Probleme mit dem alleine sein.

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  • Hallo

    Ich hoffe mir kann einer von euch helfen. Mein Hund (Münsterländer-Jagdhund Mischling, 10 Jahre alt, Blacky) hat seit geraumer Zeit extreme Probleme mit dem alleine sein.

    Äußert sich so, dass sobald er alleine ist es nicht mal 5 Minuten dauert bis er zu bellen, jaulen, fiepen anfängt. Hört nur kurzzeitig auf und fängt dann wieder an. Meine Nachbarn drehen auch schon langsam durch.

    Das Problem das ich dabei habe das, dies komplett neu für mich ist. Habe den Hund seit er ein Welpe war. Hatten damals noch einen anderen Hund (Rottweiler-Collie Mischling, Susi, w.) im Haus die schon gesetzter war und so war die Erziehung ziemlich einfach. Alles im allen gab es fast keine Probleme, mal von dem einen oder anderen Mistkübelüberfall hinweggesehen. Als Susi dann von uns ging, war Blacky auch öfters ohne Probleme alleine zuhause. Nach einiger Zeit schleppte meine Schwester dann ein neues Kalb an. Kira( Rottweiler reinrassig, knapp 1 Jahr alt, w,) eine wilde, angsteinflössende Schmusepuppe. Auch mit den beiden ging es damals recht gut. Naja bis halt auf die Schwängerungssache. Aber das war unsere Schuld da keiner genau aufgepasst hat. Egal...

    Da ich vor 3 Jahren angefangen habe 2 Jobs zu bestreiten, meine Geschwister ausgezogen sind und mein Vater ebenso berufstätig ist, habe ich mich damals zum Wohle der Hunde entschieden sie abzugeben. Kira fand nach einiger Zeit Zuflucht bei meiner Friseuse die auch schon einen Welpen von uns hatte. Klappt alles prima.

    Nur Blacky bekam ich nicht"los". Da er nicht unbedigt gesellschaftsfähig ist, ist das auch ein Problem gewesen. Hat Angst vor anderen Menschen, Hunden, Katzen, Welpen, usw. usw. Es dauert immer sehr lange bis sich mein Hund an fremde Wesen gewöhnen kann. Und durch sein Alter gings auch nicht gerade leichter. Ins Tierheim zu geben, kam nie in Frage für mich da, der Hund dort vermutlich durchdrehen würde und sie in über kurz oder lang einschläfern würden. Und das kann ich nicht erlauben, der Hund kam ja nichts für meine veränderte Situation.

    Zurück zum Problem:
    Nachdem Kira weg war, brauchte mein Hund einige Zeit bis er verstand das sie auch nicht wiederkam oder wir sie vor ihm versteckt halten. Danach gab es keine aufälligen Probleme mit ihm. Konnte alleine zuhause bleiben und den unteren Stock "bewachen". Allerdings seit etwa einem Jahr wird das alleine sein zum immer größeren Problem. Nach einiger Zeit haben wir ihm nur mehr das Wohnzimmer überlassen, da er immer öfters in der Küche oder im Gang irgendetwas vernichtet hat oder Unordnung machte.
    Der "Umzug" tat ihm gut, wieder keine Probleme. Aus welchen Gründen auch immer wurde es nach kurzer Zeit wieder schlimmer und zwar extrem. Pinkelattacken, Zerstörungswut an Mauern, Fenster, Möbel, Teppichen, lautes Kläffen und jaulen traten auf.

    Nachdem er an die Leine im Wohnzimmer gelegt wurde, um sein Radius zu beschränken, legten sich die Zerstörungswut und die Pinkelattacken fast vollkommen. Das Kläffen und Jaulen aber bleibt weiterhin.

    Hab schon alles mögliche ausprobiert aber bin inzwischen ratlos. Das allein sein anzutrainieren hat null gefruchtet, im vorher etwas zu fressen geben war genauso erfolglos wie im danach zu loben mit Leckerli oder Futter zu bestechen. Sobald er an die Leine gelegt wird und weiß jetzt bleibt er alleine, fängt er an zu wimmern, zittern. Er legt sich nicht auf seinen Platz, trinkt und frißt zu der Zeit auch nichts.( Versuchte ihm das allein sein mit essen schmackhaft oder wenigstens dadurch zu verkürzen).

    Sobald man wieder da ist, egal ob 5 Minuten oder ein paar Stunden, ist es wie aufgedreht und lässt sich erst nach gut einer Stunde wieder beruhigen. Heißt er folgt nicht mehr, rennt teilweise auch meine Neffen um vor Freude hüpft auf Sofas und Sesseln herum und auch auf den Schoß von jemanden den er kennt. Nach einer Stunde etwa ist er dann wieder"normal", sprich wie ich ihn kenne und erzogen habe.

    Hat jemand einen Tipp oder Rat für mich???
    Wäre euch echt dankbar.

    P.s.: Blacky ist Rüde und noch nicht kastriert, würde das evtl. helfen?

  • Wieso sollte kastrieren helfen?
    Er jault und bellt ja nicht wegen Testosteronüberschuss.

    So wie Du es schilderst hat er schon längere Zeit schwerwiegende Probleme mit dem Alleinsein - kein Wunder, er hat zwei tiefgreifende Verluste erlebt und offensichtlich nicht verarbeiten können.

    Räumlich eingrenzen oder gar im Haus an die Leine legen ändert doch nichts an seiner Angst. Er kotet und pieselt wohl nur deshalb nicht mehr, weil er nicht in seiner eigenen "Toilette" hocken will, der arme Kerl.

    Die Frage ist also: Wie hast Du versucht das Alleinbleiben mit ihm zu Trainieren?
    (da muss irgendwo ein wichtiger Punkt übersehen worden sein)

    Außerdem: Angst zieht Kreise und wächst.
    Hunde mit Trennungsangst entwickeln häufig noch weitere Ängste und werden insgesamt immer unselbstständiger.

  • Zitat

    Nachdem er an die Leine im Wohnzimmer gelegt wurde, um sein Radius zu beschränken, legten sich die Zerstörungswut und die Pinkelattacken fast vollkommen. Das Kläffen und Jaulen aber bleibt weiterhin.

    :schockiert: :schockiert: :schockiert:

    Vielleicht solltest Du das hier mal lesen:
    http://www.gesetze-im-internet.de/tierschhuv/__7.html

    Und Du glaubst wirklich, dass es Deinem Hund im Tierheim schlechter ginge als bei Dir? Nachdem, was Du schreibst, glaube ich das nicht!

    Doris

  • An Schlaubi:

    Danke für den Link. Allerdings glaube ich nicht das ich den Hund quäle. Ich suche Rat hier bei euch damit ich ihm seine Angst nehmen kann. Ich lege ihn nicht an die Leine zum bestrafen. Verstehe zwar das man dies annehmen kann, aber ich bezweifle das jemand der Hunde quält, absichtlich oder nicht, Rat suchen wird.
    Und ja ich glaube das es ihm dort schlechter ginge. Als ich vor knapp 2 Jahren ins krankenhaus musste, für 3 wochen gab meine Schwester ihn vorübergehend ins Tierheim OHNE meine Erlaubnis. Nach 2 Tagen musste sie ihn wieder abholen, da er sich weigerte zu fressen, mit anderen außer welpen zu spielen und nur alleine ohne andere Hunde Gassi ging. Das Tierheim erklärte dass, sie weder die Mittel noch die Zeit hätten sich nur um einen Hund zu kümmern und da sie ihn nicht zum fressen bringen konnten. Laut Tierarzt war ihm das Tierheim zu stressig. Zuhause fraß er wieder.


    An Susami

    Ich verstehe den Verdacht das ihm die Trennung von den zwei Hunden zu schaffen macht. Allerdings war er immer unauffälig.
    Er hatte auch fast ein Jahr kein Problem mit dem alleine sein, nachdem kira weg war. Deswegen dachte ich auch das es daran nicht liegen kann.
    Das mit räumlich Begrenzen enstand durch mehrere Artikel das Hunde oft Probleme hätten alleine in großer Umgebung zu sein. Deswegen die Begrenzung. In den Garten kann ich ihn nicht sperren, wegen der Bellerei. Früher war das kein Problem. Aber seitdem drohen meine Nachbarn mir mit allem möglichen.

    Deine Frage ist eher schwer zu beantworten. Immerhin ist das knapp 9 Jahre her, und wie auch geschrieben war das nie ein Problem, da er durch meine erste Hündin sehr schnell lernte.
    Er wurde mit der Hündin im Garten und im Haus aufs allein sein trainiert. Zuerst durch Abgrenzung, sodass er mich nicht sehen konnte aber hören konnte das ich noch da bin. Dann durch kurze Abwesenheit. Nach und nach wurden die Abstände länger. Habe auch so wie ich gelesen hatte, nix besonderes aus weg-oder wiederommen gemacht, damit der Hund den Zustand als nicht ungewöhnlich einstuft.

    Ich weiß das das anleinen hart klingt, aber er ist dadurch ruhiger. Habe es mehrmals ohne und mit Leine probiert. Ohne Leine wird er nach ein paar mal alleine lassen extrem unruhig und dann fängt sein Verhalten wieder an. Ich verstehe das er die Pinkelattacken wegen der Begrenzheit sein lässt, aber auch seine Zerstörungsw lässt sofort nach. Deswegen kam ich zum Schluss das er sich so wohler fühlt. Falls ich mich täusche lasse ich mich gerne belehren, bin keinenfalls allwissend.


    Leute ich suche Rat und Hilfe um meinem Hund helfen zu können, aber ist für mich keine Hilfe einen Hund einfach ins Tierheim zu schieben. Ich hatte auch zwei andere Hunde, der eine musste im Alter von 14 J. eingeschläfert werden, der andere ist glücklich bei meiner Friseuse. Also alles kann ich scheinbar nicht falls gemacht haben.

    Denn wenn alle der Meinung sind ich quäle meinen Hund werde ich in unverzüglich ins Tierheim geben. Habe und werde keine Tiere quälen!!!

  • Zur Zeit leider lange.

    Mein Vater arbeitet jetzt von 7 bis 17 Uhr und ich von 7 bis 16 Uhr(Mo-Do).
    Sorge aber immer dafür das einer meiner Verwandten 1-2 mal etwas länger vorbeischauen, oder verbringe meine Mittagszeit beim Hund.

    Nachbarn kann ich nicht fragen, da sie nix mehr von mir wissen wollen, und Fremde kann der Hund nicht ausstehen. Daher kann ich auch keine Hundehüterin anstellen. Hat bis jetzt nie gefruchtet.

    Das war auch der Grund das ich damals versucht habe die Hunde zu vermitteln, aber Blacky wollte keiner.

    Ich weiß das dies keine Optimale Lösung nicht mal eine gute. Aber wenn ich ihm das bellen wieder abgewöhnen kann, hat er wenigstens den Garten bis ich da bin.

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