Ist sie neugierig oder doch im Trieb?

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  • Hallo zusammen,

    mein Hund und ich kommen heute aus dem Urlaub.
    Holland, wunderschön dort, weite Felder und Wiesen und einen Hundestrand den keiner betritt. Ich schon.

    Naja, es geht mir eigentlich um die Tiere so rund um die Felder und so. Dahra durfte dort wegen den jungen Rehen und Hasen nicht von der Leine, also 15m Schlepp hinten dran und der Hund ist glücklich. Naja. Eigentlich ist sie mit anderen Tieren, außer Katzen und manchen Hunden verträglich und nimmt die gelassen hin.
    Als ich dann nachdem sie schwimmen war mit ihr am Fahrrad und 2m Leine zurückgefahren bin und an einer Schafsweide vorbei kam, schmiss sie sich auf den Boden, holte mich fast vom Fahrrad. Ich sie voll angeschnauzt, weil sie dass nicht soll. Die hat mich überhaupt nicht wahr genommen. Bei uns kennt sie Schafe, geht hin (leider geduckt), schnuppert und dampft wieder ab. Doch so dicke große, komische Schahfe kannten wir beide nicht. Ich dann Fahrrad abgestellt und sie versucht mit Lecker hochzuholen. Ja mist aber auch, diese Schafe kamen eher. Dahra wurde immer angespannter und ich hatte Ansgt, dass sie gleich im Stromzaun hängt, denn sie war nur ca. 60cm davon entfernt.

    Jetzt wars peinlich, Hund lag da, ich stand hilflos da und Förster kam. Ich kann leider kein Holländisch, aber er sprach zum Glück gebrochen deutsch. Er Stand dann neben mir, glotze Dahra an. Normalerweise Schießt Dahra fremde Menschen bellend an. Rein nichts, sie war immernoch an den Boden gefesselt. Peinlich halt. Er erklärte mir dann dass der Hund halt nicht frei laufen dürfte, bzw,. nur auf den Wegen bleiben sollte. Ich meinte dann scherzhaft. "Das kann er ziemlich gut, vorallem bei Schafen", der Förster lachte, holte seine zwei Border und seine Bracke raus und ging spazieren, das war auch komsich, Dahra nahm die Hunde nichtmal wahr.

    Nach 20 Mins vergeblichen Lockens mit Lecker wurde mir die Sache zu bunt, den Schafen auch,. sie hauten ab, Dahra lag immernoch da. Ich dann die Schlepp dran gemacht und bin einfach gefahren. 150m weiter hielt ich an und pfiff auf Fingern und das heißt für Dahra, sie muss kommen, sonst gibt es Ärger. Sie saß mittlerweile schon, guckte zu mir, roch nochmal in die Luft und kam endlich. Ich hab die Krise bekommen.

    Wie kann ich ihr dieses Verhalten abgewöhnen, hier macht sie es nicht, und wenn nur selten und meistens auch nur, wenn sie mit auf der Weise ist.
    Ist das Trieb oder Neugier?

    Sie ist ein Weißer Schäferhund, hat sie den Hütetrieb so arg verinnerlicht oder behalten, als sie mit 11 Monaten mal an der Herde war? Sie war nur einmal an der Herde, danach nie wieder, sie wird nun 5 Jahre alt.

    Das war mir echt peinlich.
    Sorry, musste das mal loswerden, dann eigentlich war ich letztes Wochenende echt stolz auf die Kleine, dass sie die ganzen Tiere so hingenommen hat und nur das?!

    Upps, sorry dass es so lang ist.
    Danke fürs Lesen.
    LG Julia

  • Ziemlich zerstreute Geschichte finde ich.

    Also das Problem war grundlegend das sie sich vor die Schafe legte und anvisierte, oder?

    Tut mir Leid, aber das hätte ich keine 20 Minuten lang gestattet - da hätte ich auch nicht viel mit Locken versucht, wenn sie da nicht nach 30 Sekunden drauf reagiert hilft auch längeres warten nicht.

    Ich würde das definitiv als Trieb deklarieren. Wäre sie neugierig, wär sie abrufbar und würde sich wohl weniger auf den Boden legen.

  • Zitat

    Nach 20 Mins vergeblichen Lockens mit Lecker wurde mir die Sache zu bunt, den Schafen auch,. sie hauten ab, Dahra lag immernoch da. Ich dann die Schlepp dran gemacht und bin einfach gefahren.

    Dein Hund war aber eigentlich die ganze Zeit an der 2-Meter Leine, oder? Ich verstehe dein Problem ehrlich gesagt auch nicht so ganz. Ich hätte überhaupt nicht mit Leckerlie gelockt. Mein Hund hätte für den Satz auf die Schafe zu einen Anschiss kassiert und dann hätte ich ihn zur Not hinterher geschleift...

  • Zitat

    Dein Hund war aber eigentlich die ganze Zeit an der 2-Meter Leine, oder? Ich verstehe dein Problem ehrlich gesagt auch nicht so ganz. Ich hätte überhaupt nicht mit Leckerlie gelockt. Mein Hund hätte für den Satz auf die Schafe zu einen Anschiss kassiert und dann hätte ich ihn zur Not hinterher geschleift...


    Hast du schon mal so einen großen Hund hinterhergeschleift? Meine ( 35 kg, Schultermaß 66cm) kann sich auch fallen lassen und keinen Schritt mehr gehen, und wenn man diesen Hund dann schleifen würde, hättest du anschließend einen total kaputten, zerschrammten Hund!!! Meine kann auch da sitzen, festgeschweißt mit der Erde....., und ist dennoch ein unglaublicher Hund. Weißt du was passieren würde, wenn da mein Hund einen Anschiß kassiert? Sie fällt demutsvoll auf den Rücken und dann geht überhaupt nichts mehr. Trag mal 35 kg Hund weg! ;)

    @ Julia

    Du schreibst von einem Stromzaun? Hatte dein Hund mal damit schlechte Erfahrungen? Mein Hund ist ein paar Mal in so ein Ding reingelaufen und es brauchte fast 2 Jahre, um sie dann wieder daran vorbeizubekommen. Hunde können den Zaun hören, wenn der Strom tickt. Gut möglich, dass das der Grund war, sich nicht mehr zu bewegen.

    Ich kann mir aber auch lebhaft vorstellen, was da sonst abging. Vielleicht fand dein Hund es auch nur einfach toll da am Strand oder bei den Schafen und war noch nicht bereit zu gehen. Das Ding hätte mein Hund früher auch bringen können. Ich nenne es Totalverweigerung! Heute gehe ich weiter, wenn mir sowas passiert, und wenn sie mich nimmer sieht, ist sie so schnell da, so schnell kann man gar nicht gucken. Aber ich kenne das Modell "Nasser Sack " als Hund. Ich habe einen tollen Hund mit sehr selbständigem Handeln im Blut. Manchmal ein dominates Aas, manchmal unsicher wie nochmal was, dann wieder total beschwichtigend. Hirtenhund eben. Dickkopf. Sie testen, sie probieren. Erst kürzlich bin ich mit dem Auto weggefahren, weil Hund keine Lust hatte mitzukommen. Es war sehr wirkungsvoll.

    Ich finde solche Hunde immer toll. Sie entscheiden, sie denken und sind absolute Charakterhunde, auch wenn wir nicht immer verstehen, was sie tun. Aber wir können drüberstehen! :smile:

  • Zitat

    Hast du schon mal so einen großen Hund hinterhergeschleift? Meine ( 35 kg, Schultermaß 66cm) kann sich auch fallen lassen und keinen Schritt mehr gehen, und wenn man diesen Hund dann schleifen würde, hättest du anschließend einen total kaputten, zerschrammten Hund!!! Meine kann auch da sitzen, festgeschweißt mit der Erde....., und ist dennoch ein unglaublicher Hund. Weißt du was passieren würde, wenn da mein Hund einen Anschiß kassiert? Sie fällt demutsvoll auf den Rücken und dann geht überhaupt nichts mehr. Trag mal 35 kg Hund weg! ;)

    @ Julia

    Du schreibst von einem Stromzaun? Hatte dein Hund mal damit schlechte Erfahrungen? Mein Hund ist ein paar Mal in so ein Ding reingelaufen und es brauchte fast 2 Jahre, um sie dann wieder daran vorbeizubekommen. Hunde können den Zaun hören, wenn der Strom tickt. Gut möglich, dass das der Grund war, sich nicht mehr zu bewegen.

    Ich kann mir aber auch lebhaft vorstellen, was da sonst abging. Vielleicht fand dein Hund es auch nur einfach toll da am Strand oder bei den Schafen und war noch nicht bereit zu gehen. Das Ding hätte mein Hund früher auch bringen können. Ich nenne es Totalverweigerung! Heute gehe ich weiter, wenn mir sowas passiert, und wenn sie mich nimmer sieht, ist sie so schnell da, so schnell kann man gar nicht gucken. Aber ich kenne das Modell "Nasser Sack " als Hund. Ich habe einen tollen Hund mit sehr selbständigem Handeln im Blut. Manchmal ein dominates Aas, manchmal unsicher wie nochmal was, dann wieder total beschwichtigend. Hirtenhund eben. Dickkopf. Sie testen, sie probieren. Erst kürzlich bin ich mit dem Auto weggefahren, weil Hund keine Lust hatte mitzukommen. Es war sehr wirkungsvoll.

    Ich finde solche Hunde immer toll. Sie entscheiden, sie denken und sind absolute Charakterhunde, auch wenn wir nicht immer verstehen, was sie tun. Aber wir können drüberstehen! :smile:

    GUten Morgen zusammen,

    also erstmal schleife ich Dahra nicht hintermir her. Sie hat 28kg und das ist mir deutlich zu viel. Sorry.

    @Schopenhauer: Dahra ist einmal Kletschnass an einen Stromzaun gekommen, beim Jagen, hat geschrien, sich geschüttelt und ist weiter hinter dem Hasen her. Schiss davor kann sie also nicht haben. Und auf der Weide standen Jungrinder da ist der Zaun ja noch etwas kräftiger.

    Eigentlich wollte ich hier nur fragen, was ich machen könnte. Ich kann sie gerne auch einfach da lassen, sie würde es machen. Denn hätte ich nicht gepfiffen wäre sie nun immernoch da. Sie ist leider eine Hündin die oft sehr selbstständig ist. Finde ich nicht großartig schlimm, doch manchmal ist sie nhalt ein stures Miststück. Nur wenn ich ein Spielzeug habe, dann ist sie ein Lamm.
    Sie steigert sich oft in ihre Dinge rein, die sie tut. Hundebegegnungen haben wir schon soweit im Griff, dass nur noch am ANfang und zwischendurch ein kurzer BEller kommt, aber andere Tiere sind ihr TRaum. Wir fahren viel in einen Tierpark, da findet sie die Wölfe am Besten, doch selbst da geht sie einfach überallweiter, außer am TEich mit den Schwänen, da will sie rein.

    Trotzdem Danke für eure Antworten.
    LG Julia

    PS: UNd wie hätte ich Fahrrad + Hund (der hinterher schleift) weiterkriegen sollen?

  • Wenn ich 20 Minuten an einer Schafweide stehen muss, weil mein angeleinter(!!!) Hund nicht mit mit weiterkommt, dann stimmt doch insgesamt irgendwas mit dem Grundgehorsam nicht!
    Ich würd mit diesem Hund ganz intensiv den Gehorsam unter Ablenkung üben und mich schrittweise solchen Situationen annähern...

  • Zitat

    Wenn ich 20 Minuten an einer Schafweide stehen muss, weil mein angeleinter(!!!) Hund nicht mit mit weiterkommt, dann stimmt doch insgesamt irgendwas mit dem Grundgehorsam nicht!
    Ich würd mit diesem Hund ganz intensiv den Gehorsam unter Ablenkung üben und mich schrittweise solchen Situationen annähern...

    Dem kann ich mich nur anschliessen. :gut:

    Alanna wiegt 34kg und ist 68cm hoch, sehr eigenständig durchaus dickköpfig und ICH kann mich TROTZDEM durchsetzen.

    Egal ob mit oder ohne Fahrrad. Das fixieren wird rigoros unterbunden, zur Not eben mit weitergehen auch wenn ich dafür energischer losdackeln muss ( ich reisse ja nicht wer weiss wie an der Leine rum--- wie beschreibt man sowas=????).

    Das ich 20 Min stehen bleibe, nur weil meine Madam irgendwas fixieren will neeeeeeeeeee. Geht gar nicht. Kostet Übung und Zeit, aber es lohnt sich hinterher

  • Definitiv Trieb würde ich sagen. Bei reiner Neugier wäre sie wohl nicht so arg mit dem Boden verwachsen. :D Und auch das ist ein deutliches Zeichen für Trieb:

    Zitat

    Dahra wurde immer angespannter

    Bei Neugier sind Hunde ja eher locker flockig, eventuell noch mit ein bisschen Unsicherheit und nem leichten Rückwärtstrend im Körper vermischt, weil das Objekt der Begierde ja auch urplötzlich auf sie zukommen könnte.

    20 Minuten finde ich bewundernswert, meine Geduld hätte lang nicht so gereicht, vor allem nicht, wenn der Hund mich vorher fast vom Fahrrad geholt hat... Wenn sich mein Schnauz mal irgendwo festguckt und nicht weiter will (was selten genug vorkommt - es bleibt nicht beim Gucken, er schaltet dann doch recht schnell in den Hinterher-Modus), ziehe ich ihn entweder am Geschirr oder (etwas wirkungsvoller) an seiner Nackenrolle hoch (nicht seitwärts, er soll ja auf die Füße kommen) und nehme ihn dann mit. Der "Nackengriff" ist dabei nicht grob (!) und auf keinen Fall mit einem Nackenschütteln zu verwechseln - einfach eine Art Henkel, an dem man den Hund mitnehmen kann.

    Zitat

    Nach 20 Mins vergeblichen Lockens mit Lecker wurde mir die Sache zu bunt, den Schafen auch,. sie hauten ab, Dahra lag immernoch da. Ich dann die Schlepp dran gemacht und bin einfach gefahren. 150m weiter hielt ich an und pfiff auf Fingern

    Das finde ich mutig. Pfiff hin oder her, wenn der Hund vorher schon nicht gehört hat, ist die Gefahr groß, dass er es jetzt auch nicht tut, die plötzliche Freiheit genießt und einen Sprung zu den Schafen wagt.

    Grüße,
    Krümelmonster.

  • Also war es in der Tat so das du gewartet hast bis der Jagd- und Hetztrieb deines Hundes sich selbst abschaltet??? :???:

    Na du musst ja Zeit und Geduld haben.

    Paula wiegt auch ihre 35 kg und genau daher ist es noch wichtiger sie im Griff zu haben :/

    Was willst du denn machen wenn du am Rad sitzt und es springt plötzlich nen Hase aus der Wiese, wirft dein Hund dich dann vom Fahrrad?

    Solange du deinem Tier diesen Jagd- und Hetztrieb (dazu gehört das Fixieren bereits klar dazu) gestattest, wird er Freude haben und sicher keinen Grund sehen das zu unterlassen.

    Erlerne ein Abbruchkommando mit ihm, z.b. das welches ihr nutzt wenn ihr anderen Hunden begegnet und setz dich so gegenüber deinem Hund durch - für mich gehört da auch dazu das ich den Hund wenn er eben nicht auf die Stimme hört auch eben mal vom Zaun "hinterherziehe" (wie du es nennst). Dann wird halt 2 m gezogen, aber danach wird der Hund sicher irgendwann auch merken das es vorwärts geht und das er folgen muss. Wie soll dein Hund wissen das du weiterfahren willst aber stehen bleibst.

  • Ich würde den Hund nicht hinter mir herschleifen. Es gäbe aber von mir eine ganz klare Ansage, was ich von solchem Verhalten halte und ich würde es auch nciht durchgehen lassen, schon gar keine 20 Minuten.

    Meine persönliche Erfahrung ist nämlich, dass Hund sich beim ersten Mal nur hinschmeißt und fixiert. Unterbinde ich das dann nicht, bleibt er beim nächsten Mal vielleicht nicht mehr nur liegen, sondern sprintet dann auch los und das muss ich nicht haben.

    Maja kann/konnte das auch. Allerdings nicht in Zusammenhang mit potenziell zu jagenden Tieren, sondern mit fliegenden Bällen und fremden Hunden. Nix gibts, ich wäre schön blöd, sie da nach ihrem Kopf machen zu lassen und drauf zu hoffen, dass sich das von alleine regelt. Wie gesagt, beim nächsten Mal würde sie dann losrennen. Darum sehe ich zu, dass ich in solchen Fällen mich vor den Hund hinstelle, den Blickkontakt zu dem Objekt der Begierde also unterbreche und für den Anfang schon jeden kleinen Blickkontakt zu mir belohne. Hab ich einmal kurz die Aufmerksamkeit gehabt, gibts ein Sitz, Belohnung bei Ausführung und dann wird der Hund ins "Bei mir" (also gelockertes Fuß laufen) geholt und dann mit dem "Weiter"-Kommando weiterdirigiert. Sobald der Hund dann normal mitläuft ohne die Leine auf Spannung zu haben, sich ständig umzuschauen usw. wird nochmal gelobt. Guckt Hund sich immer wieder um und überlegt, sich doch nochmal auf "das da hinten, was so spannend war" zu konzentrieren, kommt ein klares "Weiter".

    Klappt prima.

    LG, Henrike (die auch keine Lust hätte 25kg Hund mitzuzerren)

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