Beiträge von Vriff

    Nach der Logik müsste man auch jeden komplett verbauten Mischlingshund kategorisch ausschließen. Unausgewogene Anatomie führt ja nicht selten zu Problemen im späteren Leben. So eine Argumentation finde ich absolut nicht gerechtfertigt. Verdacht ist Verdacht.

    Wenn man es auf die Spitze treibt dürfte man keinen Hund versichern. Schließlich vermutet man, dass der Hund krank werden könnte oder eine ÖP brauchen könnte und versichert ihn genau deshalb.

    Hier ist es der Mann, mit dem sie besser kann, wenn es ums Thema Angst geht. Ihm ist Vieles einfach ganz egal und sie ist immer der beste Hund unzweifelhaft. Er hat auch so gar keine Erwartungen an sie.

    Die Kehrseite der Medaille, wenn sie nicht gerade Angst hat, geht das mit den Beiden in der Öffentlichkeit gar nicht :hust: er gibt sich Mühe, aber Maulkorb und 1 Meter Leine sind dann nicht ohne Grund verpflichtend und die Beiden drehen eher nachts um 3 ihre Runden.

    Hat alles so seine Vor- und Nachteile. Angst ist keine Persönlichkeit und darunter können sich ganz unterschiedliche Charaktere tummeln.

    Limetti selbst mit deiner Definition könnte ich meinen Hund nicht einordnen. Obwohl ich den Ansatz nicht schlecht finde.

    Kommt halt drauf an, was man als normale Situation bezeichnet. Mein Hund neigt dazu, Ängste auszuweiten und ohne die Möglichkeit die Welt weitestgehend an ihre Belastbarkeit anzupassen hätte ich hier sicher einen Angsthund.

    Habe ich nicht, weil ich sie in Watte packen kann. Aber es ist eben auch nicht nur kennt nix und entdeckt die Welt in ihrem Tempo. Das war ihr Vorgänger und das war ganz anders.

    Mir fällt es auch schwer das zu definieren. Mein Hund hat situativ Angst bis Panik. Leider bin ich mir sicher, wäre sie nicht gesichert wäre sie weg und würde in den Wildnisüberlebensmodus kippen. Deshalb ist sie sehr oft vorsorglich angeleint, was ich ein bisschen schade finde, weil ich nicht weiß, wie ich an so einem tief verankerten Verhalten arbeiten soll.

    Ansonsten ist sie ein ganz normaler Hund, im Gegenteil ich empfinde sie sogar als sehr mutig. Mutig ist nicht der, der niemals Angst hat, sondern diejenige, die sich ihren Ängsten stellt.

    Ihre Bedenkenphasen finde ich schlimm, da kann ich schlecht mit umgehen. Die Sorge, dass ihr der Himmel auf den Kopf fällt und bestimmt gleich was Schlimmes passiert. Sind aber glücklicherweise nur Phasen und ich habe die Hoffnung das die sich noch etwas verwachsen. Zumindest werden sie seltener und schwächer.

    Ihre Unsicherheiten finde und fand ich im Nachhinein dagegen sogar oft hilfreich. Wir haben einen ganzen Blumenstrauß an bewährten Strategien wie wir so was meistern und ich empfinde sie als unglaublich resilent. Und besonders schön sind natürlich die vielen kleinen Erfolgserlebnisse, wenn man wieder etwas gemeinsam geschafft hat.

    Ob ich meinen Hund als Angsthund bezeichnen würde. Keine Ahnung. Es gibt Umfelder in denen ich mir sicher bin, da würde sie nicht klarkommen. Aber das galt für alle meine Hund, ganz ohne Angst. Dann waren sie halt reizempfindlich oder unverträglich oder oder oder.

    Glaube ganz viel ist auch Wahrnehmungssache. Beim wohnen geht es ja oft mehr um Gefühle, als um nackte Tatsachen.

    Persönlich empfinde ich meine Stadt als kulturlos, vor lauter Vielfalt ist es hier zu wahlloser Beliebigkeit verkommen. Heute Bäcker, morgen Friseur, übermorgen Feinkostladen. Es gibt hier alles außer Beständigkeit. Mit sozialen Treffs, Vereinen und Ähnlichem ist es genauso. Wenn man irgendwas sucht, befragt man das Internet und nutzt was man braucht. Beim nächsten Mal ist eh alles anders.

    Nach über 10 Jahren habe ich es nicht geschafft eine emotionale Beziehung zu meinem Wohnort aufzubauen und diese scheiß egal Mentalität merkt man nicht nur mir an, sondern auch meinen Mitmenschen im Umgang miteinander und mit ihrer Umgebung.

    Da bin ich lieber Team Brauchtum, Traditionen und Dialekt. Auch wenn ich mich da nicht mit Allem identifizieren kann.

    Ob es ein Theater gibt oder nicht ist für mich nicht entscheidend und auch nicht Teil meines Alltags. Kann ich besuchen, egal ob ich Anfahrt habe oder nicht. Das Stammlokal, der Bäcker meiner Kindheit, die Neujahrsbläser, die Osterleiern, usw. gehören für mich aber dazu :ka:

    Politische Einstellungen clustern. Man verbringt nunmal gerne Zeit mit Menschen die ähnliche Vorstellungen haben wie man selbst. Es gibt sie die Nazidörfer, genauso wie die schlimmen Stadtteile die man besser meidet. Da merke zumindest ich keinen Land- Stadtunterschied.