Beiträge von Billieshep

    Moin, ich bin jetzt doch neugierig geworden. Ein Thread hier im Forum hat das Thema neu in mir hoch gewühlt.

    Bezeichnet ihr euch als Mama/Papa im Bezug auf eure Hunde? Wenn ja, warum? Wenn nein, warum nicht?

    Für die "Ja"-Leute: Habt ihr tatsächlich Gefühle gegenüber dem Hund, die mit elterlichen Empfindungen gleich/ähnlich sind?

    Zu meiner Meinung: Ich fand es schon immer sehr befremdlich, wenn Menschen sich als Hundemama oder Papa (das kommt ja seltener vor) bezeichnen. Auch, wenn andere mich im Bezug auf meine Hunde so nennen, kommt mir, entschuldigt bitte, die Galle hoch. Es löst Beklemmung in mir aus. Andere scheinen damit kein Problem zu haben und ich würde gerne verstehen was in diesen Menschen vor geht.

    Fuchshexchen du beziehst alles immer auf dich und bist persönlich angeknackst, deshalb hast du das Gefühl. Es ist anstrengend.

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    Ich glaube schon, dass es Situationen gibt, in denen viele Hunde zusammen leben können, ohne, dass dies Stress bedeutet. Ich habe nur so eine Haltung bisher nicht selbst erleben dürfen. Ich versuche mich gerade in die Situation hineinzuversetzen.... Ich glaube ich wäre ständig am meckern :lol:. Ne, das wäre nix für mich, mir hat die Arbeit in einer HuTa gereicht, SO gerne mag ich Hunde dann doch nicht. Wobei man dazu sagen muss, dass die dort natürlich keine eingespielten Gruppen sind.

    Bezüglich alt und schwach + jung und agil:

    Dexter und Ares hatten zwei grundsätzlich verschiedene Gesundheitszustände. Bin trotzdem immer mit beiden raus gegangen. Da bin ich ehrlich, das hätte ich nicht über's Herz gebracht. Ares kam damit aber sehr gut zurecht, zumal die Sommer ihm oft auch zu heiß waren und Dexter im Winter immer beweglicher war. Ich finde aber, dass das mit zwei Hunden einfacher ist. Ich persönlich würde auch niemals mehr als zwei Hunde gleichzeitig halten wollen. Einer reicht eigentlich aus.

    flying-paws hat's beschrieben.

    Für mich klingt das auch danach, als blendet dich dein Hund einfach aus.

    Wenn sich ein Spiel ergibt (dann lasse ich ihn natürlich laufen, das klappt, spätestens mit dem anderen Hund kommt er zurück ;) ) ist er ziemlich aufdringlich, ignoriert die Signale des anderen Hundes. Auf dem Hundeplatz gibt es tatsächlich einen Hund, der ihm mittlerweile oft genug (verbal/Gesten - nicht körperlich) Ansagen gemacht gemacht hat, sodass er eher einen Bogen um ihn macht.

    Und du?

    Bist du präsent für deinen Hund, oder nur dann, wenn's was zu futtern und Kuscheln auf der Couch gibt?

    Weil es ausufert. Im Grunde geht es ja um einen Austausch darum, wo bei einem selbst die persönliche Grenze zur Vernachlässigung gezogen wird.

    Achso, dann habe ich es wohl missverstanden. Einige Seiten vorher war es nämlich noch in Ordnung auch über solche Bereiche zu sprechen.

    Also.... Dann kann ich auch nichts weiter dazu beitragen als zu sagen, dass ich nichts dazu sagen kann, denn mein gesunder Menschenverstand verbietet mir meine Haustiere verwahrlosen zu lassen. Ich selbst habe nämlich auch den Anspruch nicht zu verwahrlosen.

    Limetti spricht aber einen Punkt an, der auch nicht zu übersehen ist. Ich beziehe das jetzt nicht auf die TE, sondern im Allgemeinen. Wenn ich mal so überlege, was ich als Anfängerin mit Ares alles gemacht habe in den ersten zwei Jahren... Darüber würde ich heute nur den Kopf schütteln. Man bemerkt nicht immer alles, vieles geht schleichend einher und bürgert sich ein. Der gleiche Effekt geschieht bei Animal Hoarding vom Typ "Retter". Es beginnt mit einer guten Intention und mag zu Anfang auch tatsächlich gut laufen, doch wenn Lebensgeschichte und Krisen aufeinandertreffen, gepaart mit einer Aversion gegen Menschen, kann das umschlagen. Ich meine mal aufgeschnappt zu haben, dass Animal Hoarding häufiger vorkommt als vor 20 Jahren noch - da spielt sicher unser gesellschaftliches Einsamkeit-Problem eine signifikante Rolle.

    Menschen sind Meister darin zu verdrängen und sich selbst zu überreden. Das ist unsere arteigene Fähigkeit, das macht uns als Spezies so anpassungsfähig. Jeder von uns tut das in seinem Rahmen. Auch, wenn einige das jetzt als Entschuldigung auffassen, ist es dennoch keine. Es ist lediglich eine Erklärung für unsere menschlichen Eigenarten.

    Jemand der selbst aus sozial schwachen Verhältnissen kommt, wird bei dem Thema, sofern er/sie es nüchtern betrachtet, wohl "besser" mitreden/aufklären können, als jemand, der kaum bis garkeinen intensiven Kontakt mit solchen Menschen hatte. Das Haustier verwahrlost gemeinsam mit dem Menschen. Eine schaurig, schöne Poesie.

    Ich glaube ein gewisses Maß an "Leid", es ist ein großes Wort, daher nicht wirklich passend, muss man im Leben akzeptieren. Egal ob bei anderen Menschen, Hunden, Katzen, Wildtieren oder sich selbst und seinem eigenen Haustier. Wir kommen alle nicht heile aus dem Leben heraus. Es zehrt an unserer körperlichen und geistigen Gesundheit. Ich bin 25 Jahre alt und weiß, dass meine Schulter nie wieder so belastbar sein wird wie vor meiner Einzelhandelszeit, ich werde immer wieder Schmerzen dort haben. Oder der Burnout. Nach dem war ich auch nicht mehr dieselbe Person. Ja, selbst jahrelanges rumsitzen und schwere Rucksäcke tragen in der Schulzeit hat den Körper geformt, oder 10 Jahre rauchen. Jeder hat seine Leiden und seine Art damit umzugehen.

    Dexter zum Beispiel. Schon als Junghund chronische Schmerzen gehabt. Klar hat er seine Medikamente bekommen, aber (und das wird einigen hier nicht gefallen):

    Man stumpft ab. Schmerzen werden weniger wahr genommen im Laufe des Lebens. Solange sie nicht schlimmer werden oder bereits extrem quälend sind. Allein Bewegung macht bei Hund und Mensch oft einen signifikanten Unterschied, denn was definitiv sicher ist: Menschen bewegen sich in unserer heutigen Komfortwelt zu wenig/zu einseitig. Sie werden sich selbst oft nicht gerecht.

    Ich sehe keinen Sinn darin mich tagtäglich damit zu beschäftigen in welchen Punkten jemand anderes etwas schlecht macht. Mei, am Ende sind wir Tiere und täten gut daran, uns nicht immer so aufzuspielen; als Allwissende, die so fähig sind jegliches Leid der Welt zu beenden. Geht garnicht. Ist auch nicht mein Anspruch. Wenn man mit solch einem Fokus auf die Welt blickt, verpasst man nicht all zu selten die Schönheit dieser Welt.

    Der ehemalige Zwingerhund scheint tatsächlich stubenrein zu sein... Das war das letzte, was ich erwartet habe. Immerhin muss ich mir so keine Sorgen um meinen neuen (alten) Teppich machen!

    Heute Nacht um 3 war sie auf einmal hellwach und feierte 'ne kleine Party. Ich hab's schon bei Ares gehasst aus dem Schlaf gerissen zu werden und raus zu müssen, aber man peinigt sich ja selbst gerne :lol:.

    Ging dann einmal kurz raus. Irgendwie musste sie nicht so richtig, aber das Wort "Pipi" scheint bereits eine Wirkung zu haben. Mal schauen, was der heutige Tag so bringt, denn heute kommt sie mit auf Arbeit.