Hilfe - Angsttrauma durch andere Hunde !!

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  • Hallo,

    ich muss mir hier mal den Frust runterschreiben. :sad2:

    Wir sind ja Besitzer von 3 Hunden und unsere haben noch nie Stress gemacht, wirklich noch nie gebissen oder verletzt. Von klein auf waren sie regelmäßig im Wald und hatten so unzählige Kontakte mit anderen Hunden und sind so super sozialisiert.

    Sie umkurven lieber einen Hund der ihnen nicht koscher ist, als sich auf eine Stänkerei einzulassen.

    Leider sind unsere Hunde und wir die Dummen und sie wurden schon mehrmals gebissen und bis auf „einen“ Versicherungsausgleich, mussten wir die anderen Kosten tragen, da die HH mit Hund stiften gingen.

    Sie wehren sich nicht wirklich (lieber schreiend flüchten) wenn sie angegriffen werden, überwiegend unvermittelt beim vorbei gehen oder die beißenden Hunde kommen einfach auf uns zugeflogen und fallen, ohne zu schnuppern ect. über einen unsere Hunde her.

    Wir versuchen schon rechtzeitig zu agieren, doch geht es oft blitzschnell.

    Mein Mann ist schon so frustriert und sauer, das er bei manchen Situationen knallhart reagiert.
    Da wird schon mal ein giftig um sich beißende Fußhupe an Hintern und Nacken gepackt und noch durch die offene Autotür auf den Rücksitz katapultiert, oder ein sich losgerissener Fellnasenzerreißer, der sich gerade auf unsere Buffy stürzen will, in den Schwitzkasten genommen oder ähnliches. Von den genannten HH kam dann schon vorher: „Oh Gott, ob das gut geht“ oder ähnliches. :???:

    Unsere beiden Großen 7,5 Jahre alt, gehen damit relativ gelassen um und verhalten sich weiterhin normal.

    Nur unser Fussel, knapp 1 Jahr und Jackimix, wird leider langsam (seit ca. 3 Wochen) zum "Schisser", was ich nachvollziehen kann.
    Er war immer der Zwerg der auf alle Fellnasen, egal wie groß, freudig zuging und überhaupt keine Ängste zeigte.

    Wir haben einen schönen kleinen Park, gleich um die Ecke und der ist am Vormittag, bevor wir in den Wald fahren, ideal um in Ruhe eine Runde zu drehen.

    Von Klein auf wurde und wird er (angeleint da noch Azubi) immer wieder von unangeleinten Hunden attackiert und sie waren weder abrufbar, teilweise noch nicht mal anleinbar.
    Oft fruchtete auch kein Abblocken oder dazwischen stellen, da die anderen Hunde zu schnell waren oder wie irre um uns rumgelaufen sind.

    Weder ruhige, noch teils hitzige Diskussionen meinerseits stießen bei den HH auf null Verständnis.
    Bockige Antworten wie: „Mein Hund muss ja irgendwo freilaufen“ - „so eine Rangelei ist doch ganz normal“ und „das bisschen Fell wächst schon wieder nach“, machten mich sprachlos und wütend. Wenn ein Golden, Labbi oder Kangal einen 34cm Hund in die Mangel nehmen, ist das nicht mehr lustig. :headbash:

    Das Ende vom Lied – Fussel will nicht mehr in den Park – außer ich wurde ihn schleifen.
    Er beäugt jetzt auch jeden entgegenkommenden Hund genau, bleibt erst steif stehen, um dann gegebenenfalls zu flüchten.

    Trost – und Parklos laufe ich jetzt mit Fussel immer um den Häuserblock und reagiere vorausschauend auf andere Hunde und Halter.

    Ich versuche nur positive Begegnungen, bekannte Hunde, zuzulassen. Hat Jemand noch eine Idee, wie ich das Parktrauma angehen kann?

    ........Terrorfussel, die stinkwütend auf diese rücksichtslosen HH ist. (die Hundis können ja nichts dafür) !

  • Hallo,

    wir hatten heute ein ähnliches Erlebnis mit einem Schäferhund, welcher meinen Lütten gleich 2 x attakiert hat. Max ist auch ein Hund der die Körpersprache beherrscht und es gab nie Probleme. Heute war er dann auch traumatisiert und ich kann nur hoffen das er nicht wie Deiner jetzt völlig verängstigt dort nicht mehr hingehen mag.

    Ich glaube ich würde in kleinen Schritten versuchen mit ihm da immer wieder lang zu gehen. Vielleicht mit seinem Lieblingsspielzeug oder so. Ich weiß es aber auch nicht und werde am Freitag mit meiner Hundetrainerin darüber sprechen, sollt Max jetzt auch Angst vor anderen Hunden zeigen.

  • Kenn ich leider auch. Mein junger Aussie, der auch alles und jeden liebt wurde von unseren Nachbarshunden gebissen (stand eines Tages einfach in unserem Garten) und von dem Hund einer Freundin unserer Vermieterin.
    Er wollte hin spielen, laut anderem HH war das kein Problem. Leider ging der Hund gleich mächtig gegen mein kleines Spielmonster los und der flüchtete wimmernd in eine Ecke. Als ich ihn zu mir herrief und er zu mir laufen wollte, passierte es. Als er an dem anderen - inzwischen an der Leine- vorbei ging hat der gebissen. Das tat mir so unendlich leid, da er ja nur zu mir kommen wollte.
    Hab mir auch schon oft Sorgen gemacht, das irgendwann mein total freundlicher Hund auf Grund der Rücksichtslosigkeit anderer Hundehalter mit anderen Hunden unverträglich wird und freue mich immer, wenn wir nen ebenso freundlichen treffen und die beiden dann spielen können.

    Ich würde an deiner Stelle vielleicht versuchen ihm den Park/Weg wieder schön zu füttern oder ihm wie schon von angiehh vorgeschlagen mit nem super Spielzeug seinen Angst vergessen machen?!

  • Danke für eure Antworten!

    Ich hoffe das eure Hunde es gut verdauen. :ops:

    Fussel hat nicht "immer" große Angst, aber er ist sehr unsicher geworden.

    Eben hatte ich wieder eine Situation. Ich gehe mit ihm in einer Seitenstraße entlang (dunkel, neblig) und plötzlich schießt ein großer, schwarzer Hund zwischen den Autos auf uns zu.

    Wir bekamen beide einen riesen Schreck. Zum Glück erkannte ich den mir bekannten, gutmütiger Hund auf den zweiten Blick. Ein Doggen-Labbimix, groß und sehr ungestüm. Er ist gleich auf Fussel zu und er hat sich gleich wie eine Flunder platt gemacht. =)

    Das Herrchen kam angerannt und zog ihn am Halsband fort. Leider rennt dieser Hund immer über die Straßen und ich habe auch schon den Tipp gegeben, er möge mit Leine oder Schlepp arbeiten, doch leider blöckt er seinen Hund lieber an.

    Solche Begegnungen haben wir öfter, auch mit nicht netten Absichten und das bestärkt Fussel dann natürlich in seiner Unsicherheit.
    Manchmal komme ich mir vor, als wenn ich eine Rarität in Leinenführung bin.
    Es ärgert mich auch wahnsinnig, das diese gutmütigen Junghunden, wie Fussel, durch andere Hunde dermaßen verunsichert und verängstigt werden!

    Nun zum Park. Ich habe Versuche gestartet mit Leckerli oder Spieli zu bestärken und obwohl er total verfressen ist, rührt er sie in den Momenten nicht an, genauso ignoriert er das Spielzeug.

    Er schaut sich nur um, hat den Schwanz locker unten (nicht eingegniffen und sonst Kringelschwanz) und setzt dann weder Urin noch Kot ab. Es könnte ja irgendwo ein böser Hund lauern.

    Ich nehme mal Morgen die beiden Großen mit, obwohl er dann zieht wie irre, da er unseren anderen Jackimix immer hinterher will.
    Darum gehe ich lieber öfter mit ihm alleine um gute Leinenführigkeit zu üben. Mal sehen wie er mit den Großen zusammen reagiert. ;)

    Danke erst mal, vielleicht hat ja noch jemand einen Tipp für mich

  • Tja, das kenne ich alles nur zu gut.. :-(

    Auch Mücke scheint für andere Hunde eher "ein Frühstückchen" zu sein, und sie entspricht inzwicshen wirklich dem typischen Bild eines Kleinhundes, der an der Leine die große Klappe macht, dabei hat sie einfach nur Angst und schlägt halt Alarm, wenn sie einen großen Hund irgendwo sieht. Ich, der ich dann auch bei Hundekontakten erstmal vorsichtig bin, mich dazwischenstelle und Mücke möglichst an die Leine nehme (weil sie sonst flüchtet und den Jagdtrieb auslöst), werde auch schon teilweise kopfschüttelnd betrachtet, aber ich weiß mir inzwischen auch nicht mehr anders zu helfen.

    Angefangen hat es, als ich meine Schwester besucht hatte (knapp 400km zwischen uns), Mücke war ein halbes Jahr alt, der Hovawart-Mix meiner Schwester ebenfalls.. bis dahin war alles ok. Mücke mein erster Hund, meine Schwester hat seit 30 Jahren Hunde und Erfahrung mit diesen.. tja.. der Hovi fand Mücke ganz toll, hat sie gehetzt, mit den Pfoten draufgeschlagen und Mücke war nur noch Panik, hat nur noch gequiekt und ist geflüchtet, was den Hovi nur noch mehr angeheizt hat. Ich hatte leider nicht genug Erfahrung, um mich gegen meine Schwester durchzusetzen, die meinte, dass das ganz normal wäre und ich mich anstellen würde - typisch ängstlicher Kleinhundebesitzer (Mücke hat vor Angst gepinkelt und gekotet, was in den Augen meiner Schwester nur "unerzogen" war, "sowas" hätte keiner ihrer Hunde je gewagt) und so haben drei Tage gereicht, dass Mücke total durch war, nicht mehr das Grundstück betreten wollte.. ich habe zwar diese "Spiele" unterbunden und im Zweifelsfall auch Mücke durch den Garten ins Haus getragen, weil der Hovi Mücke nicht bei mir die 5 Meter durch den Garten liess, aber naja..
    ich bin dann vorzeitig wieder nach Hause gefahren, ich habe meinen Hund nicht wiedererkannt, die war richtig depressiv und lebte nur auf, wenn wir das Grundstück verlassen haben und knickte richtig ein, wenn wir wieder in Sichtweite des Hauses kamen.

    Tja.. ich habe danach versucht, positive Hundekontakte zu finden, aber das war ziemlich schwierig.. sie hat seitdem Hunde verbellt, und wieder schlechter Rat "die ist aggressiv gegen Hunde, da muss man streng durchgreifen und das unterbinden", Ende vom Lied war, dass sie irgendwann so ängstlich war, dass schon nur der Klang von ner Metallhundeleide oder Krallen auf Asphalt gereicht haben, dass sie ganz langsam von mir und Männe weggeschlichen ist, um sich irgendwo zu verkriechen.

    Nachdem ich meinem Herzen gefolgt bin und diese tollen Hundefachmannratschläge in den Wind geschossen habe, habe ich es gottseidank geschafft, dass Mücke wieder ein wenig Vertrauen in mich gefasst hat und nicht mehr auch vor mir "geflüchtet" ist, wenn so eine Situation kam. Aber sie hat nie wieder so deutlich Schutz bei mir und zwicshen meinen Füßen gesucht, wie noch vor udn in den Tagen mit dem Hovi meiner Schwester. :-( Auch heute noch merke ich, dass ich nicht mehr DER Notfallort für sie bin und sie im Zweifelsfall lieber rennt, als bei mir Schutz zu suchen, das tut mir wirklich weh.

    Tja.. leider kam es in der weiteren Zeit immer wieder zu solchen unangenehmen Hundebegegnungen.. einmal ein Bordercollie, der schwanzwedelnd ankam, die haben sich beschnuppert, und auf einmal tickte der aus und stürzte sich auf sie, sie hat danach erstmal gehumpelt, weil er sie am Bein erwischt hat (wenn auch ohne Blut). Seitdem sind schwarzweiße Hunde "böse".

    Immer wieder bei Spaziergängen Hunde, die erstmal lieber draufgehen (oft auch nichtmal mit bösen Absichten, aber in dem Moment, wo sie wegrennt, ist es halt vorbei), die nicht an die Leine genommen werden.. tja..

    der vorletzte schlimme Vorfall war im Sommer, wo ich ihr einen Gefallen tun und mit ihr zu einem Stausee mit Hundestrand gefahren bin.. da rannte eine Hundemeute rum, darunter ein Huskymix, der, wie der Bordercollie erst ankam, und dann innerhalb eines Augenblinzelns sich mit gesträubtem Fell auf sie gestürzt hat - der hatte sich mit dem Maul schon komplett über ihren Nacken gestülpt, und ich musste den ganz alleine zusammenbrüllen und meinen zitternden Hund (die sich schon an der Leine zigmal um mich gewickelt hat) irgendwie wieder beruhigen.
    Dieser Husky kam immer wieder mit starrem Blick an und wollte Mücke stellen, einmal musste ich den wirklich am Nacken packen und wegzerren, und der wog bestimmt so viel wie ich.. :-(

    Keine Hilfe von den Hundehaltern, nichts.. ich war so enttäuscht und stinksauer.

    Dann letztens auf der Straße, mal wieder ein Border Collie, sah sie, wurde steif, starrte und sträubte das Fell, stürzte auf sie zu, alles innerhalb eines Wimpernschlages, ich hatte das gottseidank schon vorausgesehen und habe mich sofort dazwischengestellt und ihm ein "AB" zugebrüllt, worauf er gottseidank hörte.. aber puh.. ich weiß echt nicht, wie das kommt!

    Seitdem ist wirklcih vorbei.. hier ist ein Jäger mit einem Golden Retriever und einem "richtigen" Jagdhund, beide sehr gut abgerichtet, mit dem bin ich letztens ein Stück gegangen, Mücke war nur ein Schatten und schlich hinter mir her.. wollte kein Leckerli, guckte nur groß, selbst so ruhige Hunde helfen nichts mehr.
    Ein Nachbar im Kleingarten hat einen schwarzen Setter, Seele von Hund, der schmeißt sicih vor Mücke auf den Boden und macht sich winzig für sie, durch den Zaun beschnuppert sie ihn, wenn die sich offen begegnen, nimmt sie Reißaus - obwohl er sich soo winzig macht für sie (ein wahrer Schatz).

    Mücke hat genau zwei Hundekumpels, beide ungefähr ihre Größe, die mag sie, einer kommt einmal die Woche, weil ich auf ihn aufpasse, den anderen sieht sie alle paar Tage auf der Straße, aber selbst mit denen spielt sie kaum. Raufspiele werden nur mit mir gespielt, aber mit anderen Hunden, selbst "Freunden", da hat sie schnell Angst, obwohl die ihre Größe sind.

    Ich bin auch regelmäßig auf Kleinhundetreffen, da bin ich schon stolz, dass sie mal jemanden wegknurrt, der *vorsichtige* Annäherungsversuche macht, aber in dem Moment wo ein Hund etwas lebhafter ist oder auf sie zugeturnt kommt, ist es vorbei, egal, wie klein.. sogar gleiche Rasse und Welpe ist ihr suspekt, einfach zu lebhaft.

    So sah es auf dem ersten Kleinhundetreffen 2007 aus:

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    :sad2: Da kam sie in Panik zu mir gerannt, weil die anderen "hinter ihr her waren".. inzwischen ist sie da etwas gelassener und hält sich einfach in sicherer Entfernung aus solchen Tobereien raus.. geht mal im Garten schnüffeln, liegt bei uns oder schlendert mal hinter den anderen her.. immerhin.

    Im Dunkeln muss ich mit ihr auch gar nicht gehen, da ist sie ebenfalls sehr unsicher und will sofort zurück bzw. beschränkt sich darauf, ihre Angelegenheiten zu erledigen.

    Ist schon sehr doof, aber mehr als die positiven Hundekontakte, die sie hat, zu forcieren und möglichst keine negativen mehr zuzulassen, kann ich nicht viel tun (oder doch?). Da sie sich inzwicshen nicht mehr unterwirft und sofort rennt, löst sie selbst bei friedlichen Hunden sofort das Hinterherrennen aus, was ihr noch mehr Angst macht und das ganze Dilemma bestärkt.

    Manchmal bin ich schon sehr traurig darüber, weil es in den letzten Jahren (sie wird jetzt vier Jahre alt) immer wieder solche Vorfälle aus dem Nichts gab, und immer dann, wenn sie grade wieder ein wenig gelassener wurde.

    Ich hatte nie vor, so ein "ängstlicher Kleinhundebesitzer" zu werden, aber es geht auch nicht anders. Ich muss sehr genau jeden beobachten, die Gefahren abschätzen, im Zweifelsfall nehme ich Mücke an die Leine, weil ich sie dann einigermaßen ruhig an den anderen Hunden (die dann manchmal auch angeleint werden) vorbeiführen kann. Seitdem geht es etwas besser, wobei es halt dann problematisch wird, wenn der andere Hund nicht angeleint wird und sie dann an der Leine in Panik gerät, wenn der andere sich zu schnell nähert und hinter ihr herrennt.

    Ich weiß nicht, woran es liegt.. wir hatten hier letzten einmal eine ganz tolle Hundebegegnung, von der zehre ich immer noch: Der war auch größer, er und Mücke sahen sich, er wurde steif, Mücke ebenfalls, und dann hat ER beschwichtigt!! Sich geschleckt, Kopf weggedreht.. und was soll ich sagen - Mücke ging von alleine hin, die beiden haben sich friedlichst beschnuppert und er ging dann im Gebüsch schnüffeln und Mücke vertrauensselig hinterher, wie noch bei keinem Hund jemals bei der ersten Begegnung. Ich war soo glücklich.
    Aber das war in all den ersten Jahren der erste Hund, der Mücke beschwichtigt hat.. der richtig sichtbar Signale gegeben hat. Das tat so gut, das zu beobachten, und auch, dass Mücke auf so ein Verhalten dann auch noch so folgerichtig reagiert.

    Aber wieso geben so wenig Hunde diese Signale? Wieso hat es vier Jahre gedauert, bis uns mal ein Hund begegnet ist, der da "richtig" kommuniziert und Mücke Sicherheit geben konnte??

    Mücke selbst beschwichtigt auch und viel, aber wenn ein Hund auf sie zugestürmt kommt, natürlich nicht mehr.. aber da reagieren die anderen nicht drauf..

    doof doof doof..

    Monica

  • Hallo Monica,

    da hast du ja auch schon eine Menge negative Erfahrungen gesammelt und es ist für dich bestimmt auch schwierig, wenn die Situation schon so festgefahren ist. :sad2:

    Zum Glück bellt Fussel nicht an der Leine, er wird nur steif und wartet ab um gegebenfalls den Rücktritt anzutreten.

    Heute waren wir mit unseren 3 Hunden im Park und Fussel hatte nicht die Spur von Angst. Gut, wir trafen nur einen super lieben Windhund der wirklich "nur spielen" wollte. :gut:

    Leider treffe ich immer auf raufende Hunde wenn Männe und die anderen Hunde nicht dabei sind. Ich würde so gerne mal sehen wie mein Männe reagieren würde obwohl ich dann nicht genau weiß, ob dann der Hund oder Herrchen gewürgt würde ! :lol:

    Ich werde in der nächsten Zeit unsere Große mitnehmen und dann alleine mit Fussel üben. Ich habe mir vorgenommen nicht auf seine Unsicherheiten einzugehen, sondern souverän voranzuschreiten (ob er will oder nicht). Ich habe das Gefühl, wenn ich seiner Unsicherheit nachgebe und damit bestärke, unterstütze ich nur die Ängste.

    Natürlich werde ich höllisch bei Hundebegegnungen aufpaßen und gegebenfalls bei agressiven Attacken konzequent einschreiten!

    Zum Wohle Fussels und ich lasse mir meinen Hund nicht durch dumme, rücksichslose HH versauen !!!! ;)

  • Ja.. also die Gratwanderung zwicshen "Ängste und Unsicherheit unterstützen" und deeskalierend eingreifen ist verdammt schmal.

    Wenn es "normale" Hundebegegnungen sind, ich von der Ferne abschätzen kann, dass die Hunde anderen gegenüber friedlich sind, dann verhalte ich mich auch einfach abwartend, gehe einfach hin, streichele auch mal den anderen Hund, rede mit den Haltern, locke Mücke herbei (die meistens mehrere Meter Abstand hält).. ein paar Minuten, immer wieder.

    Wenn ich die Hunde kenne, wie "meinen Jäger", dessen Jagdhund zwar nicht ganz ohne ist, aber auf einen Wink vom Jäger sofort nichts mehr tut, dann gehe ich auch gerne ein Stück zusammen und ignoriere Mücke dabei weitgehend.. oder lache sie an.. Gottseidank kenne ich hier inzwischen einige Leute, wo ich weiß, dass Mücke zumindest nicht in Panik gerät und die Hunde kein Interesse egal in welcher Richtung an sie haben, das versuche ich auch jeweils auszunutzen.

    Bei großen, fremden Hunden nehme ich Mücke inzwicshen halt an die Leine, weil es mir dann leichter fällt, sie ohne Theater am anderen Hund vorbeizuführen, und gottseidank hat das Anleinen oft auch den Effekt, dass die anderen ihren Hund ebenfalls anleinen. Ich hoffe, dass das auch nachhaltig wirkt, jedenfalls geht es etwas besser, seit ich so "überängstlich" meinen Hund anleine.. ich rede dann auch nicht groß mit ihr, lobe sie nur, wenn wir ruhig am anderen Hund vorbeigekommen sind und sie an meiner Seite bleibt, anstatt sich flüchtend in die Leine zu hängen. Mit Leckerlis kann ich nichts schönfüttern, sie ist damit nicht zu erreichen, und in der Angst kann ich sie auch mit Stimme kaum erreichen oder zu mir locken, wenn sie flüchtet.

    Aber dass sie mal wieder mit anderen Hunden spielt, oder rennt und einfach Spaß hat.. das habe ich mir inzwicshen schon fast ganz abgeschminkt. Mit ihrem Hundekumpel, auf den ich einmal die Woche aufpasse, spielt sie zwar jeweils mal 5 Minuten, wenn er aufdreht, zieht sie sich auch vor ihm zurück, aber wenigstens das hat sie.

    Dabei war alles so schön, als sie ein Welpe/Junghund war, da ist sie mit anderen Hunden um die Wette gerannt, japsend und quiekend hinterher, auch Schäferhunden.. das ist alles kaputtgegangen.. :-(

    Ich finde es wirklich so traurig.. aber inzwischen habe ich da echt keine große Hoffnung mehr, ich kann nur noch versuchen, ihr das Gefühl zu geben, dass sie bei mir Schutz finden kann, bei zu schnellen Annäherungen stelle ich mich davor, und ansonsten fördere ich jede positive bzw. nicht negative Begegnung. Aber grade auch die Jack Russels, die immer gleich lustig und munter angerannt kommen, sind eine Herausforderung, vor denen flüchtet sie auch voller Angst.. dabei gab es mit denen noch nie eine schlimme Situation, die sind einfach wirklich nur offen und neugierig und tobefreudig. Also selbst die Hunde, die noch einigermaßen ihre Größe sind, und nur toben wollen, schüren diese Ängste. Von denen, die sich gleich gefletscht auf sie stürzen, mal ganz zu schweigen.. ich werde nie vergessen, wie sie halb im Maul dieses Huskymixes verschwand und wie schnell das ging und kann nur froh sein, dass er nicht zugebissen hat. :-(

    Mein Spruch ist schon, dass ich sie "Knoppers" hätte nennen sollen.. wieso andere Hunde so "regelmäßig" aus der Ferne auf meine Mücke anspringen, ist mir wirklich ein Rätsel.. aber vielleicht sieht sie doch zu sehr nach Katze oder Karnickel aus.. sprich nach Beute.
    Nicht schön für sie.

    LG und viel Erfolg Dir,

    Monica

  • Hey ihr beiden
    Ich hab nen 9 Monate alten 23 Kilo schweren Aussie Mischling und man könnte meinen, dass er keine Angst haben brauch. Er ist auch ziemlich hibbelig und bekommt von fast allen Hunden denen wir begegnen ärger. Anfangs dachte ich noch, dass die Hunde sein aufgedrehtes Spiel unterbinden wollen.
    Sam legt sich sobald er einen Hund sieht hin. Manchmal sogar direkt auf den Rücken. Viele Hunde lassen ihn dann auch in Ruhe. Aber auf der Wiese wo wir spazieren gehn sind auch so "spezialisten" dabei.
    Sam hat sich also auf den Rücken gelegt und hatte panische Angst.... da war er noch kleiner ca 5 Monate und ein Weimeraner kam angelaufen und hat ihn ohne jegliche Vorwarnung in den Hals gebissen und geschüttelt.
    Ich war so geschockt.... Die Hunde besitzerin hat keinerlei anstalten gemacht ihren Hund zu stoppen und ist einfach weitergelaufen... Ich wusste nicht was ich tun soll und hatte auch ziemliche angst um meinen "kleinen".
    Hab dann sau laut geschrien und bis so auf die losgestürmt.. da hat der andre von meinem abgelassen.
    Wollte die besitzerin zu Rede stellen, aber die hat das Verhalten ihres hundes als ganz normal empfunden und mir keine gescheite antwort gegeben. Da wollte ihrer direkt wieder auf meinen los(der noch hinter meinen beinen saß) Auf die bitte hin ihren anzuleinen bis wir wenigstens weit weg sind hat sie auch nicht reagiert.
    So eine Situation hatte ich dann später nochmal:
    Er legt sich hin, weil er angst hat und der andre hund rennt auf ihn zu und verbeißt sich einfach in ihm... ohne schnüffeln und alles.
    Sam versteckt sich mittlerweile sogar hinter uns wenn ihn 2kilo schwere mäusschen anbellen.
    Oder läuft schnell weiter.
    Nichts desto trotz spielt er zum Glück noch mit den Hunden die er kennt und taut dann auch richtig auf.
    Allerdings wird wenn 2 auf einmal da sind, die alleine mit ihm wunderbar spielen immer gleich ein jagdspiel, 2 gegen 1 draus und unsrer wird über die komplette wiese gejagt.
    Ich glaube die andren hunde merken sofort, dass unsrer angst hat.
    Sein Verhalten ist auch erst seit der Begegnung mit dem Weimeraner so.
    Ich bin auch etwas ratlos was ich mit ihm machen soll. einerseits ist er sehr neugierig und will ja mit den andren spielen, andererseits hat er angst und die andren hunde buttern ihn dann unter.
    Anleinen nützt ja leider nichts, wenn so ignorante wie diese besagte Hundebesitzerin dabei sind.
    Ihn beschützen indem ich ihn auf den Arm hole, wenns wieder viel zu viel wird geht auch nciht bei seiner größe :)
    Er versteckt sich dann halt hinter mir, und ich mache die Arme hoch und mach mich voll groß, da reagieren irgendwie alle hunde drauf und lassen von ihm ab.
    Mittlerweile geht er auch wieder auf andre zu und spielt mit denen.... behält aber immer eine rückzugsmöglichkeit im blick. Mit gleichaltrigen oder jungen verspielten hunden spielt er wie vor dem vorfall.
    die besitzerin geht übrigens immernoch zu der selben Wiese wie wir und ihr hund hat dort wohl schon öfter einen angegriffen.

  • oh je,vor solchen situationen habe ich eine riesenangst.

    unser collie/schäfermix sam ist jetzt 11 mon. und war bisher immer freundlich,wollte mit jedem spielen.
    es ist nicht immer einfach ihm klar zu machen das er nicht zu jedem anderen hund darf.sam ist immer an der leine.zum einen weil noch nicht 100% zuverlässig abrufbar,zum anderen ist hier fast überall leinenpflicht.

    dies hält andere hundehalter aber nicht ab ihre trotzdem frei laufen zu lassen.
    neulich am deich,ein älteres ehepaar mit großem schwarzen schäferhund ,hund natürlich ohne leine,kam schon auf krawall aus auf uns zu.herrchen ihn,nach der aufforderung ihn anzuleinen gerufen, hund hört nicht die bohne....mann bleibt abwartend stehen... was nun passieren würde ..... erst als ich total sauer den mann anbeblafft habe das hier leinenpflicht sei(worauf er noch pampig wurde) wurde der hund mit nachdruck abgerufen.


    gestern dann auf eine rkurzrunde am see(leinenpflicht).es war schon dunkel,kommt uns eine frau mit kind und hund entgegen,natürlich unangeleint.der hund sofort auf sam zu... dieser vor schreck gebellt und dann geknurrt.. ich sie gebeten den hund anzuleinen; darauf kam dann scnippisch, welchen hund denn......sam hat dann im weitergehen versucht die frau anzuspringen,wobei mir ein selber schuld entfleucht ist.da wurde die frau doch ein wenig ausfallend.

    wenig später auf dem parkplatz,die beiden wieder,diesmal hund an der leine.sam hat gleich geknurrt worauf die frau meinte mein hund müsse zum psychater.

    hab ne weile gebraucht bis ich mich wieder beruhigt hatte......

    genau diese uneinsichtigen hundehalter sind es die einem alles verleiden können.meinen sie hätten den perfekten hund und dabei sind die total unerzogen.............


    lg kirsten

  • :sad2:

    Gestern ging im Rasseforum meines Hundes eine Meldung für die Rainbowbridge ein, da war ein vier Monate alter Hundi aus dem Nichts von einem anderen (großen) Hund angefallen und totgeschüttelt worden. :-(

    Das tut so weh, und der Gedanke, dass das auch einem selbst passieren könnte.. am liebsten würde ich wirklich nur noch an der Straße mit ihr laufen und ansonsten Kleinhundetreffen besuchen.. aber in freier Flur.. da ist so viel passiert schon und so oft die Kleinen..

    Man kann wirklich Angst kriegen..

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