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  • Hallo Zusammen!

    Ich habe eine ganz dringende Frage an euch. Meine Kleine hat die Angewohnheit, dass sie mir hi und da mal abhaut, wenn's ihr gerade in den Sinn kommt. Wir üben auch feste daran, nur, es klappt halt noch nicht so, wie's sein soll. - So auch heute.

    Man hat mir gesagt, wenn sie stur in die eine Richtung geht, dann soll ich umdrehen und in die andere Richtung gehen, damit sie weiß, dass sie auf mich zu schauen hat. Das habe ich heute auch gemacht - das Problem war, sie kam nicht. Sie war so an ihrer Spur (Jagdhundmischling) interessiert (vermute ich), dass ich da uninteressant war - und so schnell konnte ich gar nicht schauen, da haben wir uns aus den Augen verloren. Ich hab sie gerufen und gesucht, aber sie kam nicht.

    Jetzt ist es so, dass wir in der Nähe von unserer Wohnung ein Lokal haben, indem eine Hundefreundin von ihr ist. In meiner Verzweiflung, bin ich dort hingegangen und -siehe da- sie war dort.

    Ich war natürlich total froh, dass ich sie gefunden hab und auch stolz, dass sie den Weg dorthin alleine gefunden hat, aber andererseits hat es mich voll aufgeregt, dass sie wieder abgehauen ist und ich weiß jetzt nicht, wie ich richtig reagieren hätte sollen. Ich habe sie angeleint, bin mit ihr nach Hause und habe sie ignoriert. Aber, vielleicht ist das genau das Falsche?

    Was meint ihr? Hätte ich sie loben sollen, dass sie dort war? Oder ist es ok, ihr zu zeigen, dass ich mit ihrem Verhalten nicht einverstanden war?
    Ich weiß schon, man sollte dem Hund unverzüglich "antworten". Aber, ich habe jetzt wieder in einem Buch gelesen, dass sich ein Hund sehr wohl daran erinnern kann, was gerade war und es ein Fehler ist, den Hund zu loben, wenn er ewig weg war und dann daher getrottet kommt. ...Verwirrung! :???:

    Vielleicht habt ihr ja ähnliche Erfahrungen gemacht oder ein paar gute Tipps für mich? Ich wäre euch sehr dankbar!

  • Das klingt nach viel Arbeit, die da vor dir liegt - nämlich ein intensives Rückruftraining, ggf. auch ein Antijagdtraining....

    Am besten besprichst du das mit einem Trainer vor Ort - und gehst von nun an vorerst nur an der Schleppleine mit ihr raus. Dann kann sie zwar schnüffeln und auch begrenzt mal ne Fährte aufnehmen, aber nicht abhauen.

    Zum Thema Schleppleinentraining gibt es hier im Forum auch eine Menge guter Beiträge mit Anleitungen, z. B. hier:

    https://www.dogforum.de/ftopic61353.html

    Liebe Grüsse
    Gudrun

    PS - Dir ist ein Stein vom Herzen gefallen, als Du sie wohlbehalten gefunden hast - egal, was du dann sagst, der Hund merkt auch, dass du froh bist, ihn wieder zu sehen. Überschwänglich loben ist hier aber m. E. nicht angesagt.... (So ähnlich, wie wenn der Partner unterwegs ist - man weiss nicht wirklich, wo er ist und findet ihn zufällig in der Stammkneipe....)

  • Ich würde die Hexe auch definitiv an die Schleppi nehmen, damit sie lernt, dass sie keinen Erfolg damit hat, wenn sie Deinen Rückruf ignoriert.

    Das mit dem "Lauf in die entgegengesetzte Richtung wie Dein Hund" hat bei uns auch nie wirklich funktioniert. Meggie hat mir den Stinkefinger gezeigt und hat weiter ihr Ding gemacht. Mittlerweile merkt man ganz langsam, dass soviel Bindung entstanden ist, dass es sie interessiert, wenn ich weg gehe.

    Was uns viel bringt ist, dass wir was gefunden haben, was uns gemeinsam Spaß macht. Wir machen seit gut einem halben Jahr Obedience und seit etwa 4 Monaten longieren wir. Seitdem merke ich riesige Fortschritte.

    Mein Rat also (neben der Schleppi): Such Dir ein Hobby mit Deinem Hund zusammen - egal ob im Bereich Hundesport oder ob Du mit ihr Mäuschen suchst oder sonstwas, nur Ihr müsst es zusammen machen und Spaß daran haben. Vielleicht magst Du Dich auch mal mit dem Longieren auseinander setzen, das hat uns unheimlich viel gebracht.

  • Hi,

    danke für eure Tipps! Das mit dem Longieren klingt gut!
    Im Augenblick mache ich mit ihr gerade BGH 1 und Aggility. Zumindest das Aggility macht ihr viel Spaß - BGH 1 mag sie gar nicht - eh klar, Schule ;)

    Auch das Schleppleinentraining hatten wir eigentlich schon hinter uns. So war von Anfang an etwas "schwierig" - mussten mit sehr vielen Mitteln mit ihr arbeiten. Es hat an und für sich auch schon ganz gut geklappt - früher konnte ich sie gar nicht frei laufen lassen - aber im Augenblick hat sie wieder eine Phase, da haut sie ständig ab - will irgendwo graben, schnüffeln oder sonst was.

    Aber danke für eure aufbauenden Worte - es besänftigt etwas :smile:
    Seit dem wir wieder nach Hause gekommen sind, hatte ich sie auch einfach nur ignoriert - ich dachte mir, vielleicht merkt sie ja doch, dass etwas nicht ok war. Sie war völlig aufgelöst - lief heulend in der Wohnung rum und hat auch nix gefressen. Jetzt haben wir uns wieder "versöhnt" und sie ist wieder beruhigt.

    Liebe Grüße und Danke!
    Barbara

  • Hallo Barbara,

    nur eine Anmerkung am Rande: das "Mittel" Ignorieren würde ich wirklich nur wenn unbedingt nötig einsetzen.

    Wie du selbst geschrieben hast, ist sie heulend durch die Bude gelaufen. Den eigenen Hund wirklich konsequent zu ignorieren ist so ziemlich die härteste Strafe, die du dem Hund antun kannst.

    Also setze dieses Mittel wohldosiert und so selten wie möglich ein. Zur Info: ich spreche hier das Ignorieren über einen längeren Zeitraum an und nicht wenn Hundi gerade jemanden anspringt und ich ihn in dieser Situation ignoriere.

    Fakt ist: wenn dein Hundi ausbüxt und du ihn erst eine ganze Weile später findest, dann hat Lautstärke oder Strafe hier nichts mehr zu suchen. Denn die Strafe sollte ja fürs Ausbüxen sein, das aber liegt schon eine Weile zurück - also ist Strafe hier fehl am Platz.

    Gehe ruhig und gelassen hin, mache den Hund fest und gehe deinen Weg weiter oder nach Hause und das entweder kommentarlos oder allerhöchstens mit einem knappen "komm mit!" kommentiert. Hund nicht zutexten und vor allem.....keinen Freudentaumel veranstalten, sonst lernt Hundi noch, dass sich Ausbüxen lohnt, weil sich Frauchen im Anschluß megafreut.

    Loben kannst du ihn wieder, wenn er sich dir wieder zuwendet und ansprechbar ist. Lass ihn eine kurze Übung machen und dann lobe ihn aber lobe ihn nicht dafür, dass DU ihn gefunden hast! Ich denke du verstehst, oder ?

    Lg
    Volker

  • Hi Volker!

    Genau das war mein Bedenken! ...ignorieren oder nicht, loben oder nicht...
    Vor allem, das Ignorieren fiel mir auch sehr schwer, weil sie wirklich sehr mitleidig reagierte - und abgesehen davon, machen wir das so selten, dass sie wahrscheinlich gar nicht wusste, was da gerade passiert.

    Ich werde es das nächste Mal auf alle Fälle mit deiner Methode probieren - zuerste Übungen machen lassen, dann loben - das finde ich eine ganz gute Idee!

    Hast du sonst noch ein paar gute Ideen, wie man das Ausbüxen in Griff bekommen könnte?

    Liebe Grüße
    Barbara

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