Checkliste: Woran erkennt man einen guten Tierarzt

  • Tierarzt-Checkliste
    Anlässlich eines entsprechenden Artikels im Dogs-Magazin (und daran angelehnt):

    Woran erkennt der Laie einen gute Tierarzt/eine gute Praxis?

    1. Die Routineuntersuchung sollte beinhalten:
    - Kontrolle des Fells (Qualität, Parasitenbefall)
    - Puls- und Fiebermessen
    - Leisten, Bauch und Rücken abtasten
    - Gehörgänge und Augen gründlich kontrollieren
    - Zähne, Zahnfleisch, Durchblutung (1-sec-Kapillarfüllungszeit) - dabei Kontrolle auf Entzündungen, Karies, Zahnstein etc.
    weil nicht nur Zähne, sondern in Folge auch Herzgeschichten, deshalb gaaaanz wichtig, das Maul des Hundes in Augenschein zu nehmen (Geruch, Schleim, Farbe usw.)
    und
    Herz/Lunge abhören.

    2. die Hardware / Praxisausstattung
    - Röntgengerät
    - hauseigene Labortechnik für Blut- und Urinuntersuchungen
    - Ultraschall
    - Computertomographie und/oder Magnetresonanztherapie (meist nur in größeren Kliniken)
    - seperater OP-Raum
    - Aufwachraum, Krankenzimmer - und/oder station
    - großzügige und/oder getrennte Wartezimmer
    - Sauberkeit, gute Belüftung, angenehmes Klima

    3. die Software / Ausbildung, Fortbildung und Einstellung des Arztes (und der Mitarbeiter)
    - Hundefreundlichkeit, ruhiges gelassenes professionelles Agieren
    - auf Kleintiere oder sogar Hunde spezialisiert
    - als Fachtierarzt wurde eine oder mehrere Spezialfortbildungen absolviert (z.B. Chirurgie/Orthopädie, Cardiologie, Dermatologie)
    - als Mitglied der Akademie für tierärztliche Fortbildung ATF macht der Arzt freiwillig mehr (40 statt nur 8 Stunden pro Jahr)
    - eine freiwillige Prüfung "Gute veterinärmedizinische Praxis" GVP der Bundestierärztekammer (vergleichbar mit europ. Qualitätsmanagement-Norm)
    - Kenntnisse in alternativen Methoden wie Physiotherapie, Homoöpathie, Naturheilkunde
    - "Überweisung" an Spezialisten, wenn andere Fachkenntnisse erforderlich sind

    4. der Service
    - Notdienst, Sprechstundenzeiten, Hausbesuche (besonders wichtig beim Einschläfern)
    - umfassende Beratung in
    a) Diagnose & Therapie
    b) Impf- und Entwurmungsplan
    c) Erziehung (Adressen von ortsnahen Hundetrainern/schulen)
    d) Urlaubsberatung - Reisebestimmungen, typ. Krankenheiten und deren Vorbeugung; Adressen von Hundepensionen o.ä.
    e) Ernährungsberatung (und nicht nur Verkauf!)
    - vollständige gründliche Aktenführung & Aushändigung von Aktenkopien (Röntgenbilder, Laborbefunde, Therapiepläne)
    - nachvollziehbare Gebühren, klare Absprachen vor der Behandlung
    - Terminvergabe, einkalkulierbare Wartezeiten
    - Servicesonderleistungen wie Tiertaxi oder Halterschulungen

    Tierärzte sind Pflichtmitglieder in der jeweiligen Landestierärztekammer, die kontrollieren auch die gesetzlich vorgeschriebene jährliche Fortbildung von 8 Stunden. Und vermitteln bei Streitfällen zwischen Arzt und Halter. Dachverband der Landestierärztekammern ist die Bundestierärztekammern.

    Daneben gibt es noch andere tierärztliche Vereinigungen, wie
    - Bundesverband Praktizierender Tierärzte BPT
    - Tierärztliches Vereinigung für Tierschutz e.V. TVT
    - Deutsche Veterinärmedizinische Gesellschaft e.V. DVG
    - Akademie für tierärztliche Fortbildung ATF

    Ich hoffe mal, das ist ziemlich vollständig. Aber wenn Euch noch was wichtiges einfällt - immer her damit.

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