Workaholic oder super Stress???

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  • Ich hab da so ein kleines Problem und verstehe in der Beziehung meinen Hund nicht.
    Ich mache mit meinem 15 Monaten alten Rüden (unkastriert) Mantrailing. Die ersten paar Male hat er super mitgemacht und auch schnell verstanden was man von ihm wollte. Mitlerweile ist er aber wie durchgeknallt. Er ist wärend wir warten müssen nur am bellen, läuft von rechts nach links, will nur zu den anderen Hunden und ist fix und fertig. Sobald er an der Reihe ist, macht er seine Sache konzentriert und ohne Bellerei und eigentlich macht es ihm wirklich Spaß. Jetzt steh ich ein bisschen auf dem Schlauch und bin auch ziemlich genervt, weil ich danach naß geschwitz bin. Ich frage mich, ob ich ihm damit überhaupt einen gefallen tue, weil er so unter Stress steht. Er steigert sich so hinein und ist teilweise nicht mehr in der Lage die einfachsten Kommandos wie Sitz zubefolgen.
    Was meint ihr?? Soll ich mit ihm weiter machen und versuchen ihm klar zumachen, dass er ruhig bleiben soll??? Oder ist es zuviel Stress für ihn und wir sollten es lieber lassen???

    Danke für eure Antworten... :smile:

  • Was tust du denn mit dem Hund, wenn ihr nicht Mantrailing macht resp. außer dem Trailing?

    Wie oft macht ihr das? Was macht dein Hund, wenn er das nicht tut?

    Wieviel Kontakt hat dein Hund zu anderen Hunden - vom reinen Sichtkontakt beim Trailing abgesehn?

  • Ich mach so einiges mit ihm. Wir sind zweimal die Woche in der Hundeschule und einmal die Woche beim Mantrailing. Jeden Mittwoch und Freitag treffen wir uns mit einer Hundegruppe und gehen zusammen spazieren. Ansonsten sind wir viel unterwegs (min. 2-3 Stunden am Tag)und er hat eigentlich täglich Hundekontakt. Auch in der Hundeschule ist er ruhig, auch wenn wir mal ne Zeit warten müssen. Es ist nur beim Mantrailing total aufgekratzt.

  • Kann er denn bei diesen gemeinsamen Spaziergängen oder in der Hundeschule wirklich frei mit andren Hunden spielen, oder sind die "nur" dabei?

    Also "zuviel Stress" ist Unsinn. Selbst wenn, dann wär es positiver Stress, sprich Trieb, und sehr zu begrüßen.

    Beschreib mal die konkrete Situation genauer und wie sie abläuft...

  • Meiner macht genau das beim Agility! Ich habs bis jetzt so gemacht, dass ich ihn beschäftige während wir warten mit Obedienceübungen oder Tricks ein wenig abseits der Gruppe.. Eine Dauerlösung ist das nicht wirklich, da ich die ganze Zeit auf ihn konzentriert sein muss, sobald ich den andern 1min zuschaue geht das gekläffe wieder los. Deshalb wäre ich auch sehr dankbar für Tipps! Er hat sich auch schon losgerissen, dass rennt er wie ein verrückter dem anderen Hund hinterher über alle Sprünge und kommt schlussendlich Schwanzwedelnd zu mir zurück um seine Leckerlis einzufordern :???:
    Wenn ich ihn rufe ignoriert er das komplett.

  • Also letzteres ist ja relativ eindeutig.. der Hund hat ne Routine..

    Er verknüpft also nicht "Wenn ich Frauchens Ansage befolge, dann gibts Leckerchen/Lob" sondern "Wenn ich über den Parcours flitze, gibt es Leckerchen/Lob"


    Das er sich dann zudem nicht abrufen lässt, bestärkt das noch ganz massiv..

    Ich hoff, er krieg kein Leckerchen, wenn er sowas bringt und du drehst um und gehst in die entgegengesetzte Richtung, sobald klar ist, er lässt sich nicht abrufen?


    Ein Hund mit Trieb ist ja was feines..
    Aber das ganze muss schon unter Kontrolle bleiben. Dass der Hund ganz aufgeregt ist direkt vorm Training ist ja eigentlich klasse - also hat er spaß dran.

    Ob man das übrige Gehampel schlicht unterbindet ("Nein!"), dem Hund möglichkeiten schafft, einfach frei mit Artgenossen zu spielen (wie oft hat er diese Möglichkeit?) oder dem Hundebegehren auch einfach mal nachgibt und sich neben seine/n Freund/in mit ihm stellt, damit die beiden sich begrüßen können, hängt vom Hund ab.

    Meine würde mich für bescheuert erklärn, wenn ihr Kumpel gelaufen kommt und ich sag "ne, wir trainieren jetzt UO"

    Ich würd meinem Chef ja auch nen Vogel zeigen, wenn ein sehr guter Freund zur Tür reinkommt und mich begrüßen will und Chef springt dazwischen "So lang Sie nicht den Papierkram weghaben, können sie nicht guten Tag sagen"..

  • In unserer Hundeschule können die Hunde vor dem Unterricht, in der Pause und wenn man möchte auch danache, miteinander spielen. Mittwochs und Freitags gehen wir mit unserer Hundegruppe immer wo anders hin und die Hunde können frei laufen und spielen natürlich auch. Wir lassen auch beim Mantrailing die Hunde sich beschnüffeln, aber da wir auch oft in Wohngebieten sind, können die Hunde vorher natürlich nicht spielen.

    Also beim Mantrailing sieht es so aus!!! Ein "Opfer" heizt den Hund an und versteckt sich dann. In der Zeit müssen wir warten, egal ob wir dran sind oder nicht. Das ist die Zeit wo Nero durchdreht, dem "Opfer" hinterher will, zu den anderen Hunden will, bellt wie ein verrückter, sich schüttelt oder sich kratzt und nicht wirklich ansprechbar ist. Ich gehe mit ihm dann immer ein Stück in die andere Richtung und lobe natürlich wenn er ruhig ist. Können wir dann gehen, läuft er ohne irgendein Theater und die anderen Hunde sind ihm sogar egal. Wie gesagt, wenn es weiter geht ist er total bei der Sache und macht es wirklich super.

  • Also wenn ich jetzt das richtige Bild vorm inneren Auge habe, dann beschreibst du da astrein einen voll triebigen Hund... :D


    Das is ne gute Sache. Der Hund ist total "heiß" auf die Arbeit - und genau so soll es sein.

    Wenn er allerdings nicht mehr ansprechbar ist, zeugt das nicht unbedingt von einer bilderbuchbeziehung zwischen euch beiden. Er sollte eigentlich verknüfen, dass DU der Schlüssel zur Aktion bist und dich nicht als lästiges Anhängsel empfinden, das ihn von der Aktion abhält..

    Ein Problem übrigens, das ich beim Mantrailing generell sehe. Der Hundeführer wird einfach schnell komplett entbehrlich für den Hund in der Situation..

    Macht ihr denn zudem UO miteinander..?
    Also.. ihr besucht ja eine Hundeschule, hast du erwähnt. Wie schlägt er sich da? Wie ist es mit der Konzentration? Wie sieht sein Blickkontakt zu dir aus?

  • Zitat

    Also wenn ich jetzt das richtige Bild vorm inneren Auge habe, dann beschreibst du da astrein einen voll triebigen Hund... :D


    Das is ne gute Sache. Der Hund ist total "heiß" auf die Arbeit - und genau so soll es sein.

    Deswegen und gerade deshalb sollte der Hund in der Zwischenzeit doch ruhig warten können.

    Ich kenn es aus der "echten" Arbeit (z.b. bei der Jagd und im Hütehundbereich), dass man derart aufgedrehte Hunde nicht haben möchte.

    Meine Erfahrung hat auch gezeigt, dass ein Hund, der so hochdreht, schlechter Arbeitet (damit meine ich nicht die Motivation, sondern die Umsetzung), als einer, der nicht vorher schon voller Adrenalin ist.

    Ich würde das Warten einzeln üben und gezielt an Ruhe arbeiten. Es ist nicht nur für Dich ziemlich nervig, auch für den Hund. Kannst Du ihn nicht zwischendurch ins Auto bringen?

    Viele Grüße
    Corinna

  • In der Hundeschule machen wir natürlich Unterordnung und im Oktober machen wir die Begleithundeprüfung. Es läuft wirklich alles super. Er macht das in keiner anderen vergleichbaren Situation. Ich kann ihn in jeder Situation abrufen und ich denke schon das wir eine gute Beziehung und ne super Bindung zueinander haben. Egal was wir machen, ob Apportieren oder einfach nur das Spielen mit anderen Hunden, ohne mein Kommando läuft da nix und er weiss das.

    Also ich muss dabei sagen, dass es am schlimmsten am Anfang jeder Stunde ist. Gegen ende wird er immer ruhiger. Wenn ich mit ihm wie beschrieben, mich nen Stück von der Gruppe entferne, ist er auch wieder ansprechbarer und hört wesentlich besser. Ich kann ihn leider nicht ins Auto bringen, da wir uns ständig bewegen und nicht an einer Stelle bleiben. Wie soll ich mit ihm denn Ruhe üben?? Denn er macht es wirklich nur in dieser Situation.

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