Wie ist das eigentlich mit der Magendrehung

  • Danke für die tolle Erklärung!

    Timmi ist ein mittelgroßer Hund (Goldy/Spitz-Mischling). Ich kann ihn nur 1 x täglich füttern, weil er sonst nix frisst. Er ist einer von den wenigen Hunden, ist nicht gerne fressen. Ich hab schon so viel probiert, bin jetzt drauf gekommen, dass er am besten frisst, wenn er richtig Hunger hat, also nur 1 x pro Tag.

    Ich geh morgens mit ihm spazieren, danach füttere ich ihn gleich. Ist das jetzt gefährlich oder kann ich das so weiter handhaben?

  • Wenn das so einfach wäre, gäbe es die Magendrehung glaub ich nicht mehr.

    Leider spielen sehr viele Faktoren eine Rolle. Es gibt gefährdete grössere Rassen, Magendrehungen mit leerem Magen, nach dem Aufnehmen von Wasser, die einen bekommen eine nach Trockenfutter, die anderen nach Nassfutter und das Internet ist inzwischen auch voll von Hunden, die gebarft wurden und trotzdem eine erlitten haben.

    Selbst bei kleinen Hunden wie Dackel kommt zuweilen die Magendrehung vor. Viele Hunde leiden auch an der sog. GASTRIC DILATION, der Magenaufgasung, die leider dazu führen kann, dass der Magen kippt und schon hat man eine MD.

    Zu wenig Bewegung kann auch eine Magendrehung auslösen. Oder aber eine träge Verdauung oder zu schnelle Futteraufnahme. Inzwischen geht man davon aus, dass selbst eine vorangegangene Antibiotikabehandlung (Zerstörung der Magen- und Darmbakterien und Bildung von Dysbakterien) und Impfungen Auslöser sein können.

    Am besten lässt man seinen Hund vor der Futteraufnahme nicht gross toben und nach dem Fressen sollte er mindestens 2 h Ruhe halten (so lange dauert es in der Regel, bis der Futterbrei dem Magen verlassen hat). Fütterungen auch nicht zu spät abends, verteilt auf mindestens 2 Mal am Tag. Sobald der Hund nach Futteraufnahme Unwohlsein zeigt, ohne Erfolg zu Erbrechen versucht - sollte die Klinik vorab tel. informiert werden, dass der Hund eventuell eine MD entwickelt hat.

  • Ich habe Deutsche Doggen. Einer meiner Hunde hatte mit 1 1/2 Jahren eine Magendrehung. Ich habe immer alles beachtet mit den Ruhephasen, dem Füttern u.s.w. Und trotzdem ist es passiert. Ich habe natürlich damals gefragt was ich denn falsch gemacht habe und die Tierärztin sagte: gar nichts. Alles was ich gemacht habe war gut. Aber wer eine MD bekommen soll, der bekommt sie. Da macht man leider nix dran.
    Mein Babyklein hat es überlebt. Er ist jetzt 9 Jahre alt und hatte Gott sei Dank nie mehr Probleme.

    Schöne Grüße
    Sandra

  • eine magendrehung kann natürlich einfach ein tragisches ereignis sein. bei meiner dalmi-hündin jana war das so, dennoch ergreife ich immer noch sämtliche vorsichtsmaßnahmen (mehrere portionen, ruhe vor und nach dem fressen etc.) - ich will einfach das risiko minimieren.

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!