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Workaholic oder super Stress???
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Zitat
Ein Problem übrigens, das ich beim Mantrailing generell sehe. Der Hundeführer wird einfach schnell komplett entbehrlich für den Hund in der Situation..
Selbständiges Arbeiten nennt man das. Braucht man bei fast allen echten Arbeitshunden zwischendurch. Die, die das nicht können, sind unbrauchbar.
Wenn man natürlich befürchtet, dass es Situatonen gibt, in denen der Hund einen als Besitzer ausschaltet, dann ist das wohl der falsche Sport für den Besitzer.
@Appirfreund: Ich würde den Erfolg nehmen. Ohne ruhiges Verhalten keine Arbeit. Ja, und das kann dazu führen, dass die nächsten Wochen arbeitslos sind

Oder aber Du nimmst es hin.
Viele Grüße
Corinna -
11. September 2009 um 10:34
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Workaholic oder super Stress??? - Vor einem Moment
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Ay, ich versteh, woher du kommst, Corinna, was mir hier extrem auffällt ist die beschriebene Einzigartigkeit des Verhaltens im Kontext Mantrailing.
Mein Bauch sagt mir, der Hund ist einfach nicht ausgelastet. Trotz all der Aktion, trotz all der Geschichten. Vielleicht kann er einfach mehr, will einfach mehr.
Wenn im Oktober die BH ansteht, dann ist das Thema UO ja soweit sattelfest, dass man sich vielleicht überlegen könnte, die Hundeschule zu reduzieren und dafür ein zweites Mantrailing einzubaun in der Woche.
ICH würd ja mal versuchen das Arbeitspensum anzuheben und gucken, was mein Hund dann macht.
@selbständiges Arbeiten
Das bedeutet aber eben NICHT, dass mein Hund sich einen sch.. um mich schert, weil er weiß, er braucht mich in Situation XY sowieso nicht. Wenn ich mit meinem Hund in diesem Bereich arbeite, dann muss ich gleichzeitig für eine saubere Bindung sorgen und das konstant resp. sie muss vorhanden sein, sonst passiert irgendwann genau das - nämlich, dass der Hund auf einmal selbständiger ist, als ich es haben wollte.
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Hi,
ihn aus der Situation herauszunehmen, wäre jetzt auch meine Idee gewesen. Ins Auto in eine Box.
Da hat er Ruhe und kann relaxen und Du holst ihn ab, wenn ihr drann seid.
Und da gleich beim Abholen üben.....ruhig bleiben und den Weg zur "Arbeit" vom ersten Schritt vom Auto weg ruhig und konsequent üben, sonst zerrt er DIch nämlich hin, wo er hin will ;-)
Liebe Grüße
Alexandra -
Woher ich komme?
Ähem, ich glaub, ich weiß auch wo ich wohne... Danke für den Hinweis.Sind die Hunde in Nordhessen etwas anders?
Ich denke nicht, dass der Hund nicht ausgelastet ist. Ich denke, er kann sich da einfach nicht mehr kontrollieren und hat es auch nicht gelernt.
In der jagdlichen Apportierarbeit z.b. verbringt man je nach Hund Monate mit dem Üben von Steadiness (ruhiges Warten).
Ohne, darf der Hund nicht arbeiten.Viele Grüße
Corinna -
Zitat
@selbständiges Arbeiten
Das bedeutet aber eben NICHT, dass mein Hund sich einen sch.. um mich schert, weil er weiß, er braucht mich in Situation XY sowieso nicht. Wenn ich mit meinem Hund in diesem Bereich arbeite, dann muss ich gleichzeitig für eine saubere Bindung sorgen und das konstant resp. sie muss vorhanden sein, sonst passiert irgendwann genau das - nämlich, dass der Hund auf einmal selbständiger ist, als ich es haben wollte.
Es geht hier darum, dass er Hund lernt in einem bestimmten Bereich selbständig zu arbeiten. Das weiß der Hund auch, welcher Bereich das ist.
"Außerhalb" kannst Du ja das alltagsüblich antrainierete Verhalten wieder abfragen.
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Zitat
Woher ich komme? Ähem, ich glaub, ich weiß auch wo ich wohne... Danke für den Hinweis.
Das ist eine Redensart und meint: "Ich verstehe, wie du auf diesen Gedanken kommst"
ZitatEs geht hier darum, dass er Hund lernt in einem bestimmten Bereich selbständig zu arbeiten. Das weiß der Hund auch, welcher Bereich das ist.
"Außerhalb" kannst Du ja das alltagsüblich antrainierete Verhalten wieder abfragen.
Funktioniert das also im Trailing automatisch?
Wow.Das gibt es ja nicht einmal in der UO automatisch, dass der Hund sich nach dem Führer orientiert.. ist ja auch nicht weiter notwendig. Wenn er brav die Figürchen läuft, die der Führer ansagt, kriegt er seine Belohnung - dazu muss er nicht den Führer für voll nehmen oder sich an ihm orientiern.
Gut, es gibt sicher Hunde, die es automatisch machen.
Er gibt aber auch Hunde, die von ganz alleine keine Katzen jagen,..
Und bei der Apportierarbeit ist, wie du ja selbst sagst, die Steadiness maßgeblicher Teil der Übung.. hier geht es aber nicht um einen maßgeblichen Teil der Übung, sondern um eine Vorabsituation.
Unterm Strich haben wir beide den Hund nicht live in Aktion gesehen und genau das wäre notwendig, um die Situation wirklich beurteilen zu können. Aus subjektiven Beschreibungen einer HH schlussfolgern hat einfach Grenzen.
Man kann im Zweifel ja in beide Richtungen mal versuchen und schaun, was anschlägt, ob etwas anschlägt. Das zeigt sich ja recht schnell.
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Zitat
Das ist eine Redensart und meint: "Ich verstehe, wie du auf diesen Gedanken kommst"
Nämlich...?
ZitatFunktioniert das also im Trailing automatisch?
Wow.Deshalb baut man ja ein Ritual auf und der Hund trägt meist auch andere "Klamotten" zur Suche. Am Ende gibt es dann auch wieder ein Ritual.
ZitatDas gibt es ja nicht einmal in der UO automatisch, dass der Hund sich nach dem Führer orientiert.. ist ja auch nicht weiter notwendig. Wenn er brav die Figürchen läuft, die der Führer ansagt, kriegt er seine Belohnung - dazu muss er nicht den Führer für voll nehmen oder sich an ihm orientiern.
Ja, das ist Dressur. Nicht mehr und nicht weniger.
ZitatEr gibt aber auch Hunde, die von ganz alleine keine Katzen jagen,..
Den Zusammenhang versteh ich nu gar nicht? Sprechen wir über Jagdtrieb? Ich glaub, da muss ich nochmal nachlesen gehen...
ZitatUnd bei der Apportierarbeit ist, wie du ja selbst sagst, die Steadiness maßgeblicher Teil der Übung.. hier geht es aber nicht um einen maßgeblichen Teil der Übung, sondern um eine Vorabsituation.
Nein, es ist eine extra Übung, die auch in den Prüfungen abgefragt wird.
ZitatUnterm Strich haben wir beide den Hund nicht live in Aktion gesehen und genau das wäre notwendig, um die Situation wirklich beurteilen zu können. Aus subjektiven Beschreibungen einer HH schlussfolgern hat einfach Grenzen.
Klar. Aber man kann ja auf das Antworten, was man versteht.
Viele Grüße
Corinna -
Zitat
Nämlich...?
Du gehst grade von einem souveränen, erfahrenen, gut ausgebildeten Hund aus, der sauber mit seinem Herrchen/Frauchen im Trailing, Apport o.ä. arbeitet, selbstverständlich ausgelastet ist und sauber konditioniert.
Da beißen sich auch unsere Linien.
Ich stelle all diese Punkte in Frage.
Um klar zu werden: Nicht in Frage stelle ich, dass wir hier in Arbeitsbereichen sind, in denen der Hund selbständig arbeitet, zumindest teilweise. Aber ich stelle in Frage, ob ein (vielleicht) Hundeanfänger imstande ist, gleichzeitig die Bindung und die Selbständigkeit zu konditionieren.
Das war mein Ansatz.
Ich hab nicht vor mich mit dir über Hüte- oder Jagdarbeit zu streiten, das sind Themen, die ich nur passiv durch gute Bekannte, Freunde bzw. Familienmitglieder kenne. Meine Maline wär jetzt auch eher nich der Typ für
ZitatDeshalb baut man ja ein Ritual auf und der Hund trägt meist auch andere "Klamotten" zur Suche. Am Ende gibt es dann auch wieder ein Ritual..
STOP
Genau da is der Punkt, den ich meine. "Normalerweise" und "bei dir" und "bei erfahrenen Haltern" ist es eben so und dann kann der Hund es natürlich auch umsetzen.Aber woraus liest du, dass dieser Rahmen hier auch gegeben ist? Ich lese das nämlich nicht..
ZitatJa, das ist Dressur. Nicht mehr und nicht weniger.
Eben - es KANN reine Dressur sein.
Es gibt aber auch Hunde, die wortlos geführt werden können, weil sie sich 1zu1 am Körper ihres Führers ausrichten. Wenn wir dann über die reine UO hinausgehen in Richtung Obedience oder Schutzdienst, wenn es darum geht, dass der Hund regelrecht natürliche Reflexe überwindet, da funktioniert es ab einem gewissen Punkt nicht mehr über Dressur. Da funktioniert es nur noch, denn die Kommunikation stimmt.ZitatDen Zusammenhang versteh ich nu gar nicht? Sprechen wir über Jagdtrieb? Ich glaub, da muss ich nochmal nachlesen gehen...
In meinen Augen funktionieren die meisten Haushunde schlicht ihre 30 Minuten auf den Hupla. Zu Hause lassen sie sich vielleicht noch zu einem Sitz bewegen, wenn sie angeleint werden sollen oder lassen sich auch mal Abrufen. Aber wirkliche Orientierung am HF ist da einfach selten. Ich hab ne Maline - ich weiß, was ich da sage. Bei ihr würd ich aber auch umgehend merken, wenn die Bindung kippt.. das ist nicht bei allen Hunden so.
ZitatNein, es ist eine extra Übung, die auch in den Prüfungen abgefragt wird.
Übung meinte ich im Sinne des Trainings.
Es ist eben eine geübte, gelernte Sache, die zur Kernarbeit gehört. Und das is ja nu beim Trailing nich so.ZitatKlar. Aber man kann ja auf das Antworten, was man versteht.
Viele Grüße
Corinna[/quote]
Klar. Tun wir ja beide grade

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Zitat
Du gehst grade von einem souveränen, erfahrenen, gut ausgebildeten Hund aus, der sauber mit seinem Herrchen/Frauchen im Trailing, Apport o.ä. arbeitet, selbstverständlich ausgelastet ist und sauber konditioniert.
Nein. Ich gehe vom normalen Duchschnittshundebesitzer aus.
ZitatUm klar zu werden: Nicht in Frage stelle ich, dass wir hier in Arbeitsbereichen sind, in denen der Hund selbständig arbeitet, zumindest teilweise. Aber ich stelle in Frage, ob ein (vielleicht) Hundeanfänger imstande ist, gleichzeitig die Bindung und die Selbständigkeit zu konditionieren.
Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Ich vermute Du meinst mit Bindung das Verhältnis Hund-Mensch zueinander. Das ist ja ganz unabhängig von jeglicher Dressur, die ich dem Hund beibringe.
ZitatEben - es KANN reine Dressur sein.
Es gibt aber auch Hunde, die wortlos geführt werden können, weil sie sich 1zu1 am Körper ihres Führers ausrichten. Wenn wir dann über die reine UO hinausgehen in Richtung Obedience oder Schutzdienst, wenn es darum geht, dass der Hund regelrecht natürliche Reflexe überwindet, da funktioniert es ab einem gewissen Punkt nicht mehr über Dressur. Da funktioniert es nur noch, denn die Kommunikation stimmt.Klar kann man auch das gesprochene Signal durch Körpersprache austauschen. Machen ja viele im Agility - da testet man gerne mal das wortlose führen und überprüft, ob Mensch und Hund sich da verstehen.
Kommunikation bedeuet doch nichts anderes, dass ich Signale gebe, die der Hund (erlernt) versteht.
ZitatIn meinen Augen funktionieren die meisten Haushunde schlicht ihre 30 Minuten auf den Hupla. Zu Hause lassen sie sich vielleicht noch zu einem Sitz bewegen, wenn sie angeleint werden sollen oder lassen sich auch mal Abrufen. Aber wirkliche Orientierung am HF ist da einfach selten. Ich hab ne Maline - ich weiß, was ich da sage. Bei ihr würd ich aber auch umgehend merken, wenn die Bindung kippt.. das ist nicht bei allen Hunden so.
Naja, das ist doch so ein klassisches Ding, das ich aus meinen Hundeplatzzeiten damals auch kenne: Hund lernt orts- und situationsbezogen. Das ist eine schlichte Verknüpfung, bei der man sich als Besitzer eben bewusst sein muss, ob man das so möchte oder nicht.
Ich habe übrigens früher auch mal die UO-Dressur auf dem Hundeplatz gemacht und weiß wovon Du sprichst. Das, was da praktiziert wird, hat aber nichts mit Alltagsgehorsam zu tun. Und schon gar nicht mit einer respektvollen Beziehung zum Hundebesitzer, denn das schließt sich durch die Übungen an sich schon aus.
ZitatÜbung meinte ich im Sinne des Trainings.
Es ist eben eine geübte, gelernte Sache, die zur Kernarbeit gehört. Und das is ja nu beim Trailing nich so.Sollte aber so sein, weil ein aufputschter Hund schlechtere Arbeit liefert. Ich fände es zumindest schade, wenn er deswegen schlechter sucht.
Viele Grüße
Corinna -
Vielleicht sollte ich noch mal was zur Erklärung erläutern. Nero ist erst 15 Monate geworden. Wir befinden uns ja noch mitten in seiner Ausbildung und Erziehung und er ist nicht mein erster Hund, aber der erste mit dem ich Mantrailing mache. Dabei muss ich aber noch erwähnen, dass wir gestern erst das 8mal mitgemacht haben und das nichteinmal wöchentlich und regelmäßig.
Nero ist nicht "dressiert" in dem Sinne, dass er nur auf dem Platz oder mit bestimmer Ansage und den entsprechenden Leckerchen irgendwelche Unterordnungsübungen macht. Ich denke schon das er sich an meiner Körpersprache orientiert. Vieles klappt wortlos und er weis was ich von ihm verlange und was ich nicht dulde. Nur das Verhalten beim Mantrailing konnte ich nicht einorden. Deswegen war ich ja unsicher, ob es überhaupt was für ihn wäre oder ob er sich vielleicht so in irgendetwas reinsteigert und ich mich lieber nach einer anderen Beschäftigung umsuchen muss. - Vor einem Moment
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