Fragen über Fragen - die ersten Wochen mit Hund.
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Hallo ihr Lieben,
wir (Hundeunerfahren) haben jetzt seit 4 Tagen unseren Magyar Vizsla Welpen Skuggi und ich muss sagen, er hat sich in der kurzen Zeit recht gut an unser Familieleben angepasst.
In einigen Bereichen habe ich den Eindruck, dass es recht gut läuft, würde mich aber über die Meinung von anderen hundeerfahrenen Menschen sehr freuen.
- nachts schläft er (noch) bei uns im Schlafzimmer in einem Laufstall. Sobald das Licht ausgeht, schläft er ein (so gegen 23 Uhr) und schläft dann durch bis zum nächsten Morgen. Heute konnten wir sogar bis 9:00 ausschlafen, gestern bis halb 8. Und morgen werd ich ihn um 6 Wecken müssen, leider...
Ich hab mir zwar in der ersten nacht einen Wecker gestellt, weil im Hunderatgeber stand, dass man alle 3 Stunden nachts rausmuss, aber nachdem ich vom Wecker geweckt wurde, Skuggi aber tief und fest schlief, habe ich ihn gelassen. (und war seeehhhr froh!)
Ist das ok so?
Kann er irgendwann lernen, nicht mehr im Schlafzimmer zu pennen? Wann kann ich damit frühestens beginnen?
-Taburäume (bei uns die Kinderzimmer und das Büro mit vielen Kabeln) achtet er jeden Tag nachdem ich ihn ungefähr 20 mal wieder rausschicke. Danach geht er nicht mehr rein. Momentan sitzt er genau vor der geöffneten Tür, geht dann mal wieder seine Spielsachen bearbeiten, legt sich auch bis zu einer halben Stunde in sein Bettchen, kehrt wieder zurück und bleibt wieder vor der Tür sitzen. Find ich prima.
Ist es normal, dass er es am nächsten Tag aber wieder vergessen hat und aufs neue probiert reinzukommen? Wie lange muss das denn geübt werden?- Stubenreinheit klappt auch - nur morgens muss ich im Pyjama raussprinten mit Hund unterm Arm damit er sich lösen kann. Aber da ich heilfroh bin, bis 9:00 schlafen zu dürfen, sprinte ich da wirklich gerne.
- allein ist er natürlich nicht gerne, hab heute mit dem Training begonnen und er hat es mehrmals hintereinander bis zu 4 Minuten geschafft ohne Winseln und Bellen allein in einem Raum zu bleiben.
Wurde dann ausgiebig belohnt.Konnte auch schon den Müll raustragen ohne Probleme.
Wie setze ich das Training fort? Immer die Zeiten erhöhen? Und wie kann ich ihn loben, wenn er ruhig ist, außer mit Streicheleinheiten und froher Stimme?
Mit Leckerlis ist es schwierig, weil er ziemlich zuschnappt, wenn er den Duft riecht und ich fütter ihn nicht gern aus der Hand. Geht das auch mit Preydummy?- Apportierspiele mit dem Preydummy und seinem Ball klappen im Haus prima, draussen im Garten gar nicht, weil er total abgelenkt ist. Soll ich einfach nur im Haus mit ihm spielen?
Draussen frisst er die ganze Zeit Gras, schnüffelt rum und ich lasse ihn das tun. Ist das ok so?Morgen gehts zum Tierarzt. 3. Impfung, Entwurmung und allgemeiner Check. Ich glaub er hat ein Ekzem am Kopf. Der Züchter meinte zwar, es sei ein Cut, aber ich bin mir nicht sicher, da ihm dort einige Haare ausfallen. Ich hoffe das wird keine Glatze!

Soll ich ihm heute noch das Auto schmackhaft machen, oder kann ich ihn einfach so einpacken in die Box?
Ich hoffe, das Posting ist nicht zu lang geworden. Danke für jede Antwort.
LG Lillan mit Skuggi
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Ich finde, das meiste hört sich super an. Ich weiß nicht genau, wie man ihm schmackhaft machen soll, nicht mehr im Schlafzimmer zu schlafen, da hoffe ich, weiß wer anders Rat. Wie alt ist er denn? Wenn er nachts nicht muss, ist doch super! Meiner konnte auch von Anfang an nachts aufhalten, sei froh! Wenn er in bestimmte Räume nicht soll, dann ist es absolut richtig, ihm es jetzt schon zu verbieten. Dass er es dann doch wieder probiert, finde ich normal, er ist ja noch klein und muss erst lernen, was er darf und was nicht. Dass er draußen abgelenkt ist und daher nicht mit dem Ball spielt kann ich gut verstehen, da gibt es doch so viel anderes zu entdecken. Du kannst mit ihm draußen natü#rlich auch Ball spielen, aber ich würde ihn an möglichst viel draußen gewöhnen, also vorbeifahrende Autos, Jogger, Radfahrer usw, das ist auch wichtig und für ihn total spannend. Ist er schonmal Auto gefahren? Ich habe meinen da nichts groß dran gewöhnt, aber ich habe ihn an die Box gewöhnt, in dem ich sie am Anfang immer im Wohnzimmer hatte und sie ihm mit Leckerlies schmackhaft gemacht habe. Das mit dem Alleinbleiben wü#rde ich so weitermachen, es dauert einfach etwas, bis sie das können. Und nur langsam steigern. Für alles gilt: Erwarte nicht zu viel! Und wenn du ihn kurz alleinlässt und wiederkommst, erst reinkommen, wenn er ruhig ist, damit er das richtig verknüpft. Wenn er noch doll zuschnappt, dann arbeitet an seiner Beißhemmung oder bring ihm nach und nach "Sitz" bei. Dann soll er eben erst Sitz machen, bevor er das Leckerlie bekommt oder so. Aber du bekommst hier bestimmt noch mehr Ratschläge!
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> schläft er ein (so gegen 23 Uhr) und schläft dann durch bis zum nächsten Morgen. Heute konnten wir sogar bis 9:00 ausschlafen,
NEID!!!

> Ich hab mir zwar in der ersten nacht einen Wecker gestellt, weil im Hunderatgeber stand, dass man alle 3 Stunden nachts rausmuss, aber nachdem ich vom Wecker geweckt wurde, Skuggi aber tief und fest schlief, habe ich ihn gelassen. (und war seeehhhr froh!)
Ist das ok so?ja klar. wenn er nicht muss, muss er nicht. da habt ihr wirklich glück! so lange du aufwachst, wenn er unruhig wird und vielleicht winselt, ist alles in ordnung
> Kann er irgendwann lernen, nicht mehr im Schlafzimmer zu pennen? Wann kann ich damit frühestens beginnen?
klar kann er das lernen. man sagt, dass welpen am anfang körperkontakt brauchen, daher wird empfohlen, die ersten nächte direkt beim hund auf einer matratze oder so zu schlafen, wo hundi dann weiterhin alleine bleiben soll. der unterschied zwischen schlafzimmer und woanders (wenn er im schlafzimmer also nicht im bett ist) ist kein großer mehr, meiner meinung nach kannst du das also einführen, wenn ihr möchtet. so lange ihr trotzdem hört, falls irgendwas ist. zu lange würde ich sogar nicht damit warten, sonst hat hundi den schlafort zu sehr verknüpft. am besten körbchen dahin, wo es am ende hinsoll und dann einfach die ersten tage eure tür auflassen, später anlehnen und irgendwann zu, so ihr das wollt.
> Ist es normal, dass er es am nächsten Tag aber wieder vergessen hat und aufs neue probiert reinzukommen? Wie lange muss das denn geübt werden?
ja, das ist ganz normal. wobei es nicht unbedingt vergessen sein wird, sondern dass er probiert, ob es nicht doch geht. ist ja ein anderer tag, könnte sein, dass es andere regeln gibt
wie lange du das üben musst, kann man nicht pauschal sagen, hängt vom hund ab, wie dickköpfig er ist. mach dich aber drauf gefasst, dass du es zwischendurch, auch wenn er es eigentlich schon kann, vielleicht immer wieder mal durchsetzen wirst müssen. wenn in den räumen was spannendes passiert, wenn du pubertät kommt, wenn..> Wie setze ich das Training fort? Immer die Zeiten erhöhen?
genau. nicht zu viel steigern. hast du die 4mal direkt hintereinander gemacht oder verteilt? verteilt ist besser. dann auch haus verlassen, ebenfalls immer nur kurz, dann länger.
> Und wie kann ich ihn loben, wenn er ruhig ist, außer mit Streicheleinheiten und froher Stimme?
Mit Leckerlis ist es schwierig, weil er ziemlich zuschnappt,dass muss er natürlich lernen. auch im spiel, dass er nicht zu beißen hat, dauert eine weile, aber irgendwann ist die beißhemmung drin. sagt laut und deutlich aua und unterbrecht das spiel bzw. gebt ihm das leckerchen erst, wenn er es vorsichtig nimmt!
ansonsten kannst du auch mit der gabe seines lieblingsspielzeugs loben oder einem kurzen gemeinsamen spiel, knuddeln etc.> Soll ich einfach nur im Haus mit ihm spielen?
Draussen frisst er die ganze Zeit Gras, schnüffelt rum und ich lasse ihn das tun. Ist das ok so?ja klar. er muss ja die welt kennenlernen. zu viel würde ich auch im haus nicht spielen, da soll eher ruhe sein, der hund sich ausruhen. daher ist eher welt kennenlernen angesagt. zeig ihm all die sachen, die im hundeleben auf ihn zukommen, wenn er sie jetzt kennenlernt, verringert das die wahrscheinlichkeit, dass er später ängstlich oder agressiv reagiert
> Entwurmung
entwurmung ohne wurmbefall?? ist gar nicht gut! gib lieber regelmäßig kotproben ab und entwurme nur, wenn was ist. das ist für den darm immer eine große belastung! und entwurmen gleichzeitig mit impfen sollte man gar nicht tun!!
> Soll ich ihm heute noch das Auto schmackhaft machen, oder kann ich ihn einfach so einpacken in die Box?
schaden kann es nie, wenn er sich in ruhe an dinge gewöhnen kann. wenn mehr zeit wär, hättest du das auch langsamer aufbauen können, mit erstmal nur rein, leckerchen, dann mal motor an, bei einem weiteren versuch, eine kleine runde fahren etc.
aber es kann auch gut gehen, wenn ihr morgen so startet. wenn er theater macht, konsequent ignorieren!!!viel erfolg!
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Hi Lillan, das hört sich gut an. Ich hätte ihn garnicht erst im Schlafzimmer einquartiert. Eddi hat von Anfang an unten im Haus in der Küche geschlafen. Er machte es fast wie dein Hund, schlief die ganze Nacht durch. Bis auf eine Pischipause gegen 3 Uhr. Und morgen Früh muß ich ihn auch nach 6 Uhr wecken, wo er bis 9 Uhr lieber pennen würde.

Wenn er die Box kennt, wird er auch darin Auto fahren.
Wie lange du etwas üben mußt ist unterschiedlich. Bei Welpen dauert das länger. Dein Hund muß sich beherrschen können und vor der Tür sitzen bleiben. Das ist eine schwere Übung. Leichter lernt er etwas, was ihm Spaß macht.
Wenn er zu doll zuschnappt, dann nimm zur Übung lange Leckerlis. Zwickt er in den Finger, dann schrei ruhig mal auf, damit dein Hund merkt wenn er dir weh tut. Brich den Vorgang ab und versuche es später wieder. Er hat nur Erfolg wenn du nicht Aua schreist und er am Leckerli bleibt.
Das ist auch eine schwierige Übung.Apportierspiele habe ich noch nicht geübt, weil mein Hund nicht richtig stoppen kann. Ist auch gut so, der plötzliche Stopp geht ganz schön auf die Schultergelenke.
Und wie die Anderen schon schrieben, geht viel raus an wechselnde Plätze. Nur so lernt dein Hund die Welt kennen. Autos, klappernde Hänger, Jogger, Fahrräder, Kinder, Katzen, Tiere, wechselnden Untergrund....
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Hallo Lilian,
das ist ja toll, dass ihr schon so lange ausschlafen könnt.
Zum Alleinebleiben wollte ich noch etwas sagen.Zitat
- allein ist er natürlich nicht gerne, hab heute mit dem Training begonnen und er hat es mehrmals hintereinander bis zu 4 Minuten geschafft ohne Winseln und Bellen allein in einem Raum zu bleiben.
Wurde dann ausgiebig belohnt.Das Problem beim Alleinesein ist für den Hund, dass es für ihn eigentlich überlebenswichtig ist, bei seiner Familie zu sein (Futter, Schutz, usw.). Er muss lernen, dass er beim Alleinesein entspannen kann, du wirst immer wiederkommen und ihn nicht im Stich lassen.
Deshalb ist es total gut, dass ihr in so kleinen Schritten anfangt. Den Hund beim Wiederkommen zu belohnen, kann aber schwierig werden. Einige Hunde machen die Verknüpfung:
allein sein = scheiße, weil langweilig und gefährlich, Besitzer kommt wieder = super, weil Belohnung.
Dabei möchte man ja eigentlich, dass der Hund entspannt alleine bleibt und nicht gespannt darauf wartet, dass die Tür sich wieder öffnet und der Besitzer wiederkommt.
Ich würde empfehlen, den Hund beim Wiederkommen oder Türwiederöffnen zu ignorieren und sich ganz normal zu verhalten, als wäre der Hund nicht in einer schlimmen Situation gewesen, für dessen Überstehen man ihn belohnen müsste. So kann der Hund lernen, dass weder Alleinesein, noch dein Wiederkommen etwas Besonderes ist. Dann kann er entspannt alleinebleiben und kriegt keinen Herzinfarkt vor Glück, wenn du wiederkommst.Ich wünsch, euch noch viel Erfolg und Spaß in den ersten Wochen!
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Zitat
Ich wünsch euch noch viel Erfolg und Spaß in den ersten Wochen!
aha, nach über drei jahren nachträglich sozusagen?
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Zitat
aha, nach über drei jahren nachträglich sozusagen?
Huch! Stimmt! Warum war denn der Thread so weit oben?

Na ja, vielleicht hilfts ja jemanden mit ähnlichen Problemen.
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