Zwei Babies - ständig Stress

  • Hallo liebe DF'ler,

    heute vor 4 Wochen ist mein Welsh Corgi Welpe "Nunzius" (12 Wochen) bei uns eingezogen. Eine Woche vor uns haben sich meine Eltern ihre deutsche Schäferhund Welp'in' "Laika" geholt. Vom Alter her sind beide nur 3 Tage außeinander.
    Nunzius und Laika sollten von Anfang an viel Kontakt miteinander haben, da wir meine Eltern recht oft besuchen, aber mittlerweile zerrt jeder Besuch arg an den Nerven.
    Kommen wir an, steht der Schäfi schon an der Tür und bildet das Begrüßungskomitee, wir sind noch nichtmal richtig drin, dann steigt sie schon auf den Kleinen. Ich mein sie ~ 11kg, er ~4,5kg.
    Dass sie rumblödeln, Hasche spielen usw. ist ja normal, sie wollen sich richtig auspowern. Aber Laika kennt kein Ende, legt Nunzi sich zum Schlafen kommt sie an und besteigt ihn. Nach einem WE bei meinen Eltern ist er immer total breit.
    Letzte Woche waren sie mal einen Nachmittag bei uns, dabei ist meiner Meinung nach aus Spiel - Ernst geworden. Sie hatte ihn im Nacken gepackt, er lag auf dem Rücken und hat sich bepullert. Ich hab sie geschnappt, weggezogen - ihr Fang war voll mit seinen Haaren :sad2:
    Ich entwickel grad einen totalen Hass gegen den Hund, wenngleich ich weiß, dass sie ja "nichts" dafür kann. Mit meinen Eltern ist auch kein Reden. Sie sozialisieren sie so gut wie gar nicht, wenn Laika Glück hat, trifft sie einen fremden Hund pro Woche (Nunzi lernt tgl. neue Hundis kennen). Jedesmal wenn ich das jetzt anspreche, werd ich angemacht, dass mein Hund doch der "Waisenknabe" und ihr Hund der "Buhmann" ist, aber ich will doch nur, dass sie begreifen, dass momentan nicht "Platz", sondern "Nein" das wichtigere Kommando ist. :/

    Was meint ihr, kann ich an der Situation ändern?
    Ich will beide nicht immer räumlich trennen, hab Angst, dass es zu sehr nach Bestrafung aussieht.
    Vorallem - geht das dann weiter, wenn sie erwachsen sind?
    Ich bin einfach total gefrustet, weil das Hundeproblem aufs Familienleben schlägt. :hilfe:

    Sorry für das Romane schreiben und Danke für eure Hilfe =)

  • Sagen wir es mal so, bei Welpen kann das schonmal zimlich böße aussehen, ist es aber eigentlich garicht.

    Und nur weil der Hund deiner eltern kaum Hunde sieht heißt es nicht das der Hund nicht sozialisiert ist.

    Ich würde deinen Eltern aber mal raten eine Hundeschule oder Welpenschule zu besuchen, damit der Hund auch mal was anderes außer platz lernt.

    Gerade ein großer hund sollte meiner meinung nach gut hören.

  • Ich würde die Hunde komplett trennen.

    Oder den Schäferwelpen ein Wochenende zu dir nehmen, und ihm mal ordentlich die Meinung sagen, wenn er nicht kapiert was NEIN heisst. So kannst du ihn in Zukunft zumindest von deinem abblocken.
    Denn auf dem Kleinen herumtrampeln geht ja gar nicht.

  • Das "Lustige" ist ja, treffen wir auf der Straße einen 3. fremden Hund, geht meiner ihn freundlich begrüßen und will spielen und sie verschwindet ängstlich hinter irgendwelchen Beinen.
    Hat sie den Kleinen wieder alleine, wird der die ganze Zeit angestänkert. :/

  • Hi

    Ein Corgi kann ganz schön garstig werden.
    Hast du einen Pem oder Cardi?
    Beide sind nicht ganz ohne wenn sie älter werden, und ein Cardi hat das Gebiss eines Schäfis...........

    Dein Rüde wird sich bald Respekt verschaffen. Der regelt das schon. Versteht die Hündin das nicht, kann es unangenehm werden. Ängstlich sind Corgis normalerweise nicht. Die langen schon hin, wenns nötig wird, auch bei 60kg Hunden.

    (mein Herz......als meine Pandy ( cardis forever :liebhab: )der Irischen Wolfshündin die Meinung gegeigt hat!)

    Nimm die Hündin wenn sie belästigen will, setz dich hin und halt sie am Halsband kommentarlos fest. Ohne Worte, weder zu den Eltern noch zum Hund. Einfach wegnehmen von deinem Hund: ohne Erklärung!!

    Fragen die Eltern was das soll sagst du nur: das stört mich. Nicht mehr, keine Erklärungen. Nur immer wieder: Es stört mich, das mag ich so nicht. Die Hündin ignorieren dabei. Und bleib in aller Ruhe mit ihr sitzen.

    Kommt dein Kleiner an, dann freigeben.
    Diskutier nicht mit den Eltern.......ist eh sinnloß.........mach wie du es für richtig hälst für deinen Welpen.

    Der Hund deiner Eltern ist nicht deiner. Misch dich nicht in dessen Erziehung ein, gibt nur böses Blut. Du wirst immer wieder gegen eine Wand rennen.
    Biete Hilfe an wenn sie vor dem Scherbenhaufen stehen, der da sicherlich kommt. :D

    Glaube mir: manchmal kann ein Kind sein Ziel nur erreichen mit" MAG ICH NICHT!"
    Birgit
    die sich hoffentlich nie in die Eziehung ihrer Enkel oder Enkelhunde einmischt

  • Hallo Birgit,

    ich habe einen Pem. Dass Corgis eher rabiate Spielpartner sind, war uns von Anfang an bewusst. Es ist ja auch nie so, dass er sich an dem Spiel des Schäfis nicht beteiligt, er lockt sie auch selbst heraus, aber es gab eben auch schon die Situation, an der es gar nicht mehr nach Spiel aussah. Doch bei einem ernsten "Nein" lässt er in den meisten Fällen auch von ihr ab und kommt zu mir gedackelt ( gecorgit? :headbash: ). Ich hoffe ja auch, dass er recht "schnell" etwas an Masse zulegt, damit er sich ihr besser erwehren kann.

    Deine Tipps werde ich am Wochenende versuchen umzusetzen, da ist es nämlich wieder soweit - David vs. Goliath.
    Ich fühl mich ziemlich schlecht, weil ich meine Eltern öfters anspreche, dass sie bei der Hündin etwas verkeht machen, aber der DSH davor war, ungelogen ein Herzenshund, aber in keinster Weise erzogen und sie selbst haben gesagt :"Beim nächsten Hund wird alles anders..."
    Es kommt mir halt so vor, als würden sie die Erziehung des Tieres als einen "Selbstläufer" ansehen und wenn mein Kleiner, durch die Große einen Schaden nimmt, werde ich eben "grillig".

    Vielen Dank =)
    Nunzius + Carolin

  • Hallo,
    also es ist schwierig, dies nur aus einer Sicht - deiner - zu beurteilen. Aber man hört bei dir natürlich schon den Groll gegen den Schäfi-Welpen heraus und das finde ich echt traurig. Bedenke, dass sie beide Babys sind und der Schäfi nicht weiss, dass er größer ist, er will auch nur spielen. Und ein Schäfi-Welpe hört da temperamentsmäßig/gemütsmäßig eben nicht so schnell auf zu spielen. Wichtig ist halt, dem Kleinen Schutz zu bieten, wenn er ihn benötigt und das stellt doch eigentlich kein Problem dar, wenn du ihm deine Beine dafür zur Verfügung stellst und den Schäfi - wenn er dann keine Ruhe gibt - einfach mit einem Nein sanft wegschiebst, wenn er zu deinem kleinen will... so müsste das doch klappen.

    Ansonsten muss ich sagen, ist es immer sehr schwierig, wenn man sich a) gleichzeitig für zwei Welpen entscheidet, die dann b) auch noch so unterschiedliche Rassen/Größen haben. Gerade ein Schäferhund ist doch recht "trampelig" als Welpe und das kann für deinen kleinen schon später recht gefährlich werden... habt ihr euch da vorher keine Gedanken gemacht?
    Bei uns auf dem Hundeplatz wurden zeitweise die Kleinen von den großen Rassen getrennt, wenn diese ihre Größe/ihr Gewicht dann im Überschwung nicht kontrollieren konnten, sonst wären wohl so einige Wirbelsäulen draufgegangen - das hat nichts mit Erziehung oder Aggression zu tun sondern mit der Tatsache, dass die Welpen doch noch gar nicht wissen, was sie tun...
    Überlegt euch also nun gut, bevor es großen Streit gibt, wie das in Zukunft gedacht ist. Aber du kannst deinen Eltern nun wirklich keine Schuld geben, schon gar nicht Erziehung in dem Alter verlangen, als dass der Hund schon abrufbar wäre - erwartest du das von deinem denn auch schon? Klar kann man mit nein beginnen und ihn wegschieben - aber dran denken, es ist doch völlig normal, was er tut - er ist nicht böse, sondern auch ein Baby, wenn auch größer.
    Und sei nicht böse, aber ich kann auch deine Eltern verstehen, denn selbst aus deinem kurzen Text liest man als Außenstehender heraus, dass dein Hund gold ist und - wie du selbst schreibst - der Schäfi verhasst - das ist schade. Reicht dein Herz nicht für zwei Welpis in der Familie?
    LG, Tanja

  • Ich finde es auch sehr traurig, daß du schreibst, du entwickelst einen HASS auf den Welpen, der kann doch am wenigsten zu der Situation, in der er jetzt ist.
    Wie vorher schon geschrieben, der Schäfi weiß nicht das er so groß ist.

    Dann muß man halt aufpassen und alles in richtige Bahnen lenken. Ohne Mühen und Verständnis deinerseits, dem Schäfi gegenüber, wird das nicht zumachen sein.

  • Zitat

    ist es immer sehr schwierig, wenn man sich a) gleichzeitig für zwei Welpen entscheidet, die dann b) auch noch so unterschiedliche Rassen/Größen haben; habt ihr euch da vorher keine Gedanken gemacht?


    Wir wohnen 80km voneinander entfernt und besuchen uns ab und an an den Wochenenden - die Hundwahl wollte ich nicht davon abhängig machen. Zumal bei mir nur der Corgi in Frage kam, wenn Hund, dann diese Rasse - deshalb hab ich auch 2 Jahre auf ihn warten müssen.

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