Aggression - Angst, es nicht zu schaffen - Hundetrainer

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  • Marion
    Sooo - hab´s gestern nicht mehr geschafft, also heute den Hundtrainerinnen-Bericht.

    Das Telefonat war echt total nett, sie klingt sehr sympathisch und patent - was ja schon mal für ein gutes Zusammenarbeiten wichtig ist. Sie hat vorab schon mal viele Fragen gestellt, über die Problematik und wie ich bisher darauf reagiere, die Vorbesitzer, usw.
    Sie meinte, dass sie sich manchmal echt fragt, aus welchen Gründen Leute meinen, ihre Hunde wieder abgeben zu müssen und dass sie davon ausgeht, dass sie denen einfach lästig wurde und die Leinenaggression als "Grund" herhalten musste.
    Dass man sich nämlich nach zwei Jahren damit noch immer herumschlägt und sich nicht bessert, fand sie sehr suspekt und bezweifelt, dass sie tatsächlich professionellen Rat in Anspruch genommen haben und wahrscheinlich einfach nur selbst herumprobiert haben.
    Dafür sprach auch das dauerhafte aus der Hand füttern, was sie nur als kurzfristige Maßnahme betrachtet, aber sicher nicht so lange, dass der Hund verlernt, aus einem Napf zu fressen. :gut:
    Das hat mich schon mal total beruhigt und mir die Angst genommen, dass Edda eventuell ein "hoffnungsloser Fall" sein könnte und trotz Hundetraining keine Besserung in Aussicht steht.

    Ihre Ansichten bezüglich Dauer des Unterrichts fand ich auch vernünftig. Sie sagte, aus der Ferne und ohne den Hund gesehen zu haben, kann man da natürlich gar nichts reales beurteilen und da Edda erst so kurz bei uns ist und sich vermutlich das Verhalten zwei Jahre lang festigen konnte, wird das mit Sicherheit auch seine Zeit dauern.
    Andererseits stellen sich erste Erfolge und eine deutliche Besserung recht schnell ein, wenn man auch zuhause neben dem Training kontinuierlich übt - sie meinte drei, besser noch vier Mal am Tag für je 20 min.

    Die Zeiten richtet sie ganz nach meinem Wunsch, entweder einmal wöchentlich oder alle zwei Wochen und die Einheit dauert 60 Min.
    Das erste Treffen wird wahrscheinlich nächste Woche Freitag sein - wir telefonieren vorher noch mal - und findet alleine auf deren Hundeplatz statt, damit sie uns beide vollkommen in Ruhe kennen lernen, weitere Fragen stellen und die Interaktion zwischen Edda und mir beobachten kann.
    Dann folgen erst einmal ein paar Stunden Einzeltraining, eventuell dann auch Gruppentraining, wenn es eine deutliche Besserung gab. Die Gruppen sind sehr klein, höchstens fünf Hunde und dann sind auch zwei Trainer da.
    Uuuund, Einzeltraining für 20,- und Gruppentraining für 15,- Euro :D

    So alles gesamt gesehen, find ich´s klasse! Was denkst Du?

    Und danke für den Tipp mit dem Zaun. Die beiden konnten sich schon mal durch die Glasscheibe begutachten und haben einen RIESEN Aufstand gemacht. Wenn sie sich direkt gegenüber stehen, kann das natürlich anders sein. Ich werd das Marie mal vorschlagen.

    Also direkt ablenken, dass sie den Hund gar nicht mitbekommt, mach ich auch nicht. Sie soll ihn auf jeden Fall sehen und wenn sie dann entspannt bleibt, gibt´s ein Leckerli, damit sie den Hund (hoffentlich) positiv verknüpft. Aber ohne Leckerlis ist es auf Dauer sinnvoller, man will ja nicht ständig wie eine Käsefabrik aus der Jackentasche riechen..
    Und wenn das bei euch gut funktioniert, find ich das auf jeden Fall echt super! :gut:

    nicole
    Mensch, die arme Maus. Das ist immer traurig, wenn der Hund Angst vor bestimmten Bewegungen hat, weil er vorher mißhandelt wurde. Alleine die Körperhaltung, das Blinzeln, der Blick - furchtbar :sad2:
    Die Erfolge kommen ganz sicher! Und grade, wenn Deine Maus das vorher so schlecht hatte, ist es sicher klar, dass es etwas länger dauert. Wir hatten da wohl Glück im Unglück, dass Edda den Besitzern wahrscheinlich "nur" auf die Nerven ging, aber nicht schlecht behandelt wurde.

    Ja, ich fand´s richtig schade, dass man das Buch so schnell durchhat - das gleiche gilt für "Hilfe mein Hund zieht". Im Grunde steht zwar nix wirklich Neues drin, was man durch google oder diesem Forum hier nicht schon wüßte, aber alleine das Wiedererkennen und die Gewissheit, dass alles wieder gut wird, fand ich sehr schön.
    Gestern hab ich mit "Am anderen Ende der Leine" angefangen - man erkennt schon fast "Suchtsymptome" in Punkto Hundelektüre..

    Viele liebe Grüße,
    Janine

    P.S.:
    Hey toll - ab jetzt auch mit Foto! Wirklich süß :smile:

  • Super, ich war schon ganz gespannt, was du berichtest! Das hört sich toll an, auch was den Preis angeht! Scheint alles in allem genau das Richtige zu sein!

    Ich habe mir auch vorgenommen, beim nächsten Treff mit der "Therapeutin" mal nachzufragen, ob denn irgendwann mal Gruppentraining in Aussicht steht für Cora....man ist sicher in den häufigsten Fällen überrascht, wie souverän sich der eigene Hund verhält, während man selbst die Hosen voll hat :lol:

    ich "übe" mit Cora während dem Gassi permanent und heute Morgen war sie an einem bellenden Hund relativ schnell vorbei zu kriegen, weil Käse vor ihre Nase zappelte :smile: nur ein Hüpfer und ein Knurrer und weiter gings - schon viel besser als gestern! ... zuhause üben wir zusätzlich noch ein bisschen, weil sie beim Spaziergang nicht die volle Dosis Futter essen kann, sonst hängt ihr der Magen so schwer beim Laufen ;)
    Aber ich glaube auch nicht, dass das Füttern aus der Hand von langer Dauer sein sollte. Es ist auch wahnsinnig anstrengend, immer drauf zu achten, dass sie auch genug frisst, denn sie soll ja ihre normale Ration über Tag bekommen, so wie sonst...

    aber das Spielen und Schmusen kommt natürlich auch nicht zu kurz. Trotzdem bin ich in meinem Ton etwas forscher und strenger - und weißt du was? Cora kommt mir irgendwie "froher" vor! Da bewahrheitet sich mal wieder die These, dass Hunde einen Chef brauchen, weil sie wahnsinnigen Stress mit dem Gedanken haben, SIE wären der Boss und müssten sich um alles kümmern!!

    Nun bin ich mal gaaaaanz gespannt, wie das mit der Trainerin läuft!
    Und immer dran denken (und da stimme ich ihr voll zu): Was über Jahre hin versaut wurde, kann man nicht in ein paar Wochen rückgängig machen. Das dürfen wir nie vergessen!

    Also üben wir uns auch in Geduld und nicht nur in Schau und Sitz :lol:
    ein schönes WE für dich und Eddalein

    LG
    Nicole

    PS: Gell, sie ist putzig? man kann fast nicht glauben, dass sie so ein Monster sein kann - aber Eddda guckt ja genauso treu aus der Wäsche :lol:

  • Hallo,

    nun komme ich grade vom Tierarzt wegen ihrer Augengeschichte und hab mit ihm mal so beim Plausch über die Leinenaggression gesprochen.
    Und er ist der Ansicht, dass das nicht mehr "wegzutrainieren" wäre..
    Sie ist ja erst mit einem Jahr aus Griechenland ausgewandert, so dass sie dieses Verhalten in der gesamten Prägungsphase ausleben konnte und er ist der Ansicht, man kann es durch viel Gewöhnung eventuell leicht bessern, aber aufhören wird sie damit nicht mehr und ich müsste halt damit leben, dass die Spaziergänge wild ablaufen, uns keine anderen Hundehalter mögen und ich sie auch niemals von der Leine nehmen könnte :sad2:

    Toll, das war echt genau das, was ich jetzt wirklich nicht hören wollte - und dann auch noch von einem Fachmann.
    Was denkt ihr darüber?

    Traurige Grüße,
    Janine

  • Da würd ich nichts drauf geben. Ich hab schon so viele Einschätzungen von Fachleuten gehört, die grad gut für die Tonne waren.
    Mein Haflinger sollte zum Schlachter, weil er einen Hirnschaden hätte (der ist jetz so brav und der Reitlehrer sagt:"Deiner läuft ja eh immer wie ein kleines Nähmaschinchen...")
    Und unsere (uns äußerst wohlgesonnene und sehr gute) Hundetrainerin hat im Erstgespräch auch gesagt, sie könnte mir nicht versprechen, dass wir den Snoop wieder "hinkriegen", weil er stark traumatisiert war und alles schon sehr gefestigt.
    Aber es wurde doch alles gut! Keiner kann sowas vorher sagen.

    Lass dich nicht entmutigen. Und vor allem: Tierärzte sind selten automatisch Spezialisten in Verhaltenszoologie!!!!

  • Ach Janine,

    lass dich von deinem Tierarzt nicht entmutigen! ich würde da eher der Frau von Fach glauben und vor allem würde ich an Edda und Dich glauben!
    Mein Tierarzt ist eine medizinische Koryphäe, aber er hat noch nicht mal erkannt, dass Cora ein Beauceron-Mix ist. Er sagte, wie alle anderen Schlaumeier, sie sei ein Rottweiler-Mix...soviel dazu!
    Tierärzte sollten Krankheiten behandeln, die körperlichen Ursprungs sind. Aber für Verhaltens-Probleme sind andere zuständig!

    Du warst doch erst einmal bei der Trainerin, und in kurzer Zeit wird das auch nicht besser. Hier im Forum sind User, die seit JAHREN dran arbeiten, und das Problem jetzt zu 90 % im Griff haben.

    Ich würde weiterhin an dem Plan festhalten, dass du zunächst Einzelstunden nimmst, mit Edda fleißig weiter übst (das macht ihr mal davon abgesehen sicher riesen Spaß, weil sie gefordert wird), und irgendwann gehst du zum Gruppentraining über! genauso werd ich es auch machen...und bis es besser wird, gehe ich weiter allein ohne andere Hunde Gassi. Manchmal nehme ich Freunde oder Bekannte mit, die keine Hunde haben, das kannst du doch sicher auch machen? Aber so ist das eben und da müssen wir durch...

    Kannst du Edda wirklich gar nicht von der Leine lassen? Ich habe mich das auch erst getraut, als Cora 6 Wochen bei mir war und ich den Eindruck hatte, sie ist genug auf mich fixiert, sodass ich sie auf einem übersichtlichen (ganz wichtig!) Wald- oder Feldweg loslassen kann. Und siehe da, ich hab zwar innerlich gebebt, aber es klappte! Seitdem mach ich sie jedesmal eine Zeitlang von der Leine, und wenn sie zu weit vor läuft, rufe ich sie zurück bzw. wenn sie hinterher hängt, gehe ich einfach weiter, und sie kommt ganz bald getrabt (klar, wenn ich aus der Ferne einen Hund sehe, wird sie ganz schnell angeleint). Ich glaube, das von der Leine lassen fördert das Vertrauen. Sowohl deins in Edda als auch umgekehrt!

    Nicht verzagen! Du weisst, dass du keinen Einzelfall bzw. keinen "gestörten" Hund hast! Leinenpöbler gibt es mehr als man denkt...und wenn sie soooo lieb guckt wie auf den Fotos ist doch schon vieles wieder wettgemacht, oder???

    Sei nicht traurig und knuddel lieber ein bisschen mit Edda, dann gehts dir gleich besser!! :D

    Oder???

    Liebe Grüße
    Nicole

  • Hallo du,

    ich möchte dir mal ein wenig mut machen. Ich habe auch eine Hündin zu Hause, sie hat auch eine Leinenaggression. Ich bin die ersten Wochen auch fast verzweifelt, ich war bei jedem Hund der uns entgegen kam extrem nervös. Nachdem ich beim 1. mal auch noch an die falsche Trainerin geraten bin, die mich noch mehr verunsichert hat, war das alles nicht so toll. Die erste Trainerin sagte mir, das mein Hund durchaus aggressiv ist und dieses sich auch auf Menschen ausbreiten wird (Von ihren Trainingsmethoden ganz zu schweigen)

    Ich habe mir dann noch eine 2te Hundeschule angeschaut, diese nahm mir erstmal kurz den Hund ab, weil sie gemerkt hat, wie unsicher ich war (noch mehr durch die Aussage der 1. Trainerin) In der neuen HuSchu sagte man mir dann, das es sich um reine unsicherheit handelt. Ich bin froh, das ich mir den Rat noch dort gesucht hatte, denn ich erkenne meine Hündin kaum noch wieder. Sicher ist sie noch sehr zurück haltend und möchte auch nicht den direketen Hundekontakt, da kommen dann schon mal die Zähnchen zum Vorschein.

    Am Samstag hatten wir ein treffen hier aus dem Forum und am Sonntag bin ich mit unserer HuSchu um den Maschsee gegangen, dieses wäre vor 3,5 Monaten nicht möglich gewesen.

    Bitte überfordete dich und deinen Hund nicht. Es gibt immer Rückschläge, das ist ganz normal. Wenn dir ein Hund begegnet und du merkst wie nervös du gerade wirst, dreh um und geh in eine andere Richtung. Wenn du meinst, so nun fühl ich mich besser, lass deinen Hund absitzen, schieb ihn Leckerlies in den Mund, bis der Hund andere Hund vorbei ist. Ich habe den Tipp hier von ein paar lieben Damen bekommen und habe mir auch eine Futtertube bestellt um ihr ein 1000% Leckerlie bei anderen Hundebegegnungen zu ermöglichen, dieses werde ich mit Leberwurst und Hüttenkäse füllen. Ich habe am Wochenende geübt, als wir um den Maschsee gingen und das mit den Leckerlies hat super geklappt, kein Theater mehr an der Leine. ;)

    Und was dei Tierarzt dir gesagt hat stimmt so nicht. Meine Hündin ist ca. 5 Jahre ein Fundhund. Sie ist wie mein Hundetrainer glaubt 5 Jahre mit ihrem Verhalten durch gekommen und natürlich dauert es lange bis man so ein Verhalten eingedämpft hat. Ich arbeite nun schon 3 Monate an diesem Problem, es geht immer ein ganz kleines Stück vorwärts... ich musste erst mit vielen anderen Hunden spazieren gehen um zu merken, was für einen großen Schritt wir schon geschafft haben.

    Ich möchte nicht wissen wie oft ich hier zu Hause gesessen habe und fix und alle war. Gib dir und deinem Hund Zeit und übe die anderen Hundebegegnungen wirklich nur, wenn du meinst, so nun schaffen wir das. Wenn du sowieso schon gestresst bist, dreh lieber um, dein Hund merkt das. Glaub mir, du wirst dir ein dickes Fell zulegen, nimmst das ganze
    immer gelassener und auch dein Hund merkt dieses dann. Hey und wenn sie mal andere Menschen anbellt (tut meine übrigens auch) wechsel die Seite wenn dir jemand entgegen kommt oder nimm Leckerlies. Ich werf die Leckerlies immer auf den Boden und lass sie suchen, klappt super. Oder ich habe das Leckerlie in der Hand und sie bekommt es, sobald wir an dem Menschen vorbei sind.

    Lass dich nicht verunsichern, ihr schafft das! Halte dir vor allem immer vor Augen, das du nicht allein bist mit dem Problem. Es hat mir sehr geholfen, in der HuSchu Hunde zu sehen, die genau das selbe Problem haben. Wir haben eine Hündin in der HuSchu, die ist erst neu bei uns. Als ich diese Hündin sah, dachte ich mir das meine kleine auch so war. Und kann nun mein Ergebnis richtig sehen und ich bin soooooo stolz auf meinen Hund und natürlich auch auf mich.

  • Hallo ihr drei,

    ja, im Grunde sage ich mir auch, dass der Tierarzt für Krankheiten zuständig ist und das gar nicht nach einmal sehen und hören-sagen beurteilen kann. Andererseits hat er aufgrund seines gesetzten Alters und eigenen, sowie all den fremden Hunden sicherlich auch unendlich viel Erfahrung. Und wenn er das so ganz nüchtern und ohne wenn und aber als "so ist das und fertig" hinstellt, ist man echt mal platt. :sad2:
    Vor allem, weil ja wie gesagt, die vorherige Familie es auch nicht gewuppt bekam usw.

    Andererseits will ich das Wort des Tierarztes trotzdem nicht zum Maßstab nehmen, wir haben schon unterschiedliche Auffassungen - sieht man alleine schon bei seiner Antwort zur Futterempfehlung...

    Aber so ein bisschen Unwohlsein bleibt trotzdem hängen und wenn man dann all die tollen Freilauf-Bilder aus den Fotothreads sieht.. :|

    Hm, ohne Leine - sie ist ja erst anderthalb Wochen bei uns, das ist mir definitiv noch zu heikel. Und auf Feldwegen etc. besteht immer die Gefahr, dass ein todesmutiges Kaninchen vorbeihoppelt und dann ist alles vorbei.. Bei einer bestimmten Runde sehen wir wirklich immer welche, egal zu welcher Uhrzeit und Edda flippt fast aus, weil sie nicht hinterher darf.
    Ich hatte sie nun schon ein paar mal an der 20m Schleppleine. Sie ist zwar von sich aus nie so weit weggelaufen, dass die sich straff gezogen hätte und schaut auch immer wieder zu mir, wo ich bin, hört aber auch auf keinerlei Rückrufkommandos, sobald sie was Nettes erschnüffelt hat. Nur wenn sie in den Bach springt, mache ich sie gaaanz kurz mal ab, damit ich keine nassen Füsse bekomme. Sobald sie rauskommt, geht´s aber sofort wieder dran - das reicht schon für´s Adrenalin ;)

    Zitat

    Du warst doch erst einmal bei der Trainerin,


    Nein, ich hab mit ihr bisher nur telefoniert. Das erste Treffen ist jetzt am Freitag. Und ja sicher, ich mache das schon weiter alles wie geplant - und selbst wenn sich die Worte des TA bewahrheiten, wäre es letztlich auch niemals ein Grund, den Hund wieder zurückzugeben, wie die Familie vorher.

    Derzeit gehe ich auch am liebsten, wenn es regnet, frühmorgens, abends
    oder auf sehr unwirtlichen Wegen durch Wald und Wiese. Das macht auch Spaß, aber so als Dauerzustand und den Hund nie entspannt irgendwo mithinnehmen können - ich weiß nicht.

    Ja, wenn sie (oder ich..) sehr gestreßt ist, bellt sie auch Leute an, teilweise auch fremde Kinder, was mir dann schon echt peinlich ist. Das problematische ist, dass sie in ihrem "Brass" dann überhaupt nicht mehr empfänglich für Leckerchen ist. Erst wenn die "Gefahr" vorüber ist, winselt sie ganz aufgeregt mit Wedelschwanz, legt sich sofort auf Kommando ins Platz und schlabbert mir die Leckerli-Hand ab. Dann tut sie mir echt leid.

    Mal eine Frage an alle - gebt ihr auch Leckerchen, wenn euer Hund gebellt hat und zog, sobald er sich wieder beruhigt oder nur, wenn er gar nicht gewütet hat? Und wenn ersteres, wie lange wartet ihr mit dem Leckerchen, damit nicht das Bellen belohnt wird, sondern das beruhigen? Ich hab da immer ein komisches Gefühl, dass sie das eventuell falsch verknüpfen könnte und es nur noch schlimmer wird.

    Ich danke euch sehr für eure aufmunternden Worte! Und zu hören, dass es sich bei anderen, eventuell sogar noch viel ausgeprägteren Fällen auch deutlich bessern konnte, tut grade wirklich gut.

    Lieben Gruß,
    Janine

    P.S.:

    Hähä, ich wollt auch schon fragen, ob da ein Rottweiler mit drin ist :smile: Wie wäre es mit ein paar Fotos in größer? Bin sehr neugierig.

  • Ich belohne meine Hündin sobald sie sich beruhigt hat und mich anschaut. Du musst bei den Leckerchen schnell genug sein, das sie gar nicht die Gelegenheit hat sich in Rage zu bringen. Sobald ich potenzielle Gefahr sehe sprech ich sie an und halte ihr Leckerlies vor die Nase. Sie darf ruhig kurz zu dem anderen Hund schauen, aber danach fordere ich sofort wieder ihre Aufmerksamkeit ein. Wenn der Punkt schon überschritten ist und ich ihre Aufmerksamkeit nicht mehr bekomme dreh ich sofort in die andere Richtung ab. Sobald sie sich beruhigt hat, bekommt sie Lob und Leckerlie.

    Lach, das mit den abgelegenen Stellen suchen kenn ich, hab ich auch gemacht. Treff dich auf jedenfall mit der Trainerin und sei nicht abgeschreckt in eine Gruppe zu gehen. Am meisten lernen die Hunde in der Gruppe. Was meinst du wie nervös ich bei dem ersten treffen in der HuSchu war. :D
    Ich hab mich mit meinem Hund hinter einer Würstchenbude versteckt, damit sie nicht so ein Theater ist. Ich war soooo glücklich als die Trainerin mir den Hund abgenommen hat und sie zu den anderen Hunden hingeführt hat. Und siehe da, so schlimm wie ich dachte war es gar nicht. ;)

  • Zitat

    Ich hab mich mit meinem Hund hinter einer Würstchenbude versteckt, damit sie nicht so ein Theater ist.


    :lol: Ja, so würde es mir wahrscheinlich ähnlich ergehen.

    Ich versuche auch, das Schlimmste im Vorhinein abzuwenden, aber manchmal kommt man um eine Ecke und zack - ist schon mittendrin.

    Bisher kann ich genau diese Situationen, die nicht soo oft vorkommen, aber zwischendurch eben doch, nicht gut umgehen und mache in diesen Momenten wohl einen entscheidenen Fehler - sobald das richtig große Getobe (am besten noch mit Publikum) losgeht, stehe ich selbst wie paralysiert da und versuche sie durch "nein, aus, platz, ähm" und weiterem Gebrabbel irgendwie ruhig zu bekommen. Wenn ich dann viiiel zu spät versuche, sie wegzuziehen, klemme ich mir schlimm die Finger in der Leine, sie wickelt dieselbige um meine Beine und das ganze wirkt wahrscheinlich ebenso lächerlich, wie ich mich fühle..
    Daran muss ich auf jeden Fall arbeiten und denke, das Treffen mit der Hundetrainerin gibt nicht nur ihr mehr Sicherheit, sondern in erster Linie auch mir.

    Puh - ich hab mir das alles irgendwie entspannter und vor allem doch deutlich leichter vorgestellt. Aber so sollte es halt sein ;)

  • Zitat

    Puh - ich hab mir das alles irgendwie entspannter und vor allem doch deutlich leichter vorgestellt. Aber so sollte es halt sein zwinkern

    Ja das ging mir auch so. Ich war am verzweifeln und hatte auch in stillen Minütchen bereut mich für sie entschieden zu haben (obwohl ich von dem Problem wusste und es unterschätzt habe) aber wenn sie einen dann so anschaut und zu Hause der liebste Hund der Welt ist, hat sie meine ganzen Zweifel wieder wett gemacht. Wenn ich in Situationen komme, die unvorher gesehen sind, seh ich einfach nur zu schnell weiter zu kommen. Am besten ignorierst das getöse oder sagst nur kurz *aus*. Wenn du dann auch noch ganz verrückt wirst und mit meckerst, bestätigst du deinen Hund, weil er denkt du bellst mit. *Augen zu und durch*

    Ich hatte hier mal eine Situation :D Ich war fix und alle

    Ich gehe zum Kiosk, da bellt mein Hund auf einmal einen Mann an der neben uns stand... ich ganz schnell meine Bestellung auf gegeben, gehofft das der sich am Kiosk mal nen wenig beeilt. Gehe dann mit meinem Hund weg, drehe mich um und schaue mir den Mann an, den sie angebellt hat. Hey, ganz ehrlich den hätte ich auch angebellt. Als ich 30 Meter weiter weg war, rief er mir in seinem alkoholisiertem Zustand ein *Pfui* hinterher. Ich fix und alle, denk an nichts böses, kommt ein Goldi um die Ecke, mein Hund natürlich von dem Mann noch in Rage, rastet total aus. Ich die Straßenseite gewechselt, das Frauchen hat mich angeschaut, als wenn sie mich am liebsten töten wollen würde. Ich schnell weiter gegangen. Gehofft der Erdboden tut sich auf, das ich versinken kann. Hey, das waren 5 Minuten spaziergang und ich war fix und alle. :D

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