Nach dem Hundespaziergang BURNHARD GRILL an und den Feierabend genießen🔥*
Neues Leben - neues Glück.. aber wie und wo anfangen?
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Hallo,
nachdem ich als noch-nicht-Hundebesitzer lange Zeit nur stiller Mitleser war, bin ich nun aktiv beigetreten, da seit gestern die süße Edda unser Leben bereichert.
Nun hab ich trotz Suchfunktion und viiiiiiielen Google-Eingaben trotzdem noch manch Frage, bei der ihr mir vielleicht helfen könnt.
Um kurz die Hintergründe zu erläutern:Sie ist ursprüngliche Griechin, wurde mit einem Jahr von einer Tierhilfe nach Deutschland geholt und in einer Familie vermittelt. Nun hat diese Familie sie nach zwei Jahren aber wieder zurückgegeben, weil sie nicht mit ihr zurecht kamen. Da wir schon lange auf der Suche nach einem Hund aus dem Tierheim oder einer Organisation waren und ich mich sofort in das Foto verliebt habe, war klar - die oder keine. Tja, und nun ist das "Problemfällchen" hier

Der Grund, weshalb sie nicht mit ihr klar kamen, ist die Leinenführigkeit und (angeblich) extreme Aggression an der Leine gegenüber anderen Hunden. Es stimmt, sie zog den ersten Spaziergang noch extrem. Nachdem ich aber den Tipp befolgt habe, immer schön brav stehen zu bleiben, sobald sie zieht, klappt das schon tausend mal besser. Natürlich noch lange nicht perfekt, aber echt eine Verbesserung.
Nun gleich die erste Frage, auf die es wohl keine wirklich eindeutige Antwort gibt.
Derzeit hat sie ein Halsband um, wenn sie zwischendurch doch mal arg zieht, weil z.B. ein Hund entgegenkommt, hört sich das immer ganz gräßlich an und es scheint, als wäre der Lerneffekt "wenn ich ziehe, tut´s weh" bei ihr nicht wirklich vorhanden. Ich hatte ursprünglich ein Geschirr gekauft, das liegt hier noch unbenutzt. Dann las ich aber, Geschirre wären Bestandteil der antiautoritären Hundebewegung und total überflüssig und doof und schlecht für die Gelenke... Aber wenn ihr das Halsabschnüren in dem Moment nichts ausmacht, wäre ein Geschirr vielleicht doch die bessere Alternative?Das zweite Ding ist die besagte (angebliche) Aggressivität gegenüber Hunden. Ich hab fest gestellt, dass wenn die anderen Hunde ohne Leine laufen, gibt´s kein Problem, sie freut sich, es wird sich beschnüffelt und jeder geht seines Weges. Nur wenn sie ebenfalls angeleint sind, macht die einen RIESEN Aufstand. Sie bellt, wedelt mit dem Schwanz, knurrt vielleicht auch ein kleines bisschen. Ist das tatsächlich Ausdruck von Aggressivität oder eher ein "Ich will den da jetzt unbedingt kennen lernen". Wie bringe ich ihr nun am besten bei, gelassener auf Leinenhunde zu reagieren? Je nachdem, was für ein Hundehalter einem da entgegen kommt, ist das schon recht streßig..
Ich habe bisher versucht, sie einfach nur festzuhalten, mich davor zu stellen, ihr die Schnauze zu zuhalten, sie vorher, wenn der Hund noch weiter weg ist, abzulegen, aber sobald sie einen erblickt hat, selbst wenn der noch wer weiß wie weit weg ist, hört sie kein Stück mehr und starrt nur noch Richtung Hund, samt Geziehe.Überhaupt ist der Grundgehorsam eher sporadisch. Bei der Familie vorher hat sie bereits einige Begriffe kennen gelernt, doch muss ich meistens zwei, drei Mal Sitz, Platz, usw. sagen (mit sehr strengem Tonfall), bevor sie drauf reagiert. Dafür kann sie aber toll Pfötchen geben und Rollen machen... :/
Ich hätte es ja schon besser gefunden, wenn die mehr die Basis geübt hätten, statt Kunststückchen.Ich glaube, sie ist es gewohnt, die Führung zu übernehmen und sieht sich als Rudelchef. Da sie ja nun in ein neues "Rudel" kam, denke ich, ist es superwichtig, dass sie gleich von Anfang an ihre Rolle zugewiesen bekommt. Auf viele Dinge achte ich deshalb jetzt schon sehr, zwischendurch ignorieren, ich bestimme, wann gespielt, gekuschelt, gegessen wird, gehe als erstes aus der Tür.
Trotzdem hab ich jetzt schon etwas Angst, ebenfalls gravierende Fehler zu machen.Ein Beispiel - Wir haben so eine Spielmatratze für die Kinder, auf die der Hund sehr gerne liegt und schläft. Heute mittag gab´s ein Stück Pansen für sie, doch sollte sie es in ihrem Körbchen fressen und nicht auf der Matratze. Ich musste sie drei Mal schicken und als sie plötzlich doch auf der Matratze lag, wollte ich sie runterschubsen, da hat sie mich angeknurrt. Daraufhin hab ich ihr ein scharfes "aus" verpasst und sie erneut in ihr Körbchen geschickt. Sie ist gegangen und hat den Pansen auch dort aufgefressen. Trotzdem habe ich etwas Sorge, dass sie mich als Rudelführer nicht akzeptiert, egal wie ich darauf achte.
Könnt ihr mir vielleicht noch ein Buch zu diesem Thema speziell empfehlen? "Hilfe mein Hund zieht" hab ich schon ersteigert, müsste die Woche kommen. Ein Basisbuch habe ich auch, aber etwas für die Rangfolge wäre sicher noch sehr nötig.
Puh, soviel Text

Schon mal danke für´s Lesen und viele Grüße,
Janine -
28. Mai 2009 um 17:47
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Der Grund, weshalb sie nicht mit ihr klar kamen, ist die Leinenführigkeit und (angeblich) extreme Aggression an der Leine gegenüber anderen Hunden. Es stimmt, sie zog den ersten Spaziergang noch extrem. Nachdem ich aber den Tipp befolgt habe, immer schön brav stehen zu bleiben, sobald sie zieht, klappt das schon tausend mal besser. Natürlich noch lange nicht perfekt, aber echt eine Verbesserung.
Ich hatte ursprünglich ein Geschirr gekauft, das liegt hier noch unbenutzt. Dann las ich aber, Geschirre wären Bestandteil der antiautoritären Hundebewegung und total überflüssig und doof und schlecht für die Gelenke... Aber wenn ihr das Halsabschnüren in dem Moment nichts ausmacht, wäre ein Geschirr vielleicht doch die bessere Alternative?Ich finde, dass es die bessere Alternative zum Halsband ist, von Gelenkschäden aufgrund eines geschirrs habe ich noch nicht gehört.
Das zweite Ding ist die besagte (angebliche) Aggressivität gegenüber Hunden. Ich hab fest gestellt, dass wenn die anderen Hunde ohne Leine laufen, gibt´s kein Problem, sie freut sich, es wird sich beschnüffelt und jeder geht seines Weges. Nur wenn sie ebenfalls angeleint sind, macht die einen RIESEN Aufstand. Sie bellt, wedelt mit dem Schwanz, knurrt vielleicht auch ein kleines bisschen. Ist das tatsächlich Ausdruck von Aggressivität oder eher ein "Ich will den da jetzt unbedingt kennen lernen".
Das zu beantworten, ist über via Internet schwierig, dazu müsste man Körperhaltung und Gesichtsmimik sehen.
Schwanzwedeln bedeutet nicht grundsätzlich Freude. Wo steht der Schanz genau? Hoch? Wie stehen die Ohren?
Wie bringe ich ihr nun am besten bei, gelassener auf Leinenhunde zu reagieren? Je nachdem, was für ein Hundehalter einem da entgegen kommt, ist das schon recht streßig..
Ich habe bisher versucht, sie einfach nur festzuhalten, mich davor zu stellen, ihr die Schnauze zu zuhalten, sie vorher, wenn der Hund noch weiter weg ist, abzulegen, aber sobald sie einen erblickt hat, selbst wenn der noch wer weiß wie weit weg ist, hört sie kein Stück mehr und starrt nur noch Richtung Hund, samt Geziehe.In diesen Situationen auf keinen Fall die Schnauze zuhalten!
Ziehe die gesamte Aufmerksamkeit deines Hundes vorher auf dich. Dazu nimmst du ein Leckerlie in die Hand, hälst den Blickkontakt mit ihr und fütterst sie, bis der Hund vorbei ist.
Laufe vorerst mal einen Bogen mit deinem Hund um den anderen.
Das musst du zunächst zu Hause üben! "Schau", nimmt sie Blickkontakt auf, loben und belohnen! Sie soll lernen, dass es sich nicht lohnt zu gebärden.
Überhaupt ist der Grundgehorsam eher sporadisch. Bei der Familie vorher hat sie bereits einige Begriffe kennen gelernt, doch muss ich meistens zwei, drei Mal Sitz, Platz, usw. sagen (mit sehr strengem Tonfall)Du solltest die Grundkommandos neu üben, am besten neue Wörter einführen, denn die Alten sind neagtiv mit Schreien konditioniert.
Also nicht schreien!
Weißt du, WIE man einem Hund diese Kommandos beibringt?
Und zwar so, dass er es gerne macht?
Wenn nicht, fragen!!!Ich glaube, sie ist es gewohnt, die Führung zu übernehmen und sieht sich als Rudelchef. Da sie ja nun in ein neues "Rudel" kam, denke ich, ist es superwichtig, dass sie gleich von Anfang an ihre Rolle zugewiesen bekommt. Auf viele Dinge achte ich deshalb jetzt schon sehr, zwischendurch ignorieren, ich bestimme, wann gespielt, gekuschelt, gegessen wird, gehe als erstes aus der Tür.
Trotzdem hab ich jetzt schon etwas Angst, ebenfalls gravierende Fehler zu machen.Du solltest der Chef sein, aber das mit der Rangfolge und das man alles darüber definiert, ist längst überholt! Wer als erste durch die Tür geht, ist unwichtig und hat noch lange nicht das Sagen.
Das alles zu erklären, sprengt hier den Rahmen.
Ein Beispiel - Wir haben so eine Spielmatratze für die Kinder, auf die der Hund sehr gerne liegt und schläft. Heute mittag gab´s ein Stück Pansen für sie, doch sollte sie es in ihrem Körbchen fressen und nicht auf der Matratze. Ich musste sie drei Mal schicken und als sie plötzlich doch auf der Matratze lag, wollte ich sie runterschubsen, da hat sie mich angeknurrt. Daraufhin hab ich ihr ein scharfes "aus" verpasst und sie erneut in ihr Körbchen geschickt. Sie ist gegangen und hat den Pansen auch dort aufgefressen. Trotzdem habe ich etwas Sorge, dass sie mich als Rudelführer nicht akzeptiert, egal wie ich darauf achte.Tut mir leid, du hast da schon etwa Gravierendes falsch gemacht.
Der Hund kennt dich noch nicht richtig und aus seiner Sicht hast du ihm das Futter streitig gemacht und das ist der erste Vertrauensbruch aus hündischer Sicht!
Übe erst mal das "Aus", indem du dem Hund ein Tauschgeschäft anbietest.
Gib ihr erst mal ein langweilige Trockenleckerlie, nimm ein Stück Pansen in die Hand und halte es ihr vor die Nase. In dem Moment, wenn sie das langweilige Etwas ausspuckt, sagst du "aus" und gibst ihr den Pansen!
ÜBen, üben, üben!
So gibt es in Zukunft keinen Stress und keinen Grund Futter zu verteidigen.Könnt ihr mir vielleicht noch ein Buch zu diesem Thema speziell empfehlen? "Hilfe mein Hund zieht"
Das nimmst du schon richtig in den Angriff.
Ein Basisbuch habe ich auch, aber etwas für die Rangfolge wäre sicher noch sehr nötig.
Vergiss es mit der Rangfolge!
Darüber funktioniert die Erziehung nicht.
Ihr müsst erst mal eine Bindung zueinander aufbauen, Vertrauen schaffen.
Das schaffst du nicht mit Rangfolge und disziplinieren.
um schneller in der Erziehung voranzukommen, würde ich mal über ein paar Stunden Einzeltraining bei einer guten Hundetrainerin anchdenken. Sie sollte auf keinen Fall mit Härte, Disziplin und Erziehung über die Rangfolge arbeiten. POSITIVE Konditionierung und Verstärkung!Gruß
Leo
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Hallo und vielen Dank für Deine Antwort
[quote="dieschweizer"][quote]
Das zu beantworten, ist über via Internet schwierig, dazu müsste man Körperhaltung und Gesichtsmimik sehen.
Schwanzwedeln bedeutet nicht grundsätzlich Freude. Wo steht der Schanz genau? Hoch? Wie stehen die Ohren?
Der Schwanz steht hoch, die Ohren sind aufgerichtet - darum dachte ich, so aggressiv scheint es nicht zu sein - andererseits untermalt von den Knurrgeräuschen kann ich mich da natürlich auch total täuschen.
Wenn die Hunde erst mal da sind, klappt das super - nur die Distanz zwischen beiden ist das Problem. Wenn der andere Hund da ist und zum Beispiel gleichgroß ist, sieht sie (für meine Laienaugen zumindest) eher unterwürfig aus, Schwanz und Ohren gesenkt, Körper geduckt, beim Beschnüffeln ist sie also immer die "Kleinere" und riecht von unten, während ihr Gegenüber sie überragt.Dass ich gleich einen großen Fehler gemacht habe, ihr die Schnauze zuzuhalten, ist natürlich total doof
Ich ging von dem Bellverhalten in der Wohnung aus - da las ich, dass man eben dann auch macht.
Mit Leckerchen werde ich es zukünftig versuchen. In der Wohnung ist sie sehr verfressen und macht alles dafür - ich bin gespannt, wie es draussen klappt.Dass sie darauf so schlecht hört, erst nach dem dritten Mal und dann im "Schimpftonfall", ist dies das Indiz, dass man ihr das so beigebracht hat? Ich glaube, die Besitzerin vorher hat ihr vieles über den Clicker vermittelt. Ob dazu auch die Grundkommandos gehören oder nur die Spielerei (wie rollen, tanzen, tot stellen - wie gesagt, das beherrscht sie perfekt..), weiß ich leider nicht. Es kann natürlich sein, dass die Basis mit Geschrei gelehrt wurde, der Rest mit Clicker.
Ich würde es wahrscheinlich so machen, wie im "großen Praxishandbuch" von GU geschrieben, also durch innige Bindung und positive Verstärkung. Das ist zwar primär für Welpen, aber lässt sich sicher auch auf eine 3jährige übertragen. Bei Fuß, Bleib und Hier kann sie zum Beispiel nicht, und wegen dem fehlenden "hier" klappt es logisch auch ohne Leine nicht, da müsste ich eh von vorne anfangen.
Ist die Rangordnungssache echt überholt? Teilweise ist dies der erste Faktor, der hier im Forum als Problemursache genannt wird - und auch mein Buch handelt immer wieder davon. Hm.. Und dabei dachte ich, diese Wolfsrudel-Übertragung wäre eher ein "neueres" Konzept :/
Grade auch im Bereich Leinenaggressivität liest man immer wieder, dass es daran liegt, dass der Hund die Beschützerrolle übernimmt, weil er dies dem Menschen am anderen Ende der Leine nicht zutraut..
Das würde ja bedeuten, dass sämtliche Ansätze, über die ich bisher lag, vor allem wegen diesem Leinen-Thema, eigentlich murks sind?Ich glaube übrigens, dass sie mich nicht unbedingt angeknurrt hat, wegen des Pansens. Bevor ich sie das zweite Mal von der Matratze scheuchte, hat sie ihn mir über "aus" in die Hand gegeben - und auch bei Spielzeug usw. ist das kein Problem. Aber sie wollte partout nicht ins Körbchen, sondern auf ihrem Lieblingsplatz liegen. Beim 2. Mal hab ich sie nur geschickt, den Pansen in Ruh gelassen und sie leicht in Richtung Körbchen gestubst, damit sie aufsteht.
Das erinnerte mich stark an diese typische Sofa-oder-Bett-Geschichte, in dem der Hund dies belagert und andere wegknurrt, weshalb ich dann auch auf die Rangordnung kam.Irgendwie war ich wohl auf dem Holzweg.. Verwirrend, immer diese kontroversen Meinungen im Internet

Viele Grüße,
Janine -
Ich muss mich eben kurz fassen.
Die Sache mit der Rangfolge ist echt kompliziert.
Auf der einen Seite hast du recht (Leinenpöbelei) und da gibt es bestimmt noch andere Dinge, aber das ist nun unwichtig.
Ich wollte dir nur sagen, dass nicht alles mit Rangfolge zu tun hat.
Es ist nicht entscheidend, wer zuerst durch die Tür geht oder wer zuerst frisst (isst) usw.
Aber du sollest schon der Bestimmer sein.
Ein Chef ist souverän, berechenbar und hat Strenge nicht nötig.
Vertrauen und Bindung ist wichtig.
Bei der "Leinenaggressin" (oder auch nicht) solltest du trotzdem so verfahren, denn du weißt nie, welchen "Gegner" bzw. Halter du bzw. deine Hündin vor sich (dir) hat.
Mir persönlich haben die Bücher von Kosmos gut gefallen, aber viell. gibt es inzwischen bessere. Das weiß hier bestimmt jemand.
Mit Zurechtweisungen solltest du anfänglich zurückhaltend sein - ihr müsst euch erst mal kennenlernen! Mit Leckerlies funktioniert fast alles ;-)
Wenn dein Hund den Clicker kennt, ist das doch wunderbar - mach' da doch weiter! -
zum leinenziehen: nimm ein geschirr, es gibt welche, die nicht schlecht für die gelenke sind (julius k9 zum beispiel, oder, oder...lass dich am besten mal im fachhandel beraten)
zur leinenagression: biete ihr etwas "besseres" wenn ein anderer hund kommt, lenk sie ab, mach sie auf dich aufmerksam, clicker, spiele, leckerli, ....
ein buch, hmm... ich glaub, aus erfahrungsberichten, wie hier im forum, lernt man am meißten. und natürlich aus eigener erfahrung. zwischen meiner hündin (die am anfang ein ganz schöner wildfang war) und mir hat es erst wirklich geklappt, als ich alle bücher, tipps und ratschläge in die ecke gepfeffert habe und meiner intuition nachgegangen bin.achso, zur rangordnung: ich persönlich denke, dass man wolf und hund nicht mehr 1:1 verlgleichen kann (übrigens klappt es fast nie, dass wolf und hund sich vermehren können- sie haben sich einfach zu unterschiedlich entwickelt) aber eine rangordnung gibt es durchaus! die gibt es ja selbst beim menschen
der eine vertraut dem anderen vollkommen und würde nie etwas gegen ihn unternehmen, der nächste führt den, der unter ihm steht, .... - Vor einem Moment
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Vielen Dank für den Tipp, Steffi! Den Futtercheck werde ich mir definitiv mal ansehen. Besonders die kostenlosen Futterproben finde ich natürlich spannend - das probiere ich gleich mal aus. 😄
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Hallo Janine,
ich hab den Eindruck du gehst da recht "kopfgesteuert" ran und verwirrst dich selber ein bißchen. Ich glaube, Edda braucht mehr Zeit, um eine Bindung zu euch aufzubauen. Sie will nicht die Weltherrschaft an sich reißen, also komm weg von diesem Rudelführerding. Wenn du dich gerne beliest (tu ich auch), lies doch mal im Forum in der Knowledge Base über Leinenführigkeit und Leinenaggression. Halsband oder Geschirr ist keine so großartige Glaubensfrage, ich hatte für den jungen Hund ein Geschirr, dann wurde mir das irgendwann zu fummelig, jetzt geht er gut und gern mit Halsband. Arbeite weiterhin ruhig und konsequent am Gehorsam, geh davon aus, du hättest einen jungen Hund. Sage nie ein Kommando zweimal. Sage nie ein Kommando zweimal
. (Sitz, sitz, sitz hab ich gesagt, setzt du dich jetzt bitte, usw., das wird nie was) Gib ihr gleich die Hilfe mit Kommando, und dann lobe/belohne sie. So kommt die Bindung ganz von selbst. Dass sie Kunststücke kann, ist doch gut, dann lernt sie bestimmt schnell. Sturhansel machen keine Kunststücke. Und halte dem Hund bitte nie und in keiner Situation den Fang zu. Bestenfalls denkt sie, du bist irgendwie leicht durchgedreht. Schlechtestenfalls schnappt sie. Ich glaube es wäre gut für den Anfang, wenn du dir einen Verein oder eine Hundeschule suchen würdest, in der ihr euch wohlfühlt und die euch weiterhelfen. Bücher? "Das andere Ende der Leine"? => Mehr zum Schmökern, aber ich find's toll. Günter Bloch? Sind so meine Favoriten. Nur Mut, ihr schafft das schon. Viel Spaß mit Edda wünschen
Petra + Enzo -
Zitat
(übrigens klappt es fast nie, dass wolf und hund sich vermehren können- sie haben sich einfach zu unterschiedlich entwickelt)Doch das klappt. Dr. Dorit Feddersen-Petersen hat Pudel und Wölfe
verpaart.
Kannst du in ihrem Buch "Hundepsychologie" nachlesen. -
@die Schweizer
Super - vielen Dank! Durch Deine Beschreibungen fühle ich mich irgendwie schon gleich viel "unverkrampfter"
Im Prinzip stimme ich Dir allein schon intuitiv bei den Punkten zu.
Mit dem Clicker will ich auf jeden Fall arbeiten und hab auch schon zwei Zuhause. Meinst Du auch die Vermittlung des Grundgehorsams mit dem Clicker? Ich hab heute nachmittag bereits ein wenig geübt - erst mal eingebunden ins Ballspiel, wenn sie ihn zurückgebracht hat und vor mir abgelegt hat, gab´s einen Click und Belohnung. Hat super funktioniert

cereza
Das Geschirr hab ich schon
Bevor ich sie hatte, wollte ich auf jeden Fall mit Geschirr gehen - dann hab ich mich von all den negativen Aussagen dazu doch wieder verunsichern lassen. Ich denke, ich werd dabei bleiben und den nächsten Gang damit ausprobieren - alleine schon ihrem armen Hals zu liebe.@BettyR
Hab ich bereits alles gelesen - daher hab ich auch den klasse Trick mit dem Stehenbleiben, sobald sie zieht und wie gesagt, es hat sich schon total gebessert - sofern grad kein anderer Hund (oder Pferd oder gar ein Kaninchen) in Sicht ist.
Gleich werde ich mal sehen, ob es auch etwas zum Thema Bindung gibt. Ich denke mal, die wird sich (wie überall) schlichtweg durch gemeinsame, positive Erfahrungen entwickeln - aber vielleicht gibt es da ja noch den ein oder anderen Tipp.Das hab ich schon öfter gehört, dass man nie etwas zweimal sagen soll - andererseits heißt es aber, man soll auf die Ausführung eines Kommandos konsequent bestehen. Wie macht man das dann?
Zum Beispiel an der Straße - ich sage "sitz", Edda schaut mich groß an, schnüffelt in der Gegend rum und macht nix - wie komme ich um das 2. Mal drumherum bzw. das konsequente Durchsetzen. Oder sollte ich generell Kommandos erst verwenden, wenn sie sie gut beherrscht? Aber selbst dann reagieren manche Hunde beim ersten Mal manchmal ja vielleicht nicht?Diesen Schnauzengriff hab ich übrigens auch aus dem GU-Erziehungsratgeber - eventuell ist da tatsächlich der Unterschied zwischen Welpe und Erwachsenentier? Versprochen, ich werd´s nie wieder tun - hab da auch echt ein ungutes Gefühl bei gehabt und ein wenig Angst um meine Finger...
Bezüglich des Hundetrainers / Hundeschule hab ich mich in der Gegend schon schlau gemacht. Es gibt einen mobilen Trainer und eine Schule - wenn es sich nicht bessert, werde ich das auf jeden Fall machen.
Und vielen Dank für die netten Worte

Viele Grüße,
Janine -
Hallo,
unser Balou (Schäferhund-Rüde), mittlerweile ca. knapp 7 Jahre alt) ist vor knapp 2 Jahren bei uns eingezogen. Er ist aus dem Tierheim. Vorher war er von Geburt an mit mehreren -zig Hunden bei einem "Züchter" in einem kleinen, dunklen Schuppen eingesperrt. Er mußte "ran", wurde ansonsten nur verprügelt, gegen die Wand geworfen, getreten usw. Zu fressen gab's fast ausschließlich Getreide (!!!).
Wir (meine Tochter und ich) gingen vor dem Einzug bei uns mit ihm einige Zeit vom Tierheim aus Gassi. Schon da fiel mir auf, wie extrem ängstlich er war. Er hatte, das wurde uns gesagt, Probleme mit Männern (kein Wunder bei der Vorgeschichte), was aber noch stark untertrieben ist. Mit meiner Tochter kam er von anfang an viel besser zurecht. Zu Hause eingezogen, sah ich seine Angst in vollem Umfang. Es war wie bei Dir. Einfach nur fürchterlich schrecklich. Wie von dieschweizer oben genannt, haben wir ihm versucht, die Angst zu nehmen. Geholfen hat ihm dabei sicherlich auch meine Aika (Schäferhündin), die ihm vorgelebt hat, daß es vielleicht "gar nicht sooo schlecht" ist hier bei uns.
Jetzt, nach knapp zwei Jahren, ist er ein sehr liebenswürdiger, extremst verschmuster Brocken geworden, den man einfach nur liebhaben muß. Geblieben ist seine fürchterliche Schreckhaftigkeit, ein abgrundtiefes Mißtrauen gegen alles Unbekannte, bzw. gegen Änderungen in seinem unmittelbaren Umfeld, seine noch immer lebhaften und vermutlich schlechten Träume.
Wenn ich einmal nicht aufpasse (stockähnlicher Gegenstand in der Hand (Rechen oder Schaufel im Garten), leise vor mich hinsummen (verwechselt er vermutlich mit Knurren), kurze Hosen anziehen, wenn er es nicht sieht...), heißt es für Balou erstmal wieder drei Tage Mißtrauen. Trotzdem war die Entscheidung für ihn richtig. Bei allen Umständen um das wirklich schwierige Eingewöhnen belohnt er uns mit seiner Dankbarkeit und seiner neu gewonnenen Lebensfreude.
So wird es Dir auch ergehen, Wenn mal die schlimmste Zeit vorbei ist, wirst Du sicherlich ein Familienmitglied haben, auf das Du stolz sein wirst und dessen tiefe Zuneigung durch nichts mehr zu erschüttern ist. Jede Stunde, die Du in ihn investierst, kriegst Du 100fach wieder zurück.
Es lohnt sich auf jeden Fall!
Servus
der Michael -
Schön, dass du dich nun unverkrampfter fühlst ;-)
Stell dir deine Hündin einfach als beste Freundin vor (sinngemäß) und willst sie auf den rechten Weg bringen. Das würde nur gehen, wenn sie dir vertrauen würde und du berechenbar für sie bist.
Ihr sprecht unterschiedliche Sprachen.
Wenn du erst mal "ihre Sprache" etwas verstehst, ihre Reaktionen auf gewisse Dinge, ihre Vorlieben (spielen, fressen) kennen gelernt hast, hast du ein Stück gewonnen.
Mit dem Clicker kannst du die Grundkommandos schnell beibringen. Ein HUnd arbeitet viel freudiger mit, wenn er mit normaler Stimme angesprochen und mit hoher Stimme gelobt wird.
Probier's mal aus. Sprich mal wie mit einem Baby mit ihr und beachte mal ihre Reaktion. Sie wird garantiert aufmerksam, viell. zeigt sie Freude.
Als Anfänger lernt man irgendwann über seinen Schatten zu springen. Erzähle ihr mal mit hoher freundlicher Stimme, was du morgen einkaufen oder kochen wirst.
Wenn sie irgendwo liegt, wo sie nicht liegen soll:
Locke sie erst mal mit Fressbarem zu dir und lotse sie zum erwünschten Liegeplatz, loben, loben.
Sie weiß noch nicht genau, was sie bei euch darf, wo ihr Platz ist.
Ein Hund muss erst mal in einem neuen Zuhause ankommen und ihr müsst euch aneinander gewöhnen.
Du machst das schon, da bin ich mir sicher.
Schön, dass du das Geschriebene so annimmst.
Hier im Forum gibt es die Rubrik "Bücher", schau da mal rein, da gibt es bestimmt gute Tipps. - Vor einem Moment
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