Plötzliche Angst ohne wahrnehmbaren Anlaß

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  • Hallo, vielen Dank für eure Beiträge. Ich habe ihn heute morgen auf der Terasse beobachtet: Er sitzt auf seinem Platz und wittert und schaut gen Himmel, nervös und unruhig. Es war nichts zu sehen und zu hören, für mich natürlich nur. Dann wollte er rein. Ich habe versucht ihn abzulenken, er sollte sein Bällchen zum Spielen holen. Mit äußerst mäßigem Erfolg. Ich glaube nicht, daß er etwas körperliches hat, denn seine Stimmungen ändern sich nicht sozusagen "über die Zeit", sondern abrupt durch Ortswechsel. (im Auto, außerhalb des Autos). Ich tippe ja auch auf Insekten, aber mir ist keine Schwellung durch einen Stich aufgefallen. Da ich regelmäßig nach Zecken suche, wundert mich das. Vielleicht löscht es ja die Verknüpfung, wenn ich ihn erst mal im "sicheren" Haus lasse und nur mit ihm raus gehe, wenn er es will? Oder auch dann nicht? Er hat eigentlich ein super Bindung an uns, deshalb ist sein Weglaufen auch so ungewöhnlich. Liebe Grüße

  • Um Ängste zu erkennen, soll man auch Ängste provozieren. Lauf doch mal mit der Fliegenklatsche durch die Wohnung, tu so als ob was in der wohnung ist, schlag mal gegen die wand und mach "ssssss" dabei!

    Interessant ist natürlich was der Hund macht =)

  • An deiner Stelle würde ich ihn auf jeden Fall draussen erstmal anleinen, damit er nicht in Panik in ein Auto läuft.
    Ich hoffe sehr, daß du durch dein beobachten, noch herausfindest was es ist.

  • Moin,

    das geschilderte Verhalten löst in mir spontan den Gedanken an Greifvögel aus? Ist es möglich das er im Busch auf einen Habicht getroffen ist? Die schlagen zum Beispiel Vögel und verteidigen auch ihre Beute sehr vehement.

    Insekten glaube ich eher nicht, aber etwas großes von oben..... klingt für mich nach Vogel. Zudem, wenn er nach oben schaut, passt das für mich auch dazu.

    Keiner unserer heimischen Greifvögel (außer Adler und eventuell bei kleinen Hunden, Uhus) würde sich an einem Hund vergreifen, also, von daher droht keine Gefahr. Aber sie können sehr unangenehm werden, wenn sie ihre Beute verteidigen. Wenn es sich dann noch um einen entflogenen Falknervogel handelt, der also Hunde kennt..... und sie nicht wirklich fürchtet, könnte ich mir eine derartige Begegnung vorstellen.

    Kannst Du Dich erinnern, was war das für ein Vogel und wie sah es um ihn herum aus? Gerupfte Federn oder eher nur einfach liegend und tot. War er älter oder eher frisch?

    Wenn er sein Verhalten zeigt, kann es sein, das er (nicht ihr) etwas aus der Luft wahr genommen hat? Sich bewegende Schatten etwa? Die ihn an einen Greif erinnern?

    Liebe Grüße
    Sundri

  • Wir wohnen auf dem Land und wo wir hier spazierengehen gibt es gottlob keine Autos. Außerdem läuft er ja nicht wirklich weg, sondern er läuft zum Auto und legt sich darunter. Trotzdem eine sinnvolle Maßnahme. Mach ich auch so.
    Ja, hier gibt es Greifvögel und Krähen und, wie gesagt, ein Nachbarhund hat mal Bekanntschaft mit einer Krähe gemacht. Der Vogel im Busch war ein kleiner Singvogel, Trauergrasmücke, das konnte man noch sehen, obwohl er schon länger tot war. In dem Baum neben Busch und Hecke sind oft Krähen und auch Eichhörnchen. Ich habe mal eine Katze im Baum beobachtet, die von einer der Krähen getriezt und verscheucht wurde, Nest ist da aber nicht. Wenn es nun so wäre, mit einer Krähe meine ich, was kann man tun? Ich kenne mich mit menschlicher Psychologie aus, aber wie löscht man ein Verhalten bei einem Hund? In der Angstsituation ist er ja nicht richtig ansprechbar, weil er flüchten will.

    20 Uhr Ich war heute abend beim Tierarzt, der nichts neurologisch auffälliges finden konnte und auch der Ansicht ist, daß der Hund eine schlechte Erfahrung gemacht hat Im Wartezimmer war er total in Ordnung, hat gewedelt und geschnüffelt, als wir dann eine Weile allein waren, fing er wieder an zu zittern und wollte auf einen Tisch mit info-Broschüren springen und sich in die Zimmerecke drücken. Als wir dran waren war wieder alles ok. Er nahm Leckerchen vom TA und wedelte und war bester Laune. Als wir wieder gehen wollten und die Tür vom Sprechzimmer aufging, duckte er sich und wollte nicht raus. Zeigte wieder Angst. Die TA sagte, da sei aber nichts da draussen. Ja, genau, das wars doch, daß da nichts war. Sie meinte auch, nicht bestärken, eher ignorieren, nicht so viel spazierengehen. Ich werde den Hund jetzt nicht mehr bedauern und hätscheln, wenn er zittert, ich werde ihn zum Spielen auffordern und in Ruhe lassen, wenn er Angst zeigt, nicht versuchen, ihn zu überzeugen. Vielleicht habe ich ja Erfolg. Den werde ich hier berichten. Dank für eure Mühe. Viele Grüsse

  • Hallo Silkie,

    Bedauern und Tätscheln wenn der Hund sich fürchtet, ist in jedem Fall nicht gut. Denn es bestärkt ihn ja in seiner Wahrnehmung und verstärkt sein Verhalten, um mehr Zuwendung zu bekommen. Also, wenn Frauchen mich tröstet, dann muss meine Angst berechtigt sein. Momentan würde ich ihn anleinen und ihm Sicherheit vermitteln, indem ich das ignoriere und ihn ggfs. ablenke.

    Mein Malik ist einmal von einem betrunkenen Mofafahrer überrollt worden.... der hat sich auf`s Mett gemacht und großflächige Schürfwunden zugezogen, aber das ist ja egal. Malik hatte seitdem schreckliche Angst vor dem Geräusch eines fahrenden Mofas. Ich hab das schlicht ignoriert und manchmal hab ich auch geschimpft, wenn er aus dem Fuß dann ausbrechen wollte, obgleich ich zwischen ihm und der Strasse ging. Darauf hab ich zu Beginn schon immer geachtet, das ich zwischen Mofa und Hund bin. Heute ignoriert er sie wie eh und je, er zuckt nicht mal mehr, wenn sie an ihm vorbei brausen. Hätte ich ihn getröstet, wäre er bestimmt immer noch ängstlich.

    Ein, seine Beute verteidigender, Greif oder auch eine Krähe kann auf einen kleinen Hund sehr bedrohlich wirken. Die stellen dann die Schwingen auf, wirken dadurch sehr groß und dann fauchen sie. Manchmal fliegen sie auch Angriffe..... aber ich denke, wenn es Krähen gewesen wären, dann hättest Du das gehört? Die neigen schon dazu, ein schreckliches Theater zu veranstalten, während Habichte zum Beispiel dann eher leise verschwinden.

    Liebe Grüße
    Sundri

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