Muss mal ein großes Loblied auf meine drei Hunde hier lassen. Es treibt mir zuweilen fast die Tränen in die Augen.
Ich möchte keine rosa Wunderwelt vorzeigen, klar gibt es hier Herausforderungen, für mich persönlich ist Stubenreinheitstraining eine echte Herausforderung (nicht intellektuell, sondern mental) und man muss ein gutes Auge haben,drei unterschiedliche Hunde gut anzuleiten, im richtigen Moment zu bestärken, zu schützen und anzuleiten oder auch mal zu korrigieren. Ich schlafe gut😅
Aber!
Mein wundervoller Xolo ist so ein genialer Welpenonkel. Er ist sehr geduldig, aber auch nicht zu geduldig. Er zeigt dem Welpen, dass man sich vor nichts fürchten muss, dass es immer eine gute idee ist, sich an die menschliche Frau zu wenden. Beim (geplanten und angeleiteten!) Kontakt mit souveränen erwachsenen Hunden ist er da. Scheinbar unbeteiligt, aber 100% präsent. Immer im Radius und sobald der Fremdhund sich für seine Einschätzung etwas zu "wild" verhält, läuft er ganz locker einmal mitten durch. Kleiner Blick zum anderen Hund. Alles klar. Natürlich kann der kleine immer zu mir kommen, ich gehe meistens in die Hocke und er kann als safe space immer zwischen meine Beine kommen. Aber D passt auf. Er macht kein Getöse, er mischt sich nicht ein. Er ist einfach da und sagt "chill mal". Daheim ist nur sein Körbchen seine Tabuzone, da darf Welpi nicht ran. Er knurrt sehr geduldig und ich unterstütze ihn da auch. So hat der kleine Windhund nun auch schon fast verstanden, dass er leider (noch) nicht Kontaktliegen kann. Wenn ich merke, er braucht Körperkontakt, lege ich mich einfach kurz zu ihm oder packe ihn auf meinen Schoß bis er ruht. Vorhin beim Kennenlernen von unseren Bolonka-Freundinnen war er so toll und hat sogar kurz richtig explizit mit dem Welpen gespielt. Bis jetzt ist die Interaktion zwar meist freundlich aber noch auch mit Unsicherheiten beladen. Vorhin einfach freies Spiel.
Mein Senior. Mein Rumo. Der Grund, warum ich hier im DF gar nichts erzählt habe von dem Welpen bevor er da war. So viele hätten abgeraten und gesagt, es sei viel zu viel Stress für einen dementen, 16,5 Jahre alten Hund. Nein. Er macht es wunderbar. Klar schütze ich ihn, wenn der Welpe mal kurz denkt, die Wuschelrute sei ein nettes Spielzeug. Aber er trägt es mit so viel Fassung, ist nicht gestresst von dem Kleinen, vorhin hat er ihn sogar im Buggy neben sich fahren lassen. Es ist gut für ihn und er ist ein toller Opi.
Und der Welpe. So ein feines Tier. Bislang kaum an der Leine gewesen, weil sein Folgetrieb noch so ausgeprägt ist. Manchmal merkt er dass er ein Windhund ist und sprintet los, vor zu D, der in seinem großen Radius die Welt entdeckt. Dann kommt er genauso schnell wieder zu mir geflitzt. Was unheimlich lustig und niedlich ausschaut. In seiner Welpentasche (die vor mehr als 16 Jahren schon der Safe Haven für Rumo war), kommt er so toll zu Ruhe und schläft einfach, wenn ich ihn auf den großen Runden oder sonstwohin mitnehme. Er hat keine Angst vorm Staubsauger und vorhin ist versehentlich neben ihm (schlafend) ein Glas runtergefallen und er hat nicht mal den Kopf gehoben.
Ich würde sagen, so im Geiste der Weihnacht und generell, meine Hunde sind einfach fabelhaft und ich wertschätze sie so sehr.