage ja immer, ich habe inzwischen reine Begleithunde und keine Lust mehr auf Hundesport. Aber so ein ganz klein wenig muss man eigentlich bei jedem Hund nachjustieren, damit das rund läuft. Dann kompensieren sie auch ein weniger perfekt in anderen Lebensbereichen.