Hat jemand Erfahrung mit/Ahnung von Autoimmunkrankheiten?

  • Aus gegebenem Anlass muss ich jetzt auch mal wieder seit langem einen Thread eröffnen.

    Mich interessieren alle Erfahrungen rund um das Thema Autoimmunkrankheit. Vor allem, wenn es sich in irgendeiner Weise mit dem deckt, was bei meinem Hund scheinbar los ist.

    Er hat seit langer Zeit Knubbel in den Beinen. NUR in den Beinen. Das fing vor mehr als einem Jahr - eher fast zwei Jahren an. Erst waren es nur wenige, kleine, tief im Gewebe.
    Dann wurden es immer mehr. Sie wurden größer.
    Es wurden auch Knubbel eingeschickt - das Labor konnte Tumore und Parasiten, Pilze etc ausschließen. Aber hatte keine eindeutige Diagnose. Nur, dass es collagenes Gewebe ist und eine erhöhte Anzahl Fresszellen.

    Vom letzten Herbst bis diesen Mai bekam er aufgrund anderer Probleme Cortison. In dieser Zeit sind die Knubbel offensichtlich nicht mehr geworden.
    Seit Juni bekommt er das nicht mehr. Die Knubbel nehmen rasant zu, man sieht sie schon auf Entfernung und es sind schon welche IN den Sehnen - zB Achillessehne, die daswegen dauerhaft gereizt ist.

    Um dem jetzt einen Riegel vorzuschieben und weil es das einzige ist, was Sinn macht, wird ab demnächst ein Immunsupressivum bekommen.

    Denn scheinbar sieht sein Immunsystem sein collagenes Gewebe als "fremd" an und stößt es ab und kapselt es ein.
    Andere sinnvolle Diagnosen gibt es nicht und der Arzt (viele haben überhaupt nichts gemacht), hat lange überlegt und es scheint die einzige Möglichkeit zu sein. (Leish hat er nicht.)


    Naja - und weil ich mich mit diesem Thema nicht auskenne, dachte ich - vielleicht haben ja andere User noch Erfahrung damit?
    Vielleicht hat noch jemand nen Hund, der so merkwürdige Symtome hat, die erstmal von keinem Arzt auch nur behandelt werden?
    Oder sonst was - egal. Ich freue mich, auf interessante (auch gerne belegte) Infos und natürlich Erfahrungen!!

  • Hummelchen, habt ihr denn schon mit der Atopica-Therapie begonnen?
    Was sagt eigentlich Dein THP zu den Knubbeln?

    Leider kann ich zum Thema Autoimmunkrankheiten auch keine Erfahrungen beisteuern,
    aber irgendwo hier tummeln sich bestimmt ein paar Spezialisten rum. =)

    LG, Caro

  • Dann muss ich die Spezis mal suchen gehen! :D

    Nein, begonnen haben wir noch nicht, weil erst das Meloxicam abgesetzt werden soll.

    Wenn das durch ist (es sieht gut aus zZt), so in ca 2 Wochen, werde ich ihm mal eine Entgiftung gönnen (6 Wochen). Danach darf es losgehen. Aber ich hätte ein zu schlechtes Gewissen ihm nach dem letzten Jahr sofort das nächste Medikament reinzuschieben - zumal Atopica - so es denn anschlägt und so funktioniert, wie der Doc denkt, bleiben wird. Lieber erst noch mal Leber, Niere, Lymphen, Haut entgiften... und dann loslegen.

    Meine THP ist weg. :/ Die war damals in der Praxis, wo heute Pepes "neuer" Arzt ist. Darum haben die die Zusammensetzung seiner Entgiftungskur von ihr noch im Computer und können die problemlos zusammensetzen. Aber fragen kann ich sie nicht. Und ehrlich gesagt... kann ich mir keine neue grad leisten. :/ Also nicht, wenn es nicht sein muss.

  • Hallo Hummel,

    um eine hochakute Infektion auszuschließen, könntest Du den Anaplasma-phagocytophilum-Titer mittels Real-time PCR bei Laboklin bestimmen lassen. Dazu braucht das Labor 1ml EDTA-Blut. Da dieses Labor wie von Hansson beschrieben wurde testet, sind falsche Ergebnisse (häufig werden positive Ergebnisse ausgewiesen, obwohl keine Infektion vorliegt) auszuschließen. Es gibt bestimmt auch noch andere Labore für klinische Diagnostik, die in der gleichen Weise testen. Ein Coombs-Test könnte auch einen Hinweis auf eine immunologische Erkrankung geben.

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