Nach dem Hundespaziergang BURNHARD GRILL an und den Feierabend genießen🔥*
Eure Problemhunde - Was ist draus geworden???
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Hallo...
ich bin grad am Durchstöbern des DF auf viele Problem-, und Notfallhunde aufmerksam geworden.
Muss auch vielen von euch meinen größten Respekt dafür ausdrücken.
Ich finde das echt super, dass ihr euch den Hunde annehmt.
Ich würde mir das nicht zutrauen.Und nun würde mich sehr interressieren was aus diesen Hunden bei euch geworden ist.
Hat sich ihr Verhalten gebessert oder ist sogar ein Traumhund aus ihnen geworden.Ich kann dazu leider nix beisteuern aber ich hoffe, dass ihr hier eure Erfahrungen mitteilt.
Das würde mich echt sehr freuen.Liebe Grüé
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15. Juni 2009 um 05:13
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Eure Problemhunde - Was ist draus geworden??? - Vor einem Moment
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LG Steffi mit Buddy
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Hey...Hier sind mal einige Veränderungen meiner Luna, alerdings muss ich mal wieder was neues dazu schreiben...
Diese Texte waren so ca 1 Jahr nachdem ich sie bekamhttps://www.dogforum.de/ftopic55950.html
https://www.dogforum.de/ftopic60872.html -
Jay-Jay...mein Problemhund ist noch immer einer und so schnell wird das auch nicht "weg" sein, aaaaaaaaaaber es wird besser und ich freue mich über minimalistische Fortschritte!
Deshalb lieb ich diese Terrortöle aber nicht weniger, nur weil sie ein Problem hat. -
Eine super Idee dieser Thread!
Ist ja im Grunde ein Mutmach-Thread, dass man sehen kann, dass es nach einiger Zeit auch wieder besser wird.
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Ich schreibe mal mit einem dicken Kloß im Hals von meinem ersten "Spinner":
Der Dicke war, als ich ihn das erste mal sah, ein ganz klapperdürrer, dazu hatte er kaum Fell.
Ich war seit Monaten im TH und suchte meinen neuen Partner, aber es hatte nicht gefunkt. Ich war mit dem festen Vorsatz dort, heute die alte Deutsch-Kurzhaar-Hündin mitzunehmen, die seit 8 Jahren dort sass und nicht mal mehr auf Besucher reagierte. Sie war nicht mein Traum, aber wenn ich "meinen" Hund dort nicht fand, dann sollte wenigstens sie nicht im TH sterben.
Auf dem Schild am Zwinger neben ihr stand Riesenschnauzer, interessiert, aber mit wenig Hoffnung rief ich den Hund.
Er kam sofort durch die Klappe aus dem Aussenzwinger und stand da. Ich sagte "Sitz", er setzte sich prompt, packte eine Pfote ins Gitter und schaute durch die spärlichen Ponysträhnen. Angeblich war er ein Fundhund.
Dieser Hund war klapperdürr, er wog grade mal 29kg, er hatte kaum Fell, die Haut war gerötet und nässte, er lahmte. Aber DAS was ER!
Ich setzte alles in Bewegung und 3 Tage später zog er ein. Angeblich war das Fell nur wegen einer Flohallergie so schlecht und die Lahmheit sei eine Verstauchung wegen der Springerei ins Gitter.
Also Hund eingepackt und ab zum Haus-TA. Dort kamen die ersten Unregelmäßigkeiten. Mein neuer Hund begrüßte den TA überschänglich im Wartezimmer, ließ sich kraulen und beschloss plötzlich "Jetzt fresse ich den Doc!". Er ließ sich kaum beruhigen und setzte immer wieder nach.
Nach einer Weile war eine Untersuchung möglich. Die kleine Verstauchung war eine Knochenhautentzündung, die Hüfte war grausam, die Haut eine einzige Entzündung und der Hund hatte eine alte Augenverletzung. Der TA riet dringend den Hund wieder wegzubringen, sollte man ihn behalten, dann sollte man nachts wenigstens die Tür schließen.
Mir war das egal, ich wollte diesen Hund! Ein großer Dank an meinen TA, der mich immer in allen Belangen unterstützt hat und für die ständigen Behandlungen immer recht wenig Geld nahm.3 Tage war er ein unauffälliger Hund, man durfte ihm nur nicht an den Hals fassen.
Dann kamen die Probleme, als ob jemand einen Schalter umgelegt hätte.
Der Dicke besaß die Diele im wahrsten Sinne des Wortes, dort durfte niemand mehr durchgehen.
Nachts wurde man von einem Knurren geweckt, weil der Hund das Bett für sich beanspruchte.
Mein Partner stand mehrfach mit dem Rücken zur Wand.
Draußen flippte er für alles aus. Menschen, Hunde, sonstige Tiere, einfach alles führte zu einem extrem tickenden Hund, wurde die Leine dann straff, ging er gegen den, der die Leine hielt.Ich war hoffnungslos überfordert. Damals gab es kaum Hundeschulen und die, die es gab, wollten ihn nicht haben.
Wieder hat mein TA mir viel geholfen. Er hatte Erziehungstips und war bereit, den Hund notfalls einzuschläfern. Das gab mir einen Ausweg, allein das Gefühl ihn nicht wieder in dieses TH bringen zu müssen half.
Es war eine schlimme Zeit. Ohne Haus mit Garten hätten wir es nicht geschafft. Seine Behandlung war einfach teuer, wir mussten wegen Haut und Auge zu Spezialisten. Sein Auge konnten wir nicht retten, aber die Haut und die Verdauung wurde über eine Ausschlussdiät wieder gut, denn der Hund hatte nicht "nur" eine Flohallergie, die hatte neben zig anderen Allergien.
Nach 2 Jahren, die ich teilweise heulend irgendwo draußen gesessen habe, vielen zerrissenen Jacken und einigen fiesen Wunden wurden wir ein Team.
Mein Dicker behielt immer einen enormen Schutztrieb, er ließ sich nie von fremden anfassen. Aber er vertraute mir, ließ sich alles gefallen, gehorchte ausnehmend gut und begleitete mich überall hin. Er wurde verträglich mit anderen Hunden und konnte überall frei laufen.
Wir hatten noch wundervolle 7 Jahre, ich möchte keinen Tag mit ihm missen.
Er hat tiefen Eindruck (nicht nur wortwörtlich
) hinterlassen und ein große Lücke. Kein Hund hat mich mehr über Hunde gelehrt.Seit er nicht mehr bei uns ist, haben wir immer einen Hund vom Züchter und einen vollkommen verkorksten, der nicht vermittelbar ist. Das sind wir ihm schuldig, denn er hat uns gezeigt, wie man es macht. Er hat trotz schlimmer Vergangenheit unsere Fehler ertragen und wir wurden ein Team. Jetzt profitieren andere von seinem Erbe.
LG
das Schnauzermädel,
heute aus gegebenem Anlass etwas pathetisch - Vor einem Moment
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Vielen Dank für den Tipp, Steffi! Den Futtercheck werde ich mir definitiv mal ansehen. Besonders die kostenlosen Futterproben finde ich natürlich spannend - das probiere ich gleich mal aus. 😄
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schnauzermädel : Boa du hast mich echt begeistert mit deinem Einsatz.
Finde ich super , dass du ihm eine Chance gegeben hast.
Ich denke, er ist dir sehr dankbar gewesen.@all: Respekt..... Ich wüsste nicht , ob ich mir einen solchen und zutrauen würde.
Was hat euch denn bewegt einen solchen Hund zu nehmen?????
Liebe auf den ersten Blick oder einfach der Drang auch einen schweren Hund ein schönes Leben zu bieten?Danke an alle,die ihre Erfahrungen mitteilen.
Finde ich

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Unser Notfellchen kam vor zwei Jahren zu uns, er war damals 6 Jahre alt.
Er war zu dick, sein Fell war gelb vor Schmutz, seine Zähne in einem katastrophalen Zustand, jeder Zahn war von einer dicken Zahnsteinkappe bedeckt.
Sein Frauchen liebte ihn sehr, war aber so krank, daß sie es nciht mehr schaffte, sich um ihn zu kümmern.
Er kannte nur ein Leben an Halsband und Flexileine, manchmal durfte er auf einem Feld frei laufen. Grundkommandos oder sonstiges kannte er nicht, nur ans Föhnen nach dem Baden war er gewöhnt.
Dann war er bei uns.
Vom ersten Tag an liessen wir ihn ohne Leine in unserer Wohnanlage laufen, sein Halsband wurde sofort gegen ein Geschirr ausgetauscht. Zuerst stand er etwas verloren in der Gegend herum, bis er verstand, er müssen von sich aus, ohne Zug aufs Halsband, mitkommen. Als wir mit der Grunderziehung anfingen, verstand er nur Bahnhof, nicht mal Lob konnte er einordnen. Aber Leckerlies verstand er, so übten wir anfänglich nur damit. Wenn ihm etwas nicht passte, biss er richtig fest zu! (Wovon wir uns allerding nie beeindrucken liessen)Jetzt nach zwei Jahren ist er ein fröhlicher, kleiner Hund, der glücklich ohne Leine herumrast, auf jeden Ruf oder Pfiff sofort angerast kommt, viel Spaß an der Hundeschule (inklusive Agility) hat und ein echter kleiner Charmekasper statt der heftigen Schnappschildkröte ist. Ein paar Baustellen haben wir immer noch, er bellt nach wie vor , hat Angst vor Fremden (was sich in Hosenbeinzwacken äussert, wenn man ihn nicht im Auge behält).
Einer der schönsten Momente für mich war, als der Zwerg, der immer Todesangst vor Kindern hatte, sich ganz selbstverständlich auf den Schoß meiner Nichte hüpfte und von ihr gekuschelt werden wollte.So ein Lachgesicht hat der kleine Mann jetzt
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Amanhe : auch eine sehr schöne Geschichte von euch. Mir sind eben fast die Tränen gekommen, als ich gelesen habe.
Mich freut es so,dass es den Hunden gut geht.
Er hat auch ein total hübsches gesicht, einfach zm knutschen.
Hast du noch ein Bild wie der Kleine vorher aussah???? -
Das ist ein Bild von dem dritten Tag, an dem er bei uns war. Allerdings hatte ich ihn da schon gebadet, weil ich den Geruch nicht ertragen konnte. (Das Gelb ist dabei aus dem Fell auch herausgegangen).
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Schöner Thread, er bestätigt mich darin, dass ich zu meinem durchgeknallten 'Notfellchen' gestanden habe und stehe.
Als meine Luna kam hieß sie noch anders. Sie war erst ein paar Monate alt - was im Nachgang betrachtet Glück war - und hatte bereits mehrere Besitzerwechsel hinter sich.
Die Kleine war unsicher, hibbelig, immer oben raus. Ihre Nerven lagen eigentlich ständig blank, sie kannte nicht viel - das was sie kannte war dafür umso schlimmer. Ihr Fell war in einem miserablen Zustand, die Nieren hatten durch Austrocknung einen Schlag abbekommen, sie hatte Ungeziefer und vorsichtig gesagt 'kein Benehmen'.
Sie ließ sich nur unter ihren Bedingungen überhaupt berühren und das nur von wenigen Leuten. Nach drei Tagen zeigte sich, dass ihre Welpenzähne ziemlich hässliche Wunden hinterlassen können. Sie biss oft ohne erkennbaren Grund zu - in Arme, Beine, den Bauch, das Gesicht. Schnell zeigte sich, dass sie das u.A. auf Ruf ihres Namens hin tat.
Wir benannten sie noch an dem Tag um, als es uns klar wurde. Mein Mann ging zu diesem Zeitpunkt keinen Meter mehr mit dem Hund - er hatte keine Lust mehr von ihr gebissen zu werden. Wer kann es ihm verübeln.
Ich ging mit Luna nur noch in Handtücher gewickelt unter mehreren Dicken Pullovern raus und wir zogen einen Trainer zu Rate. Das brachte zumindest eine erste Entspannung, weil wir nicht mehr so allein mit dem Problem dastanden. Der Trainer drückte es vorsichtig aus :"ein bisschen durchgeknallt".
Wir bekamen viele gute Hilfestellungen, wie den das Körbchen umzustellen. Vieles mache ich heute aber auch ganz bewusst anders, weil es bei Luna nicht funktioniert hat - teilweise sogar Rückschritte brachte und ich schließlich nicht mehr dahinter stand.
Nach nur wenigen Stunden stellten wir das Training (vorübergehend) ein, weil Luna zusammenbrach. Diagnose HD. Noch heute ärgere ich mich maßlos über unseren ersten Tierarzt, den ich bereits drei Tage nachdem wir den Hund bekamen zum Thema HD befrug, der den Hund im Wachstum auf Phosphathemmer setzte, ihn trotz Allergien immer wieder mit Hi***-Futter 'behandelte', zahlreiche unnötige und überteuerte Medikamente verabreichte und im Ganzen bei Luna versagt hat. Als Reaktion darauf bekam ich doch tatsächlich zu hören: "Bei ihrem Hund ist halt alles anders". Wir haben dort für Tierärztliche Behandlungen allein in den ersten 3 Wochen 1600 € gelassen.
Durch die Reha sind wir noch nicht durch, also haben wir das Training bislang nicht wieder aufgenommen ... mal abwarten.
Insgesamt steckt mitlerweile Geld für TA-Behandlungen im Wert eines 3/4 Kleinwagen in Luna; wir haben ihr einen zweiten Hund aus dem Tierschutz hinzugesellt, weil sie nach der OP einfach nicht mehr wollte.
Ich verbringe jeden Tag viel Zeit mit ihr und ihren Problem. Einige hat sie schon gut im Griff:
- ich kann sie ableinen
- sie beißt nicht mehr, sondern knurrt
- sie ist tatsächlich kindersicher (aber da bleibe ich vorsichtig)
- die OP war soweit man es schon sagen kann erfolgreich
- die EPI bedarf keiner medikamentösen Behandlung mehr
- im Umgang mit anderen Hunden ist sie super
- sie ist insgesamt ruhiger und entspanntkurzum: sie ist angekommen.
Sie hat mich viele Nerven und Tränen und noch mehr Nerven gekostet, aber sie abzugeben kam mir nie mehr in den Sinn, nachdem ich mich für sie entschieden hatte (ursprünglich war sie zur Vermittlung bei mir ... ganze 3 Tage).
Sie ist mein absoluter Traumhund. Nachdem mein erster Hund starb, konnte ich mir nicht vorstellen nochmal einen zu bekommen und dann - so viele Jahre später - kam Luna. Dieser Hund hat in meinem Leben wieder die wichtigen Dinge in den Fokus meiner Wahrnehmung gerückt.
Wir haben noch einen weiten Weg vor uns, aber nicht allein, sondern gemeinsam.
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