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  • Hallo erstmal,...
    ich habe ein ganz dringendes Problem, welches ich hier gerne mal zur sprache
    bringen würde, in der Hoffnung, ein paar Tipps zu bekommen.

    Mein Freund und ich haben uns vor gut 10 Monaten unsere Hündin Schaja zu uns geholt. Da wir beide schon Erfahrung mit Hunden hatten, sollte dies unser neuer ,,Familienzuwachs'' werden. Doch im Endeffekt ahnten wir beide nicht,
    worauf wir uns da eigentlich Eingelassen haben...
    Ich muss dafür ein wenig weiter ausholen und es ein wenig detaillierter beschreiben ...
    Anfangs wohnten wir beide noch getrennt, waren aber grade im Begriff zusammen zu ziehen. Schaja wohnte in der Zeit bei ihm in der Wohnung.
    Ich folgte dann ein paar Wochen später.
    Es lief alles eigentlich sehr gut, wir haben ihr klar ihre Grenzen gesetzt, Stubenrein war sie dann nach ein Paar Wochen auch, sie hörte auch wenn wir sie von der Leine laufen liesen usw usw...
    Angefangen hat alles, als sie größer wurde...
    und sie wuchs verdammt schnell muss ich sagen!
    Mit 8 Monaten würde ich sagen,fing es an.
    Da hatte sie schon eine statliche Größe erreicht.
    Sie fing an Leute auf der Straße anzuspringen,die Wohnung zu verwüsten wenn wir nicht daheim waren, machte Häufchen und Pinkelte alles voll,hörte kaum mehr auf das was man ihr sagte.
    Sie freut sich auch immer total über alles und jeden auf der Straße,sie ist dann so aufgedreht das es nur schwer ist sie wieder runter zu bekommen.
    Wir haben uns echt bemüht hart durchzugreifen, uns wurde gesagt das der Hund etwas bräuchte wovor er respekt hat. Also griffen wir zur Zeitung,hauten wenn irgendetwas war auf den Tisch und sie wusste das sie das nicht darf.
    Darauf reagierte sie dann auch 1a.
    Ich muss auch sagen das es echt an die Nerven geht, wenn man nach Hause kommt, die Wohnung TOTAL verwüstet ist (Schränke umgeschmissen,Gadienen runtergerissen,Müll eimer umgekippt und alles in der Wohnung verteilt....) und man sich erstmal eine halbe stunde hinstellen darf und aufräumen darf.
    Wir haben ja schon den verdacht das es vllt krankheitsbedingt sein kann, denn schließlich lief anfangs alles glatt. teilweise ist es ja auch so das man nach stunden nach hause kommt und es ist garnichts!
    Sie frisst auch alles an, was ihr in die Quere kommt. Letztens hat sie Duft Teelichter gefressen...
    Wir wissen echt nichtmehr weiter, denn wenn es wirklich krankheitsbedingt sein sollte, wollen wir sie auch nicht zu hart bestrafen..

    Vllt hat ja jemand von euch soetwas schonmal gehört oder weiss einen guten rat.

    Ich bedanke mich schonmal im vorraus und verzeihung das der Text so lang ist.

    Larishia

  • Hallo,

    nun ja, wie soll ich es vorsichtig ausdrücken?

    Es liegt ja einiges im Argen.

    Krankheitsbedingt ist ihr Verhalten nicht, das schon mal vorweg.

    Kurz formuliert: Sie kann nicht alleine bleiben!
    Nun gilt es herauszufinden, woran es liegt.

    1. Hat sie es überhaupt langsam gelernt alleine zu bleiben?

    Entweder hat sie Angst davor, weil sie es nicht richtig gelernt hat oder

    2. Sie hat einen Kontrollzwang.

    3. Frust

    Wie verhält sie sich sonst euch gegenüber?
    Ist sie ein ängslicher Hund? Unsicherer HUnd?
    Wie sieht der Grundgehorsam aus?
    Wie oft wird sie ausgeführt, wie sieht der Tagesablauf aus?
    Verfolgt sie euch in der Wohnung?
    Hat sie einen festen Platz?

    Ihr wollt sie nicht zu hart bestrafen?
    Wie bitte?
    Wofür bestraft ihr den HUnd denn?
    Wie sieht diese Strafe denn aus?
    WANN bestraft ihr sie?

    Etwa dann, wenn ihr zurückkommt und die Wohung ist schon verwüstet?

    1. bestraft man einen Hund grundsätzlich nicht!

    Schon gar nicht, wenn die Tat längst geschehen ist, eure Strafe kann sie mit dem längst Geschehenen niemals in Verbindung setzen.
    Strafe ist in der Hundeerziehung völlig überflüssig und es ist ein sehr großer Vertrauensbruch!

    Mit irgendwelchen Sanktionen dem Hund gegenüber macht ihr das Verhalten noch schlimmer.

    Zitat

    Wir haben uns echt bemüht hart durchzugreifen, uns wurde gesagt das der Hund etwas bräuchte wovor er respekt hat. Also griffen wir zur Zeitung,hauten wenn irgendetwas war auf den Tisch und sie wusste das sie das nicht darf.
    Darauf reagierte sie dann auch 1a.

    Sorry, wer hat euch denn dazu geraten?
    Sie wusste nicht dadurch, dass sie etwas nicht darf, sie hat gelernt, dass ihr sie dann erschreckt, wenn... mehr nicht.

    Was heißt "ihr habt euch immer bemüht, hart durchzugreifen"??? :???:

    Man kann sicher was machen, wenn du die Fragen beantwortest.
    Ihr Verhalten hat mit Sicherheit Gründe und ist nicht krankheitsbedingt.

    Gruß
    Leo

  • Hallo,

    puh...das ist ja viel auf einmal...alle Wetter.

    Die wichtigsten Fragen hat Leo ja bereits gestellt...warte auch mal gespannt auf Eure Antworten.

    Ich mußte ja ehrlich gesagt etwas schmunzeln, als ich DAS las...:

    Zitat

    denn wenn es wirklich krankheitsbedingt sein sollte, wollen wir sie auch nicht zu hart bestrafen..

    Okay, leicht geschockt war ich auch.

    Angenommen, sie wäre tatsächlich krank, dann würdet Ihr sie nicht/nicht so heftig strafen. Heißt das im Umkehrschluß, daß ein gesunder Hund härter bestraft werden würde...?

    Und welche Krankheit sollte diese von Euch geschilderten Symptome auslösen...? Organisch besteht da mit Sicherheit kein Problem.

    Wie lang ist der Hund denn allein...? (Hat Leo das schon gefragt?)

    Für mich sieht das (erstmal) nach mangelnder Erziehung und mangelnder Auslastung aus. Das Ganze gepaart mit Pubertät, Langeweile und Frust...!

    Liebe Grüße

    BETTY und Ronja

  • 1. Ja hat sie, anfangs konnte sie ja auch alleine bleiben! das hat sich ja von einen auf den anderen Tag geändert.!

    uns gegenüber ist sie eigentlich sehr ruhig, verschmust, sehr anhänglich.

    und nein sie ist definitiv kein ängstlicher hund!
    ganz und garnicht!

    naja die gehorsamkeit und ab da eigentlich auch mehr und mehr abgenommen wies mit der wohnung usw anfing.

    gassi gehen wir so oft es uns möglich ist!
    das einzige problem ist das sie oft ziemlich lange alleine ist,was ich jetzt aber auch geklärt habe.
    ich nehme sie vormittags bis 12 uhr mit auf die arbeit, laufe mit ihr nach hause und dann ist sie bis ca 16 uhr allein und dann kommt sie sofort wieder runter.

    Ja sie verfolgt uns ständig in der wohnung, liegt nie allein in einem raum.

    sie hat 2 Plätze. einmal ein Körbchen im wohnzimmer und eines im Schlafzimmer (sie kommt nicht ins bett das haben wir ihr abgewöhnt)

    bestrafen tun wir sie nur, wenn sie in unserem beisein zb im müll wühlt,die tapete abreißt, versucht durch unsere durchreiche (von wohnzimmer in die küche) zu springen o.ä.

  • Naja krankheitsbedingt...
    wie soll ich das erklären! genau etwas bestimmtes habe ich da nicht im kopf...aber mir kommt es eben nur so komisch vor...
    wie gesagt es passierte von einem auf den andren tag!
    manchmal sind es auch keine 5 min die man aus der tür ist und dann ist absolutes chaos in der wohnung!
    manchmal sind es aber auch mehrere stunden die sie allein ist und es ist rein garnichts in der wohnung!
    tut mir leid aber man macht sich darüber nunmal seine gedanken!

  • Hallo,

    ist ja auch gut, daß Du Dir Gedanken machst, aber "krank" ist sie bestimmt nicht.

    Was für eine Rasse ist sie denn?

    "Nur" Spazierengehen lastet einen Hund nicht aus.

    Was macht Ihr ansonsten mit ihr? Beschäftigung, Auslastung, Hundeschule...how ever...?

    Liebe Grüße

    BETTY und Ronja

  • Ok, so weit, so gut!

    Ihr geht so oft wie möglich mit ihr Gassi!

    Wie oft und wie lange konkret?
    Was macht ihr so während der Spaziergänge, außer dass der Hund seine Geschäfte erledigt?

    Euer Hund steckt mit 10 Monaten mitten in der Pubertät und in der zweiten unsicheren Phase. Früher nannte man das "10Monatsangst" (oder so ähnlich)
    Der Grundgehorsam wird in dieser Zeit auch gerne vergessen.

    So, das erst mal als Erklärung, in welcher Lebensphase der Hund steckt.
    Im Gehirn wird nun einiges neu gesteckt.
    Bereits Erlerntes ist weg und es entwickeln sich Ängste und Unsicherheiten gegenüber Menschen, Gegenständen, Artgenossen und Situationen, die eigentlich bekannt sind/waren.

    Deine Strafmaßnahmen möchte ich bitte noch erklärt haben, wie sehen diese aus?

    Für mich klingt es so, als hätte der Hund bzw. die Hündin Frust!
    Sie hat nicht gelernt, mit Frust umzugehen.
    Sie scheint auch nicht wirklich ausgelastet zu sein.
    Es klingt so, als hätte sie mehr gelernt, was sie nicht tun soll, anstatt zu lernen, was sie machen soll.
    Bei so einem Verhalten kommen meist einige Dinge zusammen.
    Du schreibst, dass sich nun die Alleinseinzeiten ändern... wie lange war sie denn bis zur Änderung alleine?

  • in der arbeitszeit kommt sie so etwa 4 mal runter, morgens eine halbe stunde, dann wenn ich sie von der arbeit nach hause bringe sind es etwa 15 min. und dann 16 uhr ca auch nochmal eine halbe stunde und am abend wieder.

    wir nehmen oft spielzeug und leckerlies mit runter und üben viel mit ihr.
    eigentlich,als das alles anfing haben wir nochmal komplett neu mit ihr angefangen. Sitz, Platz, Bleib usw...
    wir versuchen es auch abwechslungsreich für sie zu gestalten...
    wir wollen sie körperlich, sowie geistig auslasten!

    Unsere Strafmaßnahmen sehen eigentlich wie folgt aus:
    wenn wir sie direkt bei etwas ,,erwischen'' wird ihr gezeigt was sie falsch gemacht hat ( zb wir erwischen sie grade dabei wie sie den müll auseinander nimmt dann zeigen wir ihr den ausgeräumten müll, sagen ihr ,,pfui,aus oder nein) und schicken sie auf ihren platz und beachten sie für eine gewisse zeit nicht.

  • Hm, ich hab grad gelesen, sie ist ein Staff-Windhund-Mix, richtig? Kenn mich mit den beiden Rassen nicht so gut aus, aber kann mir vorstellen, dass denen 1,5 Stunden Gassi gehen am Tag mit ein bisschen spielen nicht ausreicht. Wie alt ist sie jetzt? Ist sie in der Pubertät?
    Das mit dem "zeigen was sie falsch macht" versteh ich nicht so ganz, und eure Hndin wahrscheinlich auch nicht. Kennt sie "nein" als Abbruchsignal? Wenn sie den Müll ausräumt und ihr erwischt sie, reicht doch ein Abbruchsignal, da müsst ihr ihr nicht den Müll unter die Nase reiben.

  • OK,

    also:

    Der Hund muss ab jetzt mehr raus!
    Es sind häufige, aber zu kurze Gassigänge!
    Vor allen Dingen:
    Macht vor Verlassen des Hauses (bei längerer Abwesenheit) einen ausgedehnten Lauf von mind. einer Stunde. Dazu geistige Beschäftigung, das macht ihr ja schon, das ist gut.
    Lasst sie mal etwas Nasenarbeit machen, apportieren etc.
    Das macht müde.

    Eigentlich müsstet ihr das Alleinebleiben noch mal in Ruhe üben, aber das ist in eurer Situation nicht machbar, weil ihr arbeiten müsst.
    Versuchen wir es den Umständen entsprechend zu lösen.

    Zu Hause darf der Hund euch ab heute nicht mehr verfolgen.
    Er bleibt in einem Raum, wenn ihr den verlasst.
    Bringt ihr bei, auf ihren Platz zu gehen und zu bleiben, wenn ihr es befehlt.
    Einfach nur so, weil es euch gefällt und ihr das so bestimmt.
    Wenn sie euch dazu auffordet, Streicheleinheiten zu bekommen, schickt ihr sie einfach mal weg und ignoriert sie.
    Nicht jedes Mal darauf einlassen, ok?
    Das gleiche gilt für Spielaufforderungen.
    Fressen darf sie nur, wenn ihr den Napf freigebt. Nix draufstürzen oder so...
    Für ein Lecker oder Kauzeug muss sie etwas machen.
    Wenn ihr die Wohnung verlasst, keine große Abschiedesszene machen und keine Wiedersehensparty veranstalten.
    Bei der Rückkehr ganz normal hereinkommen (der Hund ist gar nicht da :hust: ), als wäre nichts gewesen.
    Kommen und Gehen soll etwas Normales werden.
    Wenn sie alleine bleiben muss:
    Den Raum einschränken, lasst ihr nur einen Raum.
    Befüllt einen Kong als Beschäftigung oder einen Ochsenziemer.
    Tja, alles, was nicht kaputtgehen soll: weg damit - alles sichern
    Du wirst dich über all die Maßnahmen wundern:

    Sie soll lernen, mit Frust umzugehen.
    Optimal wäre natürlich erst ein minutenlanges Üben, alleine zu sein.
    Fangt am Wochenende damit an, die anderen Sachen vorher (jetzt sofort).

    Frust kann den Hund auch stressen, zusätzlich würde ich mal viell. Bachblüten in Erwägung ziehen.

    Gruß
    Leo

    PS:
    Anstatt sie zu bestrafen, solltet ihr vorher das Verhalten unterbinden.
    Sie zeigt vor ihrem Verhalten etwas anderes (bevor der Müll ausgeräumt wird), DAS solltet ihr bestärken.
    Und:
    Habt ihr der Hündin das Wort "nein" RICHTIG beigebracht?
    Sprich: Abbruch des Verhaltens und eine Alternative geben und DAS belohnen!

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