Ergebnis unseres Mittelmeertests...

  • Hallo,

    ich habe meinen Hund am Montag auf Mittelmeerkrankheiten testen lassen. Im September letzten Jahres, als er aus Spanien ausgereist ist, war alles negativ.

    Gestern dann die Ergebnisse, alles negativ bis auf Leishmaniose, da ist er in der "Grauzone", d.h. bis 0,9 ist negativ aber erst ab 1,1 definitiv positiv...mein Hund liegt bei 0,97! Großes BB war auch okay!

    Wir sollen in 1 Monat nochmal testen lassen.

    Hat jemand so etwas schonmal erlebt? Was bedeutet es für uns, wenn die Leishmaniose wirklich positiv ist?

  • Hallo, das sind wirklich sehr geringe Werte, hier hat der TA ja noch nicht einmal Medikamente verschrieben. Den Bluttest wirklich wiederholen, wobei unser TA in einem ähnlichen Fall von einem Jahr sprach bis zur Wiederholung. Dieses ist bei mir noch nicht um.
    Ruhig aber sich auch einmal über die Symtome informieren, um den Hund besser beobachten zu können, diese sind bei Ausbruch der Krankheit gut erkennbar.
    Ich würde mir an Deiner Stelle hier gar keine Sorgen machen, beobachten und abwarten und der nächste Test gibt dann Sicherheit.
    Bei einer negativen Veränderung kann dann ja bei den niedrigen Werten sehr erfolgreich Medikamentös behandelt werden.

    Gruß Arndtruhe

  • Wenn die Krankheit erstmal zum Ausbrucht kommt, ist das ja dann das Todesurteil, oder :sad2: ?! Denn behandelbar ist die Leishmaniose ja nicht, nur vorher kann man das Immunsystem stärken und dieses Allopurinol geben (das dann die Niere irgendwann versagen lässt...vom Regen in die Traufe).

    Wenn ich vorher gewusst hätte, was da auf mich zukommt, hätte ich keinen Hund aus dem Süden genommen, so hart das klingt. Ich heule schon den halben Tag vor lauter Angst....

    Wie war denn bei deinem Hund der Leishmaniose-Wert? Auch in dem Bereich zwischen 0,9 und 1,1? Ich werd aus G***le nämlich nicht schlau, da stehen immer Titer wie 1:40 und keine 0,--- irgendwas Werte.

  • Hallo,

    die Krankheit ist Behandelbar, es gibt ein erfolgreiches Medikamnt in Spanien, das indessen auch in Deutschland zugelassen ist. Ich weiß zwar nicht mehr wie es heißt, habe mich aber damals auch sehr intensiv damit beschäftigt. Aber Google einfach mal zum Thema, und das die Krankheit ausbricht, die Wahrscheinlichkeit ist sehr sehr gering. Bitte mache Dir nicht zu viele Sorgen, ich lief vor einem halben Jahr auch wie Falschgeld rum. Indessen hat der Hund bei mir ein super Zuhause und sich bestens erholt von seinen Strapazen der vergangenen Jahre ( Tierschutzhund ).
    Und das Immunsystem stärkt sich ja auch.

    Gruß Arndtruhe

  • Wie fütterst du deinen Hund denn?
    Lässt du ihn noch impfen, entwurmen und gibts du Flohzeugs?

    Ich habe inzwischen schon sooo viel gelesen, nochmal mit der Organisation aus Spanien Kontakt aufgenommen und ich werde immer verwirrter!

  • Ich kann dir nur http://www.leishmaniose-forum.com/forumdisplay.php?f=14 empfehlen. Dort sind viele Experten für Mittelmeererkrankungen unterwegs, die dich gern beraten, was Medis, Untersuchungen, Ernährung usw. betrifft.

    Zudem arbeiten sie auch mit deinem Haustierarzt zusammen, sofern das gewünscht wird.

    Evtl. könntest du auch eine Blutprobe an das Parasitus Ex Labor von Dr. Naucke schicken lassen bzw ihn kontaktieren. Gerade bei weniger eindeutigen Blutergebnissen wohl empfehlenswert.

    Mir steht der Test mit Nila noch bevor, habe ja auch schon ein wenig Bammel und kann gut verstehen, wie niederschmetternd das jetzt für dich ist! Aber lass dir gesagt sein, ich kenne eine Frau mit 5 LM pos Hunden, 4 davon leben komplett beschwerdefrei und das schon seit vielen Jahren. Also nicht den Kopf hängen lassen!

  • Hallo Mikah!
    Ich kann gut verstehen, wie du dich fühlst! Für mich waren die Tage bis der Test ausgewertet war ganz fürchterlich & das Urteil Leishmaniose positiv hat mich erst mal fertig gemacht!
    Aber mittlerweile komme ich ganz gut damit klar, denn Phoebe läßt äußerlich überhaupt keine Anzeichen erkennen & auch ihre Organwerte sind prima. Sie bekommt momentan noch ganz niedrig dosiert Allo. Nächste Woche machen wir den nächsten Test & sehen, wie es dann weitergeht & ob das Allo ausgeschlichen werden kann.
    Versuch dich nicht verrückt zu machen (ich weiß, das sagt sich so leicht...). Selbst wenn dein Hund wirklich Leishmaniose hat, dann sind auch bei euch die Werte scheinbar so gut, daß ihr direkt erst mal nichts befürchten müßt.
    Ich kann dir unbedingt das Leishmanioseforum ans Herz legen: http://www.leishmaniose-forum.com/. Dort gibt es guten Rat (Impfen, Fütterung, usw) & emotionale Unterstützung. Dort kannst du beispielsweise die Tests einstellen & von Fachleuten auswerten lassen. Leider kennt sich nicht jeder Tierarzt so gut mit den MMKs aus & da kann es ganz hilfreich sein, sich dort einmal umzusehen.
    Ich habe auch anfangs Zweifel gehabt, ob es die richtige Entscheidung war meine Hündin zu nehmen & ob ich sie auch genommen hätte, wenn ich schon vorher gewußt hätte, daß sie Leishmaniose hat. Mittlerweile ist dieser Gedanke weiiit in den Hintergrund gerückt. Phoebe ist der tollste Hund der Welt & sie hat es verdient hier zu sein. Basta!
    Ich denke, wenn du dich witer informiertst & der erste Schreck überwunden ist, dann wirst du sicher auch bald wieder so denken können!
    Ich drück natürlich ganz fest die Daumen, daß der Test da etwas überreagiert hat & dein Hund gesund ist!!
    Liebe Grüße!
    Lisa

  • Danke, ich hoffe auch, dass es dann doch negativ ist, aber die Chance ist ja doch verschwindend gering, denn immerhin ist er im September negativ gewesen.

    Jedenfalls bin ich noch schockierter, seit ich das Leishm. Forum quergelesen habe...Tests ohne Ende, Dauermedikation...das wird mir echt zuviel! Mir gehen tausend Sachen im Kopf rum, v.a. weil ich keine Ahnung habe, wie ich das bezahlen soll. Ich habe monatlich 100,- Hundekosten eingeplant und spare auch immer etwas für den Krankheitsfall, aber eine chronische, so kostenintensive Sache kann ich mir nicht leisten.

    Ich muss jetzt erstmal ganz feste nachdenken, den nächsten Test abwarten und dann entscheiden. Mir laufen so die Tränen, vor allem weil ich dauernd dran denke, dass ich ihn dann wohl abgeben muss.

  • Bevor du jetzt schon ans Abgeben denkst, würde ich mir an deiner Stelle überlegen, was du mit relativ geringen Mitteln tun kannst, um das Immunsystem deines Hundes zu stärken. Bei einem starken Immunsystem bricht die Krankheit nicht so leicht aus.

    Du hast es ja eigentlich schon selber angesprochen: gutes Futter (am besten Barfen, da kannst du alles genau so zusammenstellen, wie es dein Hund braucht), keine unnötigen Impfungen, keine Chemiekeulen.

    Mein Großer wird seit 2 Jahren gebarft, der "Kleine" seit einem halben Jahr. Da beide ein geschwächtes Immunsystem haben, bekommen sie an Impfungen nur die Tollwutimpfung alle 3 Jahre, keine Wurmkur oder Spot-on Präparate, und werden ausschließlich homöopathisch behandelt.

    Mein Großer hat eine Autoimmunerkrankung und hatte schon etliche Symptome, die auch bei einer Leishmaniose vorkommen. Vor 2 Jahren konnte er wegen seiner hochgradig entzündeten Pfoten monatelang fast gar nicht mehr laufen, hatte Schmerzen und war völlig antriebslos. Heute rennt er wieder flott durch die Gegend. Er wird zwar nie so wie ein gesunder Hund rumtoben (er hat auch eine leichte Spondylose und eine Herzschwäche), aber er ist ein glücklicher Hund!

    Falls du deinen Hund nicht bereits barfst, würde ich diesen Gedanken an deiner Stelle mal in Erwägung ziehen. Wenn dein Hund keine Allergien hat, sollte eine gesunde Ernährung mit Frischkost auch nicht viel teurer werden als ein hochwertiges Trockenfutter.

    Ansonsten kann ich dir auch nur empfehlen, dir im Leishmanose-Forum Rat und moralische Unterstützung zu holen.

    Übrigens habe ich auch schon von 2 Hunden gehört, deren Leishmaniose geheilt wurde - bei dem ersten mit Allopurinol, beim zweiten sogar mit naturheilkundlichen Mitteln (von meiner THP).

    Laß also nicht gleich den Kopf hängen und überlege vorsorglich, wie du das Immunsystems deines Hundes im Rahmen deiner finanziellen Mittel stärken kannst.

  • Mensch Sara, bei uns ist die Diagnose ja auch erst 3 Monate her, ich kann so gut verstehen, wie es dir jetzt geht :streichel:
    Aber ich kann auch Elke in jedem Punkt zustimmen! :gut:
    Laß den Kopf nicht hängen! Schon gar nicht, solange du nichts genaues weißt. Übers Abgeben mußt du jetzt sicher nicht nachdenken! Bei einem sonst gesunden Hund, der noch keinerlei organische Schäden erlitten hat, mußt du nicht mit riesigen Kosten rechnen. Das Allopurinol kostet wirklich nicht die Welt, schon gar nicht, wenn es bei so guten Blut- & Organwerten nur sehr niedrig dosiert werden muß.
    Leishmaniose ist in dem Sinne nicht heilbar, daß es nie ganz verschwinden wird. Der Hund trägt den Erreger bis an sein Lebensende in sich. (Ausnahmen scheint es da ja aber auch zu geben). Das bedeutet aber nicht, daß der Hund daran sterben muß. Selbst wenn sie wirklich ausbricht ist das nicht gleich das Todesurteil, sondern kann weiterhin behandelt werden.
    Wichtig ist, daß der Hund ein weitestgehend stressfreies Leben hat, gesund ernährt wird & nicht chemisch unnötig belastet wird. Also genau das, was sich auch jeder gesunde Hund wünscht ;)

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