Junghund schnappt nach Kindern

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  • Hallo!

    Ich habe jetzt seit ca. 2 Wochen folgendes Problem mit meinem Junghund. Er ist 7 Monate alt und steckt voll in der Pubertät. Als Welpe hat er immer mal wieder versucht in Hände oder Beine zu schnappen, dass hat sich aber nach kurzer Zeit gelegt. Dann war das Problem nur noch bei kleinen Kindern. Die hat er immer angesprungen und hat versucht die Hände an zu knabbern. Auch das haben wir soweit in den Griff bekommen. Er hat sich eigentlich gar nicht mehr für Kinder interessiert.

    Leider hat sich das jetzt drastisch verändert. Kontakt zu Kindern ist fast nicht mehr möglich. Er springt sie an, rennt sie über den Haufen und versucht ihnen überall hin zu zwicken. Auch versucht er immer im Gesicht zu lecken. Streicheln ist nicht möglich, auch wenn ich dabei bin, er schnappt die ganze Zeit nach den Händen oder Armen. Dann auch nach meinen. Er wirkt auch total aufgedreht.

    Nun ist meine Frage, wie ich da angemessen drauf reagieren soll. Mit deutlichem "Nein" sagen, komme ich da nicht weiter. Ich möchte auf jeden Fall verhindern, dass er später nicht mit Kindern in Kontakt kommen darf. :hilfe: Wer kann mir da helfen? Wie soll ich mich am besten verhalten, wie sieht eine Konsequenz aus, die er versteht? Wie sollen sich die Kinder verhalten? Oder Kontakt komplett unterbinden? Das wäre aber schwierig, meine Nichten sind oft hier. Möchte dann nicht immer den Hund weg sperren. :sad2:

  • Hallo,

    verstehe ich es richtig, dass du selbst keine Kinder hast und es sich um Besucherkinder handelt?
    Besuch kündigt sich in der Regel ja an. Auf jeden Fall würde ich den Hund vorher richtig auspowern.
    Wenn Kinder anwesend sind, würde ich den Hund zunächst durch eine Haus - oder Schleppleine sichern. So kannst du wenigstens eingreifen, wenn Hundi zu heftig wird. Leite die Kinder an (Alter?), erkläre ihnen, wie sie sich zu verhalten haben (autsch schreien, ignorieren, wegdrehen). Notfalls bekommt der Hund eine kurze Auszeit von DIR vor der Tür verordnet.
    Versuche den Kindern klarzumachen, dass sie möglichst viel Ruhe in ihr Verhalten hereinbringen sollten. Ich weiß, es ist je nach Alter, manchmal schwierig. Erkläre ihnen, wie wichtig das ist.... damit du den Kontakt zukünftig nicht unterbinden musst etc.!
    Bringe deinem Hund z.B. Leckerchen suchen bei. Das können Kinder unter deiner Aufsicht auch machen. So kommt der Hund körperlich mit den Kindern nicht in Kontakt, aber sie beschäftigen sich mit ihm und zusätzlich wird der Hund positiv auf Kinder konditioniert.

    Gruß
    Leo

  • Frage vorerst: Hat er mit ihnen schelchte Erfahrungen gemacht ? Macht er das bei allen Kindern ? Oder nur bestimmte ?

    Lernen Hunde das nicht auch beim Züchter, grade bei dir, großer Hund und der machte es schon ziemlich früh.

  • Hallo!

    Ja du hast richtig verstanden, es handelt sich um meine Nichten (6 und 3 Jahre) und die Nachbarskinder (gleiches Alter). Finde es ist jetzt egal ob Besuch angekündigt ist oder nicht. Auch wenn Poldi geistig und körperlich ausgelastet ist, spinnt er so rum. Ich habe das Gefühl, dass er die Kinder so zum Spiel auffordern will. Die grösseren Kinder sind auch nicht so spannend, eher die kleinen, die auf seiner Kopfhöhe sind. Und einer dreijährigen zu erklären, wie sie sich verhalten soll ist nicht einfach. Weg drehen machen die Kinder schon, das hilft leider nicht, dann springt er sie erst recht an und schnappt direkt irgendwo hin. :???:

    @ kooikerHund
    Schlechte Erfahrungen hat er bisher nicht gemacht. Ich fass das eher als Spielaufforderung auf. Wie meinst du das beim Züchter lernen, grade bei mir?

  • Ich würde jeglichen "Körperkontaktaufnahme", die vom Hund ausgeht, unterbinden.
    Wenn nicht anders möglich mit Leine dran.
    Bewaffne dich mit Leckerchen, habe möglichst einen nicht-satten Hund und lasse keinen Körperkontakt zu.
    Nicht mit "Nein" und "nur ein bisschen streicheln", sondern ganz konsequent hat der Hund ( erstmal ) nichts an allem was sich Kind nennt verloren.
    Ruhiges Verhalten in der Nähe der Kinder, also zu den Kindern hinschauen z. B. kannst du dann belohnen.
    Dräng ihn ab, schick ihn weg, führ ihn mit der Leine weg, lass ihn einen bestimmten "Dunstkreis" des Kindes nicht überschreiten.

    Der Hund soll lernen, dass er nicht unaufgefordert die "Grenze" zum Kind überschreiten darf.
    Benimmt er sich bei erwachsenen Besuchern anders ? Oder nervt er die auch unter Umständen ?
    Gleichzeitig solltest du natürlich auch daran arbeiten, dass er vor lauter Kind nicht alles um sich rum ausblendet, also sich an dir orientiert.

    Zum Stressabbau kannst ja Leckerchen Werfen machen oder kleine Spieleinheiten, je nachdem.

    Je mehr er sich in Gegenwart der Kinder kontrollieren lernt, umso mehr kannst du dann eine Annäherung versuchen, aber wenn er die Kids so dermaßen bedrängt, würd ich schon sehr unmissverständlich sein!

    Und das :

    Zitat

    Frage vorerst: Hat er mit ihnen schelchte Erfahrungen gemacht ? Macht er das bei allen Kindern ? Oder nur bestimmte ?

    Lernen Hunde das nicht auch beim Züchter, grade bei dir, großer Hund und der machte es schon ziemlich früh.

    hab ich auch nicht verstanden... :???: [/quote]

  • muecke
    Danke für deinen Beitrag.
    Bei Erwachsenen ist er nicht so aufdringlich. Meist kommt er kurz schnuppern, lässt sich streicheln und gut is. So aufdringlich ist er eigentlich nur bei Kindern und anderen Hunden. Und ich hatte auch gedacht, dass wir das jetzt im Griff haben.
    Aber ich werde da auf jeden Fall noch härter durch greifen. Kein Körperkontakt mehr zu Kindern :gut:
    An der Leine ist er mittlerweile ja eh schon immer und den Kids sage ich auch, sie sollen einfach nicht mehr hin gehen. Aber es ist schwer den Kindern zu erklären, sie sollen ihn nicht mehr anfassen. Grade bei den Kleinen echt blöd, manchmal sind die schneller, als man gucken kann. Und Poldi ist dann leider auch sehr schnell. :sad2:

  • Kooiker
    Mein Hund ist ein Mischling aus einem Unfallwurf. Er ist in der Wohnung aufgewachsen und hatte dort auch ab und zu Kontakt zu Kindern. Am Anfang hat er immer wenn er total aufgeregt war oder beim Spielen versucht jeden anzuspringen oder an den Händen zu beissen. Beim Anspringen haben sich immer alle abgewendet und beim schnappen, aua gesagt und direkt Spiel abgebrochen. War dann auch alles soweit super, bis vor zwei Wochen. :schockiert: Habe das Gefühl, er testet voll seine Grenzen aus.

  • Zitat

    Ich meinte, das Züchter ja Vorarbeit leisten, sodass der Hund Kleinkinder kennen muss.

    Denn dein hund hat ja direkt dieses Verhalten aufgezeigt oder?


    Was hat das eine mit dem anderen zu tun ?
    Je nach Temperament des Hundes geht er halt "offesiv" auf Kinder zu , oder auch nicht.
    Das hat nur sehr bedingt was mit der Prägung zu tun. Das ungestüme Verhalen ist junghundtypisch und wird nun ( hoffentlich :gut: ) durch Erziehung in die richtgen Bahnen gelenkt :D

    Der Züchter kann dem Welpen Kinder zeigen, so dass er diese bereits kennt, aber wie der herannwachsende Hund später mit ihnen umgeht, liegt in der Hand der Besitzer.

  • Zitat

    Ich meinte, das Züchter ja Vorarbeit leisten, sodass der Hund Kleinkinder kennen muss.

    Also alles kann man dem Züchter ja nun auch nicht zuschieben.
    Ich meine, ganz ehrlich, ich habe sehr hohe Ansprüche an meinen Züchter, aber irgendwo hat es auch seine Grenzen.
    ALLES kann ein Hund nicht beim Züchter lernen.

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