Moritz kläfft Kinder an...
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Ein frohes neues Jahr wünsch ich noch!
Unser Moritz wird am Mittwoch 16 Wochen alt und bis auf die üblichen Anstrengungen des Welpenalters ist er ein unkomplizierter und lieber Hund, der nicht unbedingt leicht zu erziehen ist, aber einiges sitzt schon ganz gut... (aber die Pubertät kommt bestimmt, mal sehen ob ich dann verzweifle
)Sein einziges "Problem" sind kleine Kinder.

Angefangen hat es folgendermaßen:
Seinen ersten Kontakt zu einem Kleinkind hatte Moritz im Alter zwischen 10 und 12 Wochen. Wir haben mit mehreren Gästen gegessen. Eine Mutter hatte ihre 14 Monate alte Tochter dabei, die gerade mit dem Laufen angefangen hatte.
Ich habe Hund und Kind behutsam zusammen gebracht, Moritz schnüffeln lassen. Er hatte überhaupt keine Probleme, fand das kleine Mädchen spannend, hat mit dem Schwanz gewedelt. Es ging den ganzen Abend gut.
Irgendwann saß er dann bei einer Freundin von mir auf dem Schoß. Das kleine Mädchen stand in einigem Abstand von den beiden, beschloß schließlich, dass sie lieber krabbeln wollte und ließ sich auf die Knie nieder.
Moritz kläffte sofort los und ließ sich nicht beruhigen.
Ich habe ihn schließlich hoch genommen und in einen anderen Raum getragen, wo er sich dann auch schnell beruhigt hat und eingeschlafen ist (ich habe ihn nicht weggesperrt oder allein gelassen sondern bin bei ihm geblieben)Danach hatte er dann noch ein weiteres Mal Kontakt zu einem Kleinkind, bei dem er nicht gebellt hat.
Mein Mann arbeitet in einer Schule für Kinder mit geistigen Behinderungen. Seine Schüler sind zwischen 12 und 14.
Dorthin haben wir Moritz auch mitgenommen, es war kein Problem. Nachdem wir den Kindern erklärt hatten, wie ein Welpe sich verhält und wovor er möglicherweise Angst bekommen könnte haben sie unter unserer Aufsicht ganz toll mit ihm gespielt und Moritz hatte seinen Spaß.Wenn wir beim Spazierengehen oder Einkaufen sind und er mit Kleinkindern in Berührung kommt (soll heißen, er sieht oder hört sie) fängt er an zu bellen.
Neulich waren wir bei Freunden zu Besuch die zwei Kleinkinder im Alter von einem und zweieinhalb Jahren haben. Unser Hund hat bestimmt 10 Minuten durchgebellt bis er sich einigermaßen beruhigt hatte und danach in gewissen Abständen immer wieder angefangen.
Ich habe versucht ihm Schutz zu bieten in dem ich mich auf den Boden zu ihm gekniet habe. Er hat sich dann auch bei mir versteckt, sich zumindest sehr in meiner Nähe gehalten.
Dann habe ich in dieser Position angefangen mit einem der Kinder zu spielen. Moritz konnte sich das ansehen, ohne dass das Kind ihm zu nahe kam.
Erst dachte ich, es hilft, aber er hat trotzdem wieder zu bellen angefangen.
Wir sind ungefähr zwei bis drei Stunden dort gewesen. Zwischendurch waren wir auch draußen, da klappte es gut, Moritz bellte nicht einmal.
Kaum waren wir wieder drinnen ging es wieder los, aber die Dauer des Bellens wurde kürzer...Ich kann mir nicht erklären, aus welchem Grund er bellt, ist es Unsicherheit, ist es Angst?
Wir haben Kontakte mit Kindern extra immer gut vorbereitet, damit er keine schlechten Erfahrungen sammelt, sind auch an Spielplätzen vorbei gegangen wenn es da richtig hoch her ging.
Aber er kann irgendwie nur mit älteren Kids.
Er macht sonst übrigens nichts, es ist nur das Bellen, er knurrt nicht, er geht nicht mit Drohgebärden auf die Kinder zu...Was ich vielleicht noch erwähnen sollte ist, dass unser Hund grundsätzlich bellen "darf". Ich finde es z.B. gut wenn er anschlägt wenn er etwas im Haus hört. Das heißt nicht, dass ich ihn lobe wenn er das macht, ich halte mich da an Herrn Rütter und gehe nachsehen was seine Aufmerksamkeit erregt hat, er hört dann auch direkt auf zu bellen.
Das Bellen wenn es an der Tür klingelt haben wir ihm übrigens gar nicht erst angewöhnt, das tut er niemals.
Wenn er draußen jemanden anbellen will und ich das nicht möchte, lenke ich seine Aufmerksamkeit auf mich und lobe ihn wenn ich sie habe, oder ich gehe einfach ungerührt weiter wenn er auf jemanden reagieren möchte. Dann fängt er auch nicht mit dem Bellen an.
Auch hier kann ich immer nur schwer den Auslöser erkennen. Es ist bereits wesentlich weniger geworden und mit meinem Methoden auch eigentlich kein Problem, aber ein Muster ist nicht zu erkennen.Nur bei den Kindern ist es beinahe unmöglich seine Aufmerksamkeit zu kriegen und wenn ich sie bekomme, fängt er eben direkt wieder an, wenn der "Kinderreiz" wieder bei ihm ankommt.
Hat noch jemand einen "Kleinkinderschreck" zu Hause oder kann mir einen heißen Tipp geben.
In der HUSCHU werde ich natürlich auch nachfragen, aber die geht erst Freitag wieder los.LG Tula mit Moritz
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Hi Tula ich denke es ist Unsicherheit über Babys Mimik und Tapsigkeit, Lust mit dem Ding zu spielen, Neugier was da so anders riecht um Babys Po und das Eieiei-Getue der Eltern mit hoher Stimme.
Vielleicht noch Eifersucht dazu.Bei größeren Kindern ist die Situation für den Hund deutlich menschlicher.
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Ich vermute, dass ihr ihn zum Teil noch verstärkt habt, in dem ihr zu sehr auf ihn eingegangen seit in den beschriebenen Situationen.
Ich würd überhaupt gar nicht auf ihn eingehen bei dem Gekläffe, ihn entweder wortlos hinter mich packen, einfach so tun, als wär er nicht da oder auf seinen Platz befördern.
Er schaut sich mehr von euch ab, als ihr meint und wenn ihr so wie immer seit, und kein Aufhebens um ihn macht ( warum HOCH nehmen und woandes hin TRAGEN???? Kann er nicht laufen, wenn er bellt oder wieso ????) , dann wird er verstehen, dass auch diesmal kein Grund zur Aufregung besteht.
Stellt ihn nicht zu sehr in den Mittelpunkt, das tut einem Hund nicht gut.
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