HILFE Knurren Prostataschmerzen???

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  • Hallo ihr Lieben,

    um unser Problem zu schildern muss ich leider etwas weiter ausholen: Der Schäferhund meiner Eltern ist 11 Monate alt. Ich habe von Anfang an eine sehr enge Verbindung zu ihm, weil ich sie oft besuche und mit ihm zur Hundeschule gehe. Nun wurde Mama am Knie operiert und kurz darauf hatte mein Vater eine schwere Herz-OP. Seit 6 Wochen wohne ich wieder bei meinen Eltern, damit ich mich um den Hund kümmern kann, d.h. ich gehe jeden Tag mit ihm spazieren und spiele halt viel mit ihm. Er geht nicht mehr von meiner Seite. Er spielt/kuschelt nur noch mit meinen Eltern wenn ich arbeiten bin.
    So, vor ca. 4 Wochen hat er gehumpelt und sehr stark mit dem Hintern gewackelt. Da unser TA in Urlaub war sind wir zur Vertretung. Er diagnostizierte einen einkelkemmten Nerv, Cortisonspritzen und Schmerztabletten. Vor 2 Wochen bekam der Hund Durchfall, hat gebrochen und gezittert wie ein Verrückter. Sofort zu unserem TA, der dann gleich feststellt, das er eine vergroessertete Prostata hat. Er hat ihm eine Hormonspritze gegeben. Der TA sagte, dass diese Spritze alle 6 Monate gegeben werden muss. Die Prostata drückte wohl auf den Ischias-Nerv, was Höllenschmerzen verursachte. Nach ca. 3 Tagen ging es dem Hund auch schon besser, er wollte wieder spielen und überhaupt konnte man sehen, dass alles wieder besser ist.

    Nun will er seit 4 Tagen meine Eltern (besonders meine Mom) anfallen !!! Sobald sie ihn anschaut fixiert er sie, fängt an zu knurren und springt auf sie zu. Ich brülle ihn dann an und wir ignorieren ihn. Der TA meinte er wäre eifersüchtig und hätte Angst das meine Eltern mich ihm wegnehmen wollen. Diese Angriffe startete er bisher nur wenn ich da war. War ich aus dem Haus, war alles OK mit ihm. Seit gestern war ich nun ganz bewusst nicht mehr bei meinen Eltern. Er liegt nur an der Haustür und scheint auf mich zu warten, wenn sie in seine Nähe kommen startet er wieder Angriffe.

    Was sollen wir blos tun? Das ist unser vierter Hund und wir sind trotzdem völlig hilflos. Bisher war der Hund ein absoluter Traum, sehr verspielt und extrem schmusig. Hat jemand eine Idee was mit ihm los ist bzw. was wir tun können?????
    Morgen wollen wir wieder zum TA und evtl. einen Psychologen hinzuziehen. Ich könnte nur noch heulen.......

    Grüsse
    Nicole

  • Hallo Nicole,

    das ist ein wirklich ernstes Problem.

    Ein Hundetrainer sollte schnellstmöglich zu euch ins Haus kommen!

    Von hier aus kann man da keinen Rat geben, das muss sich ein Fachmann vor Ort ansehen.
    Vorsichtshalber würde ich ihn schon mal langsam und positiv, über Futter, an einen Maulkorb gewöhnen. Einfach aus Sicherheitsgründen, bevor er ernsthaft deine Eltern verletzt.


    Ganz ehrlich, die Diagnostik des Tierarztes ist mir zu schwammig.
    Unser Hund hat auch bei Läufigkeiten eine vergrößerte Prostata, von dauerhafter Hormongabe war hier nie die Rede :???:
    Was sind das für Hormone?
    Eine Art chemische Kastration?
    Wurde ein Ultraschall der Prostata gemacht?
    Wurde mal auf HD geröngt?
    Ich bin kein Mediziner, aber ein eingeklemmter Nerv kann auch andere Ursachen haben, die röntgenlogisch abgeklärt werden müssten.
    Außerdem sollte eine Schilddrüsendiagnostik gemacht werden.
    All das kann zusätzlich Aggressionsverhalten beeinflussen.

    Alles Gute!

    Gruß
    Leo

  • Hallo Nicole!

    Ich glaube dein TA hat nicht ganz unrecht.

    Desweiteren habe ich das Gefühl (korrigiert mich alle wenn ich falsch liege) das bei Euch die Rangordnung nicht geklärt ist.

    Der Hund ist jetzt 11 Monate alt, mitten in der Pubertät. Da wird schon ganz gerne mal ausgetestet wie weit man gehen kann.

    In welchen Situationen geht er denn deine Eltern an?
    Es liest sich für mich so, als wenn der Hund das Gefühl hat er müsse dich beschützen. D.h. du bist sein "Kind" und er muss dich vor allen und jeden retten und nicht der Hund ist der der beschützt werden will.

    Ich gehe jetzt mal von reinem Rudelverhalten aus. Damit bist du Gast, stehst in der Rangordnung unter dem Hund, und der Hund versucht gegenüber von deinen Eltern seine Stellung im Rudel zu positionieren. Aber wenn er deine Eltern angeht versucht er die "Alphastellung" zu erreichen. Das liegt whs. daran das deine Eltern z.Zt. nicht gesund und geschwächt sind. In der Natur geben die geschwächten Tiere die Alphaposition ab, da sie nicht mehr in der Lage sind sich um das Rudel zu kümmern.

    So... nun sind wir aber nicht in der Natur und irgedwie müsst ihr ja das Problem in den Griff bekommen.

    Anfangen müsst ihr den Hund zu ignorieren. Kommt ihr aus einem anderen Raum oder nach Hause ist komplettes ignorieren angesagt. Ihr bestimmt wann der Hund zu Euch darf. Auch wenn er jault, kläfft, was auch immer, ignoriert ihn. Kein Ansprechen, nix. Bedrängt er euch körperlich, schiebt ihn weg ohne ihn anzusehen.

    Wenn deine Eltern ihm den Napf füllen sollten sie einen Keks neben den Napf legen. Bevor deine Eltern dem Hund das Futter geben essen sie genüsslich erst mal den Keks. Hilft bei manchen Hunden wahre Wunder. :gut:

    Vielleicht konnte ich euch ein bisschen helfen. Wäre aber froh wenn du die Situationen näher beschreiben könntest wo der Hund deine Eltern angeht.

  • Hallo,

    erstmal herzlichen Dank das ihr euch die Zeit genommen habt alles zu lesen. Angefangen hat es wie folgt: Papa aufm Sofa, Mama sitzt im Sessel und ich (wie fast immer) auf dem Boden bei Bam-Bam (übrigens ein altdeutscher Schäferhund). Wir haben geschmust und ich hab mir meiner Mom gesprochen. Er hat sie angestiert ist aufgesprungen, Haare gestellt, geknurrt, Zähne gezeigt und wollte auf sie springen. Ich hab ihn weggezerrt und angebrüllt. Beim ersten mal hab ich ihn auch noch bedauert, weil ich dachte er hätte so starke Schmerzen (war ein grosser Fehler). Tja und jetzt passiert das immer mal wieder. Die nächste Situation: Mom und ich sitzen am Esszimmertisch, Bam-Bam neben mir. Ich sagte ihr sie solle ihm ein paar Leckerle geben (so als Bestechung). Gesagt, getan - er hat zwei genommen, sich gefreut und plötzlich wieder ein Angriff. Ich verstehe es nicht.
    Seit ich nicht mehr da bin (gestern) liegt er wohl im Flur oder im Hof und scheint auf mich zu warten. Wenn meine Mom nur vorbeilaufen will fängt er an zu knurren.

    Bis letzten Montag hat er noch nie (Mensch oder Hund) jemanden angegangen. Er freut sich wirklich ganz arg über jeden den er sieht. Ein absoluter Schatz.

    Kann mir aber gut vorstellen, dass er ein Problem mit der Rangordnung hat, denn bisher war Mom immer die Spiel- und Schmusetante und mein Papa war der Chef, der täglich zweimal mit ihm im Wald unterwegs war. Ich war nur zwei- bis drei mal die Woche dort und hab halt Hundeschule mit ihm gemacht. Schon seit mein Dad vom Krankenhaus zurück ist will der Hund nicht wirklich was von ihm wissen. Scheint zu merken das er krank ist.

    Ich werde mich jetzt wohl etwas zurückziehen müssen (was mir wahnsinnig schwerfällt). Ignorieren tu ich ja immer wenn er ausflippt, aber auch da blutet mein Herz.

    Am Montag gehen wir wieder zum Tierarzt und ich werde auch mit unserem Hundetrainer reden (der war jetzt leider auch im Urlaub). Kann an nichts anderes mehr denken und hoffe das unser Bam-Bam`chen wieder so wird wie er war.

  • Das liest sich wirklich so, als wenn Bam Bam nicht mehr weiss wo seine Stellung bei euch im Rudel ist und dementsprechend verunsichert. :/

    Bsp. Deine Mom anknurren wenn sie an ihm vorbei will, Leckerlis nehmen, freuen und danach anstieren.

    Ich bin jetzt absolut kein Profi,

    Rein vom Lesen her war dein Dad vorher der Chef, Deine Mutti und du ihr seit "Spielpartner" und damit gleichgestellt.

    Dann war dein Dad im KH und hat somit das Rudel verlassen.
    Nun ist dein Dad wieder zurück und krank, dementsprechend kann er nicht mehr so agieren wie vor der OP. Somit muss sich das Rudel neu formatieren. (Ich weiss das liest sich alles blöd, aber ich versuche es aus tierischer Sicht zu beschreiben)

    Bam Bam hat nun das Gefühl er ist der stärkste und souveränste von euch allen und sieht sich selbst in der Position des Alphatieres.

    Er muss nun neu lernen das er nicht der Chef ist und da werdet Ihr den Trainer benötigen. Aber anfangen könnt ihr schon mit solchen Dingen wie z.B. Unterordnung üben, also "sitz" "platz" usw. Idealerweise machen das deine Eltern abwechslungsweise mit dem Hund. Wenn deine Eltern es schaffen gehen sie mit dem Hund Gassi. Auch wenn es nur kurze Strecken sind. Deine Eltern sollten auch unbedingt mit in die Hundeschule kommen. Denn Bam Bam muss wieder lernen sich an deinen Eltern zu orientieren.

    Futter vielleicht nur aus der Hand deiner Eltern, und er muss es sich erarbeiten.

    Den Maulkorb unbedingt zulegen.

    Man das ist eine echt vertrakte Situation. :sad2:

  • Ich mache mit ernsthafte Sorgen um deine Eltern.

    Dieses ganze Verhalten des Hundes ist für mich nicht mit einer verkehrten Rangordnung zu erklären und da jetzt anzusetzen, halte ich für viel zu gefährlich.
    Es muss einen anderen Grund haben, dass er sich nun so verhält.
    Pubertierende Ausfallerscheinungen sind das auch nicht.

    Deine Eltern haben eine tickende Zeitbombe im Haus, ihr könnt nicht bis Montag warten.
    Ehrlich, der Hund muss da erst mal weg!!
    Was ist, wenn er auf deine Eltern losgeht und du bist nicht da?
    Wer soll den Hund während deiner Abwesenheit versorgen?
    Wer geht mit ihm raus und füttert ihn, ohne sich zu gefährden?

    Es ist ein Aggressionspotenzial gegen deine Eltern vorhanden und keiner weiß warum!
    Ihr benötigt fachmännische Hilfe, schnellstmöglich!
    Was ist das für ein Trainer, den ihr habt?
    Nach welchen Konzepten arbeitet er?
    Könnte irgendetwas mit deinen Eltern vorgefallen sein?
    Dieses Verhalten kann nicht nur mit Erkrankung deiner Eltern erklärt werden.
    Allein der eingeklemmte Nerv des Hundes ist auch nicht.
    Es geht ihm jetzt auch besser...
    Warum warst DU mit ihm in der Hundeschule, wenn es der Hund deiner Eltern ist?
    Wie verhält er sich jetzt gegenüber Besuchern im Haus und allgemein Fremden gegenüber?
    Dieses Verhalten zeigt er "nur" bei deinen Eltern?

    Selbst, wenn er dich nun als Bezugsperson ansehen würde (dem ist wohl so), sehe ich bei einem normalen Hund keinen Anlass, sich so aggressiv zu verhalten.
    Er wird weder von deinen Eltern bedrängt, gemaßregelt, muss um sein Futter verteidigen, geschlagen, auf den Rücken geworfen, noch im Nacken geschüttelt etc.
    Das wären für mich erklärbare Gründe für sein Verhalten, aber dem ist nicht so.
    Aus welchen Gründen auch immer, scheint er sich bedroht und unsicher zu fühlen (?)

    Der Hund muss noch mal komplett durchgecheckt werden und zwar alles, Röntgen (HD, Wirbelsäule) Blutwerte (Schilddrüse) etc.

    Ehrlich, hole den Hund von deinen Eltern weg.

  • Hallo,

    ich schließe mich an.
    Auch möchte hier keine Diagnose abgeben, denn das wäre grob fahrlässig in dem Fall.

    Irgendetwas stimmt nicht und das müsst ihr herausfinden. Ich würde auch einen Tierarzt konsultieren, den Hund durchchecken gleichzeitigen einen wirklich guten Trainer oder Psychologen zu rate ziehen.

    Nur dann kann euch und dem Hund geholfen werden.

    Klar ist er in einem schwierigen Alter, aber dies nur über die Rangordnung abzutun wäre mir hier viel zu gewagt.

    Es kann sein, dass eben viele verschiedene Faktoren zusammenkommen, Rangordnung, durcheinander gebrachter Hormonhalt, Pupertät, eine Schilddrüsenüberfunktion usw.

    Auch ich würde den Hund dort rausholen.

    Hast Du nicht die Möglichkeit Bam Bam zu Dir zu nehmen bis die Sache geklärt ist?
    Ansonsten würde der Hund einen Maulkorb brauchen, denn ohne ist das Risiko für Deine Eltern schon groß.

    Liebe Grüße und halte uns mal auf dem Laufenden

    Steffi

    PS: hatte die gleichen Fragen im Kopf wie dieSchweitzer, vielleicht kannst Du uns da noch ein paar Infos geben.

  • Guten Morgen Nicole,

    ich habe nun deine alten Beiträge gelesen.

    Ihr solltet mal den Tierarzt wechseln.
    Der Schäferhund hatte im März und Juli schon Schmerzen bzw. Probleme mit den Gelenken... und bei dem derzeitigen Tierarzt "verwächst" sich alles und er bekommt Schmerzmittel, mehr nicht :???:
    Nun soll er einen eingeklemmten Nerv durch eine Prostatavergrößerung gehabt haben.
    Der Hund ist noch jung und offensichtlich schon sehr schmerzgeplagt.
    Chronische Schmerzen machen aggressiv.
    Das muss alles mal in einer großen Tierklinik gründlichst abgeklärt werden!!!
    Auf jeden Fall müsst ihr eine zweite Meinung einholen!

    Deine Eltern sollten den Hund nun völiig ignorieren, ich weiß nicht, wie sie es anstellen sollen, wenn er dort im Haus lebt... aber das wäre zurzeit das beste. Nicht ansehen, nicht anfassen und nicht mit Futter bestechen.
    Wäre es machbar, dass du den Hund versorgst bzw. mit nach Hause nimmst?
    Ich persönlich halte es nicht für richtig, sich zurückzuziehen, damit er sich an deine Eltern bindet.
    Da besteht noch reichlich Klärungsbedarf durch einen kompetenten Tierarzt/Klinik und sehr guten Trainer.

    Gruß
    Leo

  • Hallo,
    nochmal herzlichen Dank für eure Antworten. Die Nacht mit Bam-Bam und meinen Eltern war ruhig. Heute früh bin ich hin um mit Papa und Hund in den Wald zu gehen. Auf Seitenwegen hat mein Dad dann die Leine gehalten, was er mittlerweile gesundheitlich auch kann. Er hat ganz oft Kommandos gegeben (Hier, Sitz, Steh, Bleib, usw.), die der Hund auch alle anstandslos gemacht hat. Er hat sogar immer wieder nach Dad geschaut. Fand ich absolut prima und den ersten Schritt in die richtige Richtung. Ich bin dann auch gleich wieder gefahren. Er liegt fast die ganze Zeit im Flur, hat sich dann aber für ne Stunde ins Wohnzimmer gelegt und keine Anstalten zu einem Angriff gezeigt. Ich bleibe nun ganz bewusst weg.

    Denke das für unseren Hund die Welt aus den Fugen geraten ist und im Moment einfach alles zuviel für ihn ist. Papa war plötzlich 6 Wochen weg, ich dann immer da, jetzt Papa auch wieder da, die Hormonspritze, Pupertät,..... wohl alles zuviel für ihn.

    Letzte Woche war meine Freundin kurz da (die eigentlich ne Fremde für ihn ist, zu ihr war er ganz normal und hat sich gefreut). Gestern war meine Schwester dort, alles ganz normal...... D.h. er ist "nur" meinen Eltern gegenüber aggresiv. Hab nochmal gefragt ob was besonderes vorgefallen ist, dem ist aber nicht so. Bam-Bam kennt keine Gewalt, Gebrülle, Schläge oder sowas. Er wird mal geschimpft, aber absolut gewaltfrei und so ruhig wie möglich. Unser Trainer sagt mir sowiso immer ich solle ihn nicht wie Zuckerwatte behandeln und muss strenger sein, aber das ist eben nicht meine Art.

    Ich hoffe, dass sie wieder einen ruhigen Abend/Nacht haben und morgen gehts gleich ab zum TA. Hoffe das er einen guten Psychologen sagen kann. Werde auch mit unserem Hundetrainer sprechen. Wir werden nun wirklich alles dafür tun damit unser Bam-Bam wieder so wird wie er letzte Woche noch war (ich kann sowiso an nichts anderes mehr denken).

    Werde über (hoffentlich gute) Neuigkeiten berichten.

    Danke für eure Zeit
    Grüße
    Nicole

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