Achso, ich weiß gar nicht ob die Geschichte irgendwo steht, aber das ist kein Geheimnis.
Ich habe früher nebenbei mein Geld mit "Beritt" verdient. Fresspriorisierender Haflinger soll nicht schon auf dem Weg zu Wiese stehen bleiben, sondern sich bitte bis dahin führen lassen. Shetty möge doch nur die Möhre und nicht das Kind fressen. Sowas halt, typische Probleme des alltäglichen Umgangs eben.
Punktepony gehörte einer jungen Frau, die sich nach Jahren der Pferdeabstinenz den Traum vom eigenen Pferd erfüllt hat. Jung, roh und mit genug Liebe wird das schon das Seelenpferd, Hauptsache die Farbe stimmt. Anreitversuch ist missglückt und da kam ich ins Spiel.
Nach ein paar Wochen kam die Trennung vom Mann, wir hatten uns in der Zwischenzeit angefreundet und weil ich nicht wusste wie ich das weinende Elend in meinem Arm trösten sollte, das nicht wusste, was sie jetzt mit dem Pferd, was sie nicht selbst händeln konnte, tun sollte, habe ich das einzig naheliegende getan und gesagt: dann nehme ich sie halt erstmal.
Neben Mitleid mit der Besitzerin hatte ich auch Mitleid mit dem Pferd. Die hatte nämlich eine ganz tolle Arbeitseinstellung und damals schon einfach nur Spaß gemacht trotz ihrer Probleme. Und Korrekturpferd verkaufen ist ja immer so eine Sache. Also war der Plan so weit ausbilden, dass man sie ohne schlechtes Gewissen in eine gute Zukunft schicken kann.
Das mit dem Ausbilden war nicht das Problem, das mit dem Verkaufen schon
Was ich für uns ein bischen schade fand, ich bin super gut im emotionalen Trennen zwischen meine Tiere und fremde Tiere. Dadurch das ich nie geplant hatte sie zu behalten, habe ich nach der Entscheidung sicher zwei bis drei Jahre gebraucht bis sie auch gefühlt mein Pferd war.
Und weil sie eben nicht nur ein Feierabendspaßmobil ist, sondern auch ein pferdischer Sozialarbeiter wurde sie dringend gebraucht. Meine Araberstute war ein schlimmer Kleber und noch dazu speziell im Umgang. Unser aller Leben war einfach besser, wenn ich zwei Pferde habe 
Das Unvernünftigste was ich je in meinem Leben getan habe und natürlich war sie das Pferd, was sich erstmal einen Unfall mit mehrstündigem Zusammenflicken in der Klinik gegönnt hat, das Pferd, was eine Kolik OP brauchte
Ganz ehrlich, ich würde es wieder tun, auch wenn ich mich bis heute nicht an diese grauslige Farbe gewöhnt habe und dieser Schädel 