• Hallo zusammen,

    vorab schildere ich kurz die Situation. Unser Dexter (Mali-Bullterrier-Mischling) ist 3 Jahre alt und wurde vor ca. einem halben Jahr operiert. Ihm wurde die Milz entfernt, doch eigentlich war eine Darm-OP geplant, da ein Stück Plastik sich in seinem Zwölffingerdarm verfangen hatte. Während der OP kam es zu Komplikationen mit der Blutgerinnung. Die fehlende Gerinnung hielt auch noch 7 Tage nach der OP an (aufgrund der sich spät schließenden Narbe), so dass in der Wohnung stetig nachverfolgt werden konnte, wohin Dexter sich schliff. Dies ist mittlerweile aber kein Problem mehr...

    Vor ca. 8 Wochen bekam er nachts wie aus heiterem Himmel ein Krampanfall (epileptische Ursache?). Dexter verkrampfte und lag mit offenem Maul und weit aufgerissenen Augen auf dem Fussboden. Nach ungefähr 30-45 Sekunden trat weißer Schaum aus seinem Maul und es entwickelten sich rhythmische Krämpfe und Ruderbewegungen. Kurz danach (ca. 1 1/2 Minuten) erschlaffte sein Körper und er lag ruhig auf der Seite. Nachdem er sich erhoben hatte, wirkte er zunächst noch benommen und irrte durch die Wohnung.

    Direkt am folgenden Tag fuhren wir mit ihm zum Tierarzt. Dieser verschrieb das krampflösende Mittel Diazepam (Rektaltube) , für den Fall einer Wiederholung. Diese lies leider nur ca. 4 Wochen auf sich warten. Wieder dauerte der Anfall 1,5 - 2 Minuten, mit den oben geschilderten Symptomen. Wir hofften auf eine einmalige Wiederholung, doch nur ca. 2 Wochen später - wieder ein Anfall...

    Die Anfälle kommen immer bei Entspannung unseres Dexters, d.h. wenn er auf dem Sofa oder in seinem Körbchen liegt, unabhängig von der Tageszeit. Allerdings war vor jedem Anfall Aufregung aufgrund von Besuch oder einem zu ausgiebigen Spaziergang gegeben.

    Nach dem dritten Anfall ließen wir einen Check der Schilddrüse, sowie des Blutes durchführen. alle Tests waren negativ. Die einzige Erklärung des Tierarztes war, dass sich während oder kurz nach der o.g. OP ein Blutgerinsel in Folge des Gerinnungsproblemes im Gehirn festgesetzt haben könnte und dieses, unter Stress, zu den Anfällen führt...

    Es ist schrecklich den Kleinen während eines Anfalles beobachten zu müssen...!

    Vielleicht ist jemandem schon etwas ähnliches passiert oder kann von eigenen Erfahrungen berichten?! Vielleicht hat ja auch jemand einen Tipp?!

    Vielen Dank vorab für Eure Hilfe!!!

    Wir wünschen allen ein Frohes Fest und guten Rutsch vorab!!

    LG Flo + Anabel

  • Hallo!
    Leider kann ich dir da auch nicht viel zu sagen,außer das mein Dobermann vor ca 6 Wochen auch erstmalig einen epileptischen Anfall hatte.
    Kann mir gut vorstellen wie schrecklich es für dich war.
    Ich habe mich dann in diesem Forum angemeldet und viele Ratschläge bekommen.
    Also habe ich die auch befolgt und sofort alles was Streß für meine Hündin bedeutet vermieden.
    Auch habe ich sofort die Ernährung umgestellt
    Keine Nudeln ,kein Vollkornbrot,kein Reis und vor allen Dingen getreidefreies Hundefutter.Also alles wo auch nur ein kleines bischen an Getreide drin ist bekommt sie nicht mehr.(Kann auch Epis auslösen)
    Ich weiß ja nicht ob das die Auslöser waren und auch nicht ob es nun ein einmaliger Anfall war(die Blut und Schilddrüsenwerte waren o.k) aber nun hat sie Gott-Sei Dank keinen Anfall mehr gehabt.
    Ich drücke nun aber ganz fest die Daumen das es deinen Hund auch bald wieder besser geht und sich diese schrecklichen Epis nicht wiederholen.
    Lieben Gruß!
    Anja

  • Hallo,

    so wirklich helfen kann ich Dir auch nicht. Meine Shari hatte vor ca 2 1/2 Jahren auch ihren 1. Epi Anfall, und dann kamen 2 weiter im Abstand alle 6 Monate.

    Medikamte haben wir damals auch nicht gegeben, da die Abstände zu groß waren. Also es war eher in Absprache mit unserer TA, wir waren der Meinung das wir es aushalten - es ist kein schöner Anblick und wie gesagt da es keine sehr langen Anfälle waren, im ganzen - waren es immer so 1 1/2 bis 2 Minuten.

    Der Anfang - sie lag steif da und reagierte auf nix mehr. Sekunden später begann sie zu krampfen, legte sich seitlich und der ganze Körper zitterte, zuckte, vibrierte. Die Augen waren verdreht. Sie verlor Urin, und auch Schaum aus dem Mund. Nach 1 1/2 - 2 Minuten war es dann vorbei. Sie brauchte danach immer noch mal ein paar Minuten bis sie wieder richtig stehen und gehen konnte.

    Wir sollten nur gucken das sie sich eben bei dem Anfall nicht wehtut oder sonstiges und sollten immer die Zeit im Auge behalten. Der Anfall darf meines Wissens nach nicht länger wie 3 - 5 Minuten dauern. Alles was länger dauert kann gefährlich werden, da der Hund dann in diesen Epileptischen Schock Zustand übergehen könnte und dann wirds sehr kritisch.

    Auch unsere Blutuntersuchung ergab damals nix auffälliges.

    Auch ich habe damals viel im Internet versucht herauszufinden was es für eine Epilepsie sein kann und/oder wo sie herkommt.

    Futterumstellung haben wir auch gemacht, genutzt hat es uns nix.

    Vor 1 1/2 Jahren bekam ich eine Information das auch Streß auslöser von Epi-Anfällen sein kann.
    Viele Streßfaktoren gibt es, mir stach eine besonders ins Auge die bei uns zutreffen könnte.
    Der Partnerhund bzw ein Partnerhund.
    Wir hatten ja 3 Hunde mit Ihr und es war einer dabei mit dem hat sie es nicht so gehabt. Es gab gute Tage wo Shari auch mal mit dem gespielt hat, es gab aber auch Tage da hat sie ihn gehaßt.

    Da wir die Möglichkeit hatten haben wir die 2 mal eine gewisse Zeit getrennt und dann kam die Zeit wo sie eigentlich wieder einen Anfall hätte bekommen müssen. Aber der Anfall kam nicht. Wir erhielten die Trennung aufrecht, nicht komplette 24 std am Tag, denn z.B Gassi Gänge mit allen zusammen war kein Problem, gemeinsames Fressen war kein Problem etc
    Shari hatte dann 1 1/2 Jahre keinen Anfall mehr.
    (Nun gibt es ja unsere Shari nicht mehr) aber das hatte eine andere Ursache.

    Was ich Dir aber an Herz legen kann.
    Diese Seite:
    http://www.epilepsieforschung-hund.de/index.html

    Und hab keine Scheu Deine Geschichte der M.G. mal per mail zu schreiben. Das ist eine ganz liebe und immer hilfsbereite.
    Auch bekommst Du, sofern Du es ihr dann auch schreibst, immer zwischendurch Informationen per mail zugeschickt über die Fortschritte in der Forschungen der Epilepsie.

    Und keine Scheu, weil Du einen Mischling hast, ich weiß das auch mit Mischlingen bereits eine Studie begonnen wurde.

    Viel Glück für Euch
    LG. Ela

  • Ich würde das bei einem Hundeneurologen abklären lassen, der kann ja feststellen (CT) ob was von der Gerinnung im Gehirn sitzt.
    Auch haben sie ganz andere Untersuchungsmöglichkeiten als ein normaler TA.

  • Zitat

    hallo flo hb,

    bekommt dexter denn epilepsie-medikamente? oder nur im notfall den rectal tube?

    viele grüße alex

    Hi Alex, danke für deine Antwort, natürlich auch an alle anderen.

    Im Moment bekommt er keinerlei Medikamente, lediglich die Rektal-Tube während eines Anfalles.

    Wir haben auch schon seit Futter auf hochkalorienhaltiges Energyfutter vom Tierarzt umgestellt, da er nach der OP sehr abgemagert war und auch lange nicht mehr so agil ist wie früher... Das Futter ist von Royal Canin und trägt den Beinamen Intestinal.

    Wir wünschen Euch allen forhe Feiertage und einen guten Rutsch. Wir freuen uns ebenfalls auf weitere Tipps und Tricks.

    Dexter, Anabel und Flo

  • Du beschreibst eigentlich den klassischen Verlauf von Epilepsie. Das Auftreten aus Ruhesituationen ist ganz typisch. Auch, dass die Häufigkeit sich steigert...

    Aufgrund des konkreten Verdachts würde ich unbedingt ein CT des Gehirns machen lassen. Außerdem würde ich unbedingt abklären, ob eine Entzündung im Gehirn vorliegt und/oder Hydrocephalus.

    Leider hast Du da ja eine Rassemischung, bei der Epilepsie auf beiden Seiten nicht gerade selten ist...
    Auch das Alter ist quasi genau passend für das erste Auftreten der Krankheit.

    Viele Grüße
    Corinna

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