Probleme mit dem alleine sein.

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  • Ich wusste nicht, dass das in Österreich so gehandhabt wird.
    Es schockiert mich aber auch ein bisschen.

    Wie wäre es, wenn wir uns einfach auf einen schlechten Start zwischen allen Beteiligten einigen. Es bringt ja nix, wenn wir über Nettiquette diskutieren. :smile:

    Zitat

    Glaubst du das mein erster Schritt das Internet war? sad
    Ich habe gefragt und gefragt, die einzigen Antworten die ich immer wieder bekomme, sind das man den Hund von Grundauf neu erziehen müsste, es sich aber nicht wegen seinem hohen Alter auszahlt.

    Vielleicht kann ich Dich hier etwas ermutigen.
    Als wir unseren Hund aus dem TH übernommen haben, war er ebenfalls 10. Er war nicht einfach und hatte einige Probleme, sodass er auch auf seine alten Tage noch viel lernen musste. Es geht - ganz sicher !!

    Wieso sollst Du den Hund komplett neu erziehen ? Gibt es noch andere Probleme in seiner Erziehung ? Abgesehen davon, dass er andere Hunde zur Betten-Eroberung erzieht - was für sich genommen ja nicht sooo tragisch ist ... zumindest nicht für die Hunde.

    Würde es Dir helfen, wenn ich Dir mal im Detail aufschreibe, wie wir (ebenfalls bei einem alten Hund) das Alleine-Bleiben aufgebaut haben ?
    Meinst Du Dein Hund würde da mit sich arbeiten lassen ?
    Hat er ein besonderes Lieblingsspielzeug ? Ist er empfänglich für Leckerlie ?
    Wie lastest Du den Hund aus ?

    Zitat

    Seit den ersten geposten Antworten, sehe ich den Hund am Morgen an, und frage mich was ich noch alles falsch gemacht habe. sad

    Das fragen wir uns sicher Alle manchmal.

  • Ach, ich schreibs einfach schonmal auf.

    Wir haben das Alleine-Bleiben langsam aufgebaut - logisch.

    Im ersten Schritt sind wir am Nachmittag, wenn der Hund sehr entspannt war, einfach mal kurz vor die Tür gegangen - Kommando "Tschüß". Wenn wir nach ein paar Minuten wieder in die Wohnung kamen, haben wir ihn überschwänglich gelobt, es gab Leckerlie, Streicheleinheiten und Party für den Hund. In den folgenden Tagen haben wir die Anforderungen schrittweise erhöht, d.h. wir sind minutenweise länger draußen geblieben und es gab keine Belohnung, wenn der Hund gebellt hat.

    Im zweiten Schritt haben wir mit Zeitspannen ab einer halben Stunde angefangen. Im Vorfeld haben wir immer einen tollen Spaziergang mit dem Hund gemacht und ihm im Anschluss ein bisschen Zeit gegeben, zu Hause wieder "runterzufahren". Im Folgenden sind wir verfahren wie in Schritt 1 und haben die Zeitspanne immer leicht erhöht.

    Da die Bell-Kontrolle im zweiten Schritt wegfällt, haben wir parallel dazu auch immer wieder die Übung vom ersten Schritt wiederholt. Zur zeitlichen Orientierung: Wir haben das mehrere Wochen gemacht.

    Im dritten Schritt sind wir grundsätzlich vorgegangen wie in Schritt 2. Allerdings haben wir jetzt noch spezielle Spielzeuge eingeführt, die es ausschließlich im Zeitraum des Alleine-Bleibens gibt. Am Besten sind Intelligenz- und Tüftelspielzeuge, wie zum Beispiel ein Kong. Ab und zu gab es auch einen delikaten Riesenknochen (den es ebenfalls NUR beim Alleine-Bleiben gibt) um ein bisschen Abwechslung reinzubringen. Ansonsten sind wir vorgegangen wie gehabt.

    ... und immernoch haben wir immer wieder auch Schritt 1 geübt.


    Was wir noch zusätzlich machen, wenn wir länger weg müssen:
    - den Fernseher anschalten, damit er auf Außengeräusche nicht so sensibel reagiert
    - die Klingel abschalten, damit er nicht anschlägt (haben wir nicht gemacht, hatten wir aber mal überlegt)
    - die Lichter anlassen


    Es gibt sicher noch viel dran zu verbessern, aber das war unser Weg.

  • Vielleicht hast Du es nicht gelesen oder ich habe Deine Antwort nicht gefunden? :???:

    Zitat

    Vielleicht habe ich das auch falsch verstanden, aber er ist nach dem Auszug der Hündin ohne Probleme alleine geblieben, oder?
    Und er ist nie 7 Stunden alleine, sondern es fährt immer jemand hin und kümmert sich um ihn, oder?

    Hast Du mal an Demenz gedacht?
    Viele Hunde reagieren im Alter anders und die Auswirkungen von Demenz sind sehr unterschiedlich.
    Vielleicht solltest Du das mal abklären und mit Deinem TA sprechen.

    Gruß
    Bianca

  • @ Kaenguruh

    ja, so macht man das .... bei normalen Hunden :gut:

    Ich glaube aber nach dieser Vorgeschichte hier wäre das schon viel zu viel.


    @ asterix99

    Gesundheitliche Untersuchungen sind sicher immer sinnvoll - und wenn es nur ist um derartige Probleme auszuschließen.
    Wenn ich die Geschichte richtig verstanden hab hatte der Hund aber eigentlich immer Probleme mit dem Alleinsein - nur die Sympthome haben sich im Laufe der Zeit so gesteigert das es dann irgendwann auch dem Besitzer aufgefallen ist.


    @ dela fonte

    Geben die österreichichen Tierheime diese Praxis offen zu?
    (ich glaube nämlich das dies hier in DE auch so läuft, allerdins natürlich nicht offiziell)

    Ganz praktisch mal bitte:

    Ich nehme an Du hast derzeit Urlaub/frei?
    Ab wann musst Du wieder arbeiten?
    (von 7-17.00 Uhr, richtig?)
    Wer kommt zwischendurch, wann und wie lange um den Hund zu besuchen? Was tun diese Verwandten dann in dieser Zeit mit dem Hund?

    Auch wenns verdammt schwer fällt: Geh in die Nachbarschaft und rede einzeln und persönlich mit den Leuten. Erklär ihnen Deine Situation und frage dort, ob sie vielleicht eine Idee haben - jemand wissen der helfen kann - oder sogar selbst helfen.

    Es reicht ja wenn Du jemand finden würdest der Deinen Hund tagsüber in seinem Garten sittet. Da Du den Hund abends abholst ist seine Ernährung gewährleistet.

    Achja - hab ich richtig verstanden, Du lässt ihn in Dein Bett?
    Find ich in diesem Fall besonders gut :gut:
    Der Hundekerl scheint es wirklich sehr dringend zu brauchen.

    Es gibt sowas wie eine erlernte Hilflosigkeit. Der Hund lernt sich sein Leben lang wie ein Baby zu verhalten, völlig unselbstständig.
    Ist Dein Hund so ein "Baby"?

    Einer meiner Pflegehunde ist so drauf ... ich fordere ihn immer wieder heraus selbstständig Probleme zu bewältigen. Z.B. weiterzulaufen obwohl ein Ästchen in seinen Haaren hängt :roll:
    Über unbekannte Untergründe zu gehen (wow - er hat schon eine Gittertreppe geschafft! *bin stolz auf ihn* )
    Er lebt jetzt seit einem Jahr bei mir .... und ist mir inzwischen tatsächlich schon zweimal kurzfristig selbstständig und alleine ausgebüxt (im Wald für 5 Minuten, also keine Sorge), d.h. er wird selbstständiger!
    Und weniger ängstlich.

  • habe jetzt nicht alles gelesen, aber ich sehe eine vorrübergehende lösung, die sein alleine sein wenigstens ab und an erträglicher macht:

    du hattest kira ja schon bei dir gehabt, sprich, der platz wäre da. wie wäre es, wenn deine friseuse kira oder den welpen ab und zu mal vorbei bringen und die eine weile zusammen alleine bleiben. gemeinsame spatziergänge, damit er merkt, daß sie nicht aus der welt ist(kann er das denken?)


    er ist ja auch nicht mehr der jüngste... und bei alten menschen ist es oft zu beobachten, daß sie in der vergangenheit leben (im kopf) vielleicht ist es ja bei manchen hunde-rentnern auch so :???:

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