Beiträge von Solumna

    Wie witzig ist das denn, dass jemand sich so gut auskennt, dass er überhaupt einen Kurzhaarcollie kennt und dann Langstockhaar nicht erkennt :lol:

    Selbst die LHC mit wenig Fell haben ja doch deutlich mehr, als Kurzhaar :lol:

    Das denke ich mir jedes Mal.

    Meine Collies werden ja oft für KHC gehalten und jedes Mal denke ich "wtf, wieso KENNT ihr den KHC überhaupt und erkennt ihn dann nicht???"

    😅🤷🏼‍♀️

    Lani wird noch nicht so lang als Collie erkannt. Aussie, BC, Collie Mix und Kurzhaarcollie war sie bisher schon :pfeif:

    Als sie noch für mich sehr junghundig aussah, sprang eine Frau erschreckt vor dem Biest zur Seite. Lani wurde auch immer älter geschätzt als sie ist |)

    Ich werfe mal den Verdacht in den Raum, dass sie KHCs eben nicht kennen, sondern sich nur denken "Ah, sieht aus wie ein Collie, aber hat doch viel zu kurze Haare! Nennt man dann bestimmt einfach Kurzhaarcollie und das andere sind normale Collies, jawoll!"

    Ich finde aber auch, dass zumindest Kurzhaarcollies sehr schnell nicht mehr welpig aussehen. Die haben am Kopf einfach so wenig Knautsch im Vergleich und die Nase wirkt durch die Länge einfach auch nicht wie Babyhund. Langhaarcollies verraten sich da schon eher mit ihren Babyfusseln :herzen1:

    Das Line Harness ohne Grip könnte vielleicht passen :denker: dem Langhans hier passt das Grip und das ist länger als das ohne Grip :nicken: (ich weiß, ich bin wahnsinnig hilfreich)

    Bekannte von uns haben einen sogenannten Cockapoo. Pfiffiges Kerlchen, das Fell ist eine einzige Katastrophe und filzt schon, wenn man es nur schief anguckt. Kurz vor Weihnachten '19 l, da war er zwei oder drei Jahre alt, ist er das erste Mal zum Jagen abgedüst und war mehrere Stunden verschwunden, wenn ich mich nicht irre, wird er seitdem nur noch an der Flexi geführt, Freilauf nicht möglich.

    Was grundsätzlich noch dabei kommt: der Welpe wird unweigerlich aus einer unkontrollierten Mischlingsvermehrung kommen. Jegliche Vorteile der Rassezucht (Einheitliche Regelungen zum Schutz des Muttertieres und der Welpen, Kontrolle der Zucht und Aufzucht durch erfahrene Dritte, Ansprechpartner mit riesigem Wissensschatz sollte etwas sein, verpflichtende Gesundheitsuntersuchungen, Garantie der Rassezugehörigkeit und dass wirklich die angegebenen Hunde beteiligt waren) sind nicht gegeben.

    Das Einzige, was relativ sicher vorherzusagen ist, ist, dass die Welpen Jagdtrieb haben werden und mit hoher Wahrscheinlichkeit ordentlich Pfeffer im Hintern.

    Und ich kann mir vorstellen, dass Aussies höher waren, weil die doch mal eine Zeit lang als Border Collies light vermarktet wurden. Und ich hab glaube ich noch nie einen Westie getroffen :denker:

    Es würde mich nicht wundern, wenn ein Gentest nicht sauber zwischen Golden und Labrador und auch Flat Coated unterscheiden kann, weil alle auf den St John's Waterdog zurück gehen. Und wenn zwar die Großeltern bekannt sind, könnte schon bei den Urgroßeltern ein Langhaar dabei gewesen sein, der dann durchgeschlagen ist. Ohne Zeitreise wird es aber wirklich schwierig da etwas zu 100% sicher sagen zu können ;)

    Kann ein Labrador sehr selten auch mal in Langhaar fallen?

    Das ist genetisch gänzlich ausgeschlossen, oder?

    Reintheoretisch ist Langhaar rezessiv ggü Kurzhaar, das heißt, dass aus Langhaar-Eltern niemals Kurzhaar-Welpen fallen können, aber bei Kurzhaar-Eltern es vorkommen kann, dass statt zweimal Kurzhaar im Gen einmal Kurzhaar und einmal Langhaar vorkommt. Treffen dann zwei Kurzhaar-Eltern, die verdeckt das Langhaar-Gen haben, aufeinander, könnten Langhaar-Welpen fallen.

    Da es Retriever in Langhaar gibt (Golden und Flat), kann ich mir vorstellen, dass ganz vereinzelt noch ein Labrador Langhaar verdeckt tragen könnte, ich würde Langhaar-Labradore in FCI Zucht nicht ausschlißen, aber die Wahrscheinlichkeit, dass zufällig zwei Langhaar-Träger aufeinander treffen, ist wirklich wirklich gering. Hast du jetzt langhaarige Labrador-Welpen aus unseriöser Quelle gefunden, würde ich darauf wetten, dass da mal ein oder sogar mehrere Golden mitgespielt haben.

    Solumna Das ist so klasse von dir, danke! Was muss ich lesen um mehr zu verstehen? Ich find das gerade total spannend, will dich aber nicht mit Fragen löchern die du wahrscheinlich schon tausend mal beantwortet hast. :ops:

    Am meisten empfehlen kann ich "Die Genetik der Fellfarben beim Hund" von Dr Anna Laukner und weiteren. Unbedingt darauf achten, dass es die überarbeitete Auflage von 2021 ist. Das ist zwar teuer, aber auch ein ordentlicher Schinken und sehr angenehme Abendlektüre :hust:

    Wobei die ADBr ja kein reines rot sondern rot mit Zeichnung ist. :denker: Ist das dann noch rot, aber mit Maske?

    Jetzt gehen wir noch eine Runde tiefer in die Materie. Es gibt quasi ein rezessives Rot (das auf dem E-Lokus) und ein dominantes Rot. Bei dem dominanten Rot kann schwarzes Pigment produziert werden, aber die Verteilung des Pigments ist sehr rotlastig. Manchmal kann man das sehen, bei rezessivem Rot ist kein Haar am Hund schwarz, auch die Vibrissen nicht. Beim dominanten Rot sind die Vibrissen schwarz, das Fell über der Violschen Drüse ist fast immer dunkel, bei manchen sieht man eine dunklere Maske um das Gesicht herum oder auch das Haar am Körper kann gebändert sein.

    Hier mal ein paar Beispielsbilder von Zwergspitzen, bei denen kommt sowohl rezessiv Rot als auch dominant Rot vor:

    Rezessiv Rot

    und

    Dominant Gelb

    Es gibt auch noch ein extra Gen für die klassische Schwarze Mali-Maske, ich meine es wäre der Em-Lokus