Ich bekomme die Krise! Hilfe!

  • Zitat

    Nein, Caruso ist mein 3. Hund vorher hatte ich einen Dobermann-Mix und dann einen Yorkie aber mit den anderen hatten wir nie solche Probleme auch mein Freund hatte früher einen Schäferhund und einen Dobermann.

    Du bist 20 und hattest schon drei Hunde, wie geht das. :???:

    Zitat

    Caruso haben wir ausgesucht, weil er am besten für dem Hundesport geeignet schien und weil er meiner meinung nach das gewisse etwas hatte. wir haben so einen Welpentest in einem Hundebuch gesehen und haben den bei den Welpen ausprobier und Caruso hat am besten "abgeschnitten"
    Das kann ich dir eigentlich nicht so genau sagen, da er im Welpenauslauf war und wir ihn 2 mal die Woche besucht haben. Und da konnte man noch nicht sehen ob er "gehorcht" oder einen anbellt nd so weiter, da er da meist mit einem getobt hat.

    Wie sieht so ein Welpentest aus. :???:
    Wie soll ein Welpe mit 8 Wochen schon hören, also das kann nicht funktionieren, da er ja die Befehle noch nicht kennt. :|

    Ich bin auch der Meinung das du zuviel mit deinem Hund machst, und er überdreht ist, und das Rammeln kann auch eine Übersprungshandlung sein.

  • Wo ich drüber gestolpert bin;

    du lernst ihm Sitz, Platz und Pfötchengeben :???:

    ist das nicht ein bisschen viel auf einmal für den Welpen ?

  • Hi,

    Ich kann mich den anderen anschließen - mach keine großen Spaziergänge mit ihm, solange er noch klein ist. Ich würde anfangs halt zum Geschäfte machen mit ihm rausgehen (ist ja eh sehr häufig) und dabei vielleicht noch ein bisschen Leinenführigkeit üben. Ansonsten wirklich kleine Einheiten (ca. 5 Minuten) mit spielen oder üben im Haus/Wohnung/Garten. Das reicht dann auch schon.

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    Egal wie oft ich nein sage und ich z.b: von der Coutch nehme oder im die Decke wegnehme.

    Einfach dranbleiben. Manche Hunde sind da sehr harnäckig, da musst du ihn einfach immer wieder runterschicken und den längeren Atem haben.

    Zitat

    Seit zwei Tagen zeigt er das sogenannte Dominanzverhalt (Rammeln) bei mir.
    Außerdem Bellt und Knurrt er mich an (wobei das meiner Meinung nach Spielen ist).
    Aber wenn ich ihn dann ignoriere, so wie es in so vielen Büchern steht, dann kneift er mich in die Wade oder verperrt mir den Weg.

    Ich halte ignorieren auf jeden Fall für den richtigen Weg. Wenn er dich dann kneift oder dir den Weg versperrt, einfach vorsichtig zur Seite schieben und das Zimmer verlassen, Tür zumachen und warten bis er ruhig ist. Dann kannst du wieder reingehen und wenn er dann ruhig bleibt loben. So merkt er, dass solches Theater (bellen, knurren, kneifen etc.) zu etwas führt, was er in dem Moment genau nicht möchte: nämlich dass du ihn ignorierst und weggehst. Und die Beachtung, die er eigentlich haben möchte, bekommt er immer dann, wenn er ruhig ist.

    lg,
    SuB

  • Seht Ihr, es ist doch immer gut, erstmal ausführich beschreiben zu lassen :)

    Also ich würde auch sagen, dass Du den Hund ein bisschen überforderst und "überbespaßt".
    Aber zum Glück kann man das ja schnell ändern. Du musst Dein Programm einfach ein bisschen zurückschrauben.
    Als Faustregel für die Länge der Spaziergänge gilt zum Beispiel 1 Minute pro Lebenswoche. Du siehst also, dass eine Stunde für den kleinen Kerl noch viel zu lang ist. Dein Hund wird ja auch mal groß und er ist noch im Wachstum und seine Gelenke werden es Dir danken, wenn Du ein bisschen mehr Ruhe reinbringst. Ich würde auch nicht jede Stunde mit ihm rausgehen, also richtig Gassi gehen. Er ist vielleicht noch nicht stubenrein, aber es reicht auch, wenn Du ihn nur mal kurz raussetzt und dann wartest ob er was macht.
    Du solltest auch noch ein bisschen mehr an der Bindung arbeiten. Ich
    seh das auch so wie Junimond : Mach doch in der Spielzeit mit ihm Antriebsarbeit und zwar immer zu Dir hin und nicht von Dir weg. In den Ruhephasen solltest Du ihm auch seine Ruhe lassen, eine Welpe braucht ja noch viel Schlaf. Ausgiebiges Kuscheln ist natürlich trotzdem wichtig :)
    Berichte doch mal, ob es was gebracht hat.

  • Also mich würde der Welpentest auch interessieren.

    Vermutlich machst Du zuviel mit den Kleinen. Er ist ja noch ein Baby und
    braucht seine Ruhephasen und viel Schlaf. Klar, er spielt bis zum Unfallen
    Du musst ihm die Ruheperioden vorgeben und einhalten. Er muss ja auch lernen dass es Zeiten gibt wo geruht wird. Kleinkinder schlafen ja auch viel, machen Mittagsschlaf etc.

  • Hey Janna!


    Erst einmal herzlichen Glückwunsch zu Euren neuen Hausbewohner!
    Ich habe mir die anderen Kommentare durchgelesen und kann meinen Vorrednern zustimmen.
    Gerade Welpen sind kleine Wirbelwinde, ich erlebe das bei meinem tagtäglich.
    Am Anfang habe ich ihn manchmal überfordert und zu hause ist er dann regelrecht abgedreht, wie von der tarantel gestochen herumgerannt, hat mich und meinen Freund angebellt, versucht zu zwicken, ist aufs Bett gesprungen, was er nicht sollte usw usw..... .

    Das erste was ich gemacht habe: darüber gelacht. echt ich hatte einen Lachanfall, eigentlich war ich stinksauer aber das hatte sich von einem Moment auf den nächsten so ergeben.

    Was mir in dieser zeit geholfen hat:
    ich habe Rammar ein quitschi gekauft, auf das er steht. Findet heraus, was Euer Stinker liebt und verwaltet dieses Spielzeug.
    Er sollte dazu keinen Zugang haben, nur wenn ihr es ihm erlaubt. Mein Welpe hat auch mehrere Spielzeuge zur Verfügung, das Liebste bekommt er aber erst, wenn ich das Spiel eröffne.
    Bei Zugspielen (Zerrspielen) geraten die Welpen schnell in "Rage", sie schaukeln sich hoch und kriegen dann ihre 5 minuten (ich nenn es jetzt mal so). das spiel kann bei Zerrspielen schnell wüst werden. (ein biss in die hände oder arme etc und wir wissen, wie spitz diese zähnchen sein können).
    Wenn der kleine Euch erwischt, gebt einen schmerzenslaut von euch und brecht das spiel ab. das lieblingspielzeug wird eingepackt und das wars für einen moment. der kleine wird euch anbetteln und versuchen eure aufmerksamkeit zu bekommen (frauchen gegen die hand stupsen, bellen, fiepen usw) ignoriert den knirps, tut so als sei er luft und macht was anderes in diesem moment. lasst ein paar augenblicke verstreichen und beginnt das spiel von neuem.

    Ich hätte am Anfang auch nicht gedacht, worauf man alles achten muß bei einem Welpen.
    Man muß ihn einen Weg zeigen, damit er einen Frauchen oder Herrchen akzeptiert.
    Ich kann Euch ja mla ein paar sachen nennen, wie ichs bei Rammi mache:

    zB:

    1. geht immer vor dem Welpen durch die Tür, das Tor, die Eingangspforte etc. (ihr macht euch zum gassigehen bereit. wenn euer kleiner das kommando "sitz" beherrscht, lasst ihn sitzen und leint ihn an). wenn er stürmisch durch die geöffnete Tür rennen will, könnt ihr auf die Leine treten oder ihr haltet ihn einfach zurück.
    Er sollte lernen (nicht überfordern, ganz wichtig), dass er auf ein "OK", lauf, etc aufstehen darf und hinter euch durch die tür geht.
    Wenn er vorher aufsteht, kann er ins "sitz" zurückgeschickt werden-.

    2 Welpen haben die angewohnheit sich in der gesammten wohnung abzulegen und aufzuhalten( man schreitet dahin und tritt plötzlich unerwartet auf was weiches und es fiept).
    legt der kleine sich in den weg oder dort hin wo er nicht soll, dann schickt den Naseweis auf seinen Platz zurück, wo er bleiben muß. Steht er wieder auf und rennt da hin, wo er gelegen hat um sich erneut hinzulegen, schnappt euch den kleinen und ab auf seinen platz. (ihr verwendet hier wieder einen befehl, zB "Decke" oder "auf Deinen Platz", bringt ihn dort hin und irgendwann hats er drin.
    Wenns beim fünften mal nicht klappt, dann eben beim siebten mal ;-)
    macht euch keinen stress!

    3 welpen wollen mittendrin statt nur dabei sein.
    ihr solltet euch mal zeit für euch nehmen und den kleinen mal für sich lassen. solltet ihr das schlafzimmer zur tabuzone erklärt haben, was den hund angeht, dann zieht das so durch.
    hört nicht auf sein fiepen oder kratzen, hier ist ignorieren angesagt und irgendwann hört er damit auf.
    springt der kleine aufs bett, schmeißt ihn da runter! lol (also natürlich nicht runterschmeißen, ihr wisst wie ichs meine!).
    Ihr holt ihn einfach da runter, sagt zB "Ab, in einen unfreundlichen, Befehlston und schickt ihn auf seine Decke. wenn er lieb ist, lobt ihn und wenn er wieder aufs bett will, gleich im vorfeld "nein" sagen (er verknüpft das irgendwann und weiß, dass er das eigentlich nicht soll), springt er wieder drauf, das gleiche spiel: ihr holt ihn da runter und ab auf die decke!

    Denn: ihr erlaubt euren welpen, ob er mit ins bett darf.
    Ich würde es an Eurer stelle so handhaben, dass ihr ihn erst einmal auf seinen platz schlafen lasst, bevor er zB mit ins bett darf oder mit aufs sofa.


    3 wenn besuch kommt oder ihr wieder nach hause kommt: den hund ignorieren!
    sagt euren besuch, dass er den welpen beim hereinkommen in die wohnung ignorieren soll, auch wenns schwer fällt. der besuch soll sich setzten und sich mit euch beschäftigen.
    Kommt ihr in die Wohnung rein, legt in Ruhe Eure Sachen ab. springt Euch der Welpe an, dreht Euch weg (Rücken zudrehen), in hartnäckigen Fällen mit einem "nein" den Hund sanft wegschieben, wenn er an euch hochspringt.
    dann begrüßt den Kleinen.
    (zum zeichen der unterwerfung wird er euch die hände ablecken oder versuchen an das gesicht zu kommen. Das Anspringen ist eine ganz normale begrüßungsaktion. Er freut sich einfach, dass ihr wieder da seid. Da der Hund aber mal naß ist und keine Leute anspringen soll, (kann teuer werden), gewöhnt es ihn am besten ab.

    4. beim gassigehen:

    euer kleiner folgt euch schon mal, dass ist ein gutes zeichen.
    damit es auch ohne leine später mal klappt, empfehle ich euch eine schleppleine zu kaufen, die mehrere meter lang ist.
    der welpe sollte zwar schnüffeln dürfen aber nicht immer und die ganze zeit. läuft euer welpe mal weg zu anderen hunden, ist eine schleppleine super: ihr könnt ihn damit ausbremsen.
    (euer welpe erblickt einen interessanten artgenossen und schlatet auf "durchzug" um) versucht ihn mit spielzeug abzulenken, bringt das nix und er rennt los, dann sagt "nein" und tretet auf die leine. versucht den kleinen zurückzurufen (dabei schön freundlich sein, in die hände klatschen, es so einladent wie möglich machen). kommt er zurück, lobt ihn überschwänglich, gebt ihn ein leckerchen. hört er nicht, wird er vorsichtig an der leine zurückgezogen und ebenfalls gelobt. (wenn er bei euch angekommen ist)

    ach was noch SEHR wichtig ist: wenn der kleine zu erst mist macht (zB aufs bett will, drauf springt, ihr ihn runter geholt und bestraft habt) ihn danach loben.
    Sollte er anstalten machen, etwas zu tun was er nicht soll und hört später auf das"Nein" gleich danach loben, wenn er unerwünschtes verhalten im Vorfeld unterlässt. :smile:

    Oh man jetzt ist ein ganz schönes Stück Text zusammen gekommen.

    Ich möchte Euch sagen, dass ich weisgott nicht viel Hundeerfahrung habe und es jeder anders macht.
    Was super wichtig ist:
    Geht nach Eurem Gefühl, spielt viel mit dem kleinen, rennt mit ihm um die wette, setzt euch zusammen mit dem welpen ins gras, kitzelt ihn durch, knuddelt ihn fast zu tode. (das ist viel wichtiger als das er tausend kommandos am anfang lernt).
    Entdeckt mit ihm die Welt und werdet selber zum kind.
    Das Spiel festigt zusätlich die Bindung an Euch und es macht riesen Spaß. :gut:

    und Ps: die indoorspiele mit leckerchen suchen sind eine tolle beschäftigung für den kleinen.
    ihr könnt in der wohnung slalom und achten mit ihm laufen (hinterm leckerchen gehts her) usw usw im internet findet man tolle anregungen für zu hause.

    Für den kleinen und Euch wäre es bestimmt toll, wenn ihr an einer Welpengruppe teilnehmen würdet.
    Das macht super Spaß und es gibt viel zu lachen und zu lernen.
    Und ihr erlebt einen "Hundehaufen" mal anders :smile:


    und ps: wer rechtschreibfehler findet, darf sie gern behalten. :D

    ich hoffe, dass ich euch ein wenig weiterhelfen konnte.

    lg

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